Die Wellen peitschen gegen die Fähre, als fünf Passagiere an einem stürmischen Oktobertag die Insel Neuwerk in der Nordsee erreichen. Für vier von ihnen ist es die Rückkehr an einen Ort, der dunkle Erinnerungen wachruft. An einen Sommer vor dreißig Jahren, in dem zwei Teenager spurlos aus dem Schullandheim verschwanden. Auch damals waren die vier auf Neuwerk - und eine Frage hat sie seither nie mehr losgelassen: Was geschah in jenem verhängnisvollen Sommer wirklich? Als ein Orkan aufzieht und niemand die Insel verlassen kann, drängen lang gehütete Geheimnisse an die Oberfläche. Denn es gibt jemanden, der die Antwort kennt. Und der nicht eher ruht, bis eine alte Schuld endlich gesühnt wird ...
Kundinnen und Kunden meinen
3.9/5.0
marcello
4/5
20.04.2026
Hörbuch-Download
Komplexe Verwicklungen von fünf Fremden
Romy Fölck ist eine Autorin, an der man eigentlich nicht vorbeikommt, gerade weil sie in ihrem Schreiben sehr flexibel ist, siehe verschiedene Genres, und doch habe ich es geschafft, bislang noch gar nichts von ihr gelesen zu haben. „Fünf Fremde“ ist nun ihr erster Thriller und ich musste doch bei dem Klappentext sehr an Lucy Clarke denken. Ich mag es in dem Genre doch echt gerne, viele verschiedene Perspektiven zu haben und deswegen dachte ich, dass der Zeitpunkt ideal ist, Fölcks Erzählstimme nun endlich mal kennenzulernen.
Ich habe „Fünf Fremde“ als Hörbuch gehabt und wie ein wenig erhofft, gibt es gleich sechs Erzählstimmen. Die fünf Fremden, aber auch eine Vergangenheitsperspektive musste noch vertont werden, sodass wir dann eben auf sechs Beteiligte kommen. Es war mir gleich fünf Frauenstimmen schon herausfordernd, gerade weil die ‚älteren‘ und die ‚jüngeren‘ Stimmen sich dann auch ähnelten, aber da immer fix klar wird, von wem gerade erzählt wird, war es nicht schlimm. Zumal ich viele Erzählstimmen eh immer gegenüber nur einer Stimme bevorzugen würde, weil es sich dann mehr wie ein Schauspiel anfühlt und dafür greife ich gerne zu einem Hörbuch. Jetzt ist noch der Hinweis entscheidend, dass ich die gekürzte Version des Hörbuchs hatte. Da bin ich eigentlich kein Fan von, weil ich auch nie abschätzen kann, was gekürzt wird. Ich gehe anhand meiner Eindrücke von Fölcks Schreibstil davon aus, dass es vor allem beschreibende Elemente und Momente, die der Atmosphäre dienen, sind, das ist für mich dann auch zu verkraften. Zumal ich am Ende auch sagen kann, dass ich alles verstanden und keine Lücken entdeckt habe.
Für mich wäre der Kritikpunkt an „Fünf Fremde“ die Charakterarbeit. Das ist immer ein schmaler Grat, wenn man so viele Perspektiven hat, dass man ihnen allesamt gerecht wird. Ganz ideal ist es nicht gelungen, aber ich hänge das nicht zu hoch, denn ich habe genau das bekommen, was ich mir von so einer Art von Erzählung erhofft habe. Die vielen Perspektiven verwirren ordentlich, man bekommt aber auch genug Hinweise, um selbst zu rätseln, es ist durchgängig spannend und es wird durchaus auch einiges Psychologisches angeboten. Gerade am Ende, wenn sich alle Motiven offenbaren, dann wird es nochmal herausfordernd für die Autoren. Da die Hintergründe stellenweise extrem sein können, ist es für mich gerade dann hilfreich, wenn ich wirklich verstehe, was los ist. Das war jetzt gerade bei „Bachelorette Party“ von Camilla Sten sehr extrem und auch hier hatte ich gewisse Fragezeichen. Dafür hatte ich bei den anderen Figuren aber ein recht gutes Bild, aber letztlich ist es einfach ein Lebensausschnitt und kein ganzes Leben.
Die Insel als Setting ist gut gewählt. Man kommt nur auf bestimmte Art und Weise hin und je nach Wetterbedingungen ist man auch nicht mal eben wieder weg. Durch die Jahreszeit kommt auch kein Urlaubsfeeling auf, stattdessen erzeugt Fölck eine düstere Stimmung, die dann mit dem Inhalt gut zusammenpasst. Wir bekommen dann nach und nach die fünf Fremden vorgestellt und wir bekommen durch die Rückblenden einen Kontext, mit dem immer mehr zu erahnen, was auf der Insel einst passiert ist und warum es so entscheidend ist, dass nun einige Figuren zusammenkommen. Ich fand das Buch gut aufgebaut, weil wir immer in guten, regelmäßigen Abständen neue Infos bekommen haben. Entweder es waren echte Durchbrüche oder es war uns etwas gereicht, womit wir dann arbeiten konnten. Ich muss auch sagen, dass mich das Hörbuch mit einem gewissen Grad an Komplexität auch abgelenkt hat, denn gerade im Nachhinein würde ich sagen, dass die Fährten gut ausgelegt worden sind. Nicht total auffällig, aber mein Hirn hätte an einiges kommen können. So war es für mich bis zum Ende überraschend.
