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  • Produktbild: Die Gejagte - Sie weiß nicht, wer sie ist. Er schon.

Die Gejagte - Sie weiß nicht, wer sie ist. Er schon. Thriller

18

18,00 €

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Beschreibung

Produktdetails

Verkaufsrang

25756

Einband

Taschenbuch

Erscheinungsdatum

12.08.2026

Verlag

Heyne

Seitenzahl

400

Maße (L/B/H)

21,1/13,8/3,8 cm

Gewicht

477 g

Farbe

Dunkelgrün / Khaki

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-453-44389-1

Beschreibung

Rezension

»Ein echter Pageturner, der auf geschickte Weise Spannung und Wissenschaft verknüpft.«

Produktdetails

Verkaufsrang

25756

Einband

Taschenbuch

Erscheinungsdatum

12.08.2026

Verlag

Heyne

Seitenzahl

400

Maße (L/B/H)

21,1/13,8/3,8 cm

Gewicht

477 g

Farbe

Dunkelgrün / Khaki

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-453-44389-1

Herstelleradresse

Heyne Taschenbuch
Neumarkter Straße 28
81673 München
DE

Email: produktsicherheit@penguinrandomhouse.de

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  • MoMe

    5/5

    13.10.2026

    Buch (Taschenbuch)

    Fesselnder Survival Thriller mit hautnahem Dschungelfeeling und starkem Sog

    Den Einstieg in Die Gejagte hat René Anour unglaublich geschickt konstruiert. Die mir noch unbekannte Umgebung nehme ich genauso erstaunt und überrascht wahr wie die namenlose Ich-Erzählerin. Sie ist verwirrt, orientierungslos und offenbar ohne Gedächtnis an die letzten Stunden. Das erzeugt sofort eine intime Nähe. Ihre Emotionen schwappen auf mich über und die Verwirrung steigt, als wir auf einen schwer verletzten Mann treffen, der die Protagonistin offenbar kennt. Bereits hier entwickele ich erste Theorien und freue mich ähnlich wie die Unbekannte über jedes Bröckchen Information und Wissen, das wir erhaschen können. Schnell wird gewiss, dass ein dichter, unberührter Dschungel der Ort ist, an dem wir uns befinden. Doch wo genau und warum? Diese Frage begleitet mich lange durch das Buch. Der schwer verletzte Mann verrät ihr noch den Namen Jess, bevor kurz darauf die Hölle ausbricht. Obwohl ich es dank des Klappentextes schon ahne, bin ich überrascht, wie skrupellos und gefühlskalt der Jäger agiert. Er zögert keine Sekunde und mir stockt genauso wie Jess der Atem. Ich fiebere direkt mit, hoffe auf eine erfolgreiche Flucht und gerate durch die ungeklärte Frage, weshalb jemand ihr Lebenslicht ausblasen möchte, in einen ganz besonderen Sog. Schnell wird mir klar, dass Jess eine intelligente Frau und eine Expertin für die Flora und Fauna des Dschungels sein muss. Obwohl sie im ersten Moment völlig hilflos ist, übernimmt ihr Überlebensinstinkt. Sie kann die Gefahren auf der Flucht meist sehr gut einschätzen. Das gesamte Setting strahlt diese Bedrohung aus. Hinter jedem Busch kann ein Jaguar, eine giftige Schlange oder etwas völlig Ungefährliches lauern. Überall droht Gefahr, sowohl an Land als auch auf und im Wasser. Hinzukommt, dass die Gegend unbekannt ist und ich absolut nie einschätzen kann, was als nächstes auf uns zukommt. Das feuchte Klima wird genauso eindrücklich beschrieben wie die Geräusche des Dschungels und worauf Jess achten muss. Da sie barfuß ist, muss sie genau hinschauen, was vor ihr am Boden passiert. René Anour beschreibt die Tier- und Pflanzenwelt so spannend und realistisch, dass ich neues dazu lerne und mir alles bildlich vorstellen kann. Er macht den Dschungel absolut lebendig, was für eine bedrückende und beängstigende Atmosphäre sorgt. Jess schwebt in Lebensgefahr und wir beide empfinden das Ganze als extrem bedrohlich. Die atemlose Flucht ist beeindruckend. Spannend finde ich, wie René Anour die Auslöser