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Bücher lesen Über die Kunst des Lesens im digitalen Zeitalter

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Beschreibung

Produktdetails

Einband

Taschenbuch

Erscheinungsdatum

26.08.2026

Abbildungen

schwarz-weiss Illustrationen

Verlag

Pantheon

Seitenzahl

304

Maße (L/B/H)

20/12,5/2,3 cm

Gewicht

334 g

Originaltitel

Reader, Come Home. The Reading Brain in a Digital World

Übersetzt von

Susanne Kuhlmann-Krieg

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-570-55532-3

Beschreibung

Produktdetails

Einband

Taschenbuch

Erscheinungsdatum

26.08.2026

Abbildungen

schwarz-weiss Illustrationen

Verlag

Pantheon

Seitenzahl

304

Maße (L/B/H)

20/12,5/2,3 cm

Gewicht

334 g

Originaltitel

Reader, Come Home. The Reading Brain in a Digital World

Übersetzt von

Susanne Kuhlmann-Krieg

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-570-55532-3

Herstelleradresse

Pantheon
Neumarkter Straße 28
81673 München
DE

Email: produktsicherheit@penguinrandomhouse.de

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Es gibt zwei Arten des Lesens...

Bewertung am 27.06.2019

Bewertungsnummer: 345023

Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

„Wir Menschen sind keine geborenen Leser.“ (S. 10) Laut aktuellen Zahlen gibt es in Deutschland fast 30 Millionen aktive Buchkäufer und somit hoffentlich auch Leser. Ausgenommen davon sind Schulbücher und Fachbücher, hier geht es also nur um Unterhaltung. Bei fast 83 Millionen Menschen, die in Deutschland leben, sind es immerhin 36 Prozent, die aktiv und regelmäßig zum Buch greifen, aber das ist immer noch zu wenig! Der Mensch ist zwar kein geborener Leser, aber er kann es lernen und es wird sein Leben bereichern. Maryanne Wolf ist Professorin für kindliche Entwicklung, Kognitions- und Literaturwissenschaftlerin und hat sich sehr stark mit den Zusammenhängen zwischen dem Gehirn und dem Lesen sowie Leseschwächen befasst. Nun hat ihr Buch „Schnelles Lesen, langsames Lesen“ das Licht der Welt erblickt und fasst ihre Gedanken zum Lesen und der Evolution des lesenden Gehirns in insgesamt neun Briefen zusammen, die Sie an die Leser richtet. Bücher dienen dazu, in fremde Welten abzutauchen. Man versteckt sich zusammen mit Bastian Balthasar Bux auf dem Dachboden und taucht in die unendliche Geschichte ab, man segelt mit Jim Hawkins zur Schatzinsel oder man verbringt sein Schuljahr in Hogwarts an der Seite von Harry Potter, Hermine Granger und Ron Weasley. Das sind nur drei Beispiele aus einem unendlichen Fundus an Geschichten, denn die Welt der Bücher ist nahezu grenzenlos und beflügelt die Fantasie ihrer Entdecker. Lesen hat laut Maryanne Wolf die Macht „das Leben eines Menschen tiefgreifend zu verändern“ (S. 14) und dieser These stimme ich komplett zu. Wir leben in einem digitalen Zeitalter und müssen akzeptieren, dass sich der Konsum der Menschen verändert hat. Nachrichten werden kurz und knapp gefasst, werden dadurch unserer komplexen Wirklichkeit aber nicht mehr gerecht. Man twittert mit wenigen Worten, man schreibt kurze WhatsApp-Nachrichten (oder schickt lieber gleich eine Sprachnachricht) und konsumiert seine Nachrichten über Schlagzeilen und knappe Texte. Wann hat man sich das letzte Mal Zeit genommen, um sich wirklich mit einem Text zu befassen? „Sie müssen nur einmal sich selbst beobachten. Vielleicht ist ihnen bereits aufgefallen, dass sich die Beschaffenheit ihrer Aufmerksamkeit verändert, je mehr Sie auf den Bildschirmen und digitalen Geräten unterwegs sind.“ (S. 10) Die Kritik am digitalen Konsum ist zwar berechtigt, die Autorin macht allerdings klar, dass sie sich nicht als Feind der digitalen Revolution sieht. Man sollte den Einfluss der verschiedenen Medien jedoch genau untersuchen und das engagierte und intensive Lesen darf dabei auch im digitalen Zeitalter nicht auf der Strecke bleiben, denn es ist und bleibt wichtig. Es ist zwar auch wichtig, dass sich junge Leser die kognitiven Fähigkeiten aneignen, die für den Umgang mit digitalen Medien notwendig sind, dabei sollte aber der etwas langwierige kognitive Prozess nicht in den Hintergrund geraten, den das gedruckte Medium uns abverlangt, denn „die komplexen Prozesse, die der Einsicht und Reflexion im Gehirn eines versierten Lesers zugrunde liegen, sind unser bestes Gegenmittel gegen die kognitiven und emotionalen Veränderungen, die sich durch die vielschichtigen, unser Leben intensivierenden Entwicklungen des digitalen Zeitalters ergeben werden.“ (s. 24) Der Mensch muss in Zukunft zwei Arten des Lesens lernen, nämlich das langsame und vertiefte, aber auch das schnelle und digitale. Ein absolut wundervolles Buch, dass mit seinem Ton und der gewählten Briefform, dazu einlädt mitzudenken und zu diskutieren, seine Leser aber auch dazu bringt, sich mal wieder völlig in das nächste Buch fallen zu lassen!

