Produktbild: Geschwister Tanner

Geschwister Tanner Roman

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Beschreibung

Produktdetails

Einband

Taschenbuch

Erscheinungsdatum

19.03.2003

Verlag

Suhrkamp

Seitenzahl

381

Maße (L/B/H)

18,3/11,9/2,9 cm

Gewicht

344 g

Farbe

Wollweiß

Auflage

1

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-518-39982-8

Beschreibung

Produktdetails

Einband

Taschenbuch

Erscheinungsdatum

19.03.2003

Verlag

Suhrkamp

Seitenzahl

381

Maße (L/B/H)

18,3/11,9/2,9 cm

Gewicht

344 g

Farbe

Wollweiß

Auflage

1

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-518-39982-8

Herstelleradresse

Suhrkamp Verlag GmbH
Torstr. 44
10119 Berlin
DE
info@suhrkamp.de

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  • Bewertung

    4/5

    01.09.2022

    Buch (Taschenbuch)

    Eine kugelrunde Null

    Jakob von Gunten, das Tagebuch des gleichnamigen Dienerschülers, ist sowohl ästhetisch als auch inhaltich ein Pamphlet für den Masochismus als gesellschaftliches und kulturhistorisches Phänomen. Nicht zuletzt überzeugt die Lektüre aber auch durch ihren bestechend düsteren Humor.

  • Bewertung

    4/5

    01.09.2022

    eBook (ePUB)

    Eine kugelrunde Null

    Jakob von Gunten, das Tagebuch des gleichnamigen Dienerschülers, ist sowohl ästhetisch als auch inhaltich ein Pamphlet für den Masochismus als gesellschaftliches und kulturhistorisches Phänomen. Nicht zuletzt überzeugt die Lektüre aber auch durch ihrem bestechend düsteren Humor.

  • Bewertung

    4/5

    01.09.2022

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Jakob von Gunten, das Tagebuch...

    Jakob von Gunten, das Tagebuch des gleichnamigen Dienerschülers, ist sowohl ästhetisch als auch inhaltich ein Pamphlet für den Masochismus als gesellschaftliches und kulturhistorisches Phänomen. Nicht zuletzt überzeugt die Lektüre aber auch durch ihren bestechend düsteren Humor.

  • Bewertung

    aus Oberglatt/ZH

    4/5

    16.06.2021

    Buch (Taschenbuch)

    Der Gehülfe

    Inhalt: Der Inhalt dieses Romans, den Robert Walser 1908 geschrieben hat, ist relativ schnell erzählt: Joseph Marti erhält eine Stelle im technischen Bureau des Erfinders Tobler. Er geniesst das Leben in dessen Villa "Abendstern". Aber die Erfindungen finden keine Geldgeber und binnen eines halben Jahres muss Marti mitansehen, wie Tobler immer weiter in Geldschwierigkeiten gerät. Schliesslich muss er die Villa wieder verlassen, weil Tobler Bankrott geht. Angedeutet werden eine Schwärmerei für die Dame des Hauses, Kindsvernachlässigung, Ausflüge in die Kantonshauptstadt und die Bekanntschaft mit den Wichtigen des Dorfes sowie Martis Vorgänger, der wegen Trunksucht entlassen worden war. Meine Meinung: Beschrieben wird der Alltag in einem Schweizer Dorf zu Beginn des letzten Jahrhunderts. Das ist im Grunde genommen nichts Aussergewöhnliches. Was diese Geschichte auszeichnet und besonders macht, ist der Schreibstil. Der Roman ist ein sprachliches Kunstwerk und wiederspiegelt auf scharfsinnige Weise die damalige Gesellschaft. Alltagsgeschehnisse, wie zum Beispiel ein sommerliches Bad im See werden literarisiert und so zu filigranen und doch gewaltigen sprachlichen Kunstwerken. Wenn man bedenkt, dass der Roman autobiografisch ist, erhalten auch kleine Szenen, wie zum Beispiel jene, als sich Marti während einer Rast in einem sommerlichen Wald an einen Ausflug aus Kindertagen erinnert, einen sehr persönlichen Zauber. Wenn sich der Leser auf die Schönheit der Sprache (mit starker schweizerischer Färbung) einlässt und sich von der Genauigkeit der Beobachtungen einfangen lässt, wird er an diesem Roman grosse Freude haben, wenn nicht, wenn er auf der nackten Handlungsebene bleibt, wird er wahrscheinlich enttäuscht sein.

  • Zitronenblau

    4/5

    14.10.2009

    Buch (Taschenbuch)

    Sehr lesenswert

    1909 veröffentlichte Walser seinen Roman "Jakob von Gunten", welcher offenbar gemischte Kritiken auf sich zog. Es geht um einen jungen Schüler einer Erziehungsanstalt (Ausbildungsstätte für Diener), der von seiner aristokratischen Familie hierher geflohen ist. Tagebuchartig schreibt er das Geschehen im Hause nieder, aber auch seine Träume und Vorstellungen. Dabei kommen besonders die Beziehungen zum Vorsteher, zur Lehrerin (die Benjamentas) und zum Mitschüler (Kraus) zum Vorschein. Mitin wird der Leser mit sonderbaren, mystisch schimmernden Erlebnissen des Schreibers konfrontiert (z. B. die inneren Gemächer des Instituts). Endlich schließt sich der "entwickelte" von Gunten mit dem Vorsteher zusammen (nach dem Tod der Lehrerin) und geht mit der Schließung der Schule in die Wüste. Beim Lesen hat man das Gefühl auf Widersprüche und auch auf surreale Elemente zu stoßen, die jedoch eher erfrischend wirken als abstoßend. Der Protagonist vollzieht eine Wandlung in dem Sinne, als dass er sein blaues Blut gegen das eines Dieners (in spe) tauscht. Zwar verhält er sich stets demütig ggü. den "Machthabern", doch suchen diese immer wieder seiner auf - das deutet daraufhin, wie scheinbar Macht (in der personellen Relation) zu sein anmutet. Die Aufgabe des Dienerwesens und der Weg in die Wüste mit dem Vorsteher zeigt eine Art Überwindung des Inneren, des Stehenden und Denkenden (obgleich es von v. Gunten doch verschmäht wird) zum Bewegenden, Handelnden, Sich-der-Kultur-Entrückenden. Auffällig am Stil ist seine erste Unauffälligkeit, also seine Schlichtheit. Die konventionelle Schreibtechnik hat aber den unkontroversen Vorteil, dass das Sonderbare darin viel stärker zum Ausdruck kommt. Die Frage ist, wie der Einzelne den richtigen Zugang findet - wo lügt von Gunten, wo aber spricht das Wahre aus ihm? Das wirkt sich auch auf die Einstufung des Romans per se aus. Kafka meinte, er sei gut. Ich sehe hier ein Buch mit psychologischem Tiefgang und einem literarisch höheren Stellenwert, als es seine (mutmaßliche) Einfacheit uns vorgaukeln will! Sehr empfehlenswert!

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