Brennendes Geheimnis entfaltet in der konzentrierten Form der Novelle ein psychologisches Kammerspiel: In einem österreichischen Kurhotel nähert sich ein Baron über den zwölfjährigen Edgar dessen Mutter, während das Kind die rätselhafte Welt erwachsener Begierden zu begreifen sucht. Zweig verbindet elegante, spannungsvoll verdichtete Prosa mit feiner Seelenanalyse und steht damit exemplarisch im Kontext der Wiener Moderne, in der Unbewusstes, Begehren und soziale Masken literarisch neu vermessen werden. Stefan Zweig, 1881 in Wien geboren, war einer der meistgelesenen deutschsprachigen Autoren seiner Zeit. Seine Herkunft aus dem großbürgerlichen jüdischen Milieu, seine Nähe zur europäischen Kultur der Jahrhundertwende und sein ausgeprägtes Interesse an Psychologie prägten sein Werk nachhaltig. Brennendes Geheimnis spiegelt Zweigs besonderes Gespür für Übergangszustände: Kindheit und Erwachsenwerden, Vertrauen und Verrat, gesellschaftliche Konvention und verborgene Leidenschaft. Dieses Buch empfiehlt sich Leserinnen und Lesern, die psychologische Präzision, stilistische Klarheit und erzählerische Spannung schätzen. Die Novelle ist kurz, aber von bemerkenswerter Intensität; sie zeigt, wie ein scheinbar kleines Ereignis eine existentielle Erschütterung auslösen kann. Wer Zweigs Kunst der Empathie und der dramatischen Zuspitzung kennenlernen möchte, findet hier einen idealen Zugang.
Kundinnen und Kunden meinen
5.0/5.0
Gaby Meier
5/5
26.08.2020
Buch (Taschenbuch)
Ein alter Klassiker
Ein Romanschriftsteller bekommt jedes Jahr zu seinem Geburtstag weiße Rosen. Er weiß nicht von wem diese sind, doch an seinem 41. Geburtstag bekommt er keine Rosen, stattdessen erreicht ihn ein Brief. Diese Frau erzählt von ihrem Leben und das er eine große Rolle darin gespielt hat, auch wenn ihm das nicht bewusst ist. Als Kind sieht sie ihn das erste mal und an diesem Tag beginnt auch ihre Liebe zu ihm.
Durch seinen Lebensstil verändert der Schriftsteller das Leben anderer, auch wenn er das nicht möchte. Es ist ihm nicht bewusst und durch diesen Brief werden ihm die Augen geöffnet.
Die Unbekannte ist eine starke Frau, deren Lebensmittelpunkt der Schriftsteller darstellt. Sie beobachtet ihn genauestens und durch ihre Worte wird das nicht als falsch wahrgenommen. Sie erzählt ehrlich wie es ihr ging und sie gibt ihm an verschiedenen Dinge die Schuld, aber sie klagt ihn nie an, stattdessen zeigt sie Verständnis.
Das Buch ist sehr spannend und sehr kurz, dadurch liest man es in einem durch und legt es dazwischen nicht weg. An der Sprache und den Reaktionen auf verschiedene Entscheidungen merkt man die Zeit in der es geschrieben wurde(1922), aber es ist trotzdem verständlich.
Bewertung
aus Linz
5/5
24.10.2019
Buch (Taschenbuch)
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Jeder wirklich JEDER sollte mind. ein Buch von Stefan Zweig gelesen haben!!! Obwohl es eher dünn gehalten ist, ist die Art & Weise wie Zweig schreibt sehr bedeutungsvoll!!!!!!!
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