Wie die Jahre vergehen: Kurt Wallander lebt inzwischen auf dem Land, seine Tochter Linda ist verheiratet und hat ein Kind. Bei der Geburtstagsfeier ihres Schwiegervaters Håkan erfährt Wallander erstmals von dessen Zeit als Marineoberst. Als kurz darauf Håkan und seine Frau spurlos verschwinden, verstrickt sich Wallander in einen Fall, dessen Spuren bis in den Kalten Krieg zurückreichen. Wenn Tatort-Kommissar Axel Milberg liest, steigert er mit untrüglichem Gespür für Mankells subtile Dramatik die Spannung bis zum atemberaubenden Finale. (7 CDs, Laufzeit: 8h 12)
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Drohende Schatten
Bewertung am 05.10.2011
Bewertungsnummer: 745784
Bewertet: Hörbuch (CD)
Der neue Mankell ist und macht nachdenklich. Kurt Wallander blickt sehr oft auf sein bisheriges Leben zurück und kämpft massiv mit gesundheitlichen Problemen. Neben diesem spannenden Fall, der diesmal seine eigene Familie betrifft, quält ihn die Einsamkeit und die Angst vor dem Tod. Er ist sich nicht mehr sicher, ob er seiner oft gerühmten Intuition noch trauen kann. Sein Gedächtnis lässt ihn immer öfter im Stich - ganz plötzlich und ohne Vorwarnung. Das kann er jetzt, wo es um die Schwiegereltern seiner Tochter geht, gar nicht gebrauchen.
Wallander, leb wohl!
Kerstin Hirth aus Coesfeld am 03.02.2021
Bewertungsnummer: 687699
Bewertet: eBook (ePUB)
Wallander hat sich einen Kindheitstraum erfüllt, er lebt mit einem Hund auf einem alten Bauernhof. Er geht zwar noch seiner Arbeit nach, in Gedanken bereitet er sich jedoch schon auf den Ruhestand vor.
Dann verschwindet Hakan von Enke, ehemaliger U-Boot-Kommandant und zukünftiger Schwiegervater von Wallanders Tochter Linda, kurz nach dessen 75. Geburtstag spurlos. Auf dieser Feier gewährte Hakan von Enke Wallander brisante Einblicke in eine politische Affäre: in den achtziger Jahren drangen fremde U-Boote mehrfach in schwedische Hoheitsgewässer ein, die nie identifiziert werden konnten. Von Enke war damals als Kommandant eines schwedischen U-Boots an der Jagd auf die fremden U-Boote beteiligt. Er hat jahrelang recherchiert und glaubt nun auf der richtigen Spur zu sein.
Wallanders Ermittlungen führen ihn mitten hinein in die Zeit des Kalten Krieges und in die schwedische Nachkriegsgeschichte bis hin zu aktuellen politischen Verwicklungen.
Mankell läßt uns Abschied nehmen, von einem Kommissar, der immer ein Garant für spannende Krimis war. Leb wohl!
Meinung aus der Buchhandlung
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Kurt Wallander wird in Im Schatten des Feindes mit einem Fall mit politischer Brisanz konfrontiert, es geht um Spionage und Landesverrat, zurückreichend bis in den Kalten Krieg. Privat erlebt Wallander die Freuden des Großvater-Daseins und gleichzeitig die lähmende Angst vor Alter und Alzheimer.
Viele Wallander-Fans werden es mir nachempfinden können: die Vorfreude einen neuen Fall des schwermütigen Kommissars in den Händen zu halten und es gar nicht mehr erwarten zu können mit dem Lesen anzufangen. Aber auf der anderen Seite gar nicht zum Ende kommen zu wollen, schließlich ist es der letzte Wallander. Trotzdem kann man gar nicht anders als das Buch zu verschlingen. Der Fall ist spannend und fesselnd von der ersten bis zur letzten Seite. Gleichzeitig schließt sich der Kreis um den privaten Wallander. Linda, Mona, Baiba und sein verstorbener Vater, sie alle haben ihren Platz in diesem Buch, entweder in der Handlung oder in Wallanders Reflektionen.
Ein packender Fall und eine ergreifende Geschichte machen Im Schatten des Feindes zu einem absolut gelungenen Abschluss der Wallander-Reihe. Und wenn man am Ende etwas wehmütig das Buch zuklappt, hat man doch immer noch die Hoffnung, in Zukunft zumindest mehr von Wallanders Tochter Linda zu hören.
Kurt Wallander ermittelt wieder. Seine Recherchen führen den sympathischen Polizeibeamten in seinem leider letzten kniffligen Fall mitten zurück in die Irrungen und Wirrungen des kalten Krieges der 80iger Jahre.
Hakan von Enke, ein ehemaliger Marineoffizier und zukünftiger Schwiegervater von Wallanders Tochter Linda, nimmt bei dessen 75. Geburtstagsfeier Wallander auf die Seite und weiht ihn in eine Geschichte ein, die sich im Herbst 1980 und zwei Jahre später zugetragen haben soll. Bei einem Manöver auf schwedischem Hoheitsgebiet sollte ein feindliches U-Boot ausgehoben werden.
Kurz vor dem Abschuss des eingedrungenen U-Bootes, empfingen die Offiziere jedoch plötzlich den Befehl, das Manöver abzubrechen und das U-Boot verschwand in den Tiefen der Ostsee.
Wallander ist zunächst verblüfft, warum Hakan gerade ihn in diese Geschichte einweiht, bis sich herausstellt, dass sich hinter dieser Geschichte mehr verbirgt als zuerst angenommen.
Dann verschwindet Hakan von Enke plötzlich und Wallander wird mitten hineingezogen in ein dicht gewobenes Netz von politischen Intrigen und west-östlicher Spionage.
Welche Rolle spielt Hakan von Enke? Welche Rolle spielt vor allem seine Frau Luise, die eines Tages tot aufgefunden wird? Warum verheimlichen die beiden ihr zweites Kind? Wer verbirgt sich hinter dem unbekannten Freund in den USA? Und wer durchstöbert heimlich Wallanders Haus?
Mankell spinnt in seinem letzten Wallander-Roman einen politisch sehr interessanten und hochspannenden Krimi, der den Leser bis zum Schluss im Ungewissen lässt.
Durch die sachkundig, jedoch nie langweilig dargestellte Zeit des kalten Krieges und die Verwicklungen zwischen Ost und West in den achtziger Jahren wird der Kriminalroman auch zu einer bis zum Ende hochspannenden Geschichtsunterrichtsstunde.
Dabei vergisst Mankell wieder nicht, dem überaus sympathischen Polizeibeamten Wallander einen sehr zu Herzen gehenden Charakter einzuhauchen. Er lässt Wallander in rührenden Szenen mit ersten Alterserscheinungen kämpfen und zeigt dem Leser ein zutiefst menschliches Bild eines Mannes, der zurückgezogen mit seinem Hund auf einem schwedischen Landgut lebt und die Bitterkeiten eines Lebens voller Verluste und Einsamkeit ertragen muss.
»Ein Mensch hinterlässt immer Spuren. Es ist auch kein Mensch ohne einen Schatten «
ist auf den ersten Seiten des Buches zu lesen.
Ja, lieber Henning Mankell, auch wenn dein Protagonist Kurt Wallander nur eine fiktive Figur ist, sie hat in ihrem letzten Fall einen langen Schatten und eine tiefe Spur hinterlassen, in die wohl so bald keiner hinein- und nachstapfen wird.
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