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Band 2

Der Bonbon-Mord zu Köln Kriminalroman | Historischer True Crime Anwaltskrimi

8

20,00 €

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Beschreibung

Produktdetails

Einband

Taschenbuch

Erscheinungsdatum

29.05.2026

Verlag

Piper Taschenbuch

Seitenzahl

328

Maße (L/B/H)

18,5/12/3,2 cm

Gewicht

312 g

Farbe

Hellblau / Schwarz

Auflage

1. Auflage

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-492-50905-3

Beschreibung

Rezension

»Sie legt großen Wert auf historische Genauigkeit, arbeitet intensiv mit alten Stadtplänen und recherchiert detailliert.« Bianca Brühl Rheinische Post 20260415

Produktdetails

Einband

Taschenbuch

Erscheinungsdatum

29.05.2026

Verlag

Piper Taschenbuch

Seitenzahl

328

Maße (L/B/H)

18,5/12/3,2 cm

Gewicht

312 g

Farbe

Hellblau / Schwarz

Auflage

1. Auflage

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-492-50905-3

Herstelleradresse

Piper Verlag GmbH
Georgenstr. 4
80799 München
DE

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  • Bewertung

    aus Griesbach

    5/5

    05.07.2026

    Buch (Taschenbuch)

    Der bittere Geschmack der Wahrheit

    Mit „Der Bonbon-Mord zu Köln“ gelingt den Autorinnen erneut ein historischer Kriminalroman, der weit über die Grenzen klassischer Spannungsliteratur hinausreicht. Der zweite Band der Reihe entfaltet ein vielschichtiges Panorama des Revolutionsjahres 1848 und verbindet historische Präzision, juristische Expertise und psychologische Raffinesse zu einem ebenso intelligenten wie fesselnden Leseerlebnis. Ausgangspunkt ist ein erschütterndes Verbrechen: Ein mit Strychnin versetztes Schokoladenbonbon kostet ein Kind das Leben und versetzt die Kölner Bevölkerung in Angst und Schrecken. Doch der eigentliche Reiz dieses Romans liegt nicht in der bloßen Suche nach dem Täter. Vielmehr entwickelt sich die Handlung zu einer subtilen Reflexion über Schuld, Wahrheit und die Grenzen menschlicher Erkenntnis. Was zunächst als scheinbar eindeutiger Indizienfall erscheint, entpuppt sich zunehmend als komplexes Geflecht aus Vorurteilen, gesellschaftlichen Erwartungen und juristischen Fallstricken. Vor der bewegten Kulisse der Märzrevolution erhält die Handlung eine bemerkenswerte historische Tiefenschärfe. Demonstrationen für bürgerliche Freiheitsrechte, politische Mitbestimmung und soziale Gerechtigkeit bilden keinen dekorativen Hintergrund, sondern durchdringen das Geschehen bis in die Gerichtssäle hinein. Die gesellschaftlichen Umbrüche spiegeln sich in den Figuren ebenso wider wie in den moralischen Fragestellungen des Romans und verleihen der Erzählung eine zeitlose Aktualität. Besonders beeindruckend ist die wissenschaftliche