Produktbild: Am Rand der Welt
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Am Rand der Welt

12

19,99 €

inkl. gesetzl. MwSt.

Beschreibung

Produktdetails

Format

ePUB

Kopierschutz

Nein

Family Sharing

Ja

Text-to-Speech

Ja

Verkaufsrang

409

Erscheinungsdatum

31.08.2026

Verlag

Pfaueninsel

Seitenzahl

300 (Printausgabe)

Dateigröße

1722 KB

Auflage

1. Auflage 2026

Sprache

Deutsch

EAN

9783691310160

Beschreibung

Produktdetails

Format

ePUB

eBooks im ePUB-Format erlauben eine dynamische Anpassung des Inhalts an die jeweilige Display-Größe des Lesegeräts. Das Format eignet sich daher besonders für das Lesen auf mobilen Geräten, wie z.B. Ihrem tolino, Tablets oder Smartphones.

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  • Sprachkennzeichnung vorhanden
  • Inhalt auch ohne Farbwahrnehmung verständlich dargestellt
  • Landmark-Navigation vorhanden

Verkaufsrang

409

Erscheinungsdatum

31.08.2026

Verlag

Pfaueninsel

Seitenzahl

300 (Printausgabe)

Dateigröße

1722 KB

Auflage

1. Auflage 2026

Sprache

Deutsch

EAN

9783691310160

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  • Philiene

    aus Süsel

    5/5

    31.08.2026

    eBook (ePUB)

    Großartig

    En stilles aber großartiges Buch. Am Rand der Welt spielt an der Nordsee in einem Koog der nach einem der schlimmsten Nazies benannt worden ist. Der Hermann Göring Koog. Die Geschichte beginnt 1935 als die ersten Landwirte in den neu erschaffen Koog ziehen und zunächst unter sehr schweren Bedingungen hier leben. Protagonistin des Buches ist Grete, eine junge Mutter die nicht wirklich glücklich hier ist, nur das Watt lässt sie an diesem Ort Hoffnung schöpfen. Anhand von Grete wird in dem Roman vom Leben der Menschen im Nationalsozialismus erzählt. Von der ersten Freude über die schönen Häuser über ernten Anzeichen das schlimme Dinge geschehen bis hin zu der Zeit als die Männer in den Krieg ziehen und Zwangsarbeiter auf den Hof kommen.. Mir hat der Roman sehr gut gefallen. Er konzentriert sich auf das Wesentliche und erzählt die Geschichte der Menschen die mit der Nordsee leben und das in einer grausamen Zeit. Er erzählt von Missgunst und Menschen die ihre Macht ausnutzen, aber auch das es auch in den dunkelsten Zeiten Menschlichkeit gibt. Ein wirklich gelungener Roman, der mich zum Nachdenken angeregt hat.

  • Shilo

    aus Ulm

    5/5

    30.08.2026

    eBook (ePUB)

    Zwischen Schuld und Liebe

    Gretes Leben an der Nordsee hatte mit den Vorstellungen, die anfangs vielleicht vorhanden waren, wenig zu tun. Der neue Koog bringt harte Arbeit, Unsicherheit und eine Einsamkeit mit sich, die an vielen Stellen spürbar wird. Gerade diese Seiten des Buches wirkten besonders glaubwürdig. Das Meer ist ständig präsent und macht deutlich, wie abhängig die Menschen damals von ihrer Umgebung waren. Vieles dreht sich um eine Entscheidung, die Grete wegen ihrer Tochter Luise trifft. Lange Zeit bleibt die ganze Tragweite davon im Hintergrund. Trotzdem ist immer zu spüren, dass etwas unausgesprochen zwischen den Zeilen steht. Das hat neugierig gemacht und die Geschichte zusammengehalten. Immer wieder wechseln die Kapitel zu Kristine. Während sie sich mit der Vergangenheit ihrer Familie beschäftigt, werden einzelne Puzzleteile zusammengesetzt. Dadurch entstehen Verbindungen zwischen den Generationen, die nach und nach verständlich werden. Niemand in dieser Geschichte ist frei von Fehlern. Die Figuren handeln manchmal aus Angst, manchmal aus Liebe und nicht jede Entscheidung lässt sich sofort verstehen. Das macht sie sehr menschlich. Ihre Sorgen und Zweifel wirken glaubwürdig und geben der Handlung zusätzliche Tiefe. Auch die Landschaft bleibt in Erinnerung. Die Weite, der Wind und die Nähe zum Meer begleiten die Handlung fast durchgehend. Vieles davon ließ sich beim Lesen leicht vorstellen. Nach dem letzten Kapitel blieb nicht eine einzelne Szene besonders hängen, sondern das Zusammenspiel der verschiedenen Lebensgeschichten. Die Verbindung zwischen Großmutter, Tochter und Enkelin entwickelt sich ruhig, aber mit Wirkung. Ein Roman, der ohne große Dramatik auskommt und gerade dadurch lange nachwirkt. 5 Sterne und eine klare Leseempfehlung.

