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Was ist in meinem Alter sonst noch üblich? Roman | Über das Älterwerden und die Sehnsucht nach Nähe – erfrischend und voller Lebensmut | Für Leserinnen und Leser von Doris Knecht und Julia Schoch

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Beschreibung

Produktdetails

Einband

Taschenbuch

Erscheinungsdatum

23.02.2027

Verlag

Nagel & Kimche

Seitenzahl

192

Maße (B/H)

11,6/18,4 cm

Auflage

1. Auflage

Originaltitel

Redd deg selv, lille hjerte

Übersetzt von

Ina Kronenberger

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-312-01542-9

Beschreibung

Produktdetails

Einband

Taschenbuch

Erscheinungsdatum

23.02.2027

Verlag

Nagel & Kimche

Seitenzahl

192

Maße (B/H)

11,6/18,4 cm

Auflage

1. Auflage

Originaltitel

Redd deg selv, lille hjerte

Übersetzt von

Ina Kronenberger

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-312-01542-9

Herstelleradresse

Nagel & Kimche
Valentinskamp 24
20354 Hamburg
DE

Email: vertrieb@harpercollins.de

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  • Bewertung

    5/5

    23.03.2026

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Ein Ja zur Liebe im Alter!

    „Ein Ja zur Liebe im Alter“ ist die Kernaussage des Romans „Was ist in meinem Alter sonst noch üblich“ von Wencke Mühleisen. Das Buch ist wunderhübsch gestaltet, denn die abgebildete Frau im gestreiften Shirt und gepunkteten Rock auf dem Cover ist in kräftigen Blau- und Grüntönen gehalten. Schon hier zeigt sich ein optischer Gegensatz zu dem tristen Beige, den viele ältere Menschen bei ihrem Kleidungsstil bevorzugen. Auch inhaltlich möchte die Protagonistin wissen, wie es mit ihren Gefühlen und ihrem körperlichen Verlangen noch in ihrem fortgeschrittenen Alter bestellt ist, zumal sie feststellen muss, dass ihr treuloser Ehemann seit Längerem eine Affäre hat und ihr gegenüber scheinbar nurmehr freundschaftliche Gefühle hegt. Als sich der erste Schock darüber legt, erkennt sie, dass aber durchaus auch ab der Lebensmitte Neuanfänge für Frauen kostbare Momente bereithalten.

  • Sandra

    5/5

    08.03.2026

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Neue Lebenswege

    Der Roman „Was ist in meinem Alter sonst noch üblich?“ von Wencke Mühleisen, übersetzt aus dem Norwegischen von Ina Kronenberger, macht bereits mit seinem ungewöhnlichen Titel neugierig. Auch die Gestaltung des Buches wirkt eher ruhig und nachdenklich und passt damit gut zu der introspektiven Geschichte, die stark von inneren Gedanken und Gefühlen geprägt ist. Im Mittelpunkt steht die Erzählerin Erika, die gemeinsam mit ihrem langjährigen Partner Jan einen Urlaub in Italien verbringt. Schon früh wird deutlich, dass ihre Beziehung seit Jahren von emotionaler Distanz geprägt ist. Als Jan schließlich gesteht, dass er eine Beziehung zu einer jüngeren Frau hat, gerät Erikas bisheriges Leben ins Wanken. Der Roman konzentriert sich jedoch weniger auf äußere Handlung als auf Erikas Gedankenwelt: Erinnerungen an gemeinsame Jahre, Zweifel, Sehnsucht nach Nähe und Fragen nach Liebe, Treue und dem eigenen Wert im Älterwerden. Der Schreibstil ist sehr intensiv und persönlich. Wencke Mühleisen beschreibt Erikas Gedanken oft wie einen inneren Monolog, der zwischen Erinnerungen, Selbstzweifeln und Beobachtungen hin- und herspringt. Dadurch entsteht ein sehr direkter Zugang zu der Hauptfigur. Gleichzeitig überrascht der Text immer wieder mit trockenem Humor und selbstironischen Momenten, die die ernsteren Themen auflockern. Die relativ kurzen Kapitel und der gedankenartige Erzählfluss sorgen dafür, dass man schnell in den Lesefluss kommt. Die Figuren wirken dabei sehr authentisch. Besonders Erika erscheint als komplexe und widersprüchliche Persönlichkeit: verletzlich, selbstkritisch und gleichzeitig sehr ehrlich in Bezug auf ihre Wünsche und Ängste. Auch Jan bleibt keine eindimensionale Figur, sondern wird als Teil einer langjährigen Beziehung dargestellt, die von gemeinsamen Erinnerungen, aber auch von unausgesprochenen Konflikten geprägt ist. Besonders interessant fand ich, dass der Roman Themen behandelt, die in der Literatur nicht oft so offen angesprochen werden: Sexualität, Begehren und Selbstzweifel im Alter sowie die Frage, wie sich eine Beziehung über Jahrzehnte verändert. Gerade diese schonungslose, aber zugleich kluge Auseinandersetzung mit Liebe und Partnerschaft macht das Buch spannend. Ein ruhiger, psychologisch dichter Roman über Liebe, Alter und die Komplexität langjähriger Beziehungen. Das Buch regt zum Nachdenken über eigene Beziehungen und Lebenswege an – und genau das macht seinen besonderen Reiz aus.

