Produktbild: Atemschaukel
Band 18750
Artikelbild von Atemschaukel
Herta Müller

1. Atemschaukel

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Herta Müller

1. Titel 18

Atemschaukel Das Hörspiel

Aus der Reihe Hochkaräter
13

17,99 €

inkl. gesetzl. MwSt., zzgl. Versandkosten


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Beschreibung

Produktdetails

Gesprochen von

Oskar Pastior + weitere

Altersempfehlung

12 - 99 Jahr(e)

Spieldauer

1 Stunde und 28 Minuten

Erscheinungsdatum

16.07.2010

Hörtyp

Hörspiel

Medium

CD

Anzahl

2

Verlag

Hörbuch Hamburg

Sprache

Deutsch

EAN

9783899036978

Beschreibung

Produktdetails

Gesprochen von

Altersempfehlung

12 - 99 Jahr(e)

Spieldauer

1 Stunde und 28 Minuten

Erscheinungsdatum

16.07.2010

Hörtyp

Hörspiel

Medium

CD

Anzahl

2

Verlag

Hörbuch Hamburg

Sprache

Deutsch

EAN

9783899036978

Herstelleradresse

Hörbuch Hamburg HHV GmbH
Völckersstr. 18
22765 Hamburg
Deutschland
Email: info@hoerbuch-hamburg.de
Url: www.hoerbuch-hamburg.de
Telephone: +49 40 89720780
Fax: +49 40 897207810

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  • Callisto

    4/5

    11.03.2011

    Hörbuch (CD)

    Rumänien 1945: Der Zweite…

    Rumänien 1945: Der Zweite Weltkrieg ist endlich zu Ende. Die deutschstämmige Bevölkerung muss nun mit ihrer Arbeitskraft die Reparationen für die entstandenen Kriegsschäden bezahlen. Auf Stalins Befehl hin werden alle arbeitsfähigen Männer und Frauen von 17 bis 45 Jahren in Arbeitslager deportiert. So auch der siebzehnjährige Leopold Auberg, für den dieser Tapentenwechsel zunächst ein Abenteuer ist, eine Abwechslung im ständig gleichbleibenden Alltag. Im Lager erlebt er fünf Jahre harte Arbeit, Entbehrung und Hunger. Für Herta Müllers Atemschaukel gab es 2009 den Nobelpreis für Literatur. Die Geräuschkulisse sammelte der Regisseur Kai Grehn auf dem Gelände der Kokschim-Fabrik im ukrainischen Nowo Gorlowka, in welcher Oskar Pastior(rumäniendeutscher Lyriker und Übersetzer und wahrscheinlich Vorbild für die Figur des Leopold Auberg) als Zwangsarbeiter gearbeitet hat Die Uraufführung des Hörspiels war auf 2010 NDR Kultur. Hier nun weder ein klassisches Radiohörspiel noch eine Lesung sondern eine Mischung aus vertonter Lesung und gespielten Hörspieleszenen. Ein Balanceakt, denn einerseits möchte man dieses sprachliche Kunstwerk zu Geltung bringen, andererseits ein Hörspiel produzieren. Man entschied sich dazu einerseits zwei Erzähler, den jungen und alten Leopold Auberg, Passagen erzählerisch lesen zu lassen, und diese dann immer wieder mit gespielten Szenen zu unterbrechen. Den Nobelpreis erhielt das Buch wohl hauptsächlich wegen seiner expressiven Sprache. Viele wunderbar deskriptive Wortneuschöpfungen sind das Markenzeichen der Autorin. Darunter leidet aber die Handlung. So schön die Sprache aus sein mag, die Handlung bleibt weit dahinter zurück. Natürlich kann man nicht erwarten, dass 5 Jahre Arbeitslager unterhaltsam sind, natürlich kann man nicht erwarten, dass in einem Arbeitslager viel passiert, vielleicht will die Autorin die Leser und Hörer durch diese Handlungsarmut auch die Perspektivlosigkeit des Arbeitslagers spüren lassen. Dennoch ist es irgendwann einfach nur noch ermüdend der Handlung zu folgen, und das Schicksal der Häftlinge berührt kaum, da sie einem fremd und fern bleiben. Fazit: Handwerklich solides NDR Radiohörspiel aus dem Jahr 2010.

  • Claire W.

    aus Bayern

    5/5

    03.10.2022

    Buch (Taschenbuch)

    Hat mir den Atem genommen und mich nachhaltig beeindruckt!

