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Ochsenkopf Roman | „Absolut genial geschrieben!“ Dora Heldt

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Beschreibung

Produktdetails

Verkaufsrang

881

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

21.07.2026

Verlag

Zsolnay, Paul

Seitenzahl

176

Maße (L/B/H)

20,6/13,4/2,2 cm

Gewicht

288 g

Farbe

Dunkelbraun / Messing

Auflage

1

Originaltitel

Ossenkop

Übersetzt von

Ruth Löbner

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-552-07594-8

Beschreibung

Rezension

»Sarkar zeigt, wie ein Künstler des Schlachtens an der Logik des Marktes zerbricht. Das ist zugleich Kapitalismuskritik und eine Satire auf den Geniekult. Das allein macht 'Ochsenkopf' lesenswert. Hinzu kommt die stilistische Klasse. Mal heiter, mal verstörend verbindet Sarkar den Stoff mit überraschend sinnlichen Bildern.« Tim Felchlin, SRF Kultur, 03.08.26
»Sarkar schreibt einen drastischen und stilistisch großartigen Debütroman über das Schlachten. Seine Einsichten sind heute wichtiger denn je… er sucht nicht mit der Lupe nach Motivation oder Moral seiner Figuren, sondern nimmt das Filetiermesser und schneidet aus der Lebensgeschichte des Rensing sehr sauber genau das heraus, was es braucht, um den Wandel des Kapitalismus am Beispiel eines kleinen Betriebs auf dem Land zu zeigen.« Christian Baron, der Freitag, 30.07.26
»So was habe ich noch nicht gelesen! … Völlig irre, durchgeknallt, verrückt und absolut genial geschrieben! Es ist böse, es ist scharfsinnig, es hat Tiefgang … faszinierend … Ein Buch, das man nicht vergisst!« Dora Heldt
»Sarkar legt ein konzentriertes Debüt vor, das aus dem Metzgerhandwerk weit mehr macht als ein bloßes Milieuporträt. Seine körperlichen Bilder strotzen vor rauer Poesie … Der Autor verhandelt fast beiläufig und doch unübersehbar die großen konsumkritischen Fragen: Wie kann Qualität, die ihren Preis hat, in der heutigen Marktlogik bestehen? Warum ist es vielen Kunden gleichgültig geworden, was sie sich einverleiben? ...Ohne ein Gramm überflüssigen Fetts.« Stefan Fischer, dpa, 26.07.26
»Sarkar schafft es, dem blutigen Fleischhauergewerbe viel Poesie abzugewinnen ... Mit dem jungen Rensing hat er eine Hauptfigur geschaffen, die in ihrer Ambivalenz aus Rohheit und Zärtlichkeit, Abstoßung und Hingabe ein würdiger Nachfahre des Fleischers Oskar ist, dem Ödön von Horváth in den 'Geschichten aus dem Wiener Wald' einen Platz in der Weltliteratur verschafft hat. Und er hat es mit Sicherheit geschafft, dass nach der Lektüre dieses Buches niemand mehr Faschiertes einkauft, ohne es sich zuvor wirklich gut zu überlegen.« Wolfgang Huber-Lang, APA, 26.07.26
»Sarkar pariert die wichtigsten Stücke von Rensings Geschichte mit gut geschärfter Klinge und präpariert die sinnlichsten Details seines Erzählmaterials heraus. So gelingt es ihm, erstaunlich viel Welt, viel Gesellschaft in dieser nicht einmal 180 Seiten umfassenden Geschichte eines einzelnen scheiternden Mannes unterzubringen ... Ein lesenswertes und lehrreiches Debüt, nicht nur für Fleischesser.« Julia Schröder, SWR Kultur, 19.07.26

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Verkaufsrang

881

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

21.07.2026

Verlag

Zsolnay, Paul

Seitenzahl

176

Maße (L/B/H)

