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Produktbild: Wirf einen Schatten
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Artikelbild von Wirf einen Schatten
Elena Fischer

1. Wirf einen Schatten

Wirf einen Schatten

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119
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Beschreibung

Produktdetails

Family Sharing

Ja

Verkaufsrang

1365

Gesprochen von

Johann von Bülow

Spieldauer

8 Stunden und 6 Minuten

Abo-Fähigkeit

Ja

Erscheinungsdatum

22.07.2026

Hörtyp

Lesung

Fassung

ungekürzt

Medium

MP3

Anzahl Dateien

32

Verlag

Diogenes Verlag

Sprache

Deutsch

EAN

9783257696653

Beschreibung

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Ja

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Johann von Bülow

Spieldauer

8 Stunden und 6 Minuten

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Ja

Erscheinungsdatum

22.07.2026

Hörtyp

Lesung

Fassung

ungekürzt

Medium

MP3

Anzahl Dateien

32

Verlag

Diogenes Verlag

Sprache

Deutsch

EAN

9783257696653

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  • Christian1977

    aus Leipzig

    5/5

    14.08.2026

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Das Gute im Menschen

    Heiligabend, 1963: Joseph hat mit seinem Leben abgeschlossen. Seine Frau Lis hat ihn mit dem gemeinsamen Sohn Samuel verlassen, und auch sein Bauernhof läuft alles andere als gut. Der Abschiedsbrief ist bereits verfasst, das Gewehr liegt in seiner Hand, als es an der Tür klingelt. Davor steht eine junge Frau, die sich Birdie nennt und dringend Hilfe benötigt… So dramatisch und fast weihnachtlich märchenhaft beginnt Elena Fischers neuer Roman “Wirf einen Schatten”, der bei Diogenes erschienen ist. Nach ihrem erfolgreichen Coming-of-Age-Debüt “Paradise Garden” befasst sich die Autorin diesmal vornehmlich mit dem unglücklichen Seelenleben eines mittelalten Mannes. Dass dies ganz hervorragend funktioniert, liegt vor allem an der zauberhaft melancholischen Sprache, die mich von Beginn an nicht losließ. Ich muss gestehen, dass mich der Roman aufgrund seines Klappentextes zunächst gar nicht wirklich interessiert hatte. Dann las ich die Leseprobe mit dem Anfangskapitel und war hin und weg. Wie empathisch Fischer schreiben kann, wie bewegend sie sich Mensch und Natur nähert. Dies habe ich über die gesamten 290 Seiten als wirklich außergewöhnlich empfunden. Dabei ist das Erzähltempo sehr langsam, vielmehr lebt der Roman von seiner Atmosphäre und selbstverständlich von den Figuren. Die Männer heißen Joseph und Heinrich, die Frauen nennen sich Birdie, Lis und Ada. Ein Kontrast und ein gewollter Bruch, der für einen 60er-Jahre-Roman fast schon aufmüpfig wirkt, indem Elena Fischer gekonnt mit den Erwartungen ihrer Leserinnen spielt. Anfangs glaubte