Genug von leerem Geschwafel über Werte? Eine dreibändige Buchreihe zur Werte-Intelligenz bringt Geistesklarheit mit Herzenswärme, wenn es um «Das gute Leben» geht. Der dritte Band untersucht, was uns als Menschen wertvoll macht, sowohl individuell als auch kollektiv. Ausgangspunkt ist die Unterscheidung zwischen dem an keinerlei Bedingungen geknüpften Wert jedes Menschenkindes, seiner "Würde", und unserer bedingten Wertigkeit je nach Lebenskontext. In diesem Buch werden die Lebenskontexte Arbeit und Beruf, die eigene Wertentwicklung in allen Lebensphasen, wertschöpfendes Unternehmertum sowie wertschöpfende Führung durch professionelles "Leadership by Appreciation" diskutiert. Ein Leitmotiv, das sich durch alle diese Kontexte zieht, ist unser individuelles "berufliches Naturell", das uns als Kompass für ein wertvolles und erfüllendes Leben dient. Sichtbar gemacht wird es durch ein ausführlich vorgestelltes, eigens dafür entwickeltes "Selbst-Erkundungs-Instrument" (SEI) namens "vocat-o-graph", ergänzt durch einen "vital-o-graph", der die Gewichtungen ganz verschiedener Lebensziele und den aktuellen Grad ihrer Erfüllung aufzeigt. In 6 Kapiteln kommt die gesellschaftliche, in ihrer Tiefe spirituelle Wertschöpfung unseres Tuns und Wirkens in der Welt ans Licht. Ein wirkmächtiger Faktor zahlreicher Tätigkeiten ist die Ausübung von Macht. Wie dies allen zum Segen statt zum Fluch gereichen kann, ist Gegenstand des 7. Kapitels. Herausgearbeitet werden dabei zwei wichtige Unterscheidungen: das Macht-Motiv und die Macht-Position, bei letzterer die Unterscheidung zwischen Positionsmacht und Ermächtigungsmacht, durch die Machtpositionen erst geschaffen werden und Personen in Machtpositionen gelangen. Ausgelotet werden kaum bekannte geistesgeschichtliche und sprachliche Zusammenhänge, die unser aktuelles Verständnis von Macht erweitern und vertiefen. Dies führt zum letzten und längsten Kapitel dieses Buches, dem Finale der gesamten Trilogie zur Werte-Intelligenz. Es geht darin um den Wert einer ganzen Gesellschaft, eines ganzen Landes. Der Fokus liegt dabei nicht auf der Wirtschaft oder der Politik, sondern auf der Kultur. Thema wird dabei die Gesundheit oder Krankheit dessen, was im Buch "Kollektiv-Psyche" genannt wird, und wie kulturelle Wertschöpfung in kollektiv-psychischer Gesundheitsförderung bestehen kann, mit positiven Folgen für Politik und Wirtschaft. Das Buch kulminiert im Begriff "Friedenstüchtigkeit", der Quintessenz des Abschlusskapitels. Zahlreiche, auch farbige Visualisierungen machen zentrale Inhalte des Buches anschaulich und einprägsam.
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23.10.2026
Buch (Taschenbuch)
Ein „wertvoller“ Beitrag für mehr Lebensfreude und Hoffnung auf Frieden.
