Jetzt beginnt das Leben
Roman | Der Nr.-1-Bestseller aus Schweden: Ein faszinierender Roman über das Eintauchen in die Kindheit und darüber, was einen Menschen prägt
Der Nr.-1-Bestseller aus Schweden: Ein faszinierender Roman über das Eintauchen in die Kindheit und darüber, was einen Menschen prägt
Ein Mann telefoniert mit seiner Vergangenheit
Vidars Leben ist aus den Fugen geraten. Nach einem gewalttätigen Vorfall in der Schule wird er vom Lehrdienst suspendiert. Als er zu Hause zufällig die Telefonnummer des alten Sommerhauses der Familie findet, wählt Vidar aus einer Laune heraus die Nummer. Es meldet sich sein Vater, der längst tot ist. Bald versteht Vidar: Am anderen Ende der Leitung ist immer der 17. Juni 1986, ein Tag aus seiner Kindheit. Es öffnet sich eine Falltür in die Vergangenheit. Anruf für Anruf versucht Vidar, jeden Schritt seiner Familie an diesem Tag nachzuvollziehen. Er überschreitet eine Grenze nach der anderen. Und während sich der Tag seiner Kindheit langsam auflöst, zieht sich die Schlinge in der Gegenwart immer enger zu.
»Es ist, als hätte alles, was Alex Schulman zuvor geschrieben hat, den Weg für diesen Roman geebnet.« Gefle Dagblad
Kundinnen und Kunden meinen
4.7/5.0
Lesepartie
Thalia Book Circle Community
5/5
25.10.2026
Buch (Gebundene Ausgabe)
Intensiv
Vidar ist Lehrer. Doch momentan ist er suspendiert, weil er eine Schlägerei unter Schülern schlichten wollte und dabei einen Schüler verletzt haben soll. In seiner freien Zeit beginnt er Sachen zu sortieren. Dabei findet er das alte Telefonbüchlein seines Vaters, in dem die alte Nummer des Sommerhauses steht. Aus einer Laune heraus wählt Vidar die Nummer und am anderen Ende meldet sich sein verstorbener Vater. Vidar legt verunsichert auf, versucht es jedoch am nächsten Tag noch einmal. Wieder landet er in der Vergangenheit. Schnell findet Vidar heraus, dass es sich bei jedem Anruf um den 17. Juni 1986 handelt. Akribisch beginnt er den Tag zu rekonstruieren. Während in der Gegenwart seine berufliche Zukunft auf dem Spiel steht, wird Vidar das Gefühl nicht los, dass die Lösung seiner Probleme in der Vergangenheit liegt.
Vidar ist ein unauffälliger Mann, mittleren Alters. Nun steht er im Fokus einer polizeilichen Ermittlung, weil er einen Schüler schwer verletzt haben soll. Zu Beginn des Romans scheint dieser Vorwurf ungerecht zu sein. Ebenso scheint auch der 17.Juni 1986 ein bedeutungsloser Tag gewesen zu sein. Im Laufe der Geschichte kommen immer mehr Ungereimtheiten ans Licht, sowohl was die Schlägerei als auch den 17. Juni betrifft.
Der Roman hat mich gleich von Beginn an gepackt. Vidars Familie macht zuerst einen sehr durchschnittlichen Eindruck, nur langsam erkennt man, dass es tiefliegende Probleme innerhalb des familiären Sommeridylls gibt. Auch die Verknüpfung zu Vidars gegenwärtigen Problemen, erschließt sich erst gegen Romanende. Die Geschichte beschreibt in einem ruhigen, intensiven Erzählstil die Aufarbeitung einer furchtbaren Kindheitserinnerung, die lange verschüttet war und durch Zufall freigelegt wird.
Mich hat die Geschichte des Romans sehr beschäftigt. Ein sehr gutes Buch!
hamburg.lesequeen
aus Bargfeld-Stegen
5/5
16.10.2026
Buch (Gebundene Ausgabe)
Ein tolles Buch!