20,6/13,4/2,2 cm

Gewicht

288 g

Farbe

Dunkelbraun / Messing

Auflage

1

Originaltitel

Ossenkop

Übersetzt von

Ruth Löbner

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-552-07594-8

Herstelleradresse

Zsolnay-Verlag
Vilshofener Straße 10
81679 München
DE

Email: info@hanser.de

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  • Ulgu1978

    5/5

    14.08.2026

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Nichts für Vegetarier

    Als ich anfing, das Buch zu lesen, wusste ich tatsächlich nicht, was mich erwartet. Tatsächlich wird auf den ersten Seiten die Tötung und das Zerlegen eines Tieres beschrieben. Und obwohl ich überlegt hatte, auf Grund dessen, das Buch wieder zuzuklappen, habe ich weiter gelesen. Rensing sieht sich als Künstler und Kenner in seinem Fach - was er vermutlich auch ist. Ihm geht Qualität über alles. Nach dem Tod seines Vaters übernimmt er die Schlachterei und heiratet Jacomine. Er hat hochfliegende Pläne, die er mit einem Kredit verwirklicht und teure Anschaffungen vornimmt. Allerdings hat er die Rechnung ohne die Kunden gemacht, die sich nicht an die Neuerungen gewöhnen können oder wollen. Seine Frau übernimmt eines Tages das Ruder, um den Betrieb vor dem Ruin zu bewahren. Ein interessanter Roman, der die Leserschaft nachdenklich zurücklässt. Spätestens beim nächsten Einkauf an der Fleischtheke im Supermarkt wird man sich an das Gelesene erinnern. Und vielleicht überlegt man dann, doch mal wieder bei einem Fleischerfachgeschäft einzukaufen. Ich habe es nicht bereut, den Roman bis zum Ende gelesen zu haben.

  • brauneye29

    Thalia Book Circle Community

    5/5

    21.07.2026

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Ungewöhnlich und gut

    Zum Inhalt: Rensing junior war schon als Kind begeistert von Fleisch- und Wurstwaren. Besonders wichtig ist ihm die Qualität des Fleisches und er will den Laden moderner machen. Doch die Kunden erkennen das alles nicht an, denn im Supermarkt ist es einfach preiswerter. Immer weniger Kunden kommen zu ihm und das Geld wird knapper, doch solange seine Frau noch Ideen hat, klappt es dennoch, doch dann ist auch sie weg. Meine Meinung: Was für ein sonderbares, aber ungeheuer gut lesbares Buch. Ich hätte nicht gedacht, dass ein Buch mit dem Thema Fleisch und Metzgerei so interessant sein kann. Natürlich geht es auch viel um das Zwischenmenschliche, aber das Fleisch spielt dennoch eine sehr große Rolle. Mir hat das Buch sehr gut gefallen, den Schreibstil fand ich auch richtig gut. Ich spreche eine klare Leseempfehlung aus. Fazit: Ungewöhnlich und gut

  • Bewertung

    5/5

    21.07.2026

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Was für ein außergewöhnliches bemerkenswertes Werk!