Es gibt zwei Arten des Lesens...

Bewertung am 27.06.2019
Bewertungsnummer: 345023
Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

„Wir Menschen sind keine geborenen Leser.“ (S. 10) Laut aktuellen Zahlen gibt es in Deutschland fast 30 Millionen aktive Buchkäufer und somit hoffentlich auch Leser. Ausgenommen davon sind Schulbücher und Fachbücher, hier geht es also nur um Unterhaltung. Bei fast 83 Millionen Menschen, die in Deutschland leben, sind es immerhin 36 Prozent, die aktiv und regelmäßig zum Buch greifen, aber das ist immer noch zu wenig! Der Mensch ist zwar kein geborener Leser, aber er kann es lernen und es wird sein Leben bereichern. Maryanne Wolf ist Professorin für kindliche Entwicklung, Kognitions- und Literaturwissenschaftlerin und hat sich sehr stark mit den Zusammenhängen zwischen dem Gehirn und dem Lesen sowie Leseschwächen befasst. Nun hat ihr Buch „Schnelles Lesen, langsames Lesen“ das Licht der Welt erblickt und fasst ihre Gedanken zum Lesen und der Evolution des lesenden Gehirns in insgesamt neun Briefen zusammen, die Sie an die Leser richtet. Bücher dienen dazu, in fremde Welten abzutauchen. Man versteckt sich zusammen mit Bastian Balthasar Bux auf dem Dachboden und taucht in die unendliche Geschichte ab, man segelt mit Jim Hawkins zur Schatzinsel oder man verbringt sein Schuljahr in Hogwarts an der Seite von Harry Potter, Hermine Granger und Ron Weasley. Das sind nur drei Beispiele aus einem unendlichen Fundus an Geschichten, denn die Welt der Bücher ist nahezu grenzenlos und beflügelt die Fantasie ihrer Entdecker. Lesen hat laut Maryanne Wolf die Macht „das Leben eines Menschen tiefgreifend zu verändern“ (S. 14) und dieser These stimme ich komplett zu. Wir leben in einem digitalen Zeitalter und müssen akzeptieren, dass sich der Konsum der Menschen verändert hat. Nachrichten werden kurz und knapp gefasst, werden dadurch unserer komplexen Wirklichkeit aber nicht mehr gerecht. Man twittert mit wenigen Worten, man schreibt kurze WhatsApp-Nachrichten (oder schickt lieber gleich eine Sprachnachricht) und konsumiert seine Nachrichten über Schlagzeilen und knappe Texte. Wann hat man sich das letzte Mal Zeit genommen, um sich wirklich mit einem Text zu befassen? „Sie müssen nur einmal sich selbst beobachten. Vielleicht ist ihnen bereits aufgefallen, dass sich die Beschaffenheit ihrer Aufmerksamkeit verändert, je mehr Sie auf den Bildschirmen und digitalen Geräten unterwegs sind.“ (S. 10) Die Kritik am digitalen Konsum ist zwar berechtigt, die Autorin macht allerdings klar, dass sie sich nicht als Feind der digitalen Revolution sieht. Man sollte den Einfluss der verschiedenen Medien jedoch genau untersuchen und das engagierte und intensive Lesen darf dabei auch im digitalen Zeitalter nicht auf der Strecke bleiben, denn es ist und bleibt wichtig. Es ist zwar auch wichtig, dass sich junge Leser die kognitiven Fähigkeiten aneignen, die für den Umgang mit digitalen Medien notwendig sind, dabei sollte aber der etwas langwierige kognitive Prozess nicht in den Hintergrund geraten, den das gedruckte Medium uns abverlangt, denn „die komplexen Prozesse, die der Einsicht und Reflexion im Gehirn eines versierten Lesers zugrunde liegen, sind unser bestes Gegenmittel gegen die kognitiven und emotionalen Veränderungen, die sich durch die vielschichtigen, unser Leben intensivierenden Entwicklungen des digitalen Zeitalters ergeben werden.“ (s. 24) Der Mensch muss in Zukunft zwei Arten des Lesens lernen, nämlich das langsame und vertiefte, aber auch das schnelle und digitale. Ein absolut wundervolles Buch, dass mit seinem Ton und der gewählten Briefform, dazu einlädt mitzudenken und zu diskutieren, seine Leser aber auch dazu bringt, sich mal wieder völlig in das nächste Buch fallen zu lassen!