und historische Genauigkeit, mit der die Autorinnen das Alltagsleben des 19. Jahrhunderts rekonstruieren. Die detaillierten Einblicke in die damalige Pharmazie, in der winzige Maßeinheiten wie Gran und Lot über Leben und Tod entscheiden konnten, sind weit mehr als akribisch recherchiertes Beiwerk. Sie eröffnen dem Leser ein Verständnis für die Präzision und Verantwortung eines Berufsstandes, dessen Wissen zugleich heilen und töten konnte. Gerade diese scheinbar unspektakulären Details entfalten eine außergewöhnliche atmosphärische Dichte und machen Geschichte sinnlich erfahrbar. Den dramaturgischen Höhepunkt bildet zweifellos der Gerichtsprozess. Hier offenbart sich die juristische Kompetenz der Autorinnen in besonderem Maße. Mit großer Authentizität wird ein Strafverfahren des 19. Jahrhunderts rekonstruiert, dessen argumentativer Schlagabtausch ebenso spannungsvoll wie intellektuell anspruchsvoll inszeniert ist. Die Verteidiger Bas Sello und Dr. Venedey kämpfen nicht allein gegen die Anklage, sondern gegen vorschnelle Gewissheiten und gesellschaftliche Vorverurteilungen. Bemerkenswert ist dabei die überraschend fortschrittliche Auseinandersetzung mit der Frage der Schuldfähigkeit – ein rechtsphilosophischer Diskurs, der seiner Epoche weit voraus erscheint und dem Roman eine zusätzliche gedankliche Dimension verleiht. Auch die Figuren gewinnen weiter an Kontur. Ihre persönliche Entwicklung erfolgt mit wohltuender Zurückhaltung und psychologischer Glaubwürdigkeit. Historisch belegte Persönlichkeiten und fiktionale Charaktere verschmelzen dabei zu einem organischen Ganzen, das die Atmosphäre des revolutionären Kölns mit außergewöhnlicher Lebendigkeit heraufbeschwört. Selbst die sprachliche Gestaltung trägt ihren Teil dazu bei: Das behutsam eingesetzte Kölsch verleiht dem Roman lokales Kolorit, ohne die Lesbarkeit einzuschränken, und verstärkt den Eindruck historischer Authentizität. „Der Bonbon-Mord zu Köln“ ist ein historischer Thriller von bemerkenswerter literarischer Qualität. Er verbindet kriminalistische Spannung mit gesellschaftlicher Analyse, historische Forschung mit erzählerischer Eleganz und juristische Präzision mit psychologischer Tiefe. Gerade die kunstvolle Verflechtung des politischen Zeitgeistes, der minutiös dargestellten apothekerlichen Arbeit und der eindrucksvoll rekonstruierten Gerichtsverhandlung macht diesen zweiten Band zu einem außergewöhnlichen Roman, der lange nachhallt. Man legt ihn mit der selten gewordenen Gewissheit aus der Hand, nicht nur hervorragend unterhalten, sondern zugleich historisch und intellektuell bereichert worden zu sein und mit dem dringenden Wunsch, dass diese herausragende Krimiserie bald ihre verdiente Fortsetzung findet.