  • Bewertung

    5/5

    01.03.2026

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Beziehungen

    Das Cover und der Titel wirken unscheinbar. Umso mehr war ich über den Inhalt überrascht und erfreut. Im Buch "Was ist in meinem Alter sonst noch üblich?" von Wencke Mühleisen geht es um ein 65-jähriges Ehepaar. Erika und Jan machen einen gemeinsamen Urlaub in Italien, in der Hoffnung das dieser Urlaub die eingestaubte Beziehung in Schwung bringt. Aber leider ist genau das Gegenteil der Fall. Am letzten Abend gesteht Jan, dass er seit mehr als einem Jahr eine Beziehung zu einer anderen Frau hat. Nach dieser Beichte hat Erika so ziemlich alle Gedanken die man einfach nur haben kann. Die Geschichte ist wirklich ausgezeichnet umgesetzt und hat mich sehr gefesselt. Besonders interessant finde ich die ganzen verschiedenen Gedankengänge die Erika hat und das sie sich mal mit ihrem Schicksal abfindet und dann wieder nicht. Manchmal sind mir ihre Gefühle wie ein Pendel vorgekommen die von einem Extrem ins andere geschwankt sind. Auch wenn ich mit Ende 20 eher nicht in die angepeilte Lesegruppe falle, hat mich der Roman durch die Sprache und den Inhalt absolut abgeholt und war mein Lesehighlight im Februar 2026.

  • Bewertung

    5/5

    27.02.2026

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Es ist nie zu spät für einen Neuanfang

    In Wencke Mühleisens Roman "Was ist in meinem Alter sonst noch üblich?" wird genau diese Frage schon am Anfang des Buches gestellt. Eine Frau, die jenseits der gesellschaftlich "guten Jahre" plötzlich ihr Leben hinterfragt. Nach einem anstrengenden Jahr, verbringt sie einen ruhigen Urlaub mit ihrem Mann Jan. Sie sind seit ihrer Jugend ein Paar und haben sich auseinandergelebt. Trotzdem hofft und sehnt sie nach einer Veränderung. Allerdings erwartet sie eigentlich eine andere Richtung, als die, die das Geständnis ihres Mannes am letzten Abend ihres Urlaubs auslöst. Der Erzählstil nimmt den Leser mit und trägt durch die Handlung. Was mir sehr gut gefallen hat, ist die Offenheit gegenüber den eigenen Bedürfnissen. Auch eine Frau über sechzig hat noch körperliche Bedürfnisse und spricht hier sehr deutlich davon. Der Schock der Realität bringt sie ins Schwanken und eröffnet damit aber auch neue Perspektiven - weg von der vertrauten, aber auch langweiligen Gegenwart. Das fand ich sehr stark und auch wenn ich noch jünger bin, erstaunlich tröstlich. Ich habe das Buch wirklich gern und sehr schnell gelesen.

  • goblin girl

    aus Holbeck

    5/5

    27.02.2026

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Glücklich ist, wer vergisst -

    - was nicht mehr zu ändern ist ... Die Vergangenheit kann man nicht mehr ändern, die Zukunft aber vielleicht doch. Hoffentlich! Nach einer langen Ehe - beide sind 65 Jahre alt - und vielen gemeinsam verbrachten Jahren gesteht Jan seiner Frau, dass er ein Verhältnis hat mit einer Jüngeren. Tief getroffen fällt Erika in ein Loch der Verzweiflung. Von Selbstvorwürfen und gegenseitigen Schuldzuweisungen gepeinigt gehen die beiden zur Therapie. Offenbar hat Erikas Fremdgehen vor zwanzig Jahren Jan mehr verletzt, als es Erika bewusst war. Doch auch sie hatte all die Jahre Schwierigkeiten damit. Wäre ein Geständnis besser gewesen, oder hätte es zu einem früheren Ende ihrer Beziehung geführt? Erika kann Jans Affäre nur schwer verarbeiten, weil sie sich in der Phantasie die körperlichen Kontakte des eigenen Ehemanns mit der (in ihrer Vorstellung) fetten, hässlichen Geliebten in allen Einzelheiten ausmalt, während sie selber jahrelang ohne Sex mit demselben Mann zusammenlebte. So locker und unbekümmert, wie es der Buchtitel vermuten lässt, ist der Roman von Wencke Mühleisen nicht. Erikas innerer Monolog ist manchmal quälend und schwer zu ertragen, doch bietet es Frauen in einer ähnlichen Lage sicher Stoff zum Nachdenken. Wer kämpft, kann verlieren. Wer aufgibt, hat schon verloren. Oder, wie es der norwegische Buchtitel sagt: Rette Dich selbst, kleines Herz ...

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