Kommissar Staves dritter Fall Hamburg: Bei einem Routineeinsatz wird Oberinspektor Frank Stave niedergeschossen. Er kommt davon, aber wechselt von der Mordkommission zum Chefamt S, das den Schwarzmarkt bekämpft. Dort wird Stave gleich mit einem rätselhaften Fall konfrontiert: Trümmerfrauen haben in den Ruinen eines Kontorhauses Kunstwerke aus der Weimarer Zeit gefunden - gleich neben einer Leiche, deren Identität der Kollege von der Mordkommission offenbar gar nicht aufklären will. Kurz darauf vertraut ihm Lieutenant MacDonald ein weiteres Problem an: Auf dem Schwarzmarkt sind rätselhafte Geldscheine aufgetaucht, deren Existenz die geheimen Pläne der Alliierten stört. Der Oberinspektor entdeckt bald seltsame Parallelen zwischen den beiden Fällen. Als der Tag X gekommen ist - die Einführung einer neuen Währung, über die schon seit Wochen in der Stadt gemunkelt wird -, scheint Stave kurz vor der Lösung zu stehen. Doch die Wahrheit ist gefährlich, und nicht nur für ihn allein ...
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Rademacher,Der Faelscher
Bewertung am 07.04.2021
Bewertungsnummer: 1033722
Bewertet: eBook (ePUB)
Sehr gut,stimmig,ordentliche Sprache,spannend genug und informativ.Viel besser als die meisten deutschen Autoren.Ohne primitiven Sex,gute Figuren und Zusammenhänge. Nicht zusammen gebastelt. Prima!
»Trümmerfrauen haben den…
Igelmanu aus Mülheim am 22.07.2018
Bewertungsnummer: 2713588
Bewertet: Buch (Taschenbuch)
»Trümmerfrauen haben den Schlamassel entdeckt. Sie haben am Haus gearbeitet, als eine Windböe eine Mauer umgeworfen hat. Können von Glück sagen, dass sie nicht erschlagen worden sind. Als sich der Staub legte, haben sie ein Skelett entdeckt. Und dann noch ein Kunstwerk.« Hamburg, im Juni 1948. Oberinspektor Frank Stave ist gerade noch einmal mit dem Leben davongekommen. Während eines Einsatzes war er niedergeschossen worden, hatte im Krankenhaus viel Zeit zum Nachdenken gehabt. Zurück im Dienst lässt er sich von der Mordkommission zum Chefamt S versetzen, das den Schwarzmarkt bekämpft. Als in den Trümmern eines Kontorhauses Kunstwerke gefunden werden, soll er sich eigentlich nur um deren Herkunft kümmern. Und nicht um die Ermittlungen zu dem Skelett, das gleich daneben gefunden wurde. Aber Stave kann nicht aus seiner Haut, zumal ihm auffällt, dass der Kollege aus der Mordkommission gar nicht daran denkt, den Todesfall zu untersuchen. Damit nicht genug, Staves Freund, Lieutenant MacDonald, bittet ihn um Hilfe in einem speziellen Fall. Der Tag X naht, die Einführung der neuen Währung. Bislang herrscht größte Geheimhaltung, doch trotzdem tauchen auf dem Schwarzmarkt eigenartige Geldscheine auf, was die Alliierten sehr beunruhigt. Mit diesem Krimi unternimmt der Leser wieder eine Zeitreise. Cay Rademacher schildert so intensiv, dass man meint, um sich herum die Trümmer zu sehen. Stave muss nicht nur in seinen Fällen ermitteln, sondern auch privat zusehen, wie er sein Überleben sichert. Schließlich sind auch für ihn die Geschäfte leer und die Erlebnisse aus dem Krieg ein Trauma, das bewältigt werden will. Die herrschende Armut, die gesamten Lebensumstände und der Wirbel rund um die Einführung der D-Mark prägen das Buch. Ebenfalls im Fokus steht die Vergangenheitsbewältigung, auch im Hinblick auf den Umgang mit Nazis und NS-Verbrechern. Viele kamen bekanntlich ungeschoren davon, das wird hier angeprangert. Mittendrin findet sich die Krimihandlung, die aus heutiger Sicht ungewöhnlich wirkt, aber perfekt in den zeitlichen Rahmen passt. Dies war nach „Der Trümmermörder“ und „Der Schieber“ der dritte und letzte Fall für Frank Stave. Man kann jeden Band unabhängig voneinander lesen. Fazit: Großartiger Krimi mit ganz viel Zeitgeschichte. Schade, dass diese Reihe nur aus drei Bänden besteht!
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