Fazit: Während Camilla Sten jetzt gerade erst scheiterte, das Warten auf einen neuen Lucy Clarke-Thriller zu überbrücken, hat Romy Fölck das für mich geschafft. Es war durch die ganzen Perspektiven nämlich genau das, was ich im Thriller-Bereich gerne lese: Komplex, verwirrend, spannend und mit Tiefgang. Es hätte im Charakterbereich noch einen Ticken mehr sein können, aber ich habe mich sehr gut unterhalten gefühlt.
Sebastian Ottmann (LeseOrbit - Bücher-Blog)
5/5
13.06.2026
Buch (Gebundene Ausgabe)
Thriller mit einem fesselnden Rätsel der in einer Sturmnacht auf Neuwerk spielt
Romy Fölck hat einen Thriller mit einem fesselnden Rätsel geschaffen. Zu Beginn muss man natürlich erst mal die fünf Personen, die die Hauptrolle im Roman spielen, kennenlernen. Bei mir hat es etwas gedauert, bis ich alle immer richtig zugeordnet habe und mir hat hier die Übersicht im Schutzumschlag sehr geholfen. Auch muss man die Datumsangaben bei den einzelnen Kapiteln sehr aufmerksam lesen, da es immer wieder Rückblicke in die Zeit des Schullandheimaufenthalts gibt und sich diese abwechseln mit Kapiteln, die in er aktuellen Zeit spielen.
Der Thriller und die Handlung sind toll aufgebaut. Neben dem Rätsel aus der Vergangenheit, also der Frage warum die zwei Jugendliche im Schullandheim verschwunden sind, gibt es auch bei den fünf Personen immer wieder Vorkommnisse, die komisch sind. Hier möchte man als Leser natürlich wissen, wie alles zusammen hängt und auch, ob und was die fünf Protagonisten damit zu tun haben.
Romy Fölck hat - wie auch schon bei ihren anderen Büchern - einen wunderbaren Schreib- und Erzählstil. Dieser und auch die kurzen Kapitel, die immer aus den verschiedenen Perspektiven der Beteiligten erzählt werden, sorgen dafür, dass man das Buch immer weiterlesen möchte. Hinzu kommt auch die atmosphärisch sehr eindringlich beschriebene Orkannacht, bei der man sich fühlt, als wäre man selbst mit dabei.
All dies führt dazu, dass man in das Buch hineingezogen wird und immer weiterlesen möchte. Am Ende des Buches werden die verschiedenen Stränge, die sich mit der Zeit aufgebaut haben, grandios zusammengeführt und die Lösung des Rätsels ist am Ende ganz anders als ich als Leser es eigentlich erwartet habe. Aber genau das macht ja auch gute Bücher und Thriller aus. Insofern ist "Fünf Fremde" für mich eine ganz klare Leseempfehlung!
Alexa K.
aus Bad Oeynhausen
5/5
21.05.2026
Buch (Gebundene Ausgabe)
Fünf Fremde, die alle etwas gemein haben...
Zum Buch: Es kommt ein Herbststurm auf die Insel Neuwerk zu. Einige Passagiere machen sich mit der Fähre auf den Weg dorthin, alle aus unterschiedlichen Gründen. Wie sich dann aber schnell herausstellt, hat jeder von ihnen Erinnerungen an eine Begebenheit, die sich vor dreißig Jahren dort ereignete. Zwei Teenager sind damals verschwunden. Was haben die Besucher gemeinsam? Eins ist sicher: sie werden es herausfinden, denn durch den Orkan kann niemand die Insel verlassen…
Meine Meinung: Die Geschichte baut sich langsam auf. Der Leser wird zuerst mit den Ereignissen von damals konfrontiert. Dann lernt man nach und nach die Charaktere kennen. Sie haben alle eines gemeinsam – sie waren damals dabei. Doch wer gibt schon gerne seine Geheimnisse preis? Und warum sind sie jetzt alle dort? Langsam findet man dann heraus, wie alle zusammenhängen und da bin ich wirklich oft überrascht worden!
