Nach »Als die Welt uns gehörte« (Deutscher Jugendliteraturpreis 2023) der zweite bewegende realistische Jugendroman über den Zweiten Weltkrieg von Bestsellerautorin Liz Kessler für Leser*innen ab 12 Jahren
Holland, 1942: Die Welt befindet sich im Krieg, die Macht der Nazis wächst von Tag zu Tag, und jüdische Familien sind in großer Gefahr. Die zwölfjährige Mila und ihre ältere Schwester Hannie werden deshalb von ihren Eltern zu einer Familie in Amsterdam geschickt, mit neuen Identitäten und der strikten Anweisung, niemandem zu sagen, dass sie Jüdinnen sind. Aber Hannie will nicht einfach alles stumm ertragen. Sie ist entschlossen, sich zu wehren, und wird als Undercover-Agentin in den niederländischen Widerstand aufgenommen: Geheimname Eisvogel! Mila ahnt nichts von den verborgenen Aktivitäten ihrer Schwester. Doch eines Tages entdeckt sie etwas, das ihr ganzes Leben und das vieler anderer für immer verändern wird …
In zwei parallelen Handlungssträngen verwebt Bestsellerautorin Liz Kessler Themen wie Freundschaft, Mut, Familie, Verbundenheit und die Bedeutung des Nicht-Vergessens zu einem emotionalen und mitreißenden Roman.
Zwei Schwestern, ein tragisches Missverständnis und der Sieg der Hoffnung in düsteren Zeiten
Ein fiktives, aber nicht weniger wahres Schicksal von jüdischen Kindern in den Niederlanden unter deutscher Besatzung
Mitreißender Jugendroman, der zum Nachdenken anregt
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Bewegender und spannender Jugendroman...
Bewertung (Mitglied der Thalia Book Circle Community) am 15.04.2026
Zwischen Vergangenheit und Gegenwart – und dem Mut dazwischen
Christa (Mitglied der Book Circle Community) am 07.04.2026
Bewertungsnummer: 3102569
Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)
Geheimname Eisvogel von Liz Kessler ist ein historischer Jugendroman, der zwei Zeitebenen miteinander verwebt: die Gegenwart, in der eine Enkelin beginnt, Fragen zu stellen, und die Vergangenheit der Grossmutter in den Jahren 1942/1943. Durch diesen Wechsel entsteht eine Geschichte, die Vergangenheit nicht nur erzählt, sondern im Heute spürbar macht.
Die Struktur des Buches ist dabei besonders wirkungsvoll. Was die Enkelin erlebt und entdeckt, steht in engem Zusammenhang mit dem, was ihre Grossmutter in einer Zeit von Krieg, Angst und Unsicherheit durchleben musste. Diese Verbindung verstärkt die emotionale Intensität der Geschichte und macht deutlich, wie sehr Vergangenheit in die Gegenwart hineinwirkt.
Liz Kessler erzählt diese Geschichte mit grossem Einfühlungsvermögen. Es ist ein Buch über Mut und Freiheit – aber auch darüber, was es bedeutet, Entscheidungen zu treffen, wenn die Umstände kaum Spielraum lassen. Die Figuren wirken dabei nahbar und echt, gerade weil ihre Stärke nicht heroisch überhöht ist, sondern aus schwierigen Situationen heraus entsteht.
Was mich besonders berührt hat, ist die Art, wie das Buch zeigt, dass Freiheit nicht selbstverständlich ist. Sie muss geschützt, manchmal sogar erkämpft werden – oft im Kleinen, in persönlichen Entscheidungen. Und gleichzeitig wird sichtbar, wie viel Mut es braucht, sich gegen Angst und Anpassung zu stellen.
Geheimname Eisvogel ist ein sehr berührendes Buch, das Geschichte greifbar macht, ohne laut zu werden. Es erzählt von Vergangenheit und Gegenwart, von Verbindung über Generationen hinweg – und davon, dass Mut oft genau dort beginnt, wo Angst am grössten ist.
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