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Dana Vowinckel

1. Anton und Alma

Anton und Alma

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Beschreibung

Produktdetails

Family Sharing

Ja

Verkaufsrang

1554

Gesprochen von

Maria Wördemann + weitere

Spieldauer

17 Stunden und 5 Minuten

Abo-Fähigkeit

Ja

Erscheinungsdatum

02.09.2026

Hörtyp

Lesung

Fassung

ungekürzt

Medium

MP3

Anzahl Dateien

152

Verlag

Der Audio Verlag

Sprache

Deutsch

EAN

9783742441638

Beschreibung

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Family Sharing

Ja

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1554

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Spieldauer

17 Stunden und 5 Minuten

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Ja

Erscheinungsdatum

02.09.2026

Hörtyp

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Fassung

ungekürzt

Medium

MP3

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152

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Der Audio Verlag

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Deutsch

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9783742441638

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  • Bewertung

    5/5

    08.09.2026

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Bewegend!

    Ich muss zugeben, dass ich möglicherweise voreingenommen war beim Lesen, weil ich bereits den vorigen Roman von Dana Vowinckel sehr mochte. Aber ihr neuer Roman "Anton und Alma" konnte das für mich sogar noch toppen - wow, ich habe so mitgefiebert, mitgelacht und vor allem auch mit geweint. Ja, ich habe ein paar Tränen verdrückt, was mir wirklich selten passiert. Ich fand die beiden Protagonisten so authentisch, so echt mit ihren Eigenheiten, Ecken und Kanten. Ich konnte mich sehr viel hineinversetzen, vor allem in Alma. Diese Lebensphase mit Mitte 20 mit all den Unsicherheiten und Wünschen und Sorgen war so realistisch erzählt, fand ich. Und darüber hinaus spannend fand ich auch die Einblicke in den jüdischen Glauben, zum Prozess des Konvertierens seitens Alma - insbesondere hier geschickt auch historisch/kulturell eingebettet in die Masterarbeit und damit einhergehenden Gedanken von Anton. Besonders gefallen hat mir, dass dieser Roman nie "schwarz weiß" oder belehrend wurde, sondern viel mehr die feinen Nuancen, Graubereiche und darin auch die Menschlichkeit so feinfühlig beschrieben hat. Ich hab diesen Roman wahnsinnig schnell gelesen und hoffe sehr, dass die Autorin schon am nächsten schreibt!

  • Lisa von Wortpause

    aus Schwarzwald

    5/5

    07.09.2026

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Zwischen Liebe, Herkunft und Identität

    Die Geschichte von ‚Anton und Alma’ scheint zunächst die einer Liebe auf den ersten Blick. Zumindest für Alma. Aber doch ist sie das zugleich überhaupt nicht. Denn zwischen den beiden schwingt von Anfang an nicht nur Liebe sondern auch Zweifel: Identitätssuche, Unsicherheiten, Herkunft, Alltag. Das Leben eben - fernab einer gescripteten Love Story. ‚Anton und Alma‘ begegnen sich zum ersten Mal bei einem Schüleraustausch, viele Jahre später kreuzen sich ihre Wege eher zufällig erneut. Sie finden zueinander und gleichzeitig immer wieder nicht. Ihre Beziehung ist alles andere als geradlinig. Das Leben kommt dazwischen, ebenso ihre Herkunft und schließlich auch das jüngste Weltgeschehen. Anton und Alma, dass sind zwei Charaktere, die ich zugleich verstehen und nicht verstehen konnte. Sie sind widersprüchlich, manchmal schwer greifbar und machen es dem Leser nicht unbedingt leicht. Gerade dadurch wirken so unheimlich lebendig und echt. Dana Vowinckel erzählt keine Liebesgeschichte, in der sich zwei Menschen einfach finden sondern auch weiter ihren persönlichen Platz in der Welt zu verstehen zu versuchen. Besonders gefallen hat mir die moderne, beinahe gegenwärtig wirkende Sprache und die Einbindung von Popkultur, Politik und Weltgeschehen. Gleichzeitig öffnet der Roman viele sehr interessante und informative Berührungspunkte mit dem Judentum, aber auch Fragen nach Glaube und Herkunft im Generellen. Die Fragestellung, was jüdisches Leben heute in Deutschland aber auch über die Grenzen Europas hinaus bedeutet, fand ich sehr spannend. Was ist Herkunft? Was ist Glaube? Und wo beginnt und endet die eigene Identität? ‚Anton und Alma‘ ist ein Roman, der nicht nur inhaltlich fordert sondern auch emotional. Die Geschichte ist intensiv und sehr bildlich, schmerzhaft wie überraschend. Sie zieht in ihren Bann und lässt einen nicht mehr los. Vowinckels Roman hat mich in den letzten Wochen wirklich gefordert. Was ist kein Buch, die man schnell durchlesen kann und ich wollte dieses Buch auch nicht einfach „nur“ lesen. Ich wollte in die Geschichte von Anton und Alma so tief wie möglich eintauchen und ihre Emotionen, Entwicklungen und ihr Leben aufnehmen und verstehen. Ich wollte in diesem Buch bleiben. Auch wenn die letzten Seiten so viel Kraft gekostet haben zu lesen. Ich habe Dana Vowinckels ersten Roman ‚Gewässer im Ziplock‘ bereits sehr gemocht. Und auch wenn die Bücher inhaltlich nichts miteinander zu tun haben, empfinde ich ‚Anton und Alma‘ als eine wundervolle Weiterentwicklung - sowohl sprachlich als auch inhaltlich. Es fühlt sich an, als wäre Vowinckels Romane ganz schön reif und erwachsen geworden. Nimm dir unbedingt Zeit für dieses Buch. Du wirst es nicht bereuen.

