Produktbild: Die wirklich wahre Geschichte von Radscha, dem Gutgläubigen (und seiner Mutter)

Die wirklich wahre Geschichte von Radscha, dem Gutgläubigen (und seiner Mutter) Roman

8

22,99 €

inkl. gesetzl. MwSt.

Beschreibung

Produktdetails

Format

ePUB

Kopierschutz

Nein

Family Sharing

Ja

Text-to-Speech

Ja

Verkaufsrang

18112

Erscheinungsdatum

20.03.2026

Verlag

C.H.Beck Digital

Seitenzahl

351 (Printausgabe)

Dateigröße

890 KB

Übersetzt von

Werner Löcher-Lawrence

Sprache

Deutsch

EAN

9783406843365

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ePUB

eBooks im ePUB-Format erlauben eine dynamische Anpassung des Inhalts an die jeweilige Display-Größe des Lesegeräts. Das Format eignet sich daher besonders für das Lesen auf mobilen Geräten, wie z.B. Ihrem tolino, Tablets oder Smartphones.

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Barrierefreiheit

  • keine Information zur Barrierefreiheit bekannt

Verkaufsrang

18112

Erscheinungsdatum

20.03.2026

Verlag

C.H.Beck Digital

Seitenzahl

351 (Printausgabe)

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890 KB

Übersetzt von

Werner Löcher-Lawrence

Sprache

Deutsch

EAN

9783406843365

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  • Nicoles Bücherwelt

    4/5

    22.03.2026

    eBook (ePUB)

    Ein lesenswerter Roman - locker geschrieben und zugleich bewegend (4,5 Sterne)

    Von Radscha, seinem Leben und seiner Mutter… „Die wirklich wahre Geschichte von Radscha, dem Gutgläubigen (und seiner Mutter)“ ist der neue Roman von Autor Rabih Alameddine und überrascht mit einer humorvollen und zugleich berührend-tiefgründigen Geschichte. Hauptfigur hier ist der inzwischen 63-jährige Radscha, der mit seiner 85-jährigen Mutter Zalfa in seiner kleinen Wohnung lebt. Radscha ist Philosophielehrer und an seiner Schule sehr beliebt, liebt Bücher. Ordnung und auch die Einsamkeit. Doch seit seine Mutter durch eher unglückliche Umstände bei ihm eingezogen ist, ist es mit der Ruhe und Privatsphäre Vorbei. Die aufgeweckte Frau will alles wissen und kennt jeden, nimmt kein Blatt vor den Mund und hat in ihrem Leben schon einiges erlebt. Schräges, aber auch Schreckliches. Als Radscha, der vor vielen Jahren mal ein Buch veröffentlich hat, nun ein Angebot bekommt, für drei Monate in den USA zu leben und dort ein weiteres zu schreiben, sieht er die Chance, seinem jetzigen Leben zu entkommen. Bei der Überlegung blickt er zurück auf seinen bisherigen Lebensweg – und hat viel zu erzählen. Das Buch ist unterteilt in verschiedene Zeitabschnitte – von der Gegenwart im Jahr 2023 zu zentralen Punkten im Jahr 2020 und schließlich weit zurück bis in die 1960er Jahre - in Radschas Kindheit. Der Schreibstil ist eher locker und wir lernen neben Radscha und einigen Nebenfiguren auch seine Mutter Zalfa sehr gut kennen. Gerade sie ist ein zentraler Punkt – sowohl in der Geschichte als auch in Radschas Leben. Im ersten Drittel wird es öfter herrlich schräg mit humorvollen Situationen und Anekdoten, dann aber auch überraschend tiefgründig und etwas nachdenklich machend – vor allem vor dem Hintergrund der Situation im Libanon. Der Bürgerkrieg, die Belagerung, der Bankenkollaps und zuletzt die Hafenexplosion im Jahre 2020 sind zentral im Hintergrund und beeinflussen natürlich Radschas Leben. Zudem musste er in der Kindheit einige Träume aufgeben. Auch wenn einige Situationen ernster und dramatisch sind, ist das Buch keinesfalls schwer und behält trotzdem immer eine gewisse Leichtigkeit. Dieses und die Figurenzeichnung sind dem Autor unheimlich gut gelungen. Dennoch habe ich einen kleinen Kritikpunkt: Etwa in der Mitte gibt es einen Abschnitt (Kapitel IV), der etwas zu langezogen war, oft wiederholend und zudem manchmal zu detailliert – hier wäre weniger etwas mehr gewesen. Doch danach hatte mich das Buch wieder in seinen Bann gezogen. Mein Fazit: Ein lesenswerter Roman mit vielen Facetten. Mal humorvoll, etwas schräg und locker geschrieben, dann wieder mit tiefgründigen und bewegenden Momenten. Trotz des ernsten Hintergrundes der politischen Lage im Land wirkt die Geschichte nicht zu schwer und lässt sich gut lesen. Interessant, unterhaltsam, aber auch nachdenklich machend. Bis auf einen Abschnitt der mir zu langgezogen war, ein gelungenes und besonderes Buch, dem ich 4,5 Sterne gebe.

