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Neu

Jetzt beginnt das Leben Roman | Der Nr.-1-Bestseller aus Schweden: Ein faszinierender Roman über das Eintauchen in die Kindheit und darüber, was einen Menschen prägt

10

25,50 €

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Beschreibung

Produktdetails

Verkaufsrang

453

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

20.08.2026

Verlag

dtv

Seitenzahl

352

Maße (L/B/H)

21,1/13,3/3 cm

Gewicht

450 g

Farbe

Dunkellila

Auflage

1. Auflage

Originaltitel

17 juni

Übersetzt von

Hanna Granz

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-423-28579-7

Beschreibung

Rezension

Schulmans neues Buch ist eine Mischung aus Bildungsroman, Mysterythriller und Familiendrama. Und in seiner Einfachheit bemerkenswert komplex. ("Neue Ruhr Zeitung")
Eine mitreißende Familiengeschichte mit originellem Twist. ("Die Presse am Sonntag")
Ein Buch, dem man sich nur schwer entziehen kann. ("Mittelbayerische Zeitung")
Wie man aus schwierigsten Verhältnissen große Kunst schafft – das versteht niemand besser. ("Buchkultur")

Produktdetails

Verkaufsrang

453

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

20.08.2026

Verlag

dtv

Seitenzahl

352

Maße (L/B/H)

21,1/13,3/3 cm

Gewicht

450 g

Farbe

Dunkellila

Auflage

1. Auflage

Originaltitel

17 juni

Übersetzt von

Hanna Granz

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-423-28579-7

Herstelleradresse

dtv Verlagsgesellschaft
Tumblingerstraße 21
80337 München
DE

Email: produktsicherheit@dtv.de

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  • Bianka

    Thalia Book Circle Community

    5/5

    02.09.2026

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Kann man herausfinden, wann alles angefangen hat?

    Kann man herausfinden, wann alles angefangen hat? Man möchte Vidar irgendwann zurufen, dass er aufhören soll. Aufhören, immer wieder diese Nummer zu wählen. Aufhören, sich an diesem einen Tag festzubeißen. Aufhören zu glauben, dass irgendwo am 17. Juni 1986 die Erklärung für alles liegt, was in seinem Leben schiefgelaufen ist. Natürlich hört er nicht auf. Vidar ist Lehrer und nach einem gewalttätigen Vorfall an seiner Schule suspendiert. Was in den entscheidenden Momenten passiert ist, kann er selbst kaum erklären. Dann findet er die alte Telefonnummer des Sommerhauses seiner Familie. Er ruft an. Sein Vater meldet sich. Obwohl er seit Jahren tot ist. Damit könnte Alex Schulman einen Roman über Zeitreisen erzählen. Tut er aber nicht. Zum Glück. Niemand erklärt, warum dieses Telefon funktioniert. Der 17. Juni 1986 ist plötzlich erreichbar, und Vidar beginnt anzurufen. Immer wieder. Das Faszinierende daran ist nicht das Übernatürliche. Es ist, wie schnell diese Möglichkeit zur Besessenheit wird. Denn Vidar hat das Gefühl, dass dieser eine Tag etwas enthält, das ihm fehlt. Eine Erinnerung. Eine Erklärung. Vielleicht den Schlüssel zu der Frage, warum er geworden ist, wie er heute ist. Und während er versucht, seine Kindheit Stunde für Stunde auseinanderzunehmen, macht er in der Gegenwart weiter einen Fehler nach dem anderen. Das fand ich an dem Buch fast interessanter als die eigentliche Geschichte aus der Vergangenheit. Vidar sucht nach dem Ursprung seiner Wut und seines Verhaltens. Aber eine schwierige Kindheit macht ihn nicht automatisch unschuldig. Das Buch zwingt einen deshalb in eine unangenehme Position: Man versteht diesen Mann manchmal. Und gleichzeitig möchte man ihn trotzdem nicht entschuldigen. Diese Spannung zieht sich durch den ganzen Roman. Auch die Gespräche mit seinem jüngeren Ich haben nichts Süßliches. Da sitzt kein erwachsener Mann am Telefon und heilt sein inneres Kind. Er spricht mit einem Jungen, der noch nicht weiß, was aus ihm werden wird. Und als Leser weiß man: Dieser Junge wird irgendwann auf der anderen Seite dieser Leitung sitzen und verzweifelt versuchen herauszufinden, wann genau alles angefangen hat. Vielleicht ist genau das die grausamste Idee in diesem Buch. Dass wir so gerne glauben möchten, unser Leben ließe sich auf einen Ursprung zurückführen. Auf einen Tag. Eine Entscheidung. Eine Verletzung. Aber Menschen funktionieren nicht so ordentlich. Und selbst wenn Vidar irgendwann erfährt, was damals passiert ist, macht diese Erkenntnis nicht automatisch ungeschehen, was aus ihm geworden ist. Alex Schulman hat einen Roman geschrieben, dessen Ausgangsidee zunächst fast fantastisch wirkt, der aber mit jeder Seite unangenehmer real wird. Denn wahrscheinlich kennt fast jeder dieses Bedürfnis, rückwärts auf das eigene Leben zu schauen und irgendwann den Punkt finden zu wollen, an dem alles eine andere Richtung genommen hat. Nur kann man diesen Punkt meistens nicht anrufen.