ich aufgrund der Namen nämlich, das Setting wäre irgendein Bauernhof in der englischen Provinz und die 60er-Jahre können doch nur ein Fehler sein? Erst nach und nach und mit den Auftritten von Josephs Bruder Johann und seinem Nachbarn Heinrich konnte ich die Handlung Schritt für Schritt in ein deutschsprachiges Bergdorf verlegen. Im Grunde mag der Ort so nebensächlich sein wie das Handlungsjahr. Denn Elena Fischer erzählt eine universell gültige Geschichte, die an das Gute im Menschen glaubt und dadurch gerade in der heutigen Zeit tief bewegt. Fischer wird ihren sich in höchster Not befindlichen Protagonisten im gesamten Buch nicht mehr allein lassen, keine einzige Szene kommt ohne Joseph aus. Dabei sind es eigentlich die Frauen, die ihn dazu bringen, Schritt für Schritt den Lebensmut zurückzugewinnen. Da ist Birdie, die in derselben Situation zu sein scheint wie Joseph und zunächst dringend auf ihn angewiesen ist. Da ist seine Frau Lis, die sich dem Landleben entsagt und als alleinerziehende Frau lieber in die Stadt zieht, dabei aber Joseph letztlich doch nicht aus den Augen verliert. Und da ist vor allem Lis’ Schwester Ada, die eigentliche große Liebe der Hauptfigur, die ebenfalls erstaunlich modern daherkommt und unseren Helden nicht nur mit einem Gedichtband rettet. Neben den offensichtlichen Themen wie Verlust, Familie und Liebe ist das zentrale Motiv von “Wirf einen Schatten” der Unterschied zwischen Tradition und Moderne. Die Männerfiguren sind in der Tradition zu verordnen, wobei sich Joseph nach und nach öffnet. Die Frauen sind nicht nur aufgrund ihrer Namen klare Vertreterinnen der Moderne. Die 1960er-Jahre spielten zudem in der Mechanisierung und Modernisierung der Landwirtschaft generell eine große Rolle und auch Joseph wird am Ende des Buches einen gewaltigen Schritt gehen. Dabei stört es kaum, dass einige Dinge ein wenig konstruiert wirken und man vermutlich kein authentisches Bild der damaligen Gesellschaft gezeigt bekommt. Joseph hat als Bergbauer beispielsweise 1963 ein Telefon, er akzeptiert ohne Wimpernzucken eine lesbische Liebesbeziehung. Elena Fischer zeigt damit konsequent, zu welchen Brüchen sie für diesen Roman bereit ist. Auch die Herangehensweise, Josephs Geschichte in zwei zeitlich auseinander driftenden Strängen zu erzählen, ist letztlich eine gute Entscheidung. Während der Hauptstrang die Leserschaft zusammen mit Joseph auf ein besseres Leben hoffen lässt, verläuft der zweite rückwärts und zeigt damit erst Schritt für Schritt, wie sich Lis und Joseph kennenlernten und wie überhaupt Ada in dessen Leben trat. Insgesamt ist “Wirf einen Schatten” so etwas wie eine wärmende Decke, unter der ich nicht mehr herauskriechen wollte. Ein toller Roman, durch den Elena Fischer auch künftig nicht im Schatten der deutschen Gegenwartsliteratur stehen wird.