  • Witch-Journal

    5/5

    04.07.2026

    Buch (Taschenbuch)

    Toll geschrieben

    Mit diesem Buch legt das Autorenduo Eva-Maria Silber und Kirsten Wilczek einen absolut fesselnden und düsteren Justiz-Krimi vor. Wer historische True-Crime-Fälle und die Romane von Alex Beer liebt, wird an diesem atmosphärischen Meisterwerk nicht vorbeikommen. Köln im Revolutionsjahr 1848: Ein perfider Giftmörder versetzt die gesamte Stadt in nackte Angst. Mit tödlichem Strychnin versetzte Schokoladen-Bonbons werden verteilt – zahlreiche Bürger erkranken schwer, und schließlich fordert das Gift das Leben eines unschuldigen Kindes. Paranoia und Hysterie greifen wie ein Lauffeuer um sich. Als auch noch ein gefälschtes Fahndungsplakat auftaucht, das eine astronomische Belohnung verspricht, bricht im Volk der blanke Wahnsinn aus: Anonyme Anzeigen und gegenseitige Verdächtigungen jagen eine unkontrollierbare Welle der Hetze durch die Straßen. Schließlich landet eine Verdächtige im Visier der Justiz. Vor dem Hintergrund der tobenden Revolution beginnt im Gerichtssaal ein Wettlauf gegen die Zeit, um die Frau vor dem grausamen Tod auf der Guillotine zu bewahren. Die Hauptcharaktere werden von den Autorinnen meisterhaft in den Fokus gerückt. Allen voran die beiden Verteidiger Bas Sello und Dr. Venedey, die mit ihrem scharfen Verstand, juristischem Geschick und purem Kampfgeist das Buch zum Leben erwecken. Die Zusammenarbeit des Autorenduos ist hierbei schlichtweg brillant: Durch die Kombination aus fesselnder Erzählkunst und juristischer Fachexpertise greift jedes Zahnrad perfekt ineinander. Man spürt in jedem Kapitel, dass jedes historische Detail akribisch recherchiert wurde und absolut stimmt. Diese historische Genauigkeit verleiht der Geschichte eine enorme Tiefe und Authentizität. Die Spannung ist von der ersten Seite an greifbar und spitzt sich durch das geschäftige, revolutionäre Treiben in Köln dramatisch zu. Der Schreibstil des Duos ist ein wahrer Genuss für alle Literaturliebhaber. Er ist ungemein ansprechend, farbig, lebendig und wunderbar wortreich. Die Autorinnen schaffen es, das Köln des 19. Jahrhunderts so plastisch darzustellen, dass man den Schmutz der Gassen riechen und das Tuscheln der verängstigten Bürger hören kann. Das atmosphärische Cover setzt dem Ganzen die Krone auf: Es passt perfekt zur düsteren Epoche und fängt die historische Justiz-Stimmung visuell erstklassig ein. Dieses Buch ist ein absoluter Volltreffer! Silber und Wilczek ist ein grandioser Mix aus historischem True-Crime und packendem Gerichtsdrama gelungen. Ein farbenprächtiger, hochspannender Roman, der zeigt, wie fesselnd Geschichte sein kann, wenn sie mit so viel Herzblut und Sachverstand erzählt wird. Vielen Dank, liebe Eva und liebe Kirsten.

  • Bewertung

    aus Oschersleben

    5/5

    28.06.2026

    Buch (Taschenbuch)

    Teil 2

    Teil 2 einer Reihe hat mir sehr gut gefallen. Schon der erste Teil einer neuen Reihe hat mich gleich in seinen Bann gezogen. Im 2. Teil geht es wieder um einen Mordfall in Köln, der Rätsel aufgibt. Es werden Bonbons mit Gift verteilt. Da Belohnungen für die Ergreifung des Täters ausgesetzt sind, werden viele unschuldig verdächtigt und Bas Sello und Dr. Venedey müssen all ihre Künste einsetzen, um das zu verhindern. Das Buch bietet neben interessanten historischen Hintergrunden und einem wunderbaren Schauplatz der Handlung auch einen sehr spannenden Mordfall. Es gibt immer wieder überraschende Momente und durch den bildreichen Schreibstil findet man sich oft beim Lesen mitten im Geschenen wieder. Auch das Cover gefällt mir sehr. Die Figuren sind vielschichtig angelegt. Ich habe mich sehr gut unterhalten gefühlt und empfehle das Buch und die ganze Reihe deshalb gerne weiter.

  • clematis

    5/5

    13.06.2026

    Buch (Taschenbuch)

