Du liebst deine Kinder. Wirklich.Doch dann kommt die Pubertät.Diese zauberhafte Phase, in der aus deinem süßen Kind über Nacht ein Wesen wird, das deinen Kühlschrank leer frisst, deine Existenz peinlich findet und auf jede normale Frage reagiert, als hättest du gerade seine Menschenrechte abgeschafft.„Wie war die Schule?“„Normal.“„Räumst du bitte dein Zimmer auf?“„Gleich.“„Du hast seit sechs Stunden Kopfhörer auf.“„Boah, chill mal!“Und irgendwo zwischen dem 47. Augenrollen und der dritten zugeschlagenen Tür erinnerst du dich an das Wichtigste:Du bist der Erwachsene.Du bist der Erwachsene.DU BIST DER ERWACHSENE.Und Erwachsene erwürgen ihre Teenager nicht.Auch nicht ein bisschen.„Wie man seine Teenager nicht erwürgt?!“ ist der (halbwegs) legale Survival-Guide für Eltern, die ihr Kind bedingungslos lieben – aber inzwischen verstehen, warum manche Tierarten ihren Nachwuchs irgendwann einfach aus dem Nest werfen.Dieses Buch ist für dich, wenn …dein Teenager „Gleich!“ sagt und ihr beide wisst, dass damit frühestens Donnerstag gemeint ist.du Lebensmittel inzwischen schneller nachkaufst, als sie der Supermarkt ins Regal stellen kann.du dich fragst, warum ein benutzter Teller problemlos ins Kinderzimmer hinein-, aber offenbar niemals wieder herausgetragen werden kann.dein Kind dich vor seinen Freunden behandelt, als wärst du eine peinliche Bekanntschaft aus seiner Vergangenheit.du WLAN-Passwörter inzwischen als wirksameres Erziehungsmittel betrachtest als jede pädagogische Theorie.du schon einmal vor einer geschlossenen Kinderzimmertür standest und dir gedacht hast: „Gefängnisorange steht mir bestimmt überhaupt nicht.“Hier gibt es keine pädagogische Zauberformel und keine Anleitung für das perfekte Familienleben.Denn perfekte Familien gibt es nur auf Instagram. Und vermutlich streiten die direkt nach dem Foto weiter.Stattdessen bekommst du schwarzen Humor, gnadenlos ehrliche Pubertätsmomente und jede Menge Gründe, über den täglichen Wahnsinn zu lachen, bevor du anfängst zu schreien.Denn manchmal besteht erfolgreiche Erziehung nicht darin, immer ruhig, verständnisvoll und pädagogisch wertvoll zu reagieren.Manchmal besteht sie einfach darin, kurz das Zimmer zu verlassen.Dieses Buch ist für alle Eltern, die ihren Teenager über alles lieben.Auch wenn sie gelegentlich googeln möchten:„Kann man sein eigenes Kind zur Adoption freigeben, wenn es schon 16 ist?“Die gute Nachricht:Pubertät geht vorbei.Die schlechte:Bis dahin wohnt sie bei dir.Hände weg vom Hals. Humor an. Pubertät überleben.InhaltsverzeichnisVorwort – Warum dieses Buch billiger ist als Therapie – aberteurer als WeinKapitel 1: Die Metamorphose – Wie aus deinem süssen Kindüber Nacht ein augenrollender Fremder wurdeKapitel 2: Die Sprache der Grunzlaute – EinÜbersetzungsguide für «Mhm», «Jaa-ha», «Weiss nich» unddas gefürchtete «Chill mal»Kapitel 3: Das Badezimmer-Paradox – 45 Minuten drin, aberHaare waschen war nicht dabeiKapitel 4: «Alle anderen dürfen das!» – Und andere Lügen,die mit erstaunlicher Überzeugung vorgetragen werdenKapitel 5: WLAN-Entzug – Die Atombombe der Erziehung– Wann man sie zündet und warum man danach selbst SchutzbrauchtKapitel 6: Der Kühlschrank ist immer leer – Wie eineinzelner Teenager den Wocheneinkauf in 24 StundenvernichtetKapitel 7: Das Zimmer – Eine Expedition ins Unbekannte –Warum du einen Schutzanzug brauchst und wann der Momentgekommen ist, die Tür einfach zu schliessenKapitel 8: Schule? Läuft. (Angeblich.) – Über verscholleneHausaufgaben, unsichtbare Prüfungen und die kreative Kunstder AusredeKapitel 9: Die erste Liebe (Deine Meinung ist nicht gefragt)– Wie du lächelst, obwohl innerlich alles schreitKapitel 10: Der Führerschein – Dein neues Angstlevel – Von«Ich fahr dich» zu «Wo ist mein Auto?!»Kapitel 11: Pubertät ist kein Sprint, sondern ein Ultra-Marathon – Durchhaltestrategien für die Jahre 13 bis 19(mindestens)Kapitel 12: Geld – Das schwarze Loch – «Ich brauch nur 20Euro» und warum daraus immer 50 werdenKapitel 13: Familienfeiern – Die Arena – Wenn Oma fragt,warum das Kind so aussieht, und du deinen Teenager tretenwillstKapitel 14: Die Tür knallt – Was nun? – Konflikt-Überlebenstechniken, die nicht im Strafgesetzbuch endenKapitel 15: Es wird besser. Wirklich. (Wahrscheinlich.) –Warum dein Teenager irgendwann wieder ein Mensch wird –und du stolz darauf sein wirstEpilog – Ein Brief an dein zukünftiges Ich, das auf der Couchsitzt und sagt: «War doch gar nicht so schlimm»Anhang A: Notfall-Mantras für akute Würge-Impulse AnhangB: Weinempfehlungen nach Eskalationsstufe Anhang C:Mustervertrag «Handynutzung» – anwaltlich nicht geprüft