Es war einmal ein kleiner Junge, der hieß Häwelmann. Nun lag der kleine Häwelmann eines Nachts in seinem Rollenbett und konnte nicht einschlafen. "Mutter", rief er, "ich will fahren!". Und die Mutter langte im Schlaf mit dem Arm aus dem Bett und rollte die kleine Bettstelle hin und her... Wer kennt sie nicht die Geschichte vom kleinen Häwelmann, den der gute Mond auf seiner nächtlichen Reise begleitet!
Kundinnen und Kunden meinen
4.0/5.0
Bewertung
5/5
28.08.2023
Buch (Gebundene Ausgabe)
Lieblingskinderbuch seit Kindheitstagen
Meine Oma hat mir dieses Buch immer vorgelesen, als ich klein war. Mit immer, meine ich wirklich immer, da ich nie genug von diesem Buch bekommen habe. ich konnte es zwar auswendig, aber mein Vorlesen mit Oma stets ein Muss. Jahre später hatte ich das Heft, in dem sich diese Geschichte befand nicht mehr finden können, so dass ich diese Ausgabe zu meinem 18. Geburtstag bekommen habe. Auch jetzt, mit auf die 30 zugehend lese ich es noch immer gerne und freue mich, es meinen Kindern oder Enkeln irgendwann vorlesen zu können.
MaWiOr
aus Halle
5/5
10.10.2011
Buch (Gebundene Ausgabe)
Es war einmal … ein kleiner…
Es war einmal … ein kleiner Junge, der hieß Häwelmann. Die Geschichte des kleinen Unruhegeistes ist kein Volksmärchen, wie sie die Gebrüder Grimm gesammelt und aufgeschrieben haben, sondern ein sogenanntes Kunstmärchen. Vor über 160 Jahren schrieb der deutsche Schriftsteller Theodor Storm (1817-1888) dieses Märchen für seinen ältesten Sohn Hans und seitdem ist es eine der beliebtesten Fantasiegeschichten über viele Generationen hinweg. Theodor Storm, den großen Lesern durch seine Novellen „Der Schimmelreiter“ und „Immensee“ bekannt, erzählt darin die abenteuerliche Nachtfahrt des kleinen Häwelmanns. Der Dreikäsehoch will wieder einmal nicht einschlafen und nervt seine müde Mama mit der fortwährenden Bitte, ihn in seinem Rollenbett im Zimmer herumzufahren. Aber irgendwann ist die Mutter eingeschlafen. Also macht sich der kleine Häwelmann mit dem guten alten Mond als Begleiter auf eine Reise durch die nächtliche Stadt. Doch nicht genug - er will immer „Mehr, mehr!“ Und so geht es durch den dunklen Wald und schließlich sogar in den Sternenhimmel hinauf. Doch hier kommt mit dem Sonnenaufgang das böse Erwachen. Tatjana Hauptmann (Jg. 1950), die bereits zahlreiche Kinderbücher illustriert hat (u.a. auch im Diogenes Verlag), hat die schon fast klassische Gute-Nacht-Geschichte mit farbenfrohen, meist großformatigen Bildern versehen. Sie regen die kindliche Fantasie an und machen Häwelmanns Abenteuerreise zu einem wunderschönen Kinderbuch, das gerade in der bevorstehenden Adventszeit unseren Kleinen viel Freude bereiten kann. Manfred Orlick
Bewertung
3/5
04.08.2020
Buch (Gebundene Ausgabe)
Wunderschöne Ausgabe!
Der kleine Häwelmann ist beim Einbruch der Nacht ganz und gar nicht müde. Er fordert den Mond dazu auf über den Himmel zu fahren in seiner kleinen Wiege. Immerfort will der kleine Häwelmann noch mehr und weiter, und er kann einfach nie genug bekommen – bis der Morgen anbricht.
Die Illustrationen hat Ulrike Möltgen für diese Ausgabe beigesteuert, und sie haben gleichzeitig etwas Geheimnisvolles und etwas Offenbarendes. Der Mond sieht stets irgendwie mysteriös aus.
Die Insel-Bücherei bringt sehr schöne Ausgaben raus, und der Klassiker vom kleinen Häwelmann von Theodor Storm gehört definitiv dazu! Eine wirklich reizende Ausgabe dieses Klassikers!
Münevver Bolat
aus Hamburg
3/5
15.03.2018
Buch (Gebundene Ausgabe)
Nostalgisches Märchen
Bevor ich mit der eigentlichen Rezension beginne, möchte ich noch einige Worte zum Buch und auch zum Autor Theodor Storm sagen. Das Märchen, welches Theodor Storm im Jahr 1849 für seinen ältesten Sohn Hans schrieb, beschreibt ein Kind, dass übertrieben viel Aufmerksamkeit fordert. Deshalb auch der Ausdruck "Häwelmann". Dieser ist ungewöhnlich für unseren Alltag, da der Begriff aus dem Niederdeutschen entsprungen ist.
Die Geschichte beginnt mit einem schlaflosen Häwelmann, der am liebsten weiterhin in seinem Rollbett umherfahren würde und deshalb seine tief schlafende Mutter nervt. Sie allerdings schläft so fest, dass sie den Knirps nicht hört. Und plötzlich hört der Häwelmann nicht mehr auf. Es dröhnt sein lautes "Mehr, mehr!" im ganzen Raum. Als der Mond den Häwelmann erblickt, fängt er an ihn zu fahren. So beginnt die abenteuerliche Nachtreise des Häwelmanns. Sie fahren durch die Stadt und durch den Wald. Alle Lebewesen jedoch scheinen schon längst zu schlafen, sogar die Sterne. Bei Sonnenaufgang passiert dann etwas Unerwartetes.
"Der kleine Häwelmann" mag zwar ein Kindermärchen sein, doch durch die Formulierungen kann ich mir vorstellen, dass es von einigen Kindern nicht beim ersten Hören verstanden wird. Die Illustrationen wiederum sollen den Text unterstützen und erklären die Geschichte im Grunde. Mir persönlich haben sie nicht gefallen, da die Bilder zu abstrakt waren. Ein Märchen endet wie gewöhnlich mit einem Happy-End, das tut es hier auch.
Insgesamt habe ich das Kinderbuch nicht vollständig spüren können, da die Bilder sehr kalt und distanziert wirkten. Normalerweise bin ich von einem Kinderbuch immer sehr angetan. Das mag vielleicht einfach daran liegen, dass das Märchen anders war. Anders kann auch gut sein, so ist es nicht. Es hat jedoch meinen Geschmack nicht vollständig treffen können. Der Protagonist, also der Häwelmann hingegen wurde realistisch genug dargestellt und spiegelt das Verhalten vieler Kinder heute wider.
Etwas sehr übertrieben fand ich die Szene, in der, der Mond den Häwelmann ist Wasser "schmeißt", damit dieser erst einmal das Schwimmen lernt. Das Verhalten soll erzieherisch sein, jedoch wirkt es meiner Meinung nach sehr streng. Ich kann mir aber vorstellen, dass zu dieser Zeit Kinder genau so erzogen wurden.
"Der kleine Häwelmann" ist sicherlich ein schönes Werk für nostalgische Leser und auch etwas ältere Menschen.
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