Produktbild: In Bloom
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In Bloom Roman

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Beschreibung

Produktdetails

Format

ePUB

Kopierschutz

Nein

Family Sharing

Ja

Text-to-Speech

Ja

Erscheinungsdatum

09.07.2026

Verlag

Unionsverlag eBooks

Seitenzahl

(Printausgabe)

Dateigröße

2107 KB

Übersetzt von

Lisa Kögeböhn

Sprache

Deutsch

EAN

9783293312067

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ePUB

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Barrierefreiheit

  • keine Information zur Barrierefreiheit bekannt

Erscheinungsdatum

09.07.2026

Verlag

Unionsverlag eBooks

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(Printausgabe)

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2107 KB

Übersetzt von

Lisa Kögeböhn

Sprache

Deutsch

EAN

9783293312067

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  • Buecherheidrun

    aus Horb

    5/5

    20.07.2026

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Authentischer Versuch, aus dem vorgegebenen Kleinstadtleben auszubrechen

    Eine für alle! Vier australische Schülerinnen leben mit ihren Müttern und deren ständig wechselnden Loser-Männerbekanntschaften und jeder Menge Halbgeschwistern eher am Rande der Gesellschaft. „Unsere Mütter standen mit West Coast Cooler in der Hand lästernd im Hauptzelt, während die Macker um ein leeres Bierfass herumtorkelten und jede Minute lauter und besoffener wurden. Genau wie unsere Mütter ignorierten wir sie. Die Männer unserer Mütter interessierten uns nur in dem seltenen Fall, dass sie Geld hatten. Ansonsten waren sie Geräuschkulisse, wie die Nachrichtensprecher im Radio.“ (S. 30) Die Mädchen proben mit ihrer Band „The Bastards“ und ihrem engagierten Musiklehrer Mr P für den Wettbewerb „Battle of the bands“, um ihrem trostlosen Kleinstadtleben, trotz ihres nicht vorhandenen Könnens, zu entkommen. Dabei sorgen ihre Skateboards, ihre Schallplatten- und Videokassetten-Liebe und ihre Kurt-Cobain-Verehrung für echte 90-er-Jahre-Vibes und ein starkes Zeitreise-Gefühl. Als Sängerin Lily die Band überraschend verlässt und Mr P, zum Entsetzen der drei übrigen Mädels, von der Polizei verhaftet wird, versuchen sie zu entkräften, was das eine womöglich mit dem anderen zu tun haben könnte. „Mr P sah etwas in uns. Unser Talent und unsere Begeisterung für Musik, unsere Bereitschaft, alles dafür zu geben. Vielleicht sah er aber auch nur unseren verzweifelten Wunsch nach Aufmerksamkeit, nach einem Ausweg aus unserem Schicksal. Wir glauben lieber, dass er unser Talent sah.“ (S. 122) Auf ihrer Suche nach der Wahrheit geraten sie auf Abwege und äußern Verdächtigungen, ohne wirklich zu hinterfragen, ohne eigenen moralischen Radar und erkennen selbst das Offensichtliche nicht. Diese Perspektivlosigkeit und der gleichzeitige Wille auszubrechen, das Leben beim Schopf zu packen, hat mich sehr berührt. „Wir hatten keine Ahnung von Vätern, das stimmte. Wir lebten kleine, unbedeutende Leben. Aber wir wussten, dass wir mit unserer Musik die Chance auf etwas Größeres hatten.“ (S.156) Was sich unterschwellig das ganze Buch über anbahnt und am Ende in Gewissheit mündet, macht diese atmosphärische, teils harte, authentische Freundinnen-Solidarität zu einem besonderen, wenn auch tragisch gefärbten Leseerlebnis. Coming-of-Age at its best!