einbaut, die zu plötzlichen Erinnerungsfragmenten führen. Diese gewähren einen Blick auf jüngere Ereignisse in Jess’ Vergangenheit. Parallel zum Überlebenskampf in der Gegenwart nähere ich mich durch diese Erinnerungsblitze langsam der Wahrheit und dem Grund für ihre Lage. Gleichzeitig gewähren mir die Rückblicke und die packenden biologischen Wissenshäppchen eine Atempause in dieser temporeichen Geschichte. Ich spekuliere wild drauflos und habe auch zügig jemanden in Verdacht, wer der Jäger sein könnte. Diese wilde Mischung lässt mich das Buch nicht aus der Hand legen. René Anours Schreibstil ist unglaublich toll. Er schreibt so packend und bildhaft, dass vor meinem inneren Auge ein Film abläuft und ich das Gefühl habe, mittendrin zu sein. Ich habe sofort eine Verbindung zu Jess und sie ist mir megasympathisch. Ich bewundere sie dafür, dass sie nicht einfach aufgibt, sondern auf ihren Instinkt hört und weiterkämpft, auch wenn es sehr aussichtslos wirkt. Jeden kleinen Sieg, den sie erringt, feiere ich mit ihr. Ihre Entwicklung ist beeindruckend und sehr glaubwürdig. Es liegt in ihrem Charakter, nicht aufzugeben und das Bestmögliche herauszuholen. Sie versucht das Unvermeidbare zu ihren Bedingungen geschehen zu lassen und ich feuere sie im Stillen bei ihrem Überlebenskampf an. Tauschen möchte ich mit ihr aber nicht, sie muss eine Menge erdulden. Die Nebenfiguren sind ebenfalls unglaublich klasse gesetzt. Sie alle haben eine spannende Charaktertiefe und sorgen dafür, dass das psychologische Verwirrspiel gnadenlos gut greifen kann, weil ich nie sicher bin, welche Rolle sie wirklich spielen. Dabei arbeitet René Anour geschickt mit Sympathie und Antipathie, sodass ich mich schnell hinreißen lasse, so manche Nebenfigur als unangenehm zu empfinden. Da mir nur Jess’ subjektive Sicht zur Verfügung steht, sehe ich die Figuren durch ihre emotionale Brille und lasse mich ganz natürlich davon verleiten, ihre Annahmen zu teilen. Durch die geschickt gesetzten offenen Kapitelenden bleibt die Spannung durchgehend auf dem Maximum. Ich werde dazu verführt, nur noch ein kurzes Kapitel zu lesen, weil ich unbedingt wissen möchte, wie es weitergeht. Die unvorhersehbaren Wendungen, von denen es reichlich gibt, sabotieren immer wieder meine Theorien. Ich bin fasziniert davon, wie Details so geschickt ausgelegt werden, dass sie in einem anderen Licht betrachtet einen ganz neuen Sinn ergeben. Dadurch bleibt der Spannungsbogen straff gespannt und ich rase mit Vollgas auf das Finale zu. Die Bedrohung durch den Verfolger ist so beklemmend und nervenaufreibend, weil er bis zuletzt schwer einschätzbar bleibt und der psychologische Nervenkitzel ins Unermessliche gesteigert wird, besonders da ich nie weiß, wann wir dem Jäger wieder gegenüberstehen. Diese dauerhafte Atmosphäre der Todesangst vor giftigen Tieren, manchmal sogar der Pflanzen oder dem Verfolger treibt mich unaufhaltsam voran, bis sich alles in einem fast explosiven Finale entlädt. Endlich fallen alle Puzzleteile an den richtigen Platz und ich bin völlig überrascht, weil alles logisch ist und ich trotzdem nicht komplett selbst darauf gekommen bin. Alles fügt sich zum Schluss so nahtlos zusammen, dass ich das Buch voller Faszination zuschlage. Mit Die Gejagte habe ich ein echtes Lesehighlight entdeckt. Fazit: Die Gejagte ist ein genial konstruierter Survival-Thriller voller unvorhersehbarer Ereignisse, psychologischem Tiefgang, faszinierender Einblicke in die Natur und einer Kulisse, die Gänsehaut garantiert. Für mich ein absolutes Meisterwerk an Spannung, das mich bis zur letzten Seite nicht losgelassen hat.

  • Bewertung

    5/5

    16.09.2026

    Buch (Taschenbuch)

    Spannend und interessant!