JETZT BEGINNT DAS LEBEN
Alex Schulman
ET: 20.08.26
Vidar ist Lehrer an einer Schule in Stockholm. Nachdem er bei einer Schlägerei zwischen zwei Schülern eingegriffen und die Jungen getrennt hat, wird er vom Dienst suspendiert. Er selbst sieht keine Schuld bei sich, doch dann taucht ein Video auf, das ihn schwer belastet.
Zu Hause fällt ihm ein Umzugskarton seines verstorbenen Vaters in die Hände. Darin entdeckt er ein altes Notizbuch mit der Telefonnummer des früheren Sommerhauses der Familie am See. Spontan ruft er dort an und tatsächlich meldet sich sein verstorbener jüngerer Vater. Von da an wiederholt Vidar dieses Ritual täglich. Es fühlt sich an, als hätte er eine Falltür in die Vergangenheit gefunden. Als er eines Tages zu einer anderen Uhrzeit anruft, meldet sich plötzlich sein jüngeres Ich. Nach und nach begreift er, dass am anderen Ende der Leitung immer derselbe Tag ist: der 17. Juni 1986.
Was als Spiel beginnt, bei dem Vidar versucht, jede Minute im Leben seiner Familie an dem Tag zu rekonstruieren, entwickelt sich zu einer Manie, die zunehmend zur Besessenheit wird. Gleichzeitig zieht sich auch in seinem eigenen Leben die Schlinge immer enger zu, denn er überschreitet Grenzen, die er nicht hätte überschreiten dürfen.
Alex Schulman hat erneut einen fantastischen Roman geschrieben. Obwohl die Geschichte ganz anders ist als seine bisherigen Bücher, finden sich vertraute Motive: das Sommerhaus, eine alkoholkranke und wenig herzliche Mutter und Eltern, deren Alltag von Streit geprägt ist. Wie gewohnt legt Schulman Schicht für Schicht frei, bis sich die ganze Tragweite der Geschichte erst im letzten Kapitel erschließt.
Fazit:
Ein psychologisches Familiendrama, das so spannend ist, dass ich das Buch kaum aus der Hand legen konnte. Und das Ende ist wieder einmal so gut wie in seinem ersten Roman „Die Überlebenden“.
5/5
Eine riesengroße Leseempfehlung!
Kwinsu
aus Salzburg
5/5
04.10.2026
Buch (Gebundene Ausgabe)
Zurück in die Zukunft
Lehrer Vidar wird suspendiert, nachdem er bei einem Schülerkonflikt ungewohnt grob dazwischengeht. Er kann sich nicht erklären, was genau geschah, sieht ungläubig die ihm vorgelegten Bilder der heftigen Verletzungen des Schülers, hat keine Erinnerung daran, was hier passiert sein könnte. Als er so vor sich hin sinniert, fällt ihm eine Telefonnummer aus seiner Vergangenheit in die Hände: jene des Ferienhauses seiner Kindheit. Er probiert einfach mal dort anzurufen - und dann geschieht das Unglaubliche: sein verstorbener Vater geht ans Telefon. Es beginnt eine familiäre Spurensuche, die absurd, manisch und auf schräge Weise auch humorig zugleich ist.
Dass Alex Schulman ein äußerst talentierter Autor ist, zeigt sein bisheriger internationaler Erfolg. Seine Bücher weisen stets einen großen autobiographischen Bezug auf, sein Schreiben scheint eine Art Selbsttherapie zu sein, das schonungslos tiefe Verletzungen, Misshandlungen und Vernachlässigungen aufzeigt, ohne dabei theatralisch zu werden. Bei "Jetzt beginnt das Leben" kommt diese autobiographische Note erst schleichend zu Tage. Die surreale Note, die durch die Telefonate in die Vergangenheit erzeugt wird, lässt einen den Roman nicht gleich einordnen. Ist das jetzt etwas Witziges wie "Und täglich grüßt das Murmeltier"? Jedenfalls landet Vidar mit seinen Telefonaten - wie sich schnell zeigt - stets am selben Tag: dem 17. Juni 1986. Akribisch führt er Buch über seine Gespräche mit der Vergangenheit, versucht, den Tag in seinem Geschehen zu rekonstruieren, denn irgendetwas Bedeutendes ist an diesem Tag passiert, nur weiß er auch hier nicht, was das genau gewesen sein sollte. Seine Gesprächspartner sind sowohl der Vater, als auch die Mutter, seine Schwester und auch: sein kindliches Ich - und im Laufe des Tages scheint dieses immer verstörter zu sein.