  • Daniela Heinen

    aus Sankt Augustin

    5/5

    12.04.2026

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Ein tolles Buch

    Ich habe dieses Buch gelesen, ohne auf den Klappentext zu schauen. Einfach, weil mich der Titel angesprochen hat. Als ich beim ersten Hineinlesen erkannt habe, dass es dabei viel um den Krieg im Libanon gehen wird, war ich erst ein wenig abgeschreckt. Einen Kriegsroman wollte ich eigentlich nicht lesen - und über den Krieg im Libanon weiß ich, ehrlich gesagt, gar nichts. Also kein guter Start. Aber ich wurde von diesem Buch völlig überrascht. Obwohl der Krieg eine ganz wichtige Rolle spielt und auch zu sehr bedrückenden Szenen führt, ist es ein Buch, dass in erster Linie für das Leben spricht! Der 63 jährige Radscha nimmt eher unfreiwillig seine Mutter in seiner kleinen Wohnung auf, und man merkt sehr schnell, wie verschieden die zwei sind. Das führt wohl oder übel zu Konflikten und einigen etwas derberen Gesprächen, aber man spürt immer ihre Liebe zueinander und kann im Laufe des Lebens auch gut nachvollziehen, wie ihre Leben sie zu dem gemacht haben, was sie sind. Ich habe dieses Buch wirklich sehr gemocht. Man findet in ihm viele Themen wie Krieg, Entführung, (sexueller) Missbrauch, Traumata, Queerness, aber auch ganz viel Überlebenswillen, Liebe und Hoffnung. Und trotz der schweren Kost schwebt auch immer ein leiser Humor mit. Wirklich toll!

  • Bewertung

    aus Wermelskirchen

    5/5

    09.04.2026

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Laut, chaotisch, voller Leben

    Dieser Roman hat mich wirklich überrascht und zwar auf die beste Art. Im Mittelpunkt steht Radscha, ein 63jähriger Philosophieprofessor aus Beirut, der ein eher zurückgezogenes Leben führt oder führen möchte. Seine dominante und sehr exzentrische Mutter ist bei ihm eingezogen und wirbelt mit ihrer energiegeladenen Art nicht nur den Alltag, sondern Radschas Gefühlswelt durcheinander. Was zunächst nach einem schweren, vielleicht sogar bedrückenden Roman (weil die Geschichte des Libanons bedrückend ist) klingt, ist in Wahrheit eine unglaublich lebendige Mischung aus Tragik und Humor. Der Ton ist oft derb, frech und bissig. Die Dialoge zwischen Mutter und Sohn sind aber großartig laut und emotional und voller Leben. Dabei schreckt der Autor auch vor schwierigen Themen nicht zurück. Es geht um den Bürgerkrieg, um Bankenkollaps, Traums, Schuld und Queerness. Die traumatische Entführungsszenen mit vielen sexuellen Szenen empfand ich fast als schmerzhaft. Trotzdem ist dieser Roman für mich vor allem eine liebevolle und gleichzeitig chaotische Geschichte aus dem Libanon über Identität, Familie und das Leben selbst. All diese absurden, schönen und schmerzhaften Momente, über die Rabih Alameddine uns erzählt, ergeben ein wunderbares Mosaik aus Erinnerungen, Begegnungen und Emotionen. Eine große Leseempfehlung für diesen klugen und unterhaltsamen Roman.

  • Bewertung

    5/5

    28.03.2026

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Großartig

    Der 63jährige Radscha lebt mit seiner recht dominanten Mutter zusammen in einer Wohnung in Beirut. Er ist Philosophieprofessor und lebt recht zurückgezogen. Seine exzentrische Mutter ist da ganz anders. Seit dem Tod des Vaters blüht sie richtig auf. Als Radscha die Möglichkeit bekommt eine Weile in den USA zu leben, nimmt er an um seinem Leben zu entfliehen. Während er noch über die Reise nachdenkt, beginnt er sein Leben zu reflektieren. Bürgerkrieg, eine schwierige Familie, eine Entführung. Er hat einiges erlebt. Auch seine Identität, seine Sexualität haben sein Leben nicht einfach sein lassen. Klingt erstmal nach einem schweren, traurigen Buch aber der Autor verbindet hier eindrucksvoll Humor und Tragik. Derb, frech, bissig wird hier erzählt. Die Dialoge zwischen Radscha und seiner Mutter sind einfach nur köstlich. Beide haben viel erlebt. Gerade der Bürgerkrieg, der Bankenkollabs werden hier mit viel ironischer Leichtigkeit rübergebracht, ohne ihre Schwere zu verlieren. Die Figuren wirken authentisch und glaubwürdig, liebenswert und verletzlich. Radscha und seine Mutter sind so unterschiedlich, doch sind sie eng miteinander verbunden. Wir begleiten die beiden durch mehrere Jahrzehnte. Gerade die Entführung von Radscha war traumatisch und wirkte sich auf sein späteres Leben aus. Das empfand ich beim Lesen schon als verstörend. Die Geschichte wird nicht linear erzählt. Vielmehr ist das Buch ein Porträt eines liebevoll chaotischen Mannes, der mit sich selbst Frieden schließen möchte. Queerness, Schuld und Familie sind hier wichtige Themen. Doch der Roman ist auch eine Liebeserklärung. Er ist eine Homage, an all die Schönheiten des Lebens, die sich in den absurdesten Ecken und den schlimmsten Zeiten verstecken. Ein tragisch-komischer, kluger und unterhaltsamer Roman, der sich ganz wunderbar lesen lässt und von sehr starken Charakteren lebt. Empfehle ich euch unbedingt weiter.