    Biologin Jess wacht völlig orientierungslos im tiefsten Dschungel auf. Sie trägt Handschellen und muss sich sogleich vor ihrem vermeintlichen Retter in Sicherheit bringen, als dieser das Feuer auf sie eröffnet. Sie flieht in den dichten Regenwald und muss sich fortan alleine durchschlagen. Nach und nach kommen ihre Erinnerungen wieder. Wird es Jess schaffen, den Gefahren, die im Dschungel auf sie warten, zu entkommen? Wow, was für ein wilder Ritt war denn „Die Gejagte" von René Anour? Ich liebe ja die Bücher des Autors und jetzt hat er sich einmal an einem Survival-Thriller versucht. Auch dieses Buch ist ihm ganz wunderbar gelungen. Anours Schreibstil ist wie immer sehr flüssig und lässt sich sehr leicht und entspannt lesen, dennoch hat er es bei diesem Thriller ganz gut geschafft, den Spannungsbogen konstant aufrecht zu halten. Die Kapitel haben eine angenehme Länge und lassen den Leser schnell vorankommen. Die Handlung wird geschickt durch Rückblenden, in denen Jess ihre Erinnerungslücken füllt und gleichzeitig dem Leser eine interessante Backgroundstory servieren, unterbrochen. Diese Unterbrechungen fand ich sehr geschickt in die eigentliche Handlung integriert. Besonders gefallen hat mir aber der floristische und vor allem der faunistische Bezug des Buches, was ja eigentlich bei den Büchern von Rene Anour, einem Tiermediziner und Wissenschaftler, schon zu erwarten ist. In „Die Gejagte" hat der Autor nämlich wieder allerhand spannende Wildtiere vorgestellt und auf ihre Gefahren aufmerksam gemacht. Alles in allem hat der damit einen, nicht nur spannenden, sondern auch wissenswerten und interessanten Thriller herausgebracht, der richtig Spaß gemacht hat und für den ich eine absolute Leseempfehlung aussprechen kann!

  • Nanette

    aus Heinsberg

    5/5

    18.08.2026

    Buch (Taschenbuch)

    Jess und die wilde Tier- sowie Pflanzenwelt im ungleichen, lebensbedrohlichen Kampf mit dem Raubtier Mensch

    „Wunderschön und furchtbar zugleich.“ Die außergewöhnliche, atmosphärische, geheimnisvolle, durchweg atemberaubend spannende, im wahrsten Sinne des Wortes fesselnde und lehrreiche Geschichte mit Gänsehautgarantie entfaltet ihre volle Sogwirkung über zwei Erzählebenen, die fließend ineinandergreifen. Die gegenwärtige Situation und Rückblicke in die Vergangenheit bei hochkommenden Erinnerungen, die durch bestimmte äußere Umstände ausgelöst werden, werden uns beide in der Gegenwartsform aber in unterschiedlichen Schriftarten durch die gejagte Jess nahegebracht, sodass man alles gut voneinander getrennt miterleben sowie miträtseln kann. Von Beginn an zog mich René Anour mit seinem flüssigen, bildgewaltigen, äußerst eindrucksvollen, mitreißenden, ereignis-, action- und wendungsreichen sowie einfühlsamen Schreibstil in den Bann. Sein überaus gekonntes Spiel mit Gegensätzen ist mehr als reizvoll und sein rabenschwarzer Humor ist unwiderstehlich. Es fiel mir sehr schwer, das Buch aus den Händen zu legen. Der Autor verleiht seinem Survival-Thriller mit den faszinierenden, detailreichen Naturbeschreibungen einen ganz besonderen Mehrwert zur Weiterbildung. Zudem tragen diese Informationen maßgeblich zur Handlung bei und lassen diese realistisch erscheinen. Jess ist eine echt coole Socke und mir im Verlauf der rasanten Verfolgungsjagd ans Herz gewachsen. Sie hat mir imponiert. Ich bewundere sie für all ihre Umsicht, (Anpassungs-)Fähigkeiten, ihr Wissen, ihren Überlebenswillen, ihren achtsamen, respektvollen Umgang mit der Natur und ihre Empathie. Sie übernimmt Verantwortung und geht den Dingen auf den Grund, auch wenn es unbequem wird. Zudem sieht sie ihre Fehler ein und lernt daraus. Sie hat das Herz am rechten Fleck und dient mir nun als Vorbild, immer das Beste aus jeder Situation zu machen. Der Autor führt uns lebhaft vor Augen, dass es sich immer lohnt, zu kämpfen sowie für sich und andere einzustehen. Die ganze Geschichte hat mich sehr stark berührt und wird noch lange in mir nachhallen. René Anour gibt uns Lesern viel zu denken mit auf den Weg. Macht Euch mit diesem Thriller fit für den Dschungel des Lebens, um Abgründe zu erkennen, bevor Euch diese verschlingen!