Ausgezeichnet

Bewertung aus Romanshorn am 08.05.2019

Bewertungsnummer: 1209849

Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Wissenschaftlich fundiert und sehr anschaulich auch für Laien wird beschrieben, welche Vorgänge sich im Gehirn beim Lesen abspielen, welche Bedeutung das Lesen für unsere (demokratische) Kultur hat; welche kulturelle Errungenschaft das Lesen ist, und dass wir uns dieses unbedingt bewahren müssen - spannend für alle, die auch mit Kindern und Jugendlichen arbeiten!

Ausgezeichnet

Bewertung aus Romanshorn am 08.05.2019
Bewertungsnummer: 1209849
Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Wissenschaftlich fundiert und sehr anschaulich auch für Laien wird beschrieben, welche Vorgänge sich im Gehirn beim Lesen abspielen, welche Bedeutung das Lesen für unsere (demokratische) Kultur hat; welche kulturelle Errungenschaft das Lesen ist, und dass wir uns dieses unbedingt bewahren müssen - spannend für alle, die auch mit Kindern und Jugendlichen arbeiten!

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Schnelles Lesen, langsames Lesen

von Maryanne Wolf

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Meinung aus der Buchhandlung

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Hans Wilhelm Schmölzer

Thalia Villach – Atrio

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5/5

Warum wir das Bücherlesen nicht verlernen dürfen

Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Welchen besonderen Wert hat das Lesen von gedruckten Büchern, angesichts der Tatsache, dass immer mehr auf digitalen Medien gelesen wird, die durch vielerlei Ablenkung und den schnellen Wechsel zwischen unterschiedlichen Aufgaben unsere Aufmerksamkeit splitten? Welche Bedeutung hat diese Entwicklung für den Erwerb von fundiertem Wissen als Voraussetzung für einen adäquaten und erfolgreichen Umgang mit den Problemstellungen in unserer komplexen Welt? Trägt die Digitalisierung dazu bei, dass sich unsere Konzentration bei Lesen längerer, schwieriger Texte verabschiedet? „Ich mache mir Sorgen, dass das Ausmaß an Unterbrechungen, die unerhörte Geschwindigkeit der Information … tatsächlich die Wahrnehmung verändern. Sie stehen tieferem Nachdenken im Wege.“ Erick Schmidt, ehemaliger Vorstandsvorsitzender von Google „Um zu lesen, bedürfen wir einer bestimmten Art von Ruhe …, die in unserer vernetzten Gesellschaft zunehmend rarer zu werden scheint …, es ist nicht [mehr] die innere Einkehr, die wir begehren, sondern eine seltsame Form der Zerstreuug, Zerstreuung, die sich als Durchblick bemäntelt. In einer solchen Umgebung muss Wissen der Illusion zum Opfer fallen, wenn auch einer Illusion, die zutiefst verführerisch anmutet mit ihrer Verheißung, dass Geschwindigkeit uns Erleuchtung bringt, dass es wichtiger sei zu reagieren, als gründlich nachzudenken … Lesen ist ein Akt der inneren Einkehr …, ein Akt des Widerstands in einer Landschaft voller Zerstreuungen ...“ David Ulin, The Lost Art of Reading
  • Hans Wilhelm Schmölzer
  • Buchhändler/-in

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5/5

Warum wir das Bücherlesen nicht verlernen dürfen

Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Welchen besonderen Wert hat das Lesen von gedruckten Büchern, angesichts der Tatsache, dass immer mehr auf digitalen Medien gelesen wird, die durch vielerlei Ablenkung und den schnellen Wechsel zwischen unterschiedlichen Aufgaben unsere Aufmerksamkeit splitten? Welche Bedeutung hat diese Entwicklung für den Erwerb von fundiertem Wissen als Voraussetzung für einen adäquaten und erfolgreichen Umgang mit den Problemstellungen in unserer komplexen Welt? Trägt die Digitalisierung dazu bei, dass sich unsere Konzentration bei Lesen längerer, schwieriger Texte verabschiedet? „Ich mache mir Sorgen, dass das Ausmaß an Unterbrechungen, die unerhörte Geschwindigkeit der Information … tatsächlich die Wahrnehmung verändern. Sie stehen tieferem Nachdenken im Wege.“ Erick Schmidt, ehemaliger Vorstandsvorsitzender von Google „Um zu lesen, bedürfen wir einer bestimmten Art von Ruhe …, die in unserer vernetzten Gesellschaft zunehmend rarer zu werden scheint …, es ist nicht [mehr] die innere Einkehr, die wir begehren, sondern eine seltsame Form der Zerstreuug, Zerstreuung, die sich als Durchblick bemäntelt. In einer solchen Umgebung muss Wissen der Illusion zum Opfer fallen, wenn auch einer Illusion, die zutiefst verführerisch anmutet mit ihrer Verheißung, dass Geschwindigkeit uns Erleuchtung bringt, dass es wichtiger sei zu reagieren, als gründlich nachzudenken … Lesen ist ein Akt der inneren Einkehr …, ein Akt des Widerstands in einer Landschaft voller Zerstreuungen ...“ David Ulin, The Lost Art of Reading

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Schnelles Lesen, langsames Lesen

von Maryanne Wolf

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