  • Bewertung

    Thalia Book Circle Community

    5/5

    08.08.2026

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Innere Erdbeben...

    Joseph ist einsam und hadert mit seinem Schicksal, nicht erst, seit seine Frau Lis mit dem gemeinsamen Sohn in die Stadt gezogen ist, weil sie den Alltag auf dem Hof nicht mehr ausgehalten hat. Wahrlich etwas Besonderes in den Sechzigerjahren auf dem Land. Zum Glück ist da noch Ada, Lis’ ältere Schwester, mit der sich Joseph schon immer sehr verbunden fühlt. Und dann steht plötzlich die 20-jährige Birdie vor seiner Tür, geschwächt und auf der Flucht vor ihrer Familie. Lis, Ada und Birdie – sie werden ihrem eigenen, aber auch Josephs Leben eine ganz neue Richtung geben. (Verlagsbeschreibung) Manche Bücher tun nicht weh, weil sie laut oder dramatisch sind. Sie tun weh, weil sie so still erzählen, dass man irgendwann merkt, wie viel Einsamkeit zwischen den Zeilen steckt. "Wirf einen Schatten“ von Elena Fischer ist für mich genau so ein Buch. Joseph lebt Anfang der 1960er-Jahre auf einem abgelegenen Hof. Seine Frau Lis hat ihn mit dem gemeinsamen Sohn verlassen, und eigentlich ist da nicht mehr viel, das ihn am Leben festhält. Er funktioniert, arbeitet, schweigt – und frisst seine Ängste und seine Verzweiflung in sich hinein. Bis Birdie vor seiner Tür steht. Eine junge Frau auf der Flucht, die selbst Hilfe braucht und dadurch ausgerechnet Joseph wieder ins Leben zurückholt. An ihrer Seite stehen Lis und ihre Schwester Ada – drei Frauen, die auf ganz unterschiedliche Weise wissen, was sie wollen, und die Joseph schließlich helfen, seinen eigenen Weg zu finden. Was mich an diesem Roman besonders beeindruckt hat, ist Elena Fischers Einfühlungsvermögen in ihre Hauptfigur. Joseph ist ein Mann, der Gefühle nicht ausdrücken kann, der nie gelernt hat, über das zu sprechen, was in ihm vorgeht. Und trotzdem gelingt es der Autorin, seine innere Welt sehr unmittelbar erfahrbar zu machen. Gerade weil Joseph als männlicher Protagonist im Mittelpunkt steht, fand ich diese Perspektive bemerkenswert feinfühlig. Doch tatsächlich sind auch Lis, Ada und Birdie wichtige Figuren in dieser Geschichte. Sie stehen nicht nur durch ihre Namen für etwas Modernes und Aufbrechendes – sie verkörpern es auch. Jede von ihnen hat ihre eigenen Verletzungen und ihre eigene Vergangenheit, aber sie haben gelernt, ihr Leben selbst in die Hand zu nehmen. Joseph muss das erst noch lernen. Gemeinsam helfen sie ihm dabei, aus seinem inneren Gefängnis herauszutreten. Besonders gelungen fand ich den Aufbau mit den beiden gegenläufigen Zeitsträngen. Während die Gegenwart chronologisch voranschreitet, bewegen sich die Rückblicke immer weiter zurück in Josephs Vergangenheit. So setzt sich Stück für Stück das Bild eines Mannes zusammen, der lange geglaubt hat, für ihn könne das Leben nur aus Pflichterfüllung und Schweigen bestehen. Diese Erzählstruktur stellt für mich eine der großen Stärken des Romans dar - neben der beeindruckenden Sprache: poetisch, bildhaft und durchzogen von einer steten Melancholie – aber niemals rührselig. Elena Fischer präsentiert hier eine leise Erzählung über Einsamkeit, Verlust, verpasste Chancen und die Möglichkeit eines Neuanfangs. Eine kleine Kritik gibt es allerdings auch: Die Verortung in einem deutschsprachigen Bergdorf der 1960er-Jahre hat für mich nicht durchgehend funktioniert. Manche Figuren und ihr Verhalten wirkten auf mich eher modern als wirklich in dieser Zeit und diesem Umfeld verwurzelt. Auch erschienen mir einige Entwicklungen ein wenig zu konstruiert. Das sind durchaus Punkte, die ich beim Lesen wahrgenommen habe – und trotzdem haben sie mein Leseerlebnis kaum geschmälert. Denn im Grunde wollte ich vor allem Joseph folgen. Joseph, der nie der Mensch sein durfte, der er eigentlich sein wollte. Joseph, der sich selbst kaum kennt, weil er sein ganzes Leben damit verbracht hat, die Erwartungen anderer zu erfüllen. Die drei Frauen machen ihm deutlich, dass er seinen eigenen Weg finden und ihn dann auch gehen muss. Das mag auf den ersten Blick fast ein wenig schlicht wirken. Für mich hat es aber funktioniert – gerade in Verbindung mit der poetischen Sprache und den vielen kleinen, zitierwürdigen Gedanken. Und am Ende wirft Joseph tatsächlich einen Schatten, wie es der Buchtitel fordert. Nicht mehr den Schatten eines Mannes, der sich zurückzieht, schweigt und seine Probleme allein mit sich ausmacht. Er tritt hervor, wird sichtbar. Er wird zu einer Persönlichkeit, wendet sich der Gemeinschaft zu und wird Teil von ihr. Denn eigentlich erzählt dieser Roman keine spektakuläre Geschichte. Es ist vielmehr eine schmerzhafte, stille und sehr bewegende Geschichte über Einsamkeit, Selbstbestimmung, Verletzungen und darüber, dass es manchmal andere Menschen braucht, um wieder zu sich selbst zu finden. Vielleicht ist genau das der Grund, warum ich über die genannten kleinen Schwächen hinwegsehen konnte: Dieses Buch hat mich emotional erreicht. Eine klare Leseempfehlung für einen leisen Roman, der auch noch nach seinem Ende nachhallt. © Parden