Im Mittelpunkt des dritten Bands „Wie bist du wertvoll?“ der dreiteiligen Buchreihe „Werteintelligenz“ von Claudio Weiss steht das Verhältnis von Individuum und Gesellschaft. „Wertvoll“ wird hier in einem viel umfassenderen Sinn verstanden als der Kontostand auf der Bank. Wert steht in diesem Buch auch für seelisch-körperliches Wohlbefinden, die Entfaltung der persönlichen Potenziale, für Würde und Respekt sich selbst und den Mitmenschen gegenüber. Es geht darum, die kostbare Lebenszeit nicht mit reinen Geld-Verdien-Jobs totzuschlagen, sondern die Weichen zu stellen für eine mit Sinn gefüllte Arbeits- und Freizeit. Doch bevor man sich für einen Beruf oder Berufswechsel entscheidet, stellt sich die Frage: Wie kann ich als Einzelner zum Wohl meines persönlichen Umfeldes und zum Wohl der Gesellschaft wirksam beitragen, ohne mich zu verbiegen? Damit diese grundlegenden Selbsterforschungen nicht zu den üblichen „Work-Life-Balance“ Ratschlägen abgeflacht werden, bietet der von Weiss selbst entwickelte „vocat-o-graph“ eine präzisere Standortbestimmung. Mit einem Motivatorenkreis werden ganz neuartige Kriterien zur Selbstfindung definiert: Arbeite ich lieber geistig-konzeptionell (blau), sozial-interaktiv (grün) oder manuell-physisch (rot)? Es folgen Fragen wie: „Bin ich eher ein Kämpfer, ein Inszenierer, ein Realisierer, ein Forscher, ein Berater, ein Betreuer?“ Im sogenannten „Vital-o-Graph“ geht die Reise in das eigene Naturell noch tiefer: Bin ich eher ein Denker, ein Macher, ein Genießer, ein Held? (Weibliche Formen sind hier bewusst weggelassen, um zu vereinfachen.)
Zum Thema „Macht“ und „Hierarchie“ in Organisationen bringt der Autor ebenfalls ungewöhnliche Aspekte: Er unterscheidet deutlicher, als in den gängigen zeitgenössischen Medien üblich, zwischen Macht und Machtmissbrauch. Wenn man sich mehr Macht wünsche, könne das auch der Wunsch sein, sein persönliches Know-how in reales Geschehen umzusetzen, Verantwortung zu übernehmen, die Welt zu verbessern. Genauso wären Hierarchien in Gruppen nicht zwangsläufig Strukturen mit dem Prinzip: Nach unten treten, nach oben beten. Hierarchien könnten Klarheit und Ordnung ermöglichen, von welchen auch die untersten Ebenen profitierten, solange der Wert „Kein Mensch hat das Recht, sich menschlich über andere Menschen zu stellen“ in der Kommunikation unter den Mitarbeitern gelebt werden würde. Weiss spannt im Zusammenhang von Hierarchien, wie sie auch in Naturgesetzen oder im Tierreich zu finden sind, einen Bogen zu Weltentstehungsgeschichten verschiedener Kulturen. Er zeigt dem Leser überraschende sprachliche und inhaltliche Übereinstimmungen, z. B. in den Legenden unserer abendländischen Kultur und den vedischen Weisheitstraditionen.
Im letzten Kapitel beschreibt der Autor eindrücklich, wie stark die Kultur zu einer individuellen und kollektiven Friedensbereitschaft beitragen kann. Bevor wir kollektiv etwas erreichen, sollten wir aber vor der „eigenen Haustür kehren“, uns täglich Zeit nehmen für Stille, in uns hineinhorchen und wache Entspannung finden – quasi eine Tankstelle für inneren Frieden bauen. „Friedenstüchtig“ zu werden, wäre ein Prozess; es bedeute auch, dass wir unsere Rhetorik aus der Sackgasse von Polemik und Rechthaberei herausheben sollten zu respektvollen Dialogen. Friedenstüchtig zu werden, brächte es mit sich, komplett andere Kulturen/Wertsysteme ohne Zähneknirschen und Schulmeisterei koexistieren zu lassen.
Alle drei Bände «Wie tickst du?», «Wie wählst du weise?» und «Wie bist du wertvoll?» sind durchdrungen von einem Prozess orientiertem Ansatz in Richtung Ergänzung statt Ausgrenzung. Win-Win statt Entweder-Oder.
Diese bejahende Herangehensweise durchlüftet die Gedanken, regt zu eigenen Verknüpfungen und zum Umsetzen in die Wirklichkeit an. Die drei Bände sind ein „wertvoller“ Beitrag für mehr Lebensfreude und Hoffnung auf Frieden.
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