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Besser als nie Roman | Eine Stadt im Ausnahmezustand – es wird wieder »Grenzgang« gefeiert

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Beschreibung

Produktdetails

Verkaufsrang

39066

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

21.07.2026

Verlag

Suhrkamp

Seitenzahl

490

Maße (L/B/H)

20,9/13,3/4,2 cm

Gewicht

617 g

Farbe

Graublau / Tabak

Auflage

1

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-518-43313-3

Beschreibung

Rezension


»[Thome] fächert geschickt ein Panorama kleinstädtischer Verbindungen, Interessen und Intrigen auf.« ("Tages-Anzeiger")
»[E]ine kluge Gesellschaftsanalyse ...« ("Kleine Zeitung")
»Ein Gesellschaftsroman, der die großen Fragen der Gegenwart im Mikrokosmos der Kleinstadt verhandelt.« ("Dresdner Morgenpost")
»[Ein] farbiges Kaleidoskop. Thome legt es als elegantes Konstrukt an, aus unterschiedlichen Perspektiven, gespickt mit Rückblicken, die die Vorgeschichte aus „Grenzgang“ wie beiläufig einflechten.Eine große Stärke sind zudem die klaren, tiefgehenden Dialoge, in denen die Charaktere miteinander um ihre Positionen ringen ...« ("Weser-Kurier")
»Stephan Thome ist, das zeigt er in diesem Roman erneut mit viel Gespür, ein Spezialist für die kritische, aber auch liebevolle Zeichnung von Menschen im nicht-großstädtischen Hier und Jetzt.« ("Deutschlandfunk Kultur")
»Es geht um Veränderungsprozesse in diesem Roman, darum, etwas zu tun, anstatt es zu lassen. Sein Thema ist in erster Linie Zuwendung, Versöhnung und Akzeptanz und ein Loslassen mit Blick auf einen wie auch immer gearteten Neubeginn. Dafür, das wird in diesem tiefgründigen Buch deutlich, ist es nie zu spät.« ("hr2")
»Es sind ganz ganz lebendige Figuren, die Thome da schildert. Das hat mir sehr gut gefallen. ... Der Roman ist vielschichtig und er erzählt von dem bürgerlichen, kleinstädtischen Milieu mit einem verschmizten Lächeln, ohne sich lustig zu machen.« ("rbb")
»Thome ist ein so präziser Erzähler, dass er sich dabei als Stilist nicht aufreiben muss. Er schreibt geradeaus. ... Besser als nie dokumentiert ..., wie klar man sich über die schwebenden, ambivalenten Dinge des Lebens und der gesellschaftlichen Debatten verständigen kann. Könnte.« ("Frankfurter Rundschau")
»Einmal mehr erweist sich Stephan Thome als Meister des Dialogs und des universellen Dorfromans, in dem die zentralen Fragen unserer Gegenwart in einem Mikrokosmos zusammengefasst werden ...« ("NDR Kultur")

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Verkaufsrang

39066

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

21.07.2026

Verlag

Suhrkamp

Seitenzahl

490

Maße (L/B/H)

20,9/13,3/4,2 cm

Gewicht

617 g

Farbe

Graublau / Tabak

Auflage

1

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-518-43313-3

Herstelleradresse

Suhrkamp Verlag
Torstraße 44
10119 Berlin
DE

Email: info@suhrkamp.de

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  • Nele33

    5/5

    16.08.2026

    Hörbuch-Download (MP3)

    Hörgenuss

    Mit "Besser als nie" hat Stephan Thome eine mehr als gelungene Fortsetzung zu seinem Roman "Grenzgang" veröffentlicht. Auch hier spielt wider der fiktive Ort Bergenstadt und sein traditionelles Volksfest der Grenzgang die Hauptrolle. Die für das Hörbuch ausgewählten Sprecher*innen Claudia Michelsen, Harald Schrott, Luise Wolfram, Timur Işık, Achim Buch, Viola Müller, Maria Hartmann und Chantal Buss geben der Geschichte eine außergewöhnliche Lebendigkeit. Da der "Mohr" de Grenzgang anführt entfacht eine Debatte über die Bedeutung des Mohren, die teilweise mehr als skurrile Formen annimmt. Wie von Thome gewohnt nimmt er sich in seinem Roman wieder aktuelle Themen an, die mehr als Grenzgängig zu sein scheinen. Es geht um politische Zusammenhänge, die Flüchtlingskrise, Familienkonstrukte, die schwer zu durchschauen sind. Dabei bleibt der Autor seinen prägnanten und klaren Schreibstil treu, sodass ich einen guten Einblick in das "idyllische Dorfleben" abseits des Großstadtlebens bekommen habe. Der schwarze Humor und die Satire die dahintersteckte haben es mir sehr angetan und ließen mich trotz der Schwere der Thematik häufig schmunzeln. Ein absoluter Hörgenuss.