  • Bewertung

    5/5

    04.08.2026

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Klasse!

    Mit "Wirf einen Schatten" gelingt Elena Fischer ein Roman, der lange nachhallt. In einer präzisen, poetischen Sprache erzählt sie von Erinnerung, Herkunft und den feinen Verschiebungen menschlicher Beziehungen. Besonders beeindruckend ist, wie unaufgeregt und zugleich eindringlich sie emotionale Tiefe entstehen lässt, ohne sich einfachen Antworten hinzugeben.

  • Ingrid

    Thalia Book Circle Community

    5/5

    03.08.2026

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Ein Protagonist zwischen Pflicht und Sehnsucht

    Der Roman „Wirf einen Schatten“ von Elena Fischer führt zurück zum Heiligabend des Jahres 1963. Statt sich auf das kommende Weihnachtsfest zu freuen, wird der Protagonist Joseph vermutlich allein auf seinem Bauernhof verbringen. Schon auf der ersten Seite spricht sein Kummer aus den Zeilen und der Anlass dafür wird angedeutet: Seine Frau hat ihn verlassen und den gemeinsamen vierjährigen Sohn mitgenommen. Den Hof hat er von seinen Eltern übernommen, die bereits verstorben sind. Wo einst Betriebsamkeit herrschte, ist nun Einsamkeit eingekehrt. Sein Beruf verlangt Joseph täglich einiges ab, doch nun bleibt ihm Zeit darüber nachzudenken, wie er sich seine Zukunft vorstellt. Er fragt sich, ob ihn überhaupt jemand oder etwas ihn vermissen würde und kommt zu einer ernüchternden Antwort. Am tiefsten Punkt seiner Überlegungen klingt es an der Tür. Es ist jedoch nicht die Person, auf die er insgeheim hofft, sondern eine unbekannte junge Frau, die in der Folgezeit einigen Wirbel verursacht. Außerdem lebt seine Schwägerin nur unweit entfernt. Von Beginn an ist spürbar, dass er zu ihr eine besondere Beziehung hat, auch wenn die Hintergründe lange im Dunkeln bleiben. Nach und nach wird deutlich, warum Joseph so sehr mit sich selbst ringt. Bereits als Kind wurde er von seinen Eltern ständig mit seinem Bruder verglichen, meist nicht zu seinem Vorteil. Immer wieder unterbrechen Rückblenden die Gegenwartshandlung und formen das Bild der Lebensvorstellungen seines Vaters, seiner Mutter und seiner Großmutter in den 1920er und späteren Jahren. Eine zweite Erzählebene führt in wechselnden Kapiteln immer weiter in die Vergangenheit. Darin durchlebt Joseph noch einmal die einzelnen Phasen der Beziehung zu seiner Frau bis hin zu ihrem Kennenlernen. Indem die Geschichte rückwärts erzählt wird, schließt sich der anfänglich klaffende Spalt der Trennung immer weiter zu und es wird die unbeschwerte Anfangszeit ihrer Liebe spürbar. Es zeigt sich aber auch, dass Joseph seinen Alltag einfach weitergeführt und nicht daran gezweifelt hat, dass seiner Frau das ländliche Leben gefallen wird, obwohl sie in der Stadt aufgewachsen ist und immer dort gewohnt hat. Joseph ist ein gebildeter und sensibler Mann, der sich den Gegebenheiten und den Erwartungen seines Umfelds angepasst hat. Das Erscheinen der unbekannten jungen Frau in seiner dunkelsten Stunde wirkt zwar konstruiert, setzt jedoch einen entscheidenden Veränderungsprozess in Gang. Insbesondere die weiblichen Hauptfiguren der Geschichte, die Selbstbewusstsein entwickelt haben und sich souverän geben, zeigen ihm, dass man sich aus seiner Rolle lösen kann. In ihrem Roman „Wirf einen Schatten“ lässt Elena Fischer den Zeitgeist des Jahres 1963 wieder aufleben, in der traditionelle Werte noch hochgehalten wurden, aber bereits gesellschaftliche Umbrüche spürbar waren. Mit feinem Gespür für die Zwischentöne zeichnet sie die Gefühle des Protagonisten, der zwischen Pflicht und Sehnsucht mit sich hadert und nach einem Dasein sucht, das er für lebenswert hält. Gerne empfehle ich das Buch weiter.

