Produktbild: Das Ideal des Kaputten

Das Ideal des Kaputten

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Beschreibung

Produktdetails

Einband

Taschenbuch

Erscheinungsdatum

22.01.2009

Verlag

Seutter, Ulrich

Seitenzahl

64

Maße (L/B/H)

21/12/0,5 cm

Gewicht

87 g

Farbe

Silbergrau / Schwarz

Auflage

1. Auflage

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-938340-28-8

Beschreibung

Produktdetails

Einband

Taschenbuch

Erscheinungsdatum

22.01.2009

Verlag

Seutter, Ulrich

Seitenzahl

64

Maße (L/B/H)

21/12/0,5 cm

Gewicht

87 g

Farbe

Silbergrau / Schwarz

Auflage

1. Auflage

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-938340-28-8

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    Ralf Rother

    Thalia Wien – Mariahilfer Straße

    Buchhändler*in

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    5/5

    27.04.2019

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Kleine Betrachtungen, die ich nicht missen möchte

    Es war wirklich ein großer Zufall, dass mir dieses Buch in die Hände fiel. Natürlich las jeder Student und jede Studentin in den geisteswissenschaftlichen Fächern in den 70ziger und 80ziger Jahren Alfred Sohn-Rethel: vor allem seine Bücher „Geistige und körperliche Arbeit. Zur Theorie gesellschaftlicher Synthesis“, „Ökonomie und Klassenstruktur des deutschen Faschismus“ und das Buch „Warenform und Denkform“. Alfred Sohn-Rethel studierte in den 20ziger Jahren in Heidelberg bei Emil Lederer, Alfred Weber, Ernst Cassirer und Heinrich Rickert. Zu seinen Weglinien wurde eine gewisse Suche nach einer Verknüpfung der Politischen Ökonomie (Marx) mit den Erkenntnisproblemen bei Kant, in Anlehnung an den Neukantianismus. Bekannt bzw. befreundet war Alfred Sohn-Rethel mit Walter Benjamin, Siegfried Kracauer, Theodor W. Adorno und Ernst Bloch. Mit der nationalsozialistischen Herrschaft und deren Razzien und Pogromen Anfang der 30ziger Jahre wurde es gefährlich für die kritisch-politische und jüdische Bevölkerung. Alfred Sohn-Rethel emigrierte 1936 nach Frankreich und lebte dort zeitweise mit Kurt Schwitters zusammen in einem Haus. Das kleine Büchlein „Das Ideal des Kaputten“ von Alfred Sohn-Rethel, das nun der kleine Verlag Ca Ira herausgibt, beinhaltet fünf kleine Betrachtungen: In drei von ihnen geht es um Neapel, zwei sind aus seiner Zeit in England, wohin er während des Krieges flüchten musste und für den Kreis um Winston Churchill als wirtschaftspolitischer Berater tätig war. Auch wenn diese kleinen Betrachtungen kein großes Buch abgeben, so möchte ich nicht missen, sie gelesen zu haben. Alfred Sohn-Rethel schreibt: „Technische Vorrichtungen sind in Neapel grundsätzlich kaputt: nur ausnahmsweise und dank einem befremdlichen Zufall kommt auch Intaktes vor. Mit der Zeit gewinnt man den Eindruck, dass alles schon in kaputten Zustand hergestellt werde.“

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