  • Bewertung

    4/5

    09.09.2026

    eBook (ePUB)

    Ende nicht überzeugend

    Ein historischer Roman, der vor allem durch sein ungewöhnliches Setting überzeugt: Der Hintergrund rund um den Hermann-Göring-Koog und die nationalsozialistischen Siedlungspläne ist nicht nur spannend, sondern auch wenig bekannt – zumindest, wenn man nicht aus dem Norden kommt. Gerade dieser Aspekt verleiht der Geschichte eine besondere Tiefe und hebt sie von vielen anderen Büchern des Genres ab. Auch die Perspektive der Frauenfiguren ist gelungen. Sowohl Gretes Geschichte in den 1930er-Jahren als auch die Spurensuche ihrer Enkelin in der Gegenwart greifen interessant ineinander und machen deutlich, wie stark familiäre Vergangenheit nachwirken kann. Der Roman lässt sich dabei sehr flüssig lesen und schafft es, die Herausforderungen des Lebens an der rauen Nordseeküste eindrücklich und nachvollziehbar darzustellen. Allerdings bleibt das Buch inhaltlich hinter seinen Möglichkeiten zurück. Gerade die Entwicklung der modernen Erzählebene wirkt widersprüchlich: Eine selbstständige junge Frau, die sich mit ihrer Familiengeschichte auseinandersetzt, wird am Ende doch wieder auf ein klassisches Liebesnarrativ reduziert – und das sehr abrupt auf den letzten Seiten. Diese Wendung wirkt konstruiert und steht in keinem stimmigen Verhältnis zu dem, was zuvor aufgebaut wurde. Auch die moralische Botschaft, die damit transportiert werden soll, erscheint wenig überzeugend und eher aufgesetzt. Statt die Eigenständigkeit der Figur zu stärken, vermittelt das Ende eine fragwürdige Aussage, die nicht so recht zum restlichen Ton des Romans passen will.

  • Lesenswert

    aus Bielefeld

    4/5

    31.08.2026

    eBook (ePUB)

    Landgewinnung im Nationalsozialismus

    "Am Rand der Welt" von Caroline Bernard ist ein Roman, der überwiegend in der Zeit ab 1935 auf einem Koog an der Nordsee spielt. Grete ist 25 Jahre alt und zieht mit ihrem Mann Johann und den Zwillingen Hans und Luise auf den neu gegründeten Hermann-Göring-Koog. Grete und Johann schuften bis zum Umfallen, immer misstrauisch beobachtet vom Nachbarn und Vorsteher Mommsen. Um nach einem Unglück ihre Tochter zu schützen, trifft Grete eine Entscheidung, für die sie sich ihr Leben lang schuldig fühlt. Als Grete verstorben ist, macht sich ihre Enkelin Kristine auf Spurensuche. Sie hat das Gefühl, dass ihre Oma ihr nie alles über sich erzählt hat. Sie reist zum Koog, um dort mehr zu erfahren, obwohl dort fast niemand mehr aus der alten Zeit lebt. Der Einstieg in den Roman ist mir leicht gefallen. Die Autorin schildert sehr eindrücklich nicht nur den Aufbau eines Koogs und wie dem Meer das Land abgerungen wurde. Sie beschreibt auch das Meer, das Watt und die Naturgewalten, aus denen Grete ihre Kraft immer wieder schöpfen kann. Auch in diesem Roman werden wir aber auch mit den schrecklichen Zeiten Deutschlands konfrontiert, mit Denunziationen, dem Abtransport von Kindern in die Lebensbornheime, aus denen sie nie wieder zurück gekommen sind. Bernard schildert uns Grete als eine starke Frau. Fern der Heimat muss sie sich anpassen, um nicht aufzufallen und sich und ihre Familie zu schützen. Ihre Geschichte macht wieder einmal sehr deutlich, was damals abgelaufen ist und wie Menschen sich das auch zunutze gemacht haben. Insofern waren meine Sympathien sehr schnell eindeutig vergeben.. Ich konnte Grete verstehen in der damaligen Zeit, aber auch als alte Frau. Ihre Enkelin Kristine war mir auch recht sympathisch, allerdings war der Teil um ihre Nachforschungen für meinen Geschmack zu sehr von Zufälligkeiten und der daraus resultierenden Liebesgeschichte geprägt. Da ich als Leserin die wahren Ereignisse aus Gretes Sicht ja bereits kannte, hätte es diesen Teil eigentlich nicht gebraucht. Schade, denn der Teil des Romans um Grete war durchaus beeindruckend und ich habe auch viel daraus gelernt. Wie ein Koog überhaupt entsteht, war für mich absolutes Neuland. Sprachlich hat mir der Roman gut gefallen, Bernard schildert bildhaft und transportiert die Gefühle der verschiedenen Charaktere sehr gut. Mir hätte, wie bereits erwähnt, Greta's Geschichte gereicht, dann wäre sie noch eindrücklicher geworden. Kristines Geschichte war für mich überflüssiges Beiwerk, dafür ziehe ich auch einen Stern ab. Lesenden, die sich für einen Roman interessieren, der in einer völlig anderen Umgebung spielt, kann ich den Roman weiter empfehlen. Allein die Entstehung eines Koogs ist einen Blick ins Buch wert.