  • lauras_garden_of_books

    5/5

    15.07.2026

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Ein Roman, wie ich ihn noch nie zuvor gelesen habe

    „Wir lebten kleine, unbedeutende Leben. Aber wir wussten, dass wir mit unserer Musik die Chance auf etwas Größeres hatten.“ (S.156) „Nirvana haben mal gesagt, sie hätten nie dazugehören wollen, weil ihre Musik an den Rändern stattfindet, da, wo sich die Außenseiter aufhalten. Auch wir sind Künstler vom Rand.“ (S.83) „Vor einem Jahr waren The Bastards noch vier. Vier Vierzehnjährige. Vier im Viervierteltakt. Wir wussten genau, wie wir für immer aus Vincent rauskommen würden, und unser Traum war ein endloser Song. Dann trat Lily Lucid aus der Band aus, und wir wurden drei Takte und eine Pause.“ (S.10) So beginnt es… „In Bloom“ von Liz Allan ist ein Roman, wie ich ihn noch nie zuvor gelesen habe, und der vollkommen heraussticht. Ganz voran steht die Erzählweise und Erzählperspektive. Denn wir begleiten drei 15-jährige Mädchen in den 90er-Jahren in einer Kleinstadt in Australien, die zu einem Kollektiv zusammengewachsen sind. Bis auf die letzten 17 Seiten ist der komplette Roman aus der Wir-Perspektive der Mädchen geschrieben, die Handlung ist eher bruchstückhaft und wir kriegen immer nur kleine Handlungs-Happen vorgeworfen. In kurzen Kapiteln springen wir in der Gegenwart und der Vergangenheit hin und her und ein Großteil der Rückblick-Kapitel beginnen identisch mit dem Satz „Vor zwei Jahren, als wir noch mit Lily befreundet waren…“ Denn die Vierer-Clique ist auseinandergebrochen, bleiben die drei Mädchen, deren soziale Identitäten miteinander verschmolzen sind, die sich nur als Gruppe wahrnehmen, deren Familiengeschichte Parallelen besitzt und die den gemeinsamen Traum verfolgen, mit ihrer Band ‚The Bastards‘ berühmt werden, um aus der verhassten Kleinstadt und ihrem verhassten Zuhause rauszukommen; dafür müssen sie aber den bevorstehenden Band-Wettbewerb gewinnen. Doch seit ihr Musiklehrer Mister P unter dem Verdacht steht, ihre ehemalige Freundin Lily sexuell belästigt zu haben, und suspendiert worden ist, können sie weder die Kosten noch die weite Fahrt zum Wettbewerb bewältigen. Verzweifelt versuchen sie alles, die Unschuld ihres Musiklehrers zu beweisen, um doch noch ihren Traum verwirklichen zu können, und verstricken sich dabei immer mehr in ihre Schicksale…. Die Erzählweise des Romans war für mich anfangs sehr gewöhnungsbedürftig, doch dann wurde ich doch recht schnell hineingezogen und fand ich das Ganze so spannend, dass ich nur so durch das Buch hindurchgerauscht bin. Liz Allan präsentiert uns hier nichts auf dem Silbertablett, sondern man muss zwischen den Zeilen lesen, was hier aber hervorragend funktioniert, wie ich finde. Durch die Wir-Perspektive kamen mir die einzelnen Mädchen nicht so nah, was für mich als Charakter-basierter-Leser immer sehr wichtig ist, aber bei dieser Art von Geschichte fiel das für mich nicht so stark ins Gewicht. Die Themen, die hier angesprochen werden, gehen tief; neben dem Missbrauch-Thema geht es um viele essentielle Themen von Heranwachsenden, das häusliche Umfeld, und schlichtweg um das Grundbedürfnis, gesehen und geliebt zu werden. Dies war für mich ein Buch, bei dem ich auf den letzten Seiten ganz schön schlucken musste und das einen bleibenden Eindruck hinterlassen hat. Der Roman ist speziell und experimentell und wird sicherlich auch nicht jedem zusagen - aber es lohnt sich auf jeden Fall, sich darauf einzulassen - mir wird die Geschichte im Gedächtnis bleiben!

  • Jadi

    aus Montabaur

    5/5

    14.07.2026

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Die schwere Last eines Geheimnisses!