  • Bewertung

    Thalia Book Circle Community

    5/5

    18.08.2026

    Buch (Taschenbuch)

    Wissenschaft und Spannung - ein packender Thriller!

    Das Cover gefällt mir und hat mich neugierig auf das Buch gemacht. Der Autor René Anour konnte mich bereits mit vorherigen Büchern begeistern und ich war gespannt auf sein neustes Werk. Der Titel. gefällt mir gut und ich finde ihn passend. Mit gefällt das Cover als Gesamtbild sehr. Der Leser wird direkt in eine unglaubliche Szene versetzt. Jess erwacht mitten im Dschungel, ohne Gedächtnis. Sie ist verletzt und in Handschellen. Doch dann beginnt ein Wettlauf gegen die Zeit und es treten immer wieder neue Charaktere auf. Ein schwerverletzter Mann hat sichtlich Angst vor ihr. Als die denkt, dass endlich Hilfe kommt, wird sie zu Gejagten und flieht. Die Gefahren lauern aber auch in den Tiefen des Dschungels. Was steckt wohl dahinter? Und wem kann Jess trauen? Oder spielt sich das alles nur in ihrem Kopf ab? Was für ein genialer Thriller, ich wurde so oft überrascht und fand vor allem die Beschreibungen der einzelnen Szenen genial. Jess war ein wirklich mutiger Charakter, die oft sehr klar gehandelt hat. Ich habe wirklich mit ihr mitgefiebert. Besonders das Ende hat mich total überrascht. Ein gut aufgebauter und durchdachter Triller mit einem packenden Schreibstil. Ich empfehle das Buch auf jeden Fall weiter.

  • Bewertung

    Thalia Book Circle Community

    5/5

    16.08.2026

    Buch (Taschenbuch)

    Wo lauert die größte Gefahr - im Dschungel oder in deiner Vergangenheit ?

    Allein schon die ersten Seiten lassen das Schlimmste befürchten und wecken bei mir einige Ängste. Der Gedanke, verletzt, ohne Gedächtnis mich im Dschungel wiederzufinden, lässt bei mir Angstschweiß ausbrechen. Jess, die ihre Geschichte selbst erzählt, geht es ähnlich. Nur, dass sie nicht in Schockstarre verfällt, sondern versucht ihr Chancenplus zu vergrößern. Zusätzliche Brisanz erhält die Situation, als der vermeintliche Retter, sich als ihr Jäger entpuppt. Nun gilt es in einer feindlichen Umgebung zu überleben und einem gnadenlosen und besser ausgerüsteten Jäger zu entkommen. Das war anschaulich und lebendig geschildert. Was mir hier besonders gut gefallen hat, waren die Beschreibungen des Dschungels und interessante Informationen zu den Tieren, die Jess Wege kreuzen. Auch hier gibt Jess die Erläuterungen selber, denn langsam kommen die Erinnerungen zurück und mit ihnen das Wissen, das sie als ausgebildete Biologin besitzt. Der Dschungel erweist sich als der gnädigere Gegner, trotz lebensbedrohenden Begegnungen, auf die Jess noch ich gerne verzichtet hätten. Ihren unbekannten Jäger lerne ich immer mehr zu fürchten und zu hassen. Ein weiteres Spannungselement sind Jess wiederkehrende Erinnerungen, die in der Geschichte immer größeren Raum einnehmen . Sie lassen mir zu meiner Freude viel Spielraum für Vermutungen, über das was passiert sein könnte und nicht zuletzt über die Person des Jägers. Am Ende kommt es zur unausweichlichen Konfrontation zwischen Jess und ihrem Verfolger. Mich hat der Thriller sehr gut unterhalten, in Atem gehalten und immer wieder überrascht, auch mit dem sehr gelungenen Ende. Ich war mit Jess im Dschungel und hatte mindestens so viel Angst wie sie. Ich mochte Jess und was ich wirklich an ihr bewundert habe, sie hatte stets Verständnis für die Tiere, die ihr schaden wollten, dass sie nicht bösartig sind, sondern wie sie überleben wollen. Das stand im krassen Gegensatz zu ihrem Jäger , der sein Vergnügen darin findet, sie zu jagen, zu töten und dann noch unter unfairen Bedingungen .

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Bewertungen (18)

Unsere Meinungen

  • Zum Bewerterprofil von Magda W.

    Magda W.

    Thalia Oberwart – EO Oberwart

    Buchhändler*in

    5/5

    09.08.2026

    Buch (Taschenbuch)

    Ab in den Dschungel!

