Mit zwölf Jahren lebt Edgar am Rand seiner Kindheit. Die Menschen in der Welt der Erwachsenen erscheinen ihm als »lose Puppen und totes Spielzeug», und so lebt er »hart hinter den Träumen, dem Unwirklichen und Unerreichbaren«, bis er sich gerade von denjenigen, denen er bislang mit Vertrauen, Liebe, Gläubigkeit, Respekt begegnet ist, verraten fühlt. Sie zwingen ihn geradezu, den Riegel seiner Kindheit wegzuschieben, hinter ihr Geheimnis zu kommen, das er sich nicht zu deuten weiß. Er ist mit der Mutter, seiner Gesundheit wegen, auf den Semmering gefahren und glaubt dort unverhofft in einem jungen Baron einen Freund gefunden zu haben - doch er muß sehr schnell erkennen, daß dessen Freundlichkeit nicht ihm, Edgar, sondern der Mutter gilt. Mehr und mehr fühlt er sich zurückgesetzt, mehr und mehr spürt er, wie die Erwachsenen ihn belügen, wenn sie sich auf das konzentrieren, was ihm noch verschlossen bliebt und um so stärker als Geheimnis in ihm brennt. Es wird ihm schmerzlich - aber er muß diesen Weg einschlagen, die Vorstellungswelt des Kindseins allmählich verlassen und in die Fremdheit des Unbekannten hineinschauen, auch wenn es sich für den Augenblick noch mit einem ahnungslosen Vorgefühl begnügen darf.
Kundinnen und Kunden meinen
5.0/5.0
Gaby Meier
5/5
26.08.2020
Buch (Taschenbuch)
Ein alter Klassiker
Ein Romanschriftsteller bekommt jedes Jahr zu seinem Geburtstag weiße Rosen. Er weiß nicht von wem diese sind, doch an seinem 41. Geburtstag bekommt er keine Rosen, stattdessen erreicht ihn ein Brief. Diese Frau erzählt von ihrem Leben und das er eine große Rolle darin gespielt hat, auch wenn ihm das nicht bewusst ist. Als Kind sieht sie ihn das erste mal und an diesem Tag beginnt auch ihre Liebe zu ihm.
Durch seinen Lebensstil verändert der Schriftsteller das Leben anderer, auch wenn er das nicht möchte. Es ist ihm nicht bewusst und durch diesen Brief werden ihm die Augen geöffnet.
Die Unbekannte ist eine starke Frau, deren Lebensmittelpunkt der Schriftsteller darstellt. Sie beobachtet ihn genauestens und durch ihre Worte wird das nicht als falsch wahrgenommen. Sie erzählt ehrlich wie es ihr ging und sie gibt ihm an verschiedenen Dinge die Schuld, aber sie klagt ihn nie an, stattdessen zeigt sie Verständnis.
Das Buch ist sehr spannend und sehr kurz, dadurch liest man es in einem durch und legt es dazwischen nicht weg. An der Sprache und den Reaktionen auf verschiedene Entscheidungen merkt man die Zeit in der es geschrieben wurde(1922), aber es ist trotzdem verständlich.
Bewertung
aus Linz
5/5
24.10.2019
Buch (Taschenbuch)
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Jeder wirklich JEDER sollte mind. ein Buch von Stefan Zweig gelesen haben!!! Obwohl es eher dünn gehalten ist, ist die Art & Weise wie Zweig schreibt sehr bedeutungsvoll!!!!!!!
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