Als Bahnwärter Thiel zum zweiten Mal heiratet, ahnt er nicht, welche Zukunft ihn an der Seite seiner neuen Frau Lene erwartet: Herrisch unterdrückt sie ihren Gatten und misshandelt den kleinen Tobias, Thiels Sohn aus erster Ehe. Doch wie viel kann ein Mensch erdulden? Welcher Schritt ist es, der zu weit führt? Gerhart Hauptmanns »novellistische Studie«, eines der bedeutendsten Werke des deutschsprachigen Naturalismus, schildert den psychopathologischen Fall Thiels mit außergewöhnlicher sprachlicher Intensität.
Kundinnen und Kunden meinen
4.4/5.0
Bewertung
5/5
01.12.2022
Buch (Taschenbuch)
Geil
Voll dat geile Buch. Sollte man umbedingt lesen und ist seinen Preis wert. Und man solte et kaufen rvgftvcg fcvgtgvt ttfgtcftcvgtgtv tgv t vg vtgtvg gvt gvt gtv tg vtgv. Vtgvgt gy. Huvgy gy
Bucky <3
aus Hamburg
5/5
20.03.2022
Buch (Taschenbuch)
bin überrascht
wir mussten das buch für eine prüfung lesen und hab mich auf das langweiligste buch vorbereitet aber wow das war echt unglaublig ich bin überrachst wie gut das geschrieben wurde, das ende war zwar aus irgendeinen grund vorhersehbar aber es war echt eine tolle geschichte dafür dass das so kurz ist. Ich hab das buch echt gemocht.
Irina K.
5/5
11.03.2021
Buch (Taschenbuch)
bewegend
eine tragische Geschichte, jedoch hätte Hauptmann das Buch einwenig länger halten können, trotzdem empfehlenswert
Simon Garfield
5/5
11.03.2021
Buch (Taschenbuch)
Ungern vergebe ich fünf Sterne
Es ist deswegen so gut weil es den Leser richtig wütend macht auf den Thiel.
Igelmanu66
aus Mülheim
5/5
11.03.2021
Buch (Taschenbuch)
Wie in einem Sog...
»Die Außenwelt schien ihm wenig anhaben zu können: es war, als trüge er etwas in sich, wodurch er alles Böse, was sie ihm antat, reichlich mit Gutem aufgewogen erhielt.«
1887, in einer kleinen Kolonie namens Schön-Schornstein an der Spree. Bahnwärter Thiel ist ein grundsolider Mensch. Zuverlässig versieht er seinen Dienst, jeden Sonntag sitzt er andächtig in der Kirche. Jedermann kennt ihn als friedlich, ordentlich, gütig und kinderlieb. Diese novellistische Studie zeigt den Weg eines solchen Mannes hin zum Wahnsinn, hin zu einem schrecklichen Verbrechen.
Vielen ist diese Erzählung schon als Schullektüre begegnet, ich las sie jetzt erstmals. Und las sie gleich noch ein zweites Mal, denn ich hatte das Gefühl, dass sie so dicht geschrieben ist, dass ein mehrmaliges Lesen nötig ist, um tatsächlich alle Feinheiten der Sprache und des Inhalts aufzunehmen.
Den Begriff novellistische Studie habe ich mal nachgeschlagen. Wikipedia sagt dazu: »Mit dem Studienbegriff weist der von Hauptmann gewählte Untertitel auf die Art des Beobachtens hin und schafft den Eindruck, in der Novelle eine reale, wahre Geschichte (bzw. deren Bericht/Studie) vorliegen zu haben. Ähnlich einer wissenschaftlichen Studie wird hier vom Erzähler fast ohne eigenen Kommentar das Geschehen beschrieben.« Der Erzähler beobachtet also das Geschehen, macht uns im ersten Teil der Geschichte mit Thiel bekannt und mit den einschneidenden Erlebnissen, die den Grundstein für die später aufziehende Katastrophe legen.
Als Leser verfolgt man die bedrohliche Eskalation mit, ahnt schon früh, dass die immer deutlicher werdende Ausweglosigkeit auf ein schlimmes Ende hin steuern wird. Man wird Zeuge von Thiels innerem Kampf, verfolgt, wie er lange versucht, gegen das, was von ihm Besitz ergreifen will, anzukämpfen, um endlich doch zu unterliegen.
»Es war, als hielte ihn eine eiserne Faust im Nacken gepackt, so fest, dass er sich nicht bewegen konnte, sosehr er auch unter Ächzen und Stöhnen sich frei zu machen suchte.«
Die Erzählung zählt zu den bedeutendsten Werken des Naturalismus. Typisch dafür ist beispielsweise, dass die Handlung im Arbeitermilieu spielt, das tägliche Leben der Arbeiter, ihre Nöte und auch die Zwänge zeigt, in denen sie gefangen sind. Thiels Leben wird bestimmt durch die Eisenbahn, seine Familie, die Kirche und herrschende Moralvorstellungen. Und eine immer heftiger dominierende Triebhaftigkeit
»Er, der mit seinem ersten Weibe durch eine mehr vergeistigte Liebe verbunden gewesen war, geriet durch die Macht roher Triebe in die Gewalt seiner zweiten Frau und wurde zuletzt in allem fast unbedingt von ihr abhängig.«
Man kann diese Erzählung allerdings nicht ausschließlich dem Naturalismus zuordnen, einige Faktoren sprechen dagegen. Beispielsweise gibt es viele sehr schöne Naturbeschreibungen und intensive Träume und Wahnvorstellungen Thiels, die tiefe Einblicke in seine Psyche geben.
Mich hat die Geschichte geradezu gefesselt, ich mochte sie, einmal begonnen, nicht mehr aus der Hand legen. Es war ein wenig wie ein Traum, bei dem man fühlt, dass er zum Alptraum werden wird, und trotzdem befindet man sich in seinem Sog und kann nicht einfach aufwachen, kann nicht einfach den Traum beenden. Ein Werk, das ich sicher nicht zum letzten Mal gelesen habe.
Fazit: Schullektüre kann total fesselnd sein. Wer dieses Buch noch nicht kennt: Lesen! Und falls es aus Schulzeiten tatsächlich in unguter Erinnerung sein sollte: Es verdient eine zweite Chance!
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4/5
09.03.2023
Buch (Taschenbuch)
Schach dem Selbst!
Gleich von Beginn an, wird man in diese Erzählung hineingesaugt und ehe man es gewahr wird, sitzt man dem Weltschachmeister höchstpersönlich gegenüber.
Man findet sich mitten im engen Smoking Room wieder, unter Anspannung, den Geruch von Schweiß und dickem Zigarrenrauch schwerlich einatmend.
Plötzlich entwickelt die Geschichte eine völlig differente Dynamik, indem man den "Underdog" der Partie näher kennen lernt...
Eine posttraumatische Belastungsstörung auf diese wachrüttelnde, intelligente Weise in damaliger Zeit zu Papier bringen zu können, stellt selbst mit dem Terminus "hohe Kunst" eine anmaßende Untertreibung dar.
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