Der Schreibstil ist faszinierend, Romy Fölck baut die Spannung subtil und langsam auf. Während die Orkanböen stärker werden, legt der Sturm auch die Geheimnisse frei. Denn jeder will wissen: was ist vor dreißig Jahren passiert? Das Setting spricht für sich, man hat die Szenerie vor dem inneren Auge beim Lesen! Ganz toll fand ich auch die Karte im Innenteil der Buchklappe!
Die Charakterzeichnung ist toll, jeder hat so einiges zu erzählen und manche Kapitel sind in der Rückblende des jeweiligen Charakters zu lesen. Und nicht jeder spielt mit offenen Karten…
Mein Fazit: Ein spannender Ausflug auf die Insel Neuwerk, da bekommt man richtig Lust, dort auch wieder einmal hinzufahren! Aber vielleicht nicht gerade, wenn die Herbststürme wüten! Ich empfehle diesen Thriller gerne weiter und vergebe hierfür die volle Punktzahl, da mich die Geschichte richtig abgeholt hat!
Im_Lesehimmel
aus Berlin
5/5
20.04.2026
Buch (Gebundene Ausgabe)
Atmosphärisch und spannend
Die Charaktere haben es mir anfangs zwar nicht ganz leicht gemacht , aber praktischerweise befindet sich eine Beschreibung der fünf Hauptfiguren auf dem Innenumschlag, so dass ich immer mal einfach zurückblättern und nachschauen konnte. Dort findet man auch eine Karte der Insel Neuwerk.
Ebenso verlangen die Zeitsprünge und Perspektivwechsel ein gewisses Maß an Konzentration, aber tragen erstaunlich gut zum Spannungsaufbau und zur Atmosphäre der Geschichte bei. Auch wenn es anfangs recht ruhig vorangeht, so gibt es doch immer wieder brenzlige Situationen und unerwartete Wendungen.
So lernt man erst einmal etwas über das Inselleben und die Bewohner, die Nordsee, das raue Watt und das stetig wechselnde Wetter. Der aufziehende Sturms bildet die perfekte Kulisse für die weitere Handlung und das Vergangene, was bei allen Protagonisten an die Oberfläche drängt.
Mit dem Sturm wächst auch die Bedrohung stetig. Die Situation wird undurchschaubar. Die Protagonisten geraten in turbulente, teils beklemmende Szenen und die Spannung zieht spürbar an. Ich habe die Atmosphäre teilweise als sehr gruselig empfunden.
Obwohl ich mehrfach glaubte, der Lösung ganz nah zu sein, lag ich dann doch nicht ganz richtig und die Auflösung konnte mich überraschen.
Die Handlung spielt gekonnt mit Erwartungen und Plottwists und bleibt bis zum Schluss fesselnd. Ein Buch für alle, die spannende psychologische Thriller mögen.
Flying Bookworm
5/5
18.04.2026
Buch (Gebundene Ausgabe)
Was für eine Atmosphäre
Romy Völks 'Fünf Fremde' hat mich von der ersten Seite an in eine beklemmende, düstere Welt entführt. Diese kleine, sturmumtoste Insel wurde so greifbar, dass ich die Einsamkeit und die bedrohliche Stimmung förmlich spüren konnte.
Was dieses Buch für mich so außergewöhnlich gemacht hat, war die konstante Spannung: Mit jedem Kapitel tauchten neue Fragen auf, die meine Theorien immer wieder über den Haufen warfen. Die Rückblenden waren geschickt platziert und haben die Geheimnisse nach und nach enthüllt, ohne zu viel zu verraten.
Die Vielzahl an Charakteren und deren Geschichten hat mich gefordert, doch gerade das hat das Rätsel umso facettenreicher gemacht. Es hat mir großen Spaß gemacht, mitzufiebern, Theorien zu spinnen und am Ende doch überrascht zu werden. Besonders der Nervenkitzel um die zwei Kinder hat das Ganze emotional aufgeladen.
Für mich war das ein fesselnder Thriller, der bis zur letzten Seite mitreißt. Für Thriller-Fans, die gerne miträtseln, ist dieses Buch eine absolute Empfehlung!
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5/5
11.04.2026
eBook (ePUB)
Absolute Leseempfehlung
Wie ein Sog - konnte nicht mehr aufhören, anfangs wird man mitgenommen auf eine Insel - 5 scheinbar Fremde und doch verbunden. Nach und nach erfährt man die Geheimnisse der Personen und was vor über 30 Jahren wirklich passiert ist, mit einigen Überraschungen. Sehr spannend aufgebaut und einem tollen, fesselnden Schluss!
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4/5
20.03.2026
Buch (Gebundene Ausgabe)
Fünf….
Am Anfang hab ich etwas gebraucht in die Geschichte zu kommen. Abwechselnd erzählen die Fünf uns ihre Geschichte. Was hat sich damals 1995 wirklich auf der Insel ereignet? Der Schluss war wirklich sehr spannend und hat den Anfänglichen langatmigen Anfang, des Spannungsroman wieder in die richtige Richtung gebracht.
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