Eine entzückende, schräge Liebeskomödie über eine freigeistige Social-Media-Astrologin, die sich bereit erklärt, eine Beziehung mit einer mürrischen Versicherungsmathematikerin bis zum Silvesterabend vorzutäuschen - mit Ergebnissen, die nicht einmal die Sterne vorhersagen könnten!
Eine entzückende, schräge Liebeskomödie über eine freigeistige Social-Media-Astrologin, die sich bereit erklärt, eine Beziehung mit einer mürrischen Versicherungsmathematikerin bis zum Silvesterabend vorzutäuschen - mit Ergebnissen, die nicht einmal die Sterne vorhersagen könnten!
Die Sterne stehen so gar nicht auf Liebe beim Blind Date der bodenständigen Darcy und der übersprudelnden Astrologin Elle. Trotzdem kommen die beiden zu einer ungewöhnlichen Vereinbarung: Sie geben bis Neujahr vor, ein Paar zu sein, um ihre Familien zufriedenzustellen. Es folgen peinliche Doppeldates, einige Meinungsverschiedenheiten, Familiendrama, aber auch erste Annäherung der beiden Frauen. Und so wird aus gespielten Gefühlen schnell echte Anziehung, und die beiden müssen herausfinden, ob ihre Liebe den Sprung aus den Sternen in die Realität schafft.
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Zwischen Sternen, Zahlen und Gefühl – Gegensätze, die unterhalten
ancla_books4life aus Schwerte am 23.02.2026
Bewertungsnummer: 3056061
Bewertet: Buch (Taschenbuch)
Wenn erste Sätze einfach ziemlich cool gewählt sind:
„Es gab eine ganz genau definierte Grenze, bis zu der eine Frau das Scheuern und Zwicken ihres Slips aushalten konnte - und Elle Jones hatte diese Grenze gerade erreicht.“
**** Mein Eindruck ****
Auch im weiteren Verlauf zeigt das Buch einen feinen, leisen Humor, der mich immer wieder zum Schmunzeln gebracht hat. Der Kontrast zwischen den beiden Protagonistinnen ist dabei einfach herrlich. Darcy ist komplett durchorganisiert, arbeitet als Statistikerin und vertraut auf Zahlen und Fakten, während Elle als Astrologin mit dem Kopf zwischen Horoskopen, Intuition und kreativem Chaos lebt. Ihr Miteinander ist ausgesprochen süß und stark von Gegensätzen geprägt, wobei sich nach und nach zeigt, dass sie sich ähnlicher sind, als es zunächst scheint. Entsprechend knistert es zwischen ihnen, obwohl es sich bereits beim zweiten Treffen nur noch um eine Fake-Beziehung handelt, die vor allem dazu dient, endlich ihre Ruhe vor der Außenwelt zu haben.
Ich habe mich beim Lesen wirklich köstlich amüsiert, dennoch sprang der letzte Funke bei mir nicht vollständig über. Zu lange war ich davon überzeugt, dass beide an zu unterschiedliche Dinge glauben und kaum offen für die Perspektive der jeweils anderen sind. Die Fronten wirkten sehr hart gezogen. Der Fake-Dating-Trope ist hier klassisch umgesetzt, mir fehlte stellenweise etwas kreative Frische, auch wenn ich nach dem eher statischen Anfang zunehmend Freude am Lesen hatte. Besonders positiv war, dass ich unbedingt wissen wollte, wie sich die Geschichte entwickelt, wie die beiden am Ende zusammenfinden und wie aus den anfänglichen Gegensätzen ein echtes Miteinander wird.
**** Empfehlung? ****
Diese queere RomCom setzt auf Fake-Dating, starke Kontraste und bewusst eingesetzte Klischees als Unterhaltungsfaktor. Wer leichte, humorvolle Liebesgeschichten mit Gegensätzen liebt und sich gern treiben lässt, wird hier gut unterhalten.
Written in the Stars
Bewertung (Mitglied der Thalia Book Circle Community) am 08.02.2026
Bewertungsnummer: 3039309
Bewertet: Buch (Taschenbuch)
Das Cover:
Ist klassisch romantisch und trotzdem modern: ein nächtlicher Sternenhimmel, leuchtende Punkte, die Titelgestaltung klar und einladend. Es vermittelt sofort das Gefühl von RomCom mit Herz, besonders die gezeichneten Charaktere mag ich sehr.
Meine Meinung:
Sapphic Romance und Fake Dating? Sign me in. Ich bin ohne große Erwartungen an das Buch gerangetreten und war überrascht, wie viel dieses Buch gleichzeitig kann: es ist witzig, romantisch, weichherzig, aber auch echt nah bei den Figuren. Es ist eine klassische fake-dating-Romance, also darauf muss man stehen.
Im Mittelpunkt stehen Darcy Lowell und Elle Jones.
Darcy ist Versicherungsmathematikerin, bodenständig, analytisch, jemand, der Ordnung liebt und Gefühle eher kontrolliert. Sie ist nach einer Reihe von katastrophalen Blind Dates komplett frustriert und hat eigentlich keine Lust auf Liebe … und ehrlich gesagt auch wnkg auf Elle.
Elle ist das genaue Gegenteil. Sie ist Social-Media-Astrologin, frei, warmherzig und jemand, der an Sternzeichen, Seelenverwandte und große Liebe glaubt. Sie arbeitet mit einem populären Twitter-Account namens „Oh My Stars“, lebt in Metaphern und hat diese ansteckend positive Art.