  • Bewertung

    5/5

    29.07.2026

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Sehr berührend

    Wirf einen Schatten – Elena Fischer „Wann hatte es begonnen, dieses Warten, dieses Sehnen? So oft wurde er nicht, wer er hätte sein können. Er selbst.“ Im Sommer 1963 wird Joseph von seiner Frau Lis und dem Kind verlassen. Sie erträgt das Leben auf dem Bauernhof nicht. Joseph hat keine Energie mehr, er wird von innen aufgefressen. Als er am Weihnachtsabend seine Leben beenden möchte, steht plötzlich eine junge, verwahrloste Frau vor seiner Tür. Er nimmt Birdie, so nennt sie sich, bei sich auf und erfährt Stück für Stück ihre Geschichte. Birdie und Joseph verbringen Silvester zusammen mit Josephs Schwägerin, Ada, sie fassen Vertrauen zueinander. Joseph ist ein trauriger, einsamer Mann, er hat nicht nur den Verlust von Frau und Kind zu verarbeiten, sondern kämpft mit den Erinnerungen an seine Vergangenheit. Diese Vergangenheit ist präsent, sie wird Stück für Stück aufgerollt. Parallel schafft es Joseph, auch durch die Unterstützung der beiden Frauen, seine Schüchternheit und seine Ängste zu überwinden und entdeckt, was er die ganze Zeit verdrängt hat, den Wunsch nach einer großen Liebe und einem selbstbestimmten Leben. Diese Geschichte nimmt uns mit in die Zeit der frühen 60er Jahre, die zwar von Aufbruch geprägt sind, in der aber immer noch konservative, traditionelle Werte gepflegt werden. Ehe, Familie, Beziehungen zwischen Mann und Frau sind durch diese Vorstellungen definiert. Die Frauen in diesem Roman brechen aus diesen Rollenerwartungen aus, sie zeigen Joseph, dass auch er sich befreien kann. Er wird plötzlich sichtbar, „wirft einen Schatten“. Das Buch hat mich sehr berührt, Josephs Geschichte ist nahbar, fühlbar, sein trauriger Alltag, seine Einsamkeit, seine Pflichterfüllung. Parallel dazu seine Zerrissenheit. Die besonderen Frauen an seiner Seite zeigen ihm den Weg. Das ist in jeder Beziehung überzeugend. Sprachlich hat mir das Spiel der Autorin mit den Erzählzeiten befallen. Die Vergangenheit ist für Joseph im Präsens präsent, die aktuelle Zeit wird im Präteritum erzählt. Große Leseempfehlung. Diogenes 2026

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Bewertungen (119)

Unsere Meinungen

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    Birgit

    Thalia M4 Wörgl

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    5/5

    12.08.2026

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    zu Tränen gerührt

    Ein berührender Roman über einen Mann der alles verlor und mit Hilfe einer jungen Frau namens Birdie wieder neuen Lebensmut fasst. Eine wunderbare Geschichte über die Kraft von Liebe, Freundschaft und Poesie.

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Bewertungen (1)

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