Juli Gold lebt in New York und fühlt sich fehl am Platz. Niemand um sie herum hat mehr Zeit. Alle starren ständig auf Bildschirme. Nur in der verwunschenen Gärtnerei ihrer Großmutter findet Juli, was sie vermisst - ein einfaches Leben in der Natur. An ihrem 13. Geburtstag bekommt sie ein magisches Zelt geschenkt. Darin fällt Juli gemeinsam mit dem Bäckerlehrling Janko aus ihrer Zeit und mitten hinein, in eine idyllische Welt voller wilder Wälder und spannender Abenteuer. Doch schon bald müssen die beiden erkennen, dass der zauberhafte Schein trügt. Ein übermächtiger Gegner droht, die Zeit aller Welten zu verschlingen! Wird es Juli und Janko gelingen, die Zeit zusammen mit ihren Verbündeten zu retten?
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Aus der Zeit gefallen
Mrs. Dalloway am 12.06.2026
Bewertungsnummer: 3165347
Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)
Was für ein wundervolles Jugendbuch. Ich bin immer noch wie verzaubert von Juli und ihrer Welt.
Und darum geht es: die 13-jährige Juli und der Bäckerlehrling Janko fallen gemeinsam aus der Zeit. Sie landen in einer verwunschenen Welt mit großen Wäldern und vielen Abenteuern. Doch schon bald taucht ein mächtiger Gegner auf, der alles bedroht und die Zeit verschlingen will. Können die beiden die Zeit retten?
Ich bin richtig gut in das Buch reingekommen. Die junge Protagonistin mit dem wundervollen Namen ist mir direkt sympathisch. Ähnlich ergeht es mir mit Janko. Die beiden zusammen sind auch ein wundervolles Team. Es macht Spaß, ihre Abenteuer mitzuerleben. Ich bin beim Lesen total in diese Welt versunken. Der Schreibstil ist toll zu lesen und die Kapitel haben eine gute Länge. Ich mag es, dass hier die reale Welt und reale Themen (wie Streit mit den Eltern) mit magischen Elementen verwebt werden. Es ist das beste aus zwei Welten. Auch das Thema Zeit ist extrem spannend und klasse umgesetzt. Ich finde, es ist ein cooles und nicht zu alltägliches Thema für ein Jugendbuch. Von mir gibt es daher 5 von 5 Sternen.
Super Buch!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!! (Max, 10 Jahre)
Bewertung am 06.06.2026
Bewertungsnummer: 3160101
Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)
"Es ist ein sehr gut geschriebenes Buch. Die Sätze sind so formuliert wie bei Harry Potter (also in den späteren Bänden, die J. K. Rowling geschrieben hat, als sie schon berühmt war!). Die Worte, die benutzt werden machen das Lesen so besonders. Die Story, wo es so RICHTIG spannend wird beginnt dann so auf Seite 123. Man sollte das Buch unbedingt lesen!"
Anmerkung: Diese Bewertung ist von meinem Sohn Max (10 Jahre) geschrieben worden, er wollte sie unbedingt hier veröffentlichen ;-). Er hat das Buch in 4 Tagen verschlungen!
„Juli Gold – Wächterin der Zeit“ von Christine Weißenborn ist ein magisches Kinderbuch ab zwölf Jahren über die Magie der Zeit und besondere Freundschaften.
An ihrem 13. Geburtstag bekommt Juli von ihrer Großmutter ein Zelt geschenkt – darüber freut sie sich mehr als über das Smartphone ihres Vaters. Denn Juli fühlt sich nicht wohl mit Technologien, sie ist lieber in der Natur, genießt ihre Ruhe. Als sie mit Bäckerlehrling Janko ins Zelt kriecht und sich kurz darauf in einer magischen Welt wiederfindet, beginnt ein großes Abenteuer. Doch nicht alle im Land ohne Ufer sind Juli wohlgesinnt und schon bald steht die Zeit auf dem Spiel ...
Die Idee hinter der Geschichte finde ich zeitgemäß und das Buch vermittelt wichtige Botschaften für Kinder: Handys und Bildschirme stehlen Zeit, sie verschließen die Augen vor der Schönheit des Lebens, vor dem Alltäglichen. Mir bleibt das Bild in Erinnerung, als Juli mit dem Boot zu ihrer Oma fährt und ausnahmslos alle Menschen in ihr Handy starren. Dieses Bild ist erschreckende Realität. Die Figur Krator als Wesen, das von der magischen Welt in die reale Welt über die Bildschirme den Menschen die Zeit stiehlt, finde ich sehr gelungen.
Was mir nicht so gut gefallen hat, war die Selbstverständlichkeit in manchen Dingen: Reaktionen sind manchmal nicht nachvollziehbar, Konflikte werden zu schnell akzeptiert und Figuren hinterfragen Ereignisse nicht ausreichend. Juli bekommt zum Geburtstag ein Smartphone geschenkt und bekommt einen argen Wutanfall. Das geht so plötzlich und mir fehlten Hintergründe. Daraufhin verlässt der Vater seine Tochter einfach am Frühstückstisch, ohne dass es wirklich thematisiert wird. Das Verschwinden der Mutter wird mehr oder weniger hingenommen und nicht ernsthaft hinterfragt. Dass ein so wichtiger Mensch wie die Mutter verschwindet, müsste Spuren hinterlassen. Und zu Beginn weiß man noch nichts über die Besonderheiten der Mutter und Juli. Bei den erlebten Abenteuern im Land ohne Ufer haben die Figuren auf mich nicht so gewirkt, als würden sie diese tatsächlich erleben. Natürlich braucht es in einem Kinderbuch kein erschreckendes, tiefgehendes Drama, aber die Figuren sollen trotzdem so wirken, als würde ihnen das gerade tatsächlich passieren, was ihnen die Autorin auf den Leib schreibt. Das alles hat bei mir dazu geführt, dass ich emotional nicht so involviert in die Geschichte war, wie ich mir das gewünscht hätte.
In der Mitte hatte das Buch seine Längen, von manchen Dingen wie beispielsweise der Zeitmagie und den Zeitzaubern – und wie Juli diese wirkt – hätte ich hingegen gerne mehr gelesen. Wie nach und nach alle Geheimnisse ans Licht kommen, hat mich neugierig gemacht, weiterzulesen. Die letzten Kapitel waren spannend und es gab sogar einige Überraschungen.
Einen richtigen Sog konnte die Geschichte für mich leider nicht entwickeln, obwohl sie abwechslungsreich und bildhaft geschrieben war. Für mich haperte es an der fehlenden Nachvollziehbarkeit (beispielsweise wird immer wieder angedeutet, dass Juli und Janko mehr füreinander empfinden könnten, aber das wird mir als Leserin nie richtig gezeigt, es wird einfach angenommen). Die Idee hinter dem Buch sowie auch die Zeithexen und Krator haben mir gut gefallen. Besonders ansprechend finde ich auch das Cover, das den Konflikt der Geschichte sichtbar macht und in der Buchhandlung definitiv heraussticht.
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