  • Katrin

    aus Kiel

    5/5

    07.09.2026

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Liebe in unruhigen Zeiten

    Alma mag Anton, schon während des gemeinsamen Schüleraustauschs in Frankreich kreisen ihre Gedanken ständig um ihn.Doch da er irgendwann überraschend abreist, dauert es ein paar Jahre, bis sie sich beide bei einer Uni-Party im heimatlichen Berlin wiedertreffen. Und nach ein paar Anlaufschwierigkeiten funkt es dann so richtig zwischen den beiden. Doch so einfach ist es dann natürlich nicht, schließlich ist das hier kein schnöder Liebesroman, sondern ein kluges Buch über Beziehungen, Identitäten, jüdisches Leben in Deutschland und die Erschütterungen, die der Anschlag in Halle und der 7. Oktober ausgelöst haben. Dana Vowinckel schreibt sehr nah an ihren Figuren, wir sind immer dabei, egal ob beim Sex oder beim Essen (und beides wird ausgiebig und mit großer Leidenschaft betrieben). Anton ist jüdisch mit einer israelischen Mutter und einem US-amerikanischen Vater, die sich permanent streiten und trotzdem nicht voneinander lassen können. Alma dagegen stammt aus einem östlichen Berliner Randbezirk und hatte eine eher lieblose Kindheit mit einem Stiefvater, der im Laufe des Romans noch zum Coronaleugner wird. Die Geschichte wird alternierend aus der Perspektive der beiden Protagonisten erzählt, sodass sich die Bedeutungen einzelner Ereignisse verschieben und hinterfragt werden. Das Buch ist linear aufgebaut und gibt seinen Figuren Raum, sich zu entfalten, falsche Entscheidungen zu treffen und auch mal zu scheitern. Besonders gelungen fand ich, wie Vowinckel Antons Forschungsthema seiner Masterarbeit in ihrem Roman spiegelt. Er beschäftigt sich mit der mutmaßlichen Konversion der Chasaren zum Judentum und der Frage, wie Geschichte erzählt wird. Maßgeblich stützt er sich dabei auf die Theorie des Historikers und Literaturwissenschaftlers Hayden White, der Geschichte immer entweder als Komödie, Romanze, Satire oder Tragödie erzählt sieht. Und auch im Roman ringen Anton und Alma mit der Frage nach Zugehörigkeit, der Möglichkeit einer gemeinsamen Geschichte und der Schwierigkeit, aus unterschiedlichen Ausgangspositionen und Identitäten etwas Neues zu erzählen, Dabei pendelt ihre Geschichte stetig zwischen den verschiedenen von White formulierten Mustern und erzählt gleichzeitig sehr viel über unsere fragmentierte Gegenwart. Ich war tatsächlich erstaunt über den Sog, den dieser Roman auf mich ausgeübt hat, ich konnte ihn kaum aus der Hand legen und wollte gleichzeitig nicht, dass er aufhört.

