• Produktbild: Atemschaukel
Band 18750

Atemschaukel Roman

Aus der Reihe Hochkaräter
13

16,00 €

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Beschreibung

Produktdetails

Verkaufsrang

11662

Einband

Taschenbuch

Erscheinungsdatum

08.06.2011

Verlag

Fischer Taschenbuch Verlag

Seitenzahl

304

Maße (L/B/H)

19/12,6/2,1 cm

Gewicht

240 g

Farbe

Elfenbein / Anthrazit

Auflage

9. Auflage

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-596-18750-8

Beschreibung

Produktdetails

Verkaufsrang

11662

Einband

Taschenbuch

Erscheinungsdatum

08.06.2011

Verlag

Fischer Taschenbuch Verlag

Seitenzahl

304

Maße (L/B/H)

19/12,6/2,1 cm

Gewicht

240 g

Farbe

Elfenbein / Anthrazit

Auflage

9. Auflage

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-596-18750-8

Herstelleradresse

FISCHER Taschenbuch
Hedderichstr. 114
60596 Frankfurt
DE

Email: produktsicherheit@fischerverlage.de

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  • Claire W.

    aus Bayern

    5/5

    03.10.2022

    Buch (Taschenbuch)

    Hat mir den Atem genommen und mich nachhaltig beeindruckt!

    In dem Roman "Atemschaukel" von Herta Müller wird intensiv, mitreißend und zerstörend echt über die Deportation in ein russisches Arbeitslager berichtet. Die Person die man durch den Roman und die 5 Jahre im Lager begleitet ist der 17-Jährige Leopold Auberg. Man erfährt über sein Leben vorher, wie es sich im Lager langsam verändert und das Leben danach. Geprägt hat ihn der Satz der Großmutter "Ich weiß du kommst wieder", geglaubt hat es keiner bis er plötzlich wieder vor der Tür stand. Genau wie viele andere, aber nicht alle. Der Schrecken, die Arbeit, der Hunger alles wird aufgegriffen und detailliert erzählt. Vor allem alles was sich im und ums Lager abgespielt hat. Nachdem ich in den, zugegebener Weise sprachlich nicht ganz einfachen, Roman reingekommen bin, hat mich die Geschichte mitgerissen und nachhaltig beeindruckt. Man merkt in jedem Satz, dass der Roman auf Erzählungen des Oskar Pastior beruht. Er wurde damals deportiert und eigentlich wollte die Autorin mit ihm gemeinsam dieses Buch schreiben. Leider verstarb er vorher plötzlich, doch die Notizen der vielen Gespräche hat sie in diese Geschichte umgewandelt. Die Emotionen die das Buch bei mir ausgelöst hat sind nicht in Worte zu fassen. Einfach erschreckend wie Menschen behandelt wurden und es auf dieser Welt immer noch werden. Ein paar Jahre zerstören ein ganzes Leben bzw. eine ganze Familie. Die Kapitel, welche alle Namen und bestimmte Themen haben, greifen ineinander und erzählen diese berührende Geschichte, die ich sicher nie ganz vergessen werde. Fazit: Das wichtige totgeschwiegene Thema, russisches Arbeitslager, wird durch die Erzählung sichtbar gemacht! So wichtig und doch so zerstörend!

  • margaret k.

    5/5

    21.10.2019

    Buch (Taschenbuch)