Während sich der Telefonattag immer und immer wieder zu wiederholen scheint, läuft Vidars Gegenwart weiter. Er ist nicht nur in der Aufarbeitung dieses Tages manisch, sondern will auch auf Biegen und Brechen herausfinden, warum er dem Schüler gegenüber so aggressiv geworden ist. Trotzdem er aufgrund der gegen ihn laufenden Ermittlungen gewarnt wird, sich dem Schüler nicht mehr zu nähern, stellt er ungeschickte Versuche an, mit diesem zu reden, um die Leere in seinem Kopf zu beseitigen. Schlussendlich ahnt Vidar, dass vielleicht alles mit allem zusammenhängen mag.
Der Schreibstil des Autors ist sehr sachlich und nüchtern, aber unglaublich in den Bann ziehend. Ich habe das Buch kaum weglegen können, so fasziniert war ich von dieser schrägen, etwas abstrusen und doch sehr berührenden Geschichte. Die ganze Tragweite einer schlimmen Kindheit, stellt sich erst im weiten Verlauf des Buches ein und tritt vollends zutage, wenn das Buch beendet ist. Die besondere Kunst an diesem schriftstellerischen Werk ist, dass die grundsätzlich surreale Begebenheit mit den Telefonaten in die Vergangenheit für mich relativ rasch eine Unerstaunlichkeit bekommt; eine Selbstverständlichkeit, die ich schnell als nicht mehr ganz zu abwegig empfunden habe - sie schnell für voll nahm. Und dann ist da dieser unterschwellige Humor, der mich ob seiner Schrägheit oft schmunzeln ließ. Es fallen einfache Sätze, die trotz ihrer Unauffälligkeit einen treffenden Status Quo der gesellschaftlichen Verhältnisse aufwerfen. "Wenn die Hölle etwas von dir will, ruft sie mit unterdrückter Nummer an." (S. 125) Die Beharrlichkeit - in wirklich jeder Hinsicht - die der Protagonist aufweist, ist zwar irgendwie manisch, belohnt ihn aber schlussendlich mit einer Art von Gerechtigkeit. Auch wenn die Hauptfigur nie ganz zugänglich wird, trifft sie einen doch irgendwie ins Herz.
Mein Fazit: "Jetzt beginnt das Leben" ist ein großartiges Buch, dass durch eine Prise Verrückt- und Schrägheit, nüchterne Erzählweise und eine intensive Spurensuche in der Vergangenheit besticht und einen von der ersten bis zur letzten Seite im Bann hält. Es ist traurig, schwarzhumorig, berührend und irritierend zugleich und wird sicher einen Dauerplatz in meiner Bestenliste des Jahres 2026 sowie in meinem Bücherregal finden.
Literaturhexle
aus Baden-Württemberg
5/5
29.09.2026
Buch (Gebundene Ausgabe)
Rückblenden in die Kindheit
Wer bereits Romane von Alex Schulman gelesen und sich mit seiner Vita beschäftigt hat, weiß, dass der Autor autofiktionale Stoffe in seinem Werk verarbeitet. So könnte es auch hier sein, denn Dreh- und Angelpunkt ist das gestörte Verhältnis zwischen dem Sohn und seiner alkoholabhängigen Mutter.
Vidar ist längst erwachsen, hat ein intaktes soziales Umfeld und arbeitet als Lehrer in einer schwedischen Mittelschule. In einer Schulpause kommt es zum Eklat: Vidar muss prügelnde Schüler voneinander trennen. Dabei packt er den Delinquenten Mellberg zu grob an. Der Teenager leistet Widerstand und beschwert sich – Vidar bricht in Tränen aus und erleidet einen Blackout: er kann sich an keine Details zum Hergang mehr erinnern. Es gibt zahlreiche Handy-Videos, die den Vorfall erfassen und zu Vidars Beurlaubung vom Schuldienst führen. Dieser wiederum rätselt, was sein emotional ungewohntes Verhalten konkret ausgelöst haben könnte und vermutet einen Trigger aus der Vergangenheit.