  • Eternal-Hope

    aus Österreich

    5/5

    03.08.2026

    Hörbuch-Download (MP3)

    Multiperspektivisch

    Im Jahr 2009 hat der Autor Stephan Thome sein Romandebüt "Grenzgang" veröffentlicht, in dem er anhand des Anlasses des Grenzgang-Festes in einer hessischen Kleinstadt aktuelle gesellschaftliche Themen und Konfliktfelder aufgezeigt hat. Nun folgt 17 Jahre später eine Art Fortsetzung: auch in "Besser als nie" geht es wiederum um eine Grenzgang-Fest in einer hessischen Kleinstadt und die gesellschaftlichen Herausforderungen, die der Umgang damit aufzeigt. Da geht es zum Beispiel um die Frage, inwieweit es legitim ist, alte Traditionen zu bewahren, wenn diese bedeuten, dass Frauen keine Reiterinnen sein dürfen. Und so etwas im Jahr 2026! Obwohl sich kaum genug Männer für die Tradition finden! Aus den Perspektiven verschiedener Figuren entwickelt sich das Geschehen. Besonders gut hat mir gefallen, dass der Audioverlag bei der Erstellung des Hörbuches keine Kosten und Mühen gescheut hat, und nicht etwa, wie bei vielen anderen Hörbüchern, alles von einer Person mit teilweise verstellter Stimme eingelesen wird, sondern tatsächlich verschiedene Sprecher die verschiedenen Perspektiven lesen. Dadurch gewinnt das Hörbuch sehr an Authentizität und wird zu einem umso größeren Hörvergnügen. Inhaltlich ist es eine interessante Geschichte, die auch gut verstanden werden kann, ohne das Vorgängerwerk zu kennen.

  • Jürg K.

    4/5

    21.07.2026

    Hörbuch-Download (MP3)

    Interessantes Thema, gut verarbeitet

    Von diesem Hörbuch wurde ich sehr schnell in den Bann gezogen. Wegen der Pandemie musste das Fest verschoben werden. Doch jetzt soll im oberhessischen Bergenstadt wieder Grenzgang gefeiert werden, doch plötzlich wird das traditionelle Heimatfest zum Streitfall. Der Konflikt um den Grenzgang zeigt, wie Traditionen zu Identitätsankern werden aber auch, wie schnell sie zu Ausschlussmechanismen versteinern, wenn man sie nicht weiterentwickelt. Der Streit um den Grenzgang wirkt wie ein Brennglas für ein grösseres Problem. Wenn Traditionen wichtiger genommen werden als Menschen. Dass Linda Preiss als Reiterin ausgeschlossen werden soll, nur weil sie eine Frau ist, zeigt eine Haltung, die nicht bewahrend, sondern rückwärtsgewandt ist. Ein Fest, das angeblich Gemeinschaft feiern will, verliert seine Glaubwürdigkeit, wenn es Menschen aus genau dieser Gemeinschaft ausschliesst. Gleichzeitig zeigt Jürgen Bambergers Situation, wie schwer es ist, zwischen Tradition, öffentlicher Erwartung und persönlicher Überzeugung zu vermitteln. Dass ihm der Ort fremd wird, ist für mich nachvollziehbar. Wer sein Leben lang Teil einer Gemeinschaft war, erlebt es als schmerzhaft, wenn diese Gemeinschaft sich nicht weiterentwickeln will. Für mich ist klar, eine Tradition, die Frauen ausschliesst oder rassistische Symbole verteidigt, ist keine Tradition, sondern ein Anachronismus. Heimat entsteht nicht durch Rituale, sondern durch Menschen, die sich respektieren. Wenn ein Fest, das nicht schafft, muss es sich ändern oder es verliert seinen Sinn.

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