  • Eva

    5/5

    06.09.2026

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Geschichte, Meer und starke Frauen

    Am 20. Oktober 1935 kam Hermann Göring auf die Eiderstedter Halbinsel und weihte den nach ihm benannten Koog ein. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde der Ort umbenannt in Tümlauer Koog. Hier spielt Am Rand der Welt. Einen Koog aufzubauen hatte zur Zeit des Nationalsozialismus eine große symbolische Bedeutung. Dem Meer wurde durch schwere körperliche Arbeit Tausende Hektar Neuland abgetrotzt. Das entsprach der Ideologie. Caroline Bernard macht ihre Protagonistin Grete zu einer der ersten Siedler*innen des Tümlauer Koogs. Die Deiche machten eine Besiedelung möglich und hielten die Nordsee, den Blanken Hans, auf Abstand. Im Sommer 1935 zieht sie mit ihrem Mann Johann und den 3-jährigen Zwillingen von Lindewitt bei Flensburg auf die Halbinsel. Das Leben ist ein Kampf, gegen das Salz im Boden, gegen die Stürme, die Einsamkeit und den Schrecken des Krieges, der die Männer von den Höfen holt. Doch wer einmal die Nordsee mit all ihrer unbeschreiblichen Schönheit erlebt hat, der versteht, dass Grete im Watt ihre Kraft wiederfindet. Bei einem letzten Besuch in der alten Heimat im Koog mit Kristine erwähnt Grete eine alte Schuld und lässt ihre Enkelin mit unzähligen Fragen zurück. Kristine beginnt mit der Suche im Koog und erkennt, dass ihr Leben mit dem ihrer Ahninnen stärker verknüpft ist als sie dachte. Die Gegenwart dient als Projektionsfläche, um ein Leben in lebensbedrohlichen Zeiten in seiner Komplexität und Ambivalenz zu erfassen. Caroline Bernard ist eine großartige Erzählerin. Die Nordseeküste wird in all ihren Farben, Gerüchen und Geräuschen lebendig. Sie lässt die unbändige Kraft der Sturmflut gegen den Deich schlagen, macht das Bangen, Hoffen und Harren greifbar. Ganz nah an den Figuren erzählt sie von der grausamen Zeit der ersten Hälfte des unbarmherzigen 20. Jahrhunderts. Grete wird so lebendig, dass es fast unmöglich scheint, dass es sich um eine fiktive Figur handelt. Die Ängste und Nöte Gretes werden spürbar, das Entsetzen gegenüber der grausamen Ideologie und ihrer Vertreter*innen ist beklemmend real. Am Rand der Welt ist eine Liebeserklärung an das Wattenmeer als Kraftort, eine Annäherung an das Thema der weitergereichten Traumata aus der Kriegsgeneration und eine Erzählung von der übermenschlichen Kraft in finsteren Zeiten, sich selbst und die Tochter zu schützen.

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