    Als Vegetarier hat mich schon die Leseprobe ratlos und zwiespältig zurückgelassen. Erst nach Tagen entschloss ich mich, trotzdem an der Verlosung teilzunehmen – und habe es nicht bereut. Dieses kleine Juwel am Bücherhimmel hätte ich sonst nie bemerkt. Die Hauptfigur in diesem Roman hat keinen Vornamen, wird überall nur Rensing jun. genannt. Seinem Vater gehört die einzige Metzgerei in der niederländischen Kleinstadt und um diesen Familienbetrieb dreht sich bereits das ganze Leben des Kindes. Von frühester Jugend an hat Rensing jun. ein besonders Gespür für Nutzvieh. Seine ganze Leidenschaft gehört der Herstellung qualitativ hochwertigen Fleisches. Dafür gehört für ihn auch das schnelle, schmerzlose Töten der Tiere und deren Zerteilung und Weiterverarbeitung. Der junge Metzger lebt für den Familienbetrieb, den er nach dem Tod des Vaters übernimmt. Trotz seiner sonderlichen Art im Umgang mit anderen Menschen hat der kauzige Eigenbrötler in einer Metzgerstochter aus dem Nachbarort eine passende Frau gefunden. Die jungen Eheleute führen das gemeinsame Geschäft noch nicht lange, als ein Supermarkt im Ort eröffnet. Obwohl durch die Billigkonkurrenz immer mehr Kunden wegbleiben, hält Rensing (jetzt ist er nicht mehr der Junior) an seinen skurrilen Konzepten stur fest. Als der Familienbetrieb in finanzielle Nöte gerät und kurz vor dem Aus steht, wirft auch er seine moralischen und hochtrabenden Ansprüche über Bord und greift widerwillig zu Mitteln, für die er sich selber schämt. Seine Achtung gegenüber dem Vieh, welches er am Ende schlachten wird und seine Fähigkeit sich in die Tiere einzufühlen, macht mir den bulligen Metzger immer sympathischer. Mit viel schwarzem Humor und ohne Rücksicht auf sensible Leser wird die Geschichte der Familienmetzgerei Rensing bis zum bitteren Ende erzählt. Nicht nur einmal musste ich dabei würgen und so mancher Fleischesser hat sich dabei hoffentlich so seine Gedanken gemacht. Natürlich ist das Buch eine Gesellschaftskritik und zeigt demjenigen, der immer alles günstig haben will, welcher hohe Preis tatsächlich und damit verbundenes Tierleid hinter allem stehen. Die damit verbundenen Konsequenzen werden schonungslos aufgezeigt. Mit „Ochsenkopf“ ist Manik Sarkar ein bemerkenswerter Roman gelungen. Einfühlsam und voller Empathie für das Vieh erzählt er eine tragikomische Geschichte, die durchaus auch einige humorvolle Elemente besitzt. Seine enorme Sachkenntnis vom Fleischereihandwerk sind auf jeder Seite spürbar. Es wäre zu wünschen, dass jeder Leser sein eigenes Konsumverhalten überdenkt und kritisch hinterfragt. Im Titelbild erkenne ich die Doppeldeutigkeit. Mit Ochsenkopf sind sowohl der abgebildete Kopf des Tieres als auch der sturköpfige Rensing gemeint Trotz vieler Szenen, die mich anwidern (im Supermarkt kann ich keine Fleisch- und Wurstwaren hinter der Theke anschauen) und abstoßen, habe ich das Buch in einem Rutsch durchgelesen. Mein Fazit: Ein bemerkenswertes außergewöhnliches Werk jenseits der 08/15-Norm zu einem nicht alltäglichen Thema. Hoffentlich findet es die richtigen Leser.

  • SimoneF

    5/5

    20.07.2026

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Ein herausragendes Debüt

    Der junge Rensing ist Metzger, und dieses Handwerk ist seine Obsession. Mit kundigem Blick und beinahe zarten Berührungen erkennt er am lebenden Tier bereits die Fleischqualität, bei der Schlachtung führt er die Zuschnitte mit chirurgischer Präzision und großer Hingabe aus. Sein handwerkliches Talent ist außergewöhnlich, doch für die Führung eines Betriebes ist er denkbar ungeeignet: Er hat kein Gespür für Menschen, sein Umgang mit den Kunden ist rüde und betriebswirtschaftliches Denken liegt ihm fern. Er bietet nur das qualitativ beste Fleisch von erlesenen Tieren an, die Preise sind dementsprechenden hoch, zahlungskräftige Kundschaft im Dorf eher rar. Als im Ort ein Supermarkt eröffnet und ihm mit Billigfleisch Konkurrenz macht, nimmt er den Kampf auf. Dieses Buch ist in jeder Hinsicht außergewöhnlich, und Rensings tragikomische Figur hat mich sofort fasziniert: Ein überaus fähiger Mann, in seinem Spezialgebiet seinen Mitmenschen haushoch überlegen, der nicht anders kann als seinem Instinkt und seinen Überzeugungen zu folgen, koste es, was es wolle. Er, der Außenseiter, allein gegen den Rest der Welt, auf den er voller Verachtung herabsieht. Stellenweise wurde ich an Patrick Süskinds „Das Parfum“ erinnert und an Kommissar Matthäi aus Friedrich Dürrenmatts „Das Versprechen“. Der Autor Manik Sarkar greift in „Ochsenkopf“ mehrere Themen auf, die zum Nachdenken anregen: Was wissen wir über die Nahrung auf unseren Tellern? Sind unsere Geschmacksknospen inzwischen so degeneriert, dass wir Qualität, geschweige denn feine Nuancen, nicht mehr erkennen können, sondern uns nur noch vom Preis, aktuellen Hypes und geschicktem Marketing leiten lassen? Wie gehen wir als Gesellschaft mit Menschen um, die – aus welchen Gründen auch immer – am Rand stehen, vermeintlich anders sind, und ihr Potential nicht entfalten können? Die Szenen zwischen Rensing und Jans, einer ehemaligen Mitschülerin aus prekären Verhältnissen, fand ich gleichzeitig makaber und ganz großartig. Für mich ist Rensing aber auch ein mahnendes Beispiel, wohin Engstirnigkeit, Überheblichkeit und übersteigerte Ideale führen können. Und selbst die besten Absichten und Werte lassen sich ohne Empathie und soziales Gespür nicht vermitteln. „Ochsenkopf“ ist so klar und präzise geschrieben, dass 176 Seiten ausreichen, um eine Geschichte zu erzählen, deren Sog ich mich nicht entziehen konnte: Sie ist berührend, beklemmend, verstörend. Sprachlich verwischen die Grenzen zwischen Mensch und Tier immer mehr, und so bekommt Feuerbachs berühmtes Zitat „Du bist, was du isst“ noch mal eine ganz neue Dimension. Für mich ist „Ochsenkopf“ ein literarisches Highlight, das mir noch lange im Gedächtnis bleiben wird.