Die Suspendierung schenkt Vidar Zeit, um Erinnerungslücken zu füllen und in Erinnerungen zu forschen. Dabei fällt ihm die alte Telefonnummer zum Ferienhaus in die Hände, in dem er als Kind viele Sommer gemeinsam seiner Familie verbrachte. Vidar wählt aus einer Laune heraus die Nummer und erreicht seinen längst verstorbenen Vater. Später spricht er auch mit seiner Mutter, der Schwester und seinem eigenen kindlichen Ich. Es stellt sich heraus, dass Vidar immer an demselben Tag anruft, am 17. Juni 1986, als er neun Jahre alt war. Irgendein Schlüsselerlebnis fand genau an diesem Tag statt, um das sich familiäres Schweigen hüllt und das sich seinem eigenen Bewusstsein entzieht. Mit Hilfe der Anrufe und gezielter Nachfragen versucht Vidar, den Tagesablauf zu rekonstruieren und den Grund für seinen Aussetzer zu finden.
Auch in der Gegenwart lässt den Lehrer der Aufklärungsdrang nicht los. Er will eine Auflösung erzwingen, indem er wiederholt den Schüler Mellberg aufsucht. Vidar widersetzt sich den Ratschlägen der Polizei sowie einer befreundeten Kollegin. An seiner Wohnzimmerwand entsteht nach und nach ein verwirrendes „Fahndungsnetz“ mit Hinweisen, Erinnerungen und Ergebnissen seiner Recherchen.
Akribisch werden immer mehr Puzzlesteine aus Vidars Kindheit in einem dysfunktionalen Umfeld zusammengetragen. Man bekommt den Eindruck, dass seine Besessenheit ungesunde Ausmaße annimmt, was dem Roman eine kontinuierliche subtile Spannung verleiht. Den möglichen Verlust seines Arbeitsplatzes nimmt Vidar dabei billigend in Kauf, er gerät zunehmend in eine Art Rausch.
Schulman schreibt sachlich, findet aber beeindruckend starke Szenen, Sätze und Bilder, die das Verhandelte auf intensive Weise transportieren. Der Roman wird von einer unaufdringlichen Symbolik durchzogen. Ebenso wie Vidar selbst lauert man als Leser auf weitere Antworten, die das erlittene Trauma erhellen. Während des Lesens wird man zwischen Verständnis und Irritation hin- und hergeworfen. Schulman konstruiert keine Helden, sondern vielschichtige Figuren mit Ecken und Kanten
Ich gestehe, dass ich zunächst Schwierigkeiten mit den surrealen Telefonaten in die Kindheit hatte. Sie sind ein interessantes Stilmittel, denn wer würde nicht gern mit seinem alten Ich in Verbindung treten? Auch wenn ich generell Schwierigkeiten mit magischem Realismus habe, konnte mich dessen Einsatz in diesem Fall überzeugen. Schulman versteht es dadurch, die zwei Zeitebenen sinnvoll zu verknüpfen.
„Jetzt beginnt das Leben“ ist ein fesselnder, psychologisch fein austarierter Roman, der eindrucksvoll belegt, wie stark erlittene Traumata lebenslang fortwirken. Er eignet sich bestens für Lesekreise und wurde stimmig von Hanna Granz aus dem Schwedischen übersetzt.
Dajobama
5/5
24.09.2026
Buch (Gebundene Ausgabe)
Anruf in der Vergangenheit
Jetzt beginnt das Leben – Alex Schulman
Wieder ein spannender, beeindruckender Roman dieses schwedischen Autors.
Vidar ist nach einem Vorfall von seiner Tätigkeit als Lehrer von der Schule freigestellt. Aus einem Impuls heraus ruft er die Nummer des Ferienhauses seiner Kindheit an – und siehe da, sein Vater ist am Apparat. Vidar taucht ein in eine vergangene Welt. Er ruft täglich an, in der Vergangenheit ist immer der 17. Juni 1986, und rekonstruiert diesen Tag Stück für Stück. Dabei bleiben hartnäckige Flecken im Dunkeln, die sich nicht auflösen lassen wollen. Was ist damals wirklich passiert?