    . Lasst euch von diesem wunderschönen Cover nicht in Sicherheit wiegen, denn „In Bloom“ wird euch das Herz brechen und noch lange nach der letzten Seite begleiten. Dieser Roman erzählt vom Mädchensein, von den Grenzen, die Herkunft einem auferlegt, und von der leisen, unerschütterlichen Hoffnung, dass das eigene Leben größer sein kann als die Umstände, in die man hineingeboren wurde. Eine Geschichte, die berührt, aufwühlt und unter die Haut geht… voller Schmerz, Sehnsucht und Mut. Ein Buch, das man nicht nur liest, sondern fühlt. 5/5 ⭐️ . Aber worum geht es genau… 1994, in einer australischen Kleinstadt, träumen vier Freundinnen davon, ihrer Perspektivlosigkeit mit ihrer Grunge-Band zu entkommen. Der Sieg beim Battle of the Bands soll ihr Ticket in ein anderes Leben sein. Doch als ihre Leadsängerin Lily ihren Musiklehrer des Missbrauchs beschuldigt, gerät nicht nur die Band, sondern auch ihre Freundschaft ins Wanken. . In „In Bloom“ begleiten wir drei Teenagerinnen aus Vincent, Australien, die handeln, sprechen und denken, als wären sie ein einziger Mensch. Ein raffinierter Kunstgriff, den man anfangs leicht übersieht. Denn die Mädchen – die sich selbst die „Bastards“ nennen – erzählen ihre Geschichte mit einer gemeinsamen Stimme. Sie sprechen mit einer Stimme, weil sie sich selbst nicht als Individuen begreifen, sondern als Teile eines gemeinsamen Selbst. Erst nach und nach wird klar, weshalb. . Sie erzählen von Armut, von Müttern, die kaum noch Kraft haben, vom täglichen Kampf gegen Vorurteile und davon, wie sie sich weigern, sich kleinmachen zu lassen. Die Bastards halten zusammen… bis eine Wahrheit ans Licht kommt, die ihre kollektive Identität erschüttert und das scheinbar unzertrennliche „Wir“ in einzelne „Ichs“ zerbrechen lässt. . Mit kurzen Kapiteln und einem mitreißenden Tempo entwickelt sich der Roman zu einer ebenso düsteren, schockierenden wie berührenden Coming-of-Age-Geschichte. Drei Mädchen, die sich mit einer Hand aneinander festhalten und mit der anderen trotzig die Faust gegen die Welt erheben, müssen erkennen, dass auch ihre Unschuld verloren gehen kann. . Die Bastards sind frech, verletzlich und voller Sehnsucht. Ich wollte sie immer wieder in den Arm nehmen und ihnen ein Stück ihrer Last abnehmen. . „In Bloom“ erzählt vom Mädchensein, von sozialer Herkunft und von der schmerzhaften Suche nach einer eigenen Identität. Es ist eine Geschichte darüber, wie schwer es ist, gehört zu werden und wie viel Mut es braucht, den eigenen Platz in der Welt zu finden. . Erst nachdem ich den titelgebenden Song von Nirvana noch einmal ganz bewusst gehört hatte, wurde mir klar, wie tief dessen Motive in diesem Roman verwurzelt sind. Vielleicht kennst du dieses Gefühl…. Du liebst einen Song, kannst jede Zeile mitsingen und verstehst erst Jahre später, wovon er eigentlich erzählt. . Die Bastards lassen sich nicht kleinhalten. Und ihre Geschichte lässt einen nicht mehr los. Große Leseempfehlung von mir!

  • MarieOn

    5/5

    10.07.2026

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Ganz großes Lesevergnügen mit unaufdringlicher Tiefe