  • Eva

    5/5

    20.03.2026

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Eine leuchtende Fackel des Humors, der Güte und der Liebe

    Radscha entscheidet sich für den Frieden. Die Philosophie, Toleranz, Verständnis, Menschlichkeit. Auf der anderen Seite stehen diejenigen, die sich für den Krieg entscheiden. Es sind diejenigen, die in unmittelbarer Nähe sind, aber Waffen in die Hand nehmen und die Sprache der Zerstörung sprechen. Radscha aber ist der Gutgläubige. Nur so kann er als Außenseiter im Libanon überleben. Es wird viel geschrien in dem Buch, es ist irre laut. Nervenzusammenbrüche und das alltägliche Chaos warten an jeder Ecke. Willkür und Verletzlichkeit aber auch. Alle wollen irgendetwas von Radscha, dabei möchte Radscha doch nur seine Ruhe, Ordnung und einsame Spaziergänge. Die Umstände verpflanzen seine Mutter, die alles, aber auch wirklich alles wissen will, in seine Wohnung. Ein dreimonatiges Stipendium in Virginia ist ein hervorragender Anlass, der eigenen Vergangenheit, der Mutter und der desaströsen Politik, die so dominant in das Private hineinragt, zu entfliehen. Der große Schritt in die Zukunft wird ein Rückblick. Auf die drei Katastrophen Beiruts und die größte Katastrophe von allen: den Einzug der verhassten Tante Jasmine in die eigene, beengte Wohnung. Immer wieder geht es in betörender Sprache, die zwischen Poesie, Ironie, Witz und Melancholie changiert und die niemals die derben und absurden Szenen des Alltags eines Homosexuellen in Beirut auslässt, um nichts weniger als das Menschsein. Rabih Alameddine wirft einen liebevoll ironischen Blick auf die Menschen in seinem Heimatland und zementiert die unbändige Hingabe seines Protagonisten an die Größe des menschlichen Geistes in der Überzeugung, „nicht an einem System teilnehmen zu können, das versucht, Menschen wie uns zu vernichten. Ich musste mich dem widersetzen, um mein Leben auf meine Weise zu leben.“ Das Ergebnis ist eine ausschweifende Feier der Liebe, des Lebens und der Zuversicht. Trotz allem. Ich habe mich unbändig über dieses Buch gefreut und konnte nicht aufhören zu lesen. Für mich ein leuchtendes Werk am Frühlingshimmel.

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    Philipp Hagen

    Thalia Wien – Mariahilfer Straße

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    5/5

    29.03.2026

    eBook (ePUB)

    Paris des Nahen Ostens

    Mit erschrecken musste ich feststellen das ich das „Buch des Jahres“ gestern fertig gelesen habe und das sich ab gestern Abend alle kommende Bücher des Jahres 2026 an dieser Perle messen müssen. Über den Autor bin ich zufällig gestolpert, einige Zeit bevor Er zum National Book Award Preisträger wurde. Im Grunde bin ich nicht „Preisträger“ hörig, mein letztes „Preisträger“ Fiasko sitzt mir noch in den Knochen, filmischer Natur aber trotzdem ich sage nur „Marty Mauser“, was haben die an Marketing in uns gesetzt und dann… aber zurück zum Buch. Ich werde mich hüten zu viel des inhaltlichen hier wiederzugeben, ich möchte Ihnen die Gelegenheit geben diese „Perle“ zu erfahren, selbst zu entdecken und zu staunen. Aber so viel sei verraten der Autor schildert ein aufwachsen in einer Region die im Brennpunkt politischer und religiöser Spannungen steht, der Libanon und hier seine Heimatstadt Beirut. Erzählt wird von Krieg, Krieg und Bürgerkrieg, von einem Staatsbankrott und COVID und von einer Katastrophe, dem Einzug der verhassten Tante in die eigenen vier Wände. Das erstaunliche ist aber WIE er diese Katastrophen erzählt, immer positiv und mit so viel Humor und Einfühlungsvermögen das einem das Herz übergehen könnte. Vertrauen sie dem letztjährigen National Book Award Preisträger und lassen sie sich „entführen“ nach Beirut, nehmen sie Platz am großen Tisch den der Autor rettet und in seine eigene kleine Wohnung bringt und nehmen sie Platz, es erwarten sie, der Autor, seine Mutter, Madame Taweel, Budi, einige Leibwächter und natürlich Tante Yasmine. PhilSpasz

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