Es gibt Parallelen zwischen den beiden Handlungsebenen. Hier wie dort hat Vidar größere Erinnerungslücken. In der Gegenwart handelt er impulsiv und leichtsinnig, teilweise geradezu manisch. Als Leser muss man sich die Frage stellen, ob dieser scheinbar angeschlagene Mann denn überhaupt vertrauenswürdig ist, oder bildet er sich diese Anrufe in der Vergangenheit vielleicht bloß ein?
Diese Art und Weise bruchstückhaft aus einzelnen Telefonaten und Erinnerungsfetzen eine Geschichte, die Jahrzehnte in der Vergangenheit liegt, zu erzählen, ist zweifellos faszinierend. Wie ein Puzzle setzen sich die Teile erst nach und nach zusammen. Vidar telefoniert ins Ferienhaus und hat mal den Vater, mal die Mutter, die Schwester und zunehmend auch sich selbst am Apparat. Das Geschehen wird so auch aus unterschiedlichen Blickwinkeln beleuchtet und vor allen Dingen wird so die Vielschichtigkeit der innerfamiliären Beziehungen deutlich. Wie so oft gibt es nicht den/die Eine/n Schuldige/n, sondern es ist ein Zusammenspiel aus mehreren Faktoren, die schließlich zu Kindheitstraumata werden.
In dieser tiefgründigen Geschichte steckt so einiges drin, worüber es sich nachzudenken lohnt. Schulmans gewohnt eingängig fesselnder Schreibstil lässt volle Konzentration auf die Verkettungen der Handlung zu.
Wunderbar! 5 Sterne
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5/5
04.09.2026
Buch (Gebundene Ausgabe)
Kindheit im schwedischen Sommerhaus
Würden wir gerne einmal mit unserer Vergangenheit sprechen und wollen wir wirklich wissen, was sie uns zu sagen hat?
Alex Schulman verwandelt ein Telefon in eine Falltüre zur Kindheit und kreiert daraus einen bemerkenswert komplexen Roman über Erinnerung, Gewalt und die verzweifelte Hoffnung, irgendwo in der Vergangenheit eine Erklärung für die vielen offenen Fragen für sein gegenwärtiges Ich zu finden.
Originelle Grundidee mit emotionaler Sogwirkung, weil es ein simples, aber meisterhaftes Gedankenexperiment nutzt, um tiefen psychologischen Fragen nachzugehen. Brilliant!
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5/5
17.08.2026
Buch (Gebundene Ausgabe)
Anruf in der Kindheit
Erstaunlich, wie sich das Bild so nach und nach zusammensetzt, so wie ein riesiges Puzzle. Beide Handlungsstränge sind auf ihre eigene Art verbunden, dass keiner ohne den anderen sein kann und beide gleichzeitig aufgelöst werden.
Der Roman war für mich sowohl aufwühlend emotional als auch fesselnd und unterhaltsam mit Sogwirkung.
Alex Schulman zeigt wie sehr die Schatten der Vergangenheit, oder vielmehr der Kindheit, Einfluss auf die Gegenwart nehmen können.
Ein Buch, das in Erinnerung bleibt.
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4/5
25.08.2026
Buch (Gebundene Ausgabe)
schöne Erzählung über das Vergangene in der Gegenwart
Axel Schulmann gelingt eine Erzählung über die Kindheit, die uns im Erwachsenenleben immer noch einen Strich durch die Rechnung machen kann, wenn etwa traumatische Erlebnisse nicht aufgearbeitet werden. Ein schöner Einfall ist der Anruf an einem Tag in der Vergangenheit und wie die Hauptfigur die Telefonate nutzt. Die Geschichte in der gegenwärtigen Zeitlinie ist wirklich verzwickt und nimmt am Ende noch eine Wendung und ist außerdem sehr stimmig mit der 80er-Zeitlinie verknüpft. Diese Geschichte ist eine Parabel darauf, das das Vergangene nicht vergehen kann, wenn man es nicht kennt und nicht ansieht bzw. anhört. Ein schönes, manchmal liebevoll-skurril anmutendes, aber auch sehr aufwühlendes Buch, das ich gern gelesen habe.
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