    In dem Roman "Atemschaukel" von Herta Müller wird intensiv, mitreißend und zerstörend echt über die Deportation in ein russisches Arbeitslager berichtet. Die Person die man durch den Roman und die 5 Jahre im Lager begleitet ist der 17-Jährige Leopold Auberg. Man erfährt über sein Leben vorher, wie es sich im Lager langsam verändert und das Leben danach. Geprägt hat ihn der Satz der Großmutter "Ich weiß du kommst wieder", geglaubt hat es keiner bis er plötzlich wieder vor der Tür stand. Genau wie viele andere, aber nicht alle. Der Schrecken, die Arbeit, der Hunger alles wird aufgegriffen und detailliert erzählt. Vor allem alles was sich im und ums Lager abgespielt hat. Nachdem ich in den, zugegebener Weise sprachlich nicht ganz einfachen, Roman reingekommen bin, hat mich die Geschichte mitgerissen und nachhaltig beeindruckt. Man merkt in jedem Satz, dass der Roman auf Erzählungen des Oskar Pastior beruht. Er wurde damals deportiert und eigentlich wollte die Autorin mit ihm gemeinsam dieses Buch schreiben. Leider verstarb er vorher plötzlich, doch die Notizen der vielen Gespräche hat sie in diese Geschichte umgewandelt. Die Emotionen die das Buch bei mir ausgelöst hat sind nicht in Worte zu fassen. Einfach erschreckend wie Menschen behandelt wurden und es auf dieser Welt immer noch werden. Ein paar Jahre zerstören ein ganzes Leben bzw. eine ganze Familie. Die Kapitel, welche alle Namen und bestimmte Themen haben, greifen ineinander und erzählen diese berührende Geschichte, die ich sicher nie ganz vergessen werde. Fazit: Das wichtige totgeschwiegene Thema, russisches Arbeitslager, wird durch die Erzählung sichtbar gemacht! So wichtig und doch so zerstörend!

  • margaret k.

    5/5

    21.10.2019

    Buch (Taschenbuch)

    Die Jahre im Lager

    Das Buch handelt von einem jungen Mann, der für ein paar Jahre in ein russisches Arbeitslager gesteckt wird. Er erzählt von seinen Erfahrungen und wie es ihm dort ergangen ist. Dabei wird die Geschichte nicht gewöhnlich erzählt. Die Handlung ist zwar chronologisch, aber dennoch verschwimmt sie an einigen Stellen und wirkt allgemein auch etwas distanziert. Und auch wenn die Geschichte so nicht immer ganz einfach zu verfolgen ist, finde ich, dass dieser Stil so wirklich gut gezeigt hat wie leer sich eine Person nach solchen Erfahrungen fühlt. Außerdem ist der Schreibstil der Wahnsinn. Normale, unbedeutende Dinge werden plötzlich lebendig und haben eine tiefe Bedeutung. Es ist wie ein Gemälde, das mit jedem neuen Satz und Wort weitergemalt wird und man bekommt auf einer ganz anderen Ebene einen Eindruck von den Erfahrungen des Protagonisten. Dabei sind diese Erfahrungen echt hart und sogar erschreckend. Es ist unglaublich wie Menschen in solchen Lagern überleben konnten und auf welche Weise sie es getan haben. Während des Lesens lernt man die Mitgefangenen kennen und fühlt so mit ihnen, auch wenn auf die eigentlichen Emotionen nicht eingegangen wird. Ich finde, dass alles zusammen eine unglaubliche Wirkung beim Lesen erzeugt und so diese gewisse leere Stimmung erschafft, die zu dem Thema sehr gut passt. Das Buch ist zwar nicht immer ganz einfach zu lesen und man muss sich Zeit nehmen, um alles richtig zu verstehen, aber mich konnte es auf jeden Fall überzeugen.

  • Rosi Winkler

    aus St.Johann/Pg.

    5/5

    30.06.2010

    Hörbuch (CD)

    Großartige Lesung über ein wenig bekanntes Kapitel europäischer Geschichte

    Am Ende des Zweiten Weltkrieges lebt die deutsche Bevölkerung in Angst, denn die Sowjetunion fordert, alle in Rumänien lebenden Deutschen zwischen 17 und 45 Jahren in sowjetische Arbeitslager zu deportieren. Leo (17 Jahre!) wird mitten in der Nacht abgeholt und für fünf Jahre zur Zwangsarbeit kaserniert. Nach entbehrungsreichen, demütigenden Jahren zurückgekehrt, ist der ein anderer als zuvor. Später verlässt er Rumänien und zieht nach Österreich, wo er in Graz wohnhaft wird. Ulrich Matthes hat den Roman der Nobelpreisträgerin 2009 eingelesen und vermittelt einfühlsam dieses weitgehend unbekannte Kapitel europäischer Geschichte. Seine ausgeprägte Stimme ist gut verständlich und macht Entsetzen, Angst und Schrecken für den Hörer spürbar.

  • J.G.

    aus Berlin

    5/5

    14.06.2010

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    GENIAL!!!

    Leo ist 17 Jahre als er in ein Lager in Russland nach dem Zweiten Weltkrieg deportiert wird und dort 5 lange Jahre Zwangsarbeit verrichten muss. Damit beginnt für Leo der Kampf ums Überleben und gegen den elendigen Hunger. Der Roman umfasst den Zeitraum vom Beginn der Reise in das Lager bis zur Rückkehr und dem Versuch sich in das alttägliche Leben „zu Hause“ zu integrieren. Herta Müller hat so bilderreich und poetisch geschrieben, dass es absolut gegensätzlich zum Geschehen erscheint, aber dennoch eine Einheit bildet. Genial… Mehr kann man zu diesem Roman nicht sagen. Lesen…

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