    Teuflischer Veilchendienstag

    Teuflische, weil vergiftete Bonbons, sind in Köln im Umlauf, die Manhardt´sche Konditorei & Süßwarenladen gerät ins Visier der Ermittler, nachdem am Veilchendienstag ein Kind zu Tode gekommen ist. Alsbald schwören sich Zeugen auf eine elegante Dame ein, sich verdächtig gemacht zu haben, weshalb sich ebendiese Person nun vor Gericht befindet. Mangels eines klaren Motivs tut sich Generalprocurator Grandjean mit seiner Anklage genauso schwer wie der gewiefte Rechtsanwalt Dr. Venedey und sein erst kürzlich zum Advokaten ernannte Kollege Bas Sello mit ihrer Verteidigung, da einfach vieles auf die Schuldhaftigkeit ihrer Mandantin hindeutet. Großartige Recherche und etliche historisch verbürgte Personen als Vorbilder für die Figuren im Roman lassen auch diesen zweiten Band der vorliegenden Krimireihe zu einem wahren Lesevergnügen werden. Die Zeit der 1848er-Revolution in Köln wird so lebendig dargestellt, dass man nicht anders kann, als sich von Sog mitreißen zu lassen, die Charaktere tun ihr Übriges, um den Leser in Atem zu halten, egal, ob es sich um deren beruflichen Alltag als Ermittler oder Verteidiger handelt oder um ihre privaten Angelegenheiten. Als besondere Dreingabe basiert auch dieser Fall auf einem True Crime, welchen die beiden Autorinnen, ihres Zeichens Anwältinnen, bestens in Szene gesetzt haben. Besonders die authentische Darstellung der Verhandlung, aber auch die Vorgeschichte, ist fesselnd in eloquente Worte gefasst, das breite Kölsch, welches natürlich häufig gesprochen wird, wird weitgehend im Handlungsverlauf ins Hochdeutsche übersetzt, sodass man auch als ortsfremder Leser recht gut zurechtkommt und dennoch die vorherrschende Atmosphäre durch und durch spüren kann. Wie die Geschworenen über die kecke Inculpatin (Angeklagte) Christine Edmund wohl urteilen werden? Vor dem politischen Hintergrund mit Demonstrationen für Freiheit, Wahlrecht und soziale Absicherung, der detaillierten Betrachtung der apothekerlichen Arbeit mit winzigen Maßeinheiten wie Gran und Lot und der anschaulichen Darstellung eines damaligen Gerichtsprozesses lässt auch Band zwei dieser meisterlichen Krimiserie keine Wünsche offen – außer vielleicht, dass es in Bälde eine Fortsetzung geben wird.

  • Bewertung

    aus Viersen

    5/5

    04.06.2026

    Buch (Taschenbuch)

    Krimi im historischen Köln

    Man taucht mit diesem Buch in das Köln von 1848 ein. Das Buch beginnt mit der Präparation von etwas was schmilzt. Dabei wird der genaue Prozess beschrieben und man merkt direkt an der Stimmung und der Wortwahl, dass es nicht gut ist, was da passiert. Man bekommt direkt eine Gänsehaut. Wenn man weiterliest weiß man ganz genau, was passiert ist und es läuft einem dann kalt den Rücken herunter. Der Kriminalfall hat es in sich, besonders wenn man erfährt, wer sein erstes Opfer ist. Allgemein ist die Stimmung düster, aber den Autorinnen gelingt es mit einigen lustigen Szenen, wie das Verhör und den Sprachdefiziten durch das Kölsch auf dem Fischmarkt, die Geschichte aufzulockern. Besonders hat mir auch hier wieder der juristische Part gefallen. Die Hauptpersonen, die man auch schon aus dem ersten Band kennt (man muss es nicht gelesen haben, um das zweite Buch zu verstehen, aber man sollte es einfach lesen, weil dieses auch schon großartig ist) sind auch wieder vertreten und reißen einen einfach mit. Nicht nur der Kriminalfall ist spannend, sondern einfach die Beschreibung des damaligen Köln. Ich hatte das Gefühl, dass ich genau in die Welt eingetaucht bin. Beim Lesen war ich beim unfertigen Dom, hörte die Geräusche einer schnellwachsenden Stadt und wurde von der Stimmung mitgerissen. Die komplette Atmosphäre war zu greifen. Insgesamt ist dieses Buch ein toller historischer Krimi, der in einer Zeit spielt, die jedem vom Geschichtsunterricht bekannt ist, jedoch einen mitreißt und Lust auf mehr macht. So dass man sich fragt, warum kam mir der Geschichtsunterricht damals so langweilig vor. Die Sprache ist großartig, auch das Kölsch wird hier gut eingesetzt. Nicht zu viel und nicht zu wenig. Es ist aber kein Roman, den man einfach wegliest, aber das ist auch nicht das Ziel. Man genießt jede Seite und jede Beschreibung. Ich hoffe, es gibt noch weitere Bände, in welchen Schäng, Bas Sello, Dr. Venedey und Mathilde von Tabouillot ermitteln und uns Köln aus der damaligen Zeit näher bringen.

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