  • Bewertung

    5/5

    17.07.2026

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Tradition trifft Moderne

    *Ochsenkopf* hat mich mit gemischten Gefühlen, aber vor allem beeindruckt zurückgelassen. Was zunächst wie ein ungewöhnliches Thema wirkt – die Geschichte eines Metzgers und seiner Leidenschaft für sein Handwerk – entwickelt sich zu einem Roman, der weit über seinen Gegenstand hinausgeht. Denn Rensing hat sich seinen Beruf nicht einfach ausgesucht, er lebt ihn mit einer Konsequenz, die gleichermaßen fasziniert und befremdet. Schon das Cover mit dem markanten Ochsenkopf ist hervorragend gewählt. Der Titel spielt nicht nur auf das Tier an, sondern auch auf den sturen, kompromisslosen Charakter des Protagonisten. Rensing ist kein Held, der sofort Sympathien weckt. Er wirkt verschlossen, eigenbrötlerisch und scheint wenig Gespür für seine Mitmenschen zu besitzen. Gerade diese fast schon autistisch anmutenden Züge verleihen der Figur jedoch eine große Authentizität. Seine kompromisslose Hingabe an gutes Fleisch, gesunde Tiere, artgerechte Haltung und eine respektvolle Schlachtung macht ihn zu einem überzeugenden Idealisten, auch wenn man seine Ansichten nicht immer teilt. Besonders gelungen fand ich den Kontrast zwischen traditioneller Metzgerkunst und der zunehmend industrialisierten Fleischproduktion. Sarkar beschreibt eindringlich, wie sich das Handwerk im Laufe des 20. Jahrhunderts verändert – vom Familienbetrieb bis zum Siegeszug der Supermärkte. Gleichzeitig setzt sich der Roman kritisch mit der Fleischindustrie auseinander und zeigt schonungslos, was geschieht, bevor ein Stück Fleisch auf unserem Teller landet. Diese Passagen sind intensiv und regen zum Nachdenken an, ohne dabei belehrend zu wirken. Weniger überzeugt haben mich die ausführlichen Schilderungen der Schlachtungen. Sie waren für meinen Geschmack stellenweise zu detailliert und haben den Lesefluss etwas gebremst. Zudem hatte ich nach Klappentext und Leseprobe erwartet, dass der Umgang mit Nutztieren im Verlauf der Geschichte stärker hinterfragt oder sich Rensings Perspektive weiterentwickelt. Diese Entwicklung blieb jedoch aus, sodass der Roman konsequent die Sicht eines Metzgers und Fleischessers einnimmt. Sprachlich überzeugt *Ochsenkopf* mit einem nüchternen, präzisen Stil, der hervorragend zur Geschichte passt. Gerade diese Sachlichkeit verstärkt die Wirkung vieler Szenen und lässt sowohl die Begeisterung für das Handwerk als auch die Kritik an der modernen Fleischindustrie glaubwürdig erscheinen. Insgesamt ist *Ochsenkopf* ein ungewöhnlicher und lesenswerter Debütroman, der spannende Einblicke in ein traditionsreiches Handwerk bietet und zugleich gesellschaftliche Fragen aufwirft. Auch wenn ich mir an einigen Stellen eine kritischere Weiterentwicklung der Perspektive gewünscht hätte, hat mich das Buch durch seine Authentizität und seine intensive Atmosphäre überzeugt. Besonders empfehlen würde ich es Leserinnen und Lesern, die sich für traditionelle Handwerkskunst, historische Entwicklungen und die Auseinandersetzung mit unserer heutigen Fleischproduktion interessieren.

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