    „Die Gejagte“ ist mein zweites Buch von René Anour und der erste Thriller des Autors. Das kann man gar nicht glauben, denn das Buch bietet von der ersten bis zur letzten Seite das perfekte Thrill-Erlebnis, inklusive Gänsehaut, Grusel und Atemlosigkeit. Jess wacht im Dschungel auf, gefesselt in Handschellen. Sie weiß nicht, wo sie ist, wer sie ist und vor allem nicht, warum sie hier ist. Als ein Mensch mit Fuchsmaske auftaucht, beginnt eine gnadenlose Hetzjagd. Jess versucht zu entkommen und ist auf der Suche nach einem Ausweg – und vor allem auf der Suche nach ihren Erinnerungen ... Die Geschichte entfaltet sich auf zwei Ebenen: einmal die Gegenwartsebene im Dschungel, in der Jess versucht zu überleben, und einmal die Vergangenheitsebene, die uns Leserinnen und Lesern sowie Jess selbst ihre Erinnerungen nahebringt. Passagen in der Vergangenheit sind kursiv gesetzt, was dafür sorgt, dass man leicht den Überblick behält und sich voll auf die Geschichte konzentrieren kann. Beide Erzählebenen greifen sowohl formal als auch stilistisch ineinander, beispielsweise wenn Gegenstände oder Vergleiche aus der Vergangenheit in der Gegenwart ihren Platz finden oder Jess durch ein aktuelles Gefühl eine Erinnerung auslöst, weil sie damals das gleiche Gefühl hatte. Der Autor hat mich vor allem deshalb so in seinen Bann gezogen, da ich mit Jess gemeinsam ihre Erinnerungen zusammensetzen musste. Ich weiß nicht, was ich erwartet habe, aber auf jeden Fall nicht das: einen packenden Survival-Thriller, gepaart mit einer Menge Action, Gänsehaut und einem liebevollen Blick auf die Natur. Der liebevolle Blick klingt vielleicht etwas merkwürdig, aber das Buch vermittelt sowohl eine Bedrohung durch die Natur als auch eine Faszination für sie zur selben Zeit. Ich konnte das Buch einfach nicht mehr aus der Hand legen und bin nur so durch die Kapitel geflogen. Immer auf der Suche nach der Wahrheit, die ich immer wieder über den Haufen werfen musste, wenn ich dachte, am Ziel zu sein ... Der Autor ist Veterinärmediziner und für die Recherche für seinen Thriller in den Dschungel gereist. Und das merkt man beim Lesen auf jeder Seite: Die Natur-, Tier- und Pflanzenbeschreibungen sind so authentisch, als wäre man beim Lesen selbst im Dschungel. Ich habe durchs Lesen Lust auf so eine Reise bekommen (natürlich ohne das ganze Thrill-Erlebnis!). Immer wieder werden interessante Details zur Fauna und Flora auf ganz ungezwungene Weise eingestreut, denn Jess ist Biologin. Ihr Wissen hilft ihr beim Überleben und gleichzeitig charakterisiert es sie. Solche Passagen haben den Lesefluss nicht gehemmt, sondern dafür gesorgt, dass ich noch neugieriger weiterlesen wollte. Da kreucht und fleucht einiges im Dschungel und es gab richtig unangenehme Momente, in denen ich Gänsehaut auf meinem ganzen Körper gespürt habe oder mich immer wieder umgeschaut habe, ob nicht gerade jemand (oder etwas) Ausschau nach mir hält. Besonders die Szene mit dem Riesenläufer wird mir für immer im Gedächtnis bleiben. Oder die Szene mit den Piranhas. Oder die Szenen mit den Zitteraalen. Jess als Hauptfigur bin ich gerne gefolgt. Sie ist eine kluge, wissbegierige Frau, eine Kämpferin, die nicht ohne Fehler ist. Ich habe sie als nahbar und echt empfunden und konnte mich daher gut mit ihr identifizieren. Am Ende habe ich mir für sie einfach nur gewünscht, dass sie in Ruhe und Frieden irgendwann wieder forschen kann. Den ganzen Text über hatte ich jemanden in Verdacht, doch dieser Verdacht hat sich gegen Ende aufgelöst. Doch dann kam die Auflösung und ich war einfach nur perplex. Genau das möchte ich von einem guten Thriller. Und so ganz nebenbei gibt es noch einen lohnenswerten Blick auf die Natur und wichtige Fragen zur Ethik und zum Verhältnis zwischen Mensch und Natur. Ich bin begeistert und empfehle „Die Gejagte“ gerne weiter.

Unsere Meinungen

Bewertungen (1)

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