    Die Jahre im Lager

    Das Buch handelt von einem jungen Mann, der für ein paar Jahre in ein russisches Arbeitslager gesteckt wird. Er erzählt von seinen Erfahrungen und wie es ihm dort ergangen ist. Dabei wird die Geschichte nicht gewöhnlich erzählt. Die Handlung ist zwar chronologisch, aber dennoch verschwimmt sie an einigen Stellen und wirkt allgemein auch etwas distanziert. Und auch wenn die Geschichte so nicht immer ganz einfach zu verfolgen ist, finde ich, dass dieser Stil so wirklich gut gezeigt hat wie leer sich eine Person nach solchen Erfahrungen fühlt. Außerdem ist der Schreibstil der Wahnsinn. Normale, unbedeutende Dinge werden plötzlich lebendig und haben eine tiefe Bedeutung. Es ist wie ein Gemälde, das mit jedem neuen Satz und Wort weitergemalt wird und man bekommt auf einer ganz anderen Ebene einen Eindruck von den Erfahrungen des Protagonisten. Dabei sind diese Erfahrungen echt hart und sogar erschreckend. Es ist unglaublich wie Menschen in solchen Lagern überleben konnten und auf welche Weise sie es getan haben. Während des Lesens lernt man die Mitgefangenen kennen und fühlt so mit ihnen, auch wenn auf die eigentlichen Emotionen nicht eingegangen wird. Ich finde, dass alles zusammen eine unglaubliche Wirkung beim Lesen erzeugt und so diese gewisse leere Stimmung erschafft, die zu dem Thema sehr gut passt. Das Buch ist zwar nicht immer ganz einfach zu lesen und man muss sich Zeit nehmen, um alles richtig zu verstehen, aber mich konnte es auf jeden Fall überzeugen.

  • buchwürmchen

    aus reutlingen

    4/5

    16.04.2015

    Buch (Taschenbuch)

    Erzählt wird die Geschichte…

    Erzählt wird die Geschichte des siebzehnjährigen Leo Auberg der nur noch eines will: raus aus der Stadt, weg von der Familie, da kam ihm die Massendeportation der Rumäniendeutschen zum Wiederaufbau der Sowjetunion gerade recht. Das Buch umfasst die Zeitspanne 1945 – 1950, fünf Jahre Arbeitslager unter unglaublich widrigen Bedingungen, ein Zeitdokument das sich nicht unbedingt für die Abendlektüre eignet. Über 64 Kapiteln begleitet man den Protagonisten durch seinen Alltag im Lager, seine ganz persönliche Hölle, wo Hunger, Kälte und despotische Werter tiefe Seelenwunden hinterlassen. Dieser Roman ist ein Stück Vergangenheitsverarbeitung, sprachgewaltig, fesselnd und außergewöhnlich intensiv. Eine biographische Aufarbeitung der Geschichte, hinter der eine melancholische Trauer steht. Es ist reine Geschmackssache ob man die neuerfundenen Worte zulässt oder gut findet, ob man den Satzbau akzeptiert. Ich persönlich bin der Ansicht, dass gerade diese mutige Schreibweise diesen Roman besonders macht, ergreifend echt und lebendig. Kurzweiliger Lesegenuss, absolut empfehlenswert.

  • Bewertung

    2/5

    05.12.2011

    Buch (Taschenbuch)

    zu recht preisgekrönt

    Alles, was ich habe, trage ich bei mir. Oder: Alles Meinige trage ich mit mir. Getragen habe ich alles, was ich hatte. Das Meinige war es nicht. Dieses sprachliche Meisterwerk hatte mich bereits nach der ersten Seite. Und zwar nicht wegen seiner Geschichte oder des Inhaltes, sondern einzig wegen seiner Liebe zur Sprache. Ich habe die kunstvoll gewebten Sätze genossen, ebenso sehr wie die Beschreibungen die mir jeden Gegenstand und jede Person irgendwie zu eigen gemacht haben.

  • Rosi Winkler

    aus St.Johann/Pg.

    5/5

    30.06.2010

    Hörbuch (CD)

    Großartige Lesung über ein wenig bekanntes Kapitel europäischer Geschichte

    Am Ende des Zweiten Weltkrieges lebt die deutsche Bevölkerung in Angst, denn die Sowjetunion fordert, alle in Rumänien lebenden Deutschen zwischen 17 und 45 Jahren in sowjetische Arbeitslager zu deportieren. Leo (17 Jahre!) wird mitten in der Nacht abgeholt und für fünf Jahre zur Zwangsarbeit kaserniert. Nach entbehrungsreichen, demütigenden Jahren zurückgekehrt, ist der ein anderer als zuvor. Später verlässt er Rumänien und zieht nach Österreich, wo er in Graz wohnhaft wird. Ulrich Matthes hat den Roman der Nobelpreisträgerin 2009 eingelesen und vermittelt einfühlsam dieses weitgehend unbekannte Kapitel europäischer Geschichte. Seine ausgeprägte Stimme ist gut verständlich und macht Entsetzen, Angst und Schrecken für den Hörer spürbar.

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