  • Bewertung

    5/5

    06.09.2026

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Herzzerreißend

    Dieses schön gestaltete Buch hat über 500 Seiten, was mich begeistert hat (denn ich hab langsam die Schnauze voll von Büchern für 24€ mit großem Druck und unter 250 Seiten). So konnte ich fast drei Wochen mit dem Leben von Anton und Alma verbringen, denn ich lese leider recht langsam. Anton und Alma sind sehr unterschiedlich: Anton ist Jude, aber für die Konflikte mit Alma in diesem Buch viel relevanter: er ist auch ziemlich arrogant und nie ist irgendwas für ihn gut genug, besonders nicht Alma. Alma ist lustig und klug, aber sie macht leider auch zu viel von ihrem Selbstwert an Männern fest. Wir begleiten ihre Beziehung über mehrere Jahre hinweg, in Kapiteln, in denen sich Almas und Antons Perspektiven abwechseln. Ich finde es eine miese Entscheidung des Verlages, im Klappentext den kompletten Inhalt des Buches bis ca Seite 400 (!) zu nennen, aber dafür kann die Autorin wahrscheinlich nix. Dies war seit Langem endlich mal wieder ein Buch, bei dem ich mich den ganzen Tag drauf gefreut habe, es abends endlich wieder aufzuschlagen. Ein bisschen limitiert die Autorin durch den gewählten Schreibstil ihr Publikum, das finde ich ein wenig schade. Sie verwendet extrem viel Internetslang. Ich glaube, dieses Buch wäre auch ohne den Einsatz von literally, whack etc ein richtig tolles Buch geworden. Außerdem kommen zu weiten Teilen extrem akademische Ausführungen hinzu, die machen das Buch aber rund und ergänzen super theoretisches Wissen. So kann ich das Buch eigentlich nur Akademiker:innen zwischen ca 20 und 35 empfehlen. Am besten lest ihr euch eine Leseprobe durch, bevor ihr das Buch kauft.

  • MB

    aus Rösrath

    5/5

    05.09.2026

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Es lohnt sich...

    ... aber es ist nicht ohne Mühe. Die gut 530 Seiten von Dana Vowinckels neuem Roman 'Anton und Alma' stehen auf der Longlist zum Deutschen Buchpreis; Kritiker sind begeistert. Zunächst konnte ich die Begeisterung nicht teilen, weil es mir nicht so leicht war, in die Geschichte von Anton und Alma hineinzufinden. Dann aber stieg meine Begeisterung mit jeder Seite. Und am Ende finde ich den Roman ziemlich genial konstruiert. Auf der Inhaltsebene steht die Banalität des Alltags, das hin und her einer (beginnenden) Liebesbeziehung einem einschneidenden historischen Ereignis gegenüber - dem 17. Oktober 2023, der Terrorakt der Hamas. Anton ist Jude, fühlt sich aber nur wenig gebunden an seine Religion; Alma hat mit 'Bormann' den Nachnamen eines Nazi-Schergen. Anton entscheidet ohne vorherige Absprache mit Alma, nach NY zu gehen um dort seine Dissertation über die Chasaren zu schreiben, ein Volk, welches sich vor vielen Jahrhunderten angeblich dem Judentum angeschlossen hat; Alma trennt sich halbherzig von Anton, strebt allerdings in Antons Abwesenheit eine Konversion zum Judentum an, vielleicht auch, um ihm auf diese indirekte Weise wieder nahe zu sein. Auf der formellen Ebene wechseln sich Almas und Antons Erzählperspektive konsequent ab, bis dann dieser Perspektivwechsel mit Kapitel 151 für den Rest der Geschichte stoppt. Es geht um die Banalität von Ereignisabfolgen und dem Versuch, dem Geschehen einen Sinn zu verleihen, aus der einfachen Abfolge von Tagen eine Geschichte zu machen. "Für heute war die Geschichte erzählt. Morgen war ein neuer Tag, und er würde völlig willkürlich sein und zugleich das Resultat von allem, was vor ihm geschehen war. Morgen war sein Leben eine neue Geschichte. Heute war es diese." Unbedingte Leseempfehlung!!!

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