Der Anfang ihrer Begegnung ist ein klassischer RomCom-Fail: ein Blind Date, das komplett schiefgeht, aber Darcy hat ihrem Bruder erzählt, es sei der Beginn einer wunderbaren Beziehung, damit er endlich Ruhe gibt. Um das Gesicht zu wahren, überredet sie Elle, mit ihr bis Neujahr eine gespielte Beziehung vorzuspielen, beide mit eigenen Bedingungen und keinem echten Plan, was danach passieren soll.
Was im Buch prägnant ist, ist vor allem der Kontrast zwischen diesen beiden Welten: die strukturierte, skeptische Art von Darcy versus die offene, gefühlsbetonte Art von Elle. Ihre ersten Reaktionen aufeinander sind amüsant und ehrlich, die Dialoge oft witzig und bissig. Gerade diese Gegensätzlichkeit sorgt dafür, dass sich ihre Annäherung nicht erzwungen oder gestellt anfühlt.
Die Idee mit der Astrologie wird nicht nur als Gimmick genutzt, sondern zieht sich kreativ durch die Geschichte: sie verbindet, spaltet, bringt Humor und bietet einen wiederkehrenden Rahmen für Reflexionen und Gespräche über Schicksal, Selbstbestimmung und Vertrauen.
Schön waren aber besodners die Familien- und Freundschaftsdynamiken. Beide Frauen haben mit Erwartungen, Traditionen und dem Bedürfnis zu tun, anderen gerecht zu werden. Das macht die Story mehr als nur eine reine RomCom, sie wird dadurch menschlicher, vielschichtiger und greifbarer.
Man merkt, dass die Autorin Witz und Emotion gut balanciert. Die Szenen wechseln zwischen charmanten Momenten, echten Gefühlen und leichten Zweifeln ohne dass es je gekünstelt oder übertrieben wirkt. Die Entwicklung von Darcy von „Ich will keine Liebe“ zu „Vielleicht lohnt es sich doch?“ ist nachvollziehbar und stimmig, und Elle verliert trotz ihrer sonnigen Art nie an Tiefe.
Mein Fazit:
Written in the Stars ist eine Liebesgeschichte, die sich frisch, witzig und warm anfühlt. Es ist nicht überdramatisch, sondern ehrlich, charmant und gut getimt: die perfekte Mischung aus Humor und Gefühl, ohne zu seicht zu sein.
Für mich ein stimmiges, leichtes, aber emotional greifbares RomCom-Erlebnis für alle, die Fake Dating lieben.
Meinung aus der Buchhandlung
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Mit "Written in the Stars" wurde Alexandria Bellefleurs Debütroman von 2020 jetzt erstmals im Deutschen veröffentlicht, mit der Übersetzung von Selena Sylvenstein. Eine Romance mit den klassischen Tropes Fake Dating und Opposites Attract, die an RomComs aus den frühen 2000er erinnert und nebenbei auch lose auf Austens "Pride und Prejudice" basiert. Darcy, eine toughe Businessfrau, die auf keinen Fall eine feste Beziehung starten möchte ist auf einem Blind-Date mit Elle, einer chaotischen Astrologin, die auf der Suche nach ihrem Lieblingsmenschen ist. Das Date läuft katastrophal, doch um Darcys Bruder zu beschwichtigen und sich weiteren Verkupplungsversuchen von ihm zu entziehen, berichtet sie ihm das genaue Gegenteil - das Date war wunderbar und sie ist total verknallt in Elle. Der wiederum verplappert sich Elle gegenüber, die auch noch seine Geschäftspartnerin ist und was daraus entsteht, ist eine Folge von Fake Dates zwischen Darcy und Elle, die natürlich alle rein vorgespielt sind - bis sie es schließlich nicht mehr sind. Mit dieser Romance bekommen Lesende genau das, was sie erwarten. Eine sapphic Lovestory, in die sie eintauchen und mitfiebern können - auch wenn, wie bei altbekannten RomComs, das Ende meist wenig überraschen ist. Der Schreibstil und das Hin und Her der Perspektiven ist teils verwirrend, aber dafür der Benefit of Doubt, da es das erste Buch der Autorin ist und vor über sechs Jahren geschrieben wurde, mittlerweile hat sie mehrere Bücher (im englischen Original) veröffentlicht. Wer also auf der Suche nach solch eine Lektüre ist, ist hier genau richtig. Im Mai wird auch der zweite Band der Reihe auf Deutsch veröffentlicht, wieder von Selena Sylvenstein übersetzt, in dem sich alles um Elles Mitbewohnerin Margot und Olivia dreht. Was mich hier doch einige Punkte der Bewertung kostet, sind das wiederholte Auftauchen von Harry Potter Bezügen, Amazon oder Starbucks. Klar, als 2000er RomCom wenig überraschend, aber vor allem bei Neuerscheinungen (auch Übersetzungen, Aufarbeitung des Stoffes) wurmt es mich besonders, da hier bewusst dafür Platz geschaffen wurde. Einerseits leicht amüsant, dass HP in einer queeren Geschichte vorkommt, andererseits jedoch gar nicht, weil wieder darauf bewusst - und das ist der springende Punkt - Aufmerksam gemacht wird und nun ja, Literatur ist politisch, kritisches Lesen wichtig. Besonders wenn das im Buch nicht thematisiert wird. Muss es ja auch nicht, nur mich störte das massiv. Manche Lesende können hier vermutlich drüberlesen, aber ich hätte diese Punkte gern gewusst, bevor ich in das Buch eintauchte.
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