  • Eva

    5/5

    25.08.2026

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Telefonat in die Vergangenheit, um die Zukunft zu gestalten

    Vidar hat einen Black-out. Beim Versuch, einen Streit unter Schülern zu schlichten, soll er Gewalt angewendet haben. Leider kann er sich an die entscheidenden Momente nicht erinnern. Als ihm bei der Sichtung der Kartons seines verstorbenen Vaters die Telefonnummer des alten Sommerhauses der Familie in die Hände fällt, wählt er die Nummer. Einfach so. Sein Vater hebt ab. In der Vergangenheit. Die Gegenwart wird schrittweise aussichtsloser, Vidar steckt fest, manövriert sich immer weiter ins Unglück. Er ahnt, dass der Schlüssel am 17. Juni 1986 zu finden ist. Elektrisiert vom Anruf in der Vergangenheit wählt er die Nummer immer wieder und beginnt, den 17. Juni zu rekonstruieren. Jetzt beginnt das Leben klingt wie ein Orchester, immer mehr Ebenen kommen hinzu, verdichten sich, erheben sich. Knapp und schmerzhaft prägnant erlebt Vidar einmal mehr den vom Vergessen verschleierten Schrecken der Kindheit, untermalt von familiären Redewendungen. Traumschönes atmosphärisches Erleben wechselt mit manischer Besessenheit, die Sprache spiegelt die vorsichtige Annäherung an das Erkennen. Das Innenleben findet sein körperliches Pendant, immer weiter drängen die Zeitebenen zueinander. Vidar sucht nach einer Möglichkeit, Zugang zu sich selbst zu finden, seltsam distanziert bleibt er vor sich selbst „der Junge“. Er, der sich einen Panzer aus Fantasie zulegt, um der Härte standhalten zu können. Er, der plötzlich fällt, als ein Wort sich wie ein Speer durch die Rüstung bohrt. Feinfühlig, getrieben, unerschrocken schickt Alex Schulmann seinen Protagonisten auf die Suche nach der Wahrheit und sich selbst, bereit, den Schmerz auszuhalten, wie groß er auch sein mag. Die Sprache folgt dem Erzähler, fängt ihn, trägt ihn und verspricht, dass eine Zukunft möglich wird, wenn er sich seine Vergangenheit zurückerobert. Jetzt beginnt das Leben ist eine literarische Komposition, verknüpft ein intensives Psychogramm mit Familiengeschichte und legt den Finger in die Wunde aus der aus Schweigen gewebten Einsamkeit.

  • Anna

    5/5

    24.08.2026

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Die Geschichte eines Traumas

    Aus der Gegenwart ruft Vidar immer wieder Sommerhaus seiner Familie am See an. Jedesmal ist dort der 17.06.1986. Was geschah an diesem Tag? Vidar wirkt regelrecht besessen davon, es herauszufinden. Die ansteigende Spannung erinnert an einen Thriller. Zentrales Thema ist ein verdrängtes Trauma und seine folgenschweren Auswirkungen. Das Sommerhaus am See und die damit einhergehende Idylle stehen im krassen Gegensatz zu der dysfunktionalen Familie mit einer dominanten, alkoholabhängigen Mutter. Als Ich-Erzähler in der Gegenwart wirkt Vidar nahbar, verzweifelt und schonungslos ehrlich. Dies spiegelt sich auch der Sprache wieder, die vertraut wirkt, als würde er einem Freund seine Geschichte erzählen. Oberflächlich betrachtet mag die Geschichte abgefahren klingen, aber es ist die verzweifelte Suche nach der Wahrheit. Sie ist mit emotionaler Wucht geschrieben, sie ist eindringlich und zutiefst erschütternd, die Auflösung umwerfend. Hut ab Alex Schulman. Dieses Buch hat mich in die Knie gezwungen. Ich werde es nie mehr vergessen.