    Vincent ist das verschlafene Nest mit den alleinerziehenden Müttern wegen den abgehauenen Vätern. Hier leben „The Bastards“, vier vierzehnjährige beste Freundinnen. Violet, Jade, Lily und Amy, aber eigentlich sind sie eine totale Einheit, ein „Wir“, denn sie sitzen im gleichen beschissenen Boot und sind gemeinsam stärker. Mr. P. ihr Musiklehrer hat sie zum Battle of the Bands angemeldet, er ist der einzige Erwachsene, der sie ernst nimmt und die einzige Chance, je aus diesem Kaff rauszukommen. Ihr Sound ist Grunge und sie verehren Kurt Cobain, der ihnen aus der Seele singt. Und dann wurde Lily bei den Bullen gesehen und weil Lily feige ist, muss wirklich was passiert sein. Amys großer Schwarm im wirklichen Leben Sunny, weiß mehr. Lily wurde in einen weißen Lieferwagen gezerrt und jemand hat Gott weiß was mit ihr gemacht. Und dann behauptet sie, der Fahrer sei Mr. P gewesen, sie habe ihn an der Stimme erkannt. Und dann hatten sie keine Leadsängerin mehr, weil die Schlampe ihnen den Laufpass gegeben hat. Ab da hatten die drei Verlassenen wieder Augen für ihre Asbest-Häuser, abgewrackten Mütter und kleinen Geschwister mit den klebrigen Händen. Sie schrien „Raus!“, schlugen ihre Zimmertüren zu und rissen die Poster von den Wänden. Sie kletterten aus ihren Fenstern, trafen die übrig Gebliebenen, beratschlagten und weinten. Mr. P., der, den sie brauchen, um überhaupt zu dem Songcontest Award zu kommen, der, der ihnen seit Monaten Musikraum und Instrumente zur Verfügung stellt, ohne den sie nie soweit gekommen wären, sitzt in einer Zelle und man lässt sie nicht mit ihm sprechen. Dieser miese Buddy, der Macker von Lilys Mutter, der Lily ständig am Hintern hängt und auch mal härter zulangt, der wird das mit dem Lieferwagen gewesen sein und Lily zu feige ihn anzuzeigen, hat den guten Mr. P. angeschwärzt und ihnen die Chance ihres Lebens vermasselt. Fazit: Die Autorin Liz Allan hat in ihrem Romandebüt („Best Debut Novelist 2026“ Observer), eine 90er-Jahre Mädchenfreundschaft erzählt. Vier beste Freundinnen seit Kindertagen, aus einem australischen Randbezirk, wachsen in sozial prekären Verhältnissen auf. Ihre Mütter sind arm und meistens schwanger, die Väter nicht vorhanden. Sie können drei Akkorde und die wollen sie nutzen, um ihre Chancen auf ein lebenswertes Dasein zu verbessern, doch dann dreht Lily scheinbar durch und zeigt ihren Musiklehrer, den einzigen Vertrauten der Mädchen an. Liz Allan schreibt szenisch, zerrt mich mitten rein und lässt mich hilflos zuschauen, wie das Drama seinen Lauf nimmt. Die Geschichte ist aus Amys Sicht erzählt, die immer von wir spricht und mir zeigt, wie stark sie sich zusammen fühlen. Sie sind überzeugt, dass sie aufeinander aufpassen, sich gegenseitig schützen, bis es aus dem Ruder läuft und etwas in ihnen zerbricht. Als die Mädchen versuchen, den wahren Angreifer Lilys zu finden, bekommt das Ganze so einen Crime-Smell, den ich sehr gelungen finde. Immer wieder blitzen Szenen auf, in denen ich sehe, wie Lily von ihrem Stiefvater gedemütigt wird. Das Ende hat mich in seiner unerwartbaren Heftigkeit emotional sehr gefordert. Der Sprachstil hat mich locker flockig durch die Seiten flattern lassen. Auch ein großes Lob an die Übersetzungsakrobatin Lisa Kögeböhn für die gelungene Arbeit. Ein ganz großes Lesevergnügen mit unaufdringlicher Tiefe. Es geht um männlichen Machtmissbrauch, Vertrauensbruch und den Wunsch nach Zugehörigkeit und Individualität.

  • Eva

    5/5

    09.07.2026

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Ein Ticket in die Freiheit und eine Stimme gegen die Tristesse

