Über Werden und Vergehen
Philosophische Bibliothek Band 617

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Beschreibung

Alle Menschen betrifft das Werden und Vergehen. Nicht nur die Dinge und Wesen, die uns umgeben, sondern vor allem wir selbst und unsere Liebsten scheinen diesem Prozeß unterworfen zu sein. Wir feiern die Geburt und betrauern den Tod. Man denkt an Hölderlins späten, enigmatischen Text 'Das Werden im Vergehen'; an Nietzsches Diktum, dass dem Werden die Form des Seins aufzuprägen sei; man erinnert sich vielleicht an Bergsons Buch über das schöpferische Werden und sicher nicht zuletzt an die je eigene Aussicht auf Werden und Vergehen, die ja etwas durchaus Lebensbestimmendes hat.

Bemerkenswerterweise gibt es gleichwohl in der gesamten Denkgeschichte fast keine philosophischen oder wissenschaftlichen Theorien über diesen Sachverhalt, die uns zu erklären versuchen, wie das geht und was es damit auf sich habe. Aristoteles ist eine große Ausnahme ziemlich am Anfang aller wissenschaftlichen Entwicklung, doch ist er bis hin zu Whitehead und Bergson im 20. Jahrhundert die einzige mit objektivem Theorieanspruch und entsprechend durchdachter Ausarbeitung geblieben. Auch seither gibt es wenig Neues zum Thema.
Aristoteles’ hochinteressante Schrift 'Über Werden und Vergehen' und begriffliche Erschließung dieser Grundtatsache der Natur ist bis heute so gut wie unbekannt geblieben.

Mit dieser Ausgabe wird ein Text in den Fokus der Aufmerksamkeit gehoben, der lange zu Unrecht nur wenig Beachtung fand. Dabei ist die Frage nach dem Werden und Vergehen eine der Grundfragen allen Daseins.

Aristoteles wird 384 v. Chr. in Stagira (Thrakien) geboren und tritt mit 17 Jahren in die Akademie Platons in Athen ein. In den 20 Jahren, die er an der Seite Platons bleibt, entwickelt er immer stärker eigenständige Positionen, die von denen seines Lehrmeisters abweichen. Es folgt eine Zeit der Trennung von der Akademie, in der Aristoteles eine Familie gründet und für 8 Jahre der Erzieher des jungen Alexander des Großen wird. Nach dessen Thronbesteigung kehrt Aristoteles nach Athen zurück und gründet seine eigene Schule, das Lykeion. Dort hält er Vorlesungen und verfaßt die zahlreich überlieferten Manuskripte. Nach Alexanders Tod, erheben sich die Athener gegen die Makedonische Herrschaft, und Aristoteles flieht vor einer Anklage wegen Hochverrats nach Chalkis. Dort stirbt er ein Jahr später im Alter von 62 Jahren.Die Schriften des neben Sokrates und Platon berühmtesten antiken Philosophen zeigen die Entwicklung eines Konzepts von Einzelwissenschaften als eigenständige Disziplinen. Die Frage nach der Grundlage allen Seins ist in der „Ersten Philosophie“, d.h. der Metaphysik jedoch allen anderen Wissenschaften vorgeordnet. Die Rezeption und Wirkung seiner Schriften reicht von der islamischen Welt der Spätantike bis zur einer Wiederbelebung seit dem europäischen Mittelalter. Aristoteles’ Lehre, daß die Form eines Gegenstands das organisierende Prinzip seiner Materie sei, kann als Vorläufer einer Theorie des genetischen Codes gelesen werden..
Thomas Buchheim ist Ordinarius für Philosophie, speziell Metaphysik und Ontologie an der Ludwig-Maximilians-Universität München und war von 2010 bis 2013 Vorsitzender der Gesellschaft für antike Philosophie..
Thomas Buchheim ist Ordinarius für Philosophie, speziell Metaphysik und Ontologie an der Ludwig-Maximilians-Universität München und war von 2010 bis 2013 Vorsitzender der Gesellschaft für antike Philosophie.

Details

Einband

Taschenbuch

Erscheinungsdatum

01.04.2011

Herausgeber

Thomas Buchheim

Verlag

Meiner, F

Seitenzahl

160

Maße (L/B/H)

18,9/12,6/1,3 cm

Beschreibung

Details

Einband

Taschenbuch

Erscheinungsdatum

01.04.2011

Herausgeber

Thomas Buchheim

Verlag

Meiner, F

Seitenzahl

160

Maße (L/B/H)

18,9/12,6/1,3 cm

Gewicht

180 g

Auflage

1. Auflage

Originaltitel

De generatione et corruptione

Übersetzer

Thomas Buchheim

Sprache

Deutsch, Griechisch

ISBN

978-3-7873-2140-7

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Also, noch einmal alles lesen.

Bewertet: Buch (Taschenbuch)

Das Buch „Über Werden und Vergehen“ war für mich eine große Überraschung. Das Buch schrieb Aristoteles am Ende seines Lebens und räumte in ihm mit einigen Lehren seiner frühen Schriften auf. Indem er das Problem des Werdens und Vergehens erörterte, musste er sich unweigerlich mit seinem Begriff der Substanz auseinandersetzen. Das Nichts trägt er ins Sein hinein. Also, noch einmal alles lesen: Aristoteles, Hölderlin, Hegel, Heidegger, Bataille.
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Bewertet: Buch (Taschenbuch)

Das Buch „Über Werden und Vergehen“ war für mich eine große Überraschung. Das Buch schrieb Aristoteles am Ende seines Lebens und räumte in ihm mit einigen Lehren seiner frühen Schriften auf. Indem er das Problem des Werdens und Vergehens erörterte, musste er sich unweigerlich mit seinem Begriff der Substanz auseinandersetzen. Das Nichts trägt er ins Sein hinein. Also, noch einmal alles lesen: Aristoteles, Hölderlin, Hegel, Heidegger, Bataille.

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