  • Bewertung

    4/5

    30.08.2026

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Trauma, frühkindliche Erfahrungen

    Ich beschäftige mich beruflich - und auch privat schon lange mit Traumata - und frühkindlichen Erfahrungen, die uns zu den Menschen machen, die wir heute sind. In diesem Buch geht es genau darum - was braucht es, um uns zu entwickeln. Welche positiven und negativen Erfahrungen? Vidar ist Erwachsen, Lehrer - und in einen Streit involviert. Er scheint nicht richtig gehandelt zu haben, seinen Schüler grob angefasst - und seit dem suspendiert. Grundlage ist schon mal okay - doch was dann passiert, klingt seltsam - ist es auch. Er findet eine Telefonnummer, an die er sich gut erinnern kann. Diese passt zu dem Haus, das er als Kind bewohnt hat. Als er anruft, passiert etwas seltsames: am Telefon ist nicht nur sein bereits verstorbener Vater, sondern auch er selbst . und seine Mutter - und das im Jahr 1986. Eine Zeitreise mittels Telefon, also in modern. Eine spannende Geschichte, die gut erzählt wurde - und mich von Beginn an gefesselt hat. Sprachlich toll geschrieben, kann man fast nicht aufhören- man will wissen, was passiert ist.

  • Bewertung

    5/5

    20.08.2026

    Hörbuch (Audio)

    Ein grandioses Werk

    Ein tolles Hörbuch, das voller Überraschungen steckt. Der Sprecher versteht es, dem Ganzen Leben einzuhauchen und ich war wie gebannt von der Geschichte rund um Vidar und sein Leben. Nach einem gewalttätigen Vorfall an der Schule wird Vidar von seinem Dienst als Lehrer suspendiert. Zuhause findet er in einem alten Karton die Telefonnummer ihres damaligen Sommerhauses. Ein Anruf dort lässt ihn in die Vergangenheit reisen. Sein längst verstorbener Vater hebt ab. Ab diesem Tag wählt er immer wieder diese Nummer und landet immer wieder beim selben Tag. Was hat das zu bedeuten? Kann ihm das vielleicht helfen seine jetzige Situation zu verstehen? Alex Schulmann nimmt uns mit auf eine außergewöhnlich Reise in die Vergangenheit. Viele haben sich wohl schon mal vorgestellt mit ihrem alten Ich zu sprechen. Dadurch vielleicht die Vergangenheit besser verstehen zu können. Für Vidar wird es zur Realität, doch auch er beginnt mit der Zeit, an seinem Verstand zu zweifeln. Er taucht immer tiefer ein in die Recherchen zu diesem einen außergewöhnlichen Tag seiner Kindheit. Er droht, sich darin zu verlieren. Doch es ist sein einziger Halt in der Zeit der Suspendierung. Die Story hat mich sofort gefesselt und ich habe dem Sprecher gebannt gelauscht. Dieser Roman ist ein großartiges Werk und hat mich in vielen Dingen positiv überrascht.

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Bewertungen (10)

Unsere Meinungen

  • Zum Bewerterprofil von Johannes Altenberger

    Johannes Altenberger

    Thalia Salzburg – Europark

    Buchhändler*in

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    5/5

    17.08.2026

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Anruf in der Kindheit

    Erstaunlich, wie sich das Bild so nach und nach zusammensetzt, so wie ein riesiges Puzzle. Beide Handlungsstränge sind auf ihre eigene Art verbunden, dass keiner ohne den anderen sein kann und beide gleichzeitig aufgelöst werden. Der Roman war für mich sowohl aufwühlend emotional als auch fesselnd und unterhaltsam mit Sogwirkung. Alex Schulman zeigt wie sehr die Schatten der Vergangenheit, oder vielmehr der Kindheit, Einfluss auf die Gegenwart nehmen können. Ein Buch, das in Erinnerung bleibt.
  • Zum Bewerterprofil von Sigrid Klonner

    Sigrid Klonner

    Thalia Salzburg – Europark

    Buchhändler*in

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    4/5

    25.08.2026

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    schöne Erzählung über das Vergangene in der Gegenwart

    Axel Schulmann gelingt eine Erzählung über die Kindheit, die uns im Erwachsenenleben immer noch einen Strich durch die Rechnung machen kann, wenn etwa traumatische Erlebnisse nicht aufgearbeitet werden. Ein schöner Einfall ist der Anruf an einem Tag in der Vergangenheit und wie die Hauptfigur die Telefonate nutzt. Die Geschichte in der gegenwärtigen Zeitlinie ist wirklich verzwickt und nimmt am Ende noch eine Wendung und ist außerdem sehr stimmig mit der 80er-Zeitlinie verknüpft. Diese Geschichte ist eine Parabel darauf, das das Vergangene nicht vergehen kann, wenn man es nicht kennt und nicht ansieht bzw. anhört. Ein schönes, manchmal liebevoll-skurril anmutendes, aber auch sehr aufwühlendes Buch, das ich gern gelesen habe.

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