    Der Sound von Nirwana scheppert durch die Seiten, laut tönt zorniger, trauriger, aufbegehrender Grunge in meinem Kopf. In Bloom. Das ist das elektrisierende Debüt von Liz Allen. Smells like Teen Spirit und bringt ganz große Narrative zusammen und auf den Punkt. Vier Teenager, die in einer zerrockerten, trostlosen Küsten-Kleinstadt im Australien der 1990er aufwachsen, gründen eine Band. Der Bandwettbewerb ist ihr Ticket raus aus der Tristesse. Kurt Cobain ist ihr Held, Grunge ihr Herzschlag. Aber Lily, die Leadsängerin, beschuldigt ihren Musiklehrer des sexuellen Missbrauchs, und damit platzt der Traum vom Bandwettbewerb. Denn der Lehrer wird suspendiert. Die Mädchen mobilisieren all ihre Kräfte, doch am Rand der Gesellschaft ist es nicht leicht, sich Gehör zu verschaffen. Die Teenager sind dem sozialen Elend schutzlos ausgeliefert. Überforderte Mütter bringen gewalttätige, mit Drogen dealende, dauerhaft alkoholisierte Freunde in die Elternhäuser, Bildung wird zweitrangig, die Musik der Rettungsanker. Die Freundschaft ist Schutzraum und Bollwerk gegen die Übergriffe männlichen Machtmissbrauchs. In Bloom hat eine unglaubliche sprachliche Wucht. Die Freundinnen sprechen mit einer Stimme, sie sind eins. Solange sie zusammen sind, sind sie sicher. Mit voller Energie ertönt ihre Stimme gegen jeden Zweifel und gegen die Hoffnungslosigkeit. Sie sind furchtlos, stellen skateboardend Nachforschungen über die Beschuldigungen an, trennen sich nie. Erst als der Schutzwall bricht, verändert sich die Perspektive. Die schmerzhafte Realität dringt ein, doch mit ihr auch ein anderer Ton. Denn Sprache verändert alles. Sie benennt den Missstand, ermöglicht Verantwortung dem Individuum gegenüber und einen Ausweg. In Bloom ist ein kraftvolles, energetisches Debüt, das in knappen Sätzen die ganze kaputte Welt der 1990er heraufbeschwört. Es erzählt von Armut und Entfremdung, der Schutzlosigkeit und hilflosen Wut alleingelassener Teenager, Machtmissbrauch, den Auswirkungen mangelnder Bildung, der Kraft der Freundschaft und dem Wunsch, gehört zu werden. Die Übersetzung von Lisa Kögeböhn ist fantastisch. Sie fängt die Präzision der Sprache und transportiert den Klang der australischen Vorstadt immersiv ins Deutsche. In Bloom ist ein Ereignis. Mit Musik im Kopf, Chucks an den Füßen und Centershocks im Bauch.

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    Claudia

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    5/5

    17.07.2026

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    "Smells like Disillusioned Teen Spirit"

    Als sehr begeisterte Nirvana-Hörerin und liebhabende Australiens (danke hierfür, King Gizzard), fieberte ich diesem Debüt besonders entgegen. Liz Allen, ins Deutsche übersetzt von Lisa Kögeböhn, schreibt eine Coming-Of-Age Geschichte so schonungslos und mitreißend, voller Authentizität und Emotion. 1994, Vincent, Australien. Vier beste Freundinnen wollen der Kleinstadt, in die sie reingeboren wurden, entfliehen. Sie wollen kein Leben mit Kindern und Alkoholiker als Ehemänner, die, wie die Freunde ihrer Mütter, sie ständig schlagen. Ihr Ausweg - der Battle of the Bands, denn sie brüllen all ihre Teenage Angst, Wut und Frustration aus ihren Leibern, shredden an Gitarren und schlagen auf Drums wie ihre großen Idole Nirvana, allen voran Kurt Cobain. Ihr Mantra, die Zukunft ist eine Mutprobe, treibt sie vorwärts und nichts wollen sie sehnlicher, als dort ihren Durchbruch zu schaffen. Doch als Lily aus der Gruppe aussteigt und gleichzeitig heftige Vorwürfe des Missbrauchs gegen ihren Musiklehrer aufkommen, scheint ihr Traum gleich einer Blase zu platzen. Wie können sie es aus all dem rausschaffen? Hier trifft Female Rage in purster Form, als Teenager Freundinnenschaft, auf rohe, patriarchale und systematische Gewalt und Misogynie. Getrieben von Grunge, Punk und dem Verlangen, ihren Traum zu erreichen, müssen sie sich fragen, wie weit sie wirklich gehen wollen. Ich habe den Roman verschlungen und liebe all die Verbindungen, die Liz Allen zwischen Nirvana, patriarchaler Gewalt und Gesellschaftsstrukturen hineinschreibt. Fun Tipp - ich habe danach direkt mit dem Lesen von Melissa auf der Maurs Biographie "Even the Good Girls Will Cry" begonnen und kann diesen Übergang nur sehr empfehlen! Weiterer Pluspunkt, es gibt auch eine Playliste zum Buch und ich werde die nächste Zeit wieder mit Nirvanas Diskographie verbringen, yay! 

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