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Ein ganz normales Wunder Roman | Deutschland liest ein Buch – sei dabei!

173

23,50 €

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Beschreibung

Produktdetails

Verkaufsrang

5883

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

03.09.2026

Verlag

Kiepenheuer & Witsch

Seitenzahl

224

Maße (L/B/H)

20,5/12,9/3 cm

Gewicht

309 g

Farbe

Tanne / Avocado

Auflage

1. Auflage

Originaltitel

Upward Bound

Übersetzt von

Stephan Kleiner

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-462-01648-2

Beschreibung

Rezension

»Das Buch ist wirklich ein Wunder. (...) Es gelingt [Woody Brown], Menschen mit Behinderung, die eigentlich am Rand der Gesellschaft stehen, in den Mittelpunkt zu rücken und ihnen eine Stimme zu geben.« ("hr2 Neue Bücher")
»Ein ganz bemerkenswertes Buch.« ("WDR Westart lesen")
»›Ein ganz normales Wunder‹ hätte es verdient, Schullektüre zu werden.« ("DLF Kultur Büchermarkt")

Produktdetails

Verkaufsrang

5883

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

03.09.2026

Verlag

Kiepenheuer & Witsch

Seitenzahl

224

Maße (L/B/H)

20,5/12,9/3 cm

Gewicht

309 g

Farbe

Tanne / Avocado

Auflage

1. Auflage

Originaltitel

Upward Bound

Übersetzt von

Stephan Kleiner

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-462-01648-2

Herstelleradresse

Kiepenheuer & Witsch GmbH
Bahnhofsvorplatz 1
50667 Köln
DE

Email: produktsicherheit@kiwi-verlag.de

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  • Eternal-Hope

    aus Österreich

    5/5

    07.10.2026

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Was alles in nicht-sprechenden Menschen stecken kann

    Kann ein nicht-sprechender Autist ein Buch schreiben? Ein richtig tolles Buch, das zum Nachdenken anregt, uns in eine vielen unbekannte Welt entführt und ein leidenschaftliches Plädoyer dafür ist, Menschen nicht vorschnell als dumm abzustempeln? Viele Menschen haben dazu unzutreffende Vorurteile, dazu gleich hier ein Zitat aus dem Buch: „Wenn es um Sprache geht, können die Leute ganz schön elitär sein. Kannst du nicht kommunizieren, muss das bedeuten, dass du geistig zurückgeblieben bist.“ (S. 17) Aber doch: so etwas ist möglich, und dafür ist „Ein ganz normales Wunder“ ein beeindruckendes Beispiel. Der nicht-sprechende Autist Woody Brown hat an der Columbia University in den USA Creative Writing studiert und verständigt sich mit Hilfe einer Buchstabentafel. Auf diese Weise und mit Unterstützung seiner engagierten Mutter hat er auch dieses Werk verfasst. Dabei ist es wichtig, dass Menschen wie der Autor Woody, oder sein Alter Ego „Walter“ im Buch, einfühlsame Unterstützungspersonen haben, denn auch und gerade autistische Menschen können sehr sensibel sein: „Wichtig ist auch, dass der Helfer in sich ruht. Ich spüre die Energie. Meine Konzentration wird zunichtegemacht, wenn derjenige, der mir hilft, gestresst ist oder über zu wenig Selbstvertrauen verfügt. Gute Seele + gutes Training = guter Helfer. Hohe Anforderungen für einen schlecht bezahlten Job.“ (S. 18) Im Zentrum stehen die Menschen der fiktiven Behindertenbetreuungsstätte „Upward Bound“ in den USA. Dort arbeiten Betreuer und Betreuerinnen, von denen viele durchaus ein gutes Herz haben und die ihr Bestes geben, oft selbst aus finanziell schwierigen Milieus stammen, herausfordernde Lebensgeschichten haben oder nur kurz als Aushilfe dort arbeiten, schlecht bezahlt sind und wenig gesellschaftliche Wertschätzung für ihre Arbeit erhalten. Aber es gibt auch Lichtblicke, zum Beispiel gibt es einen Pool und so bekommen die behinderten Menschen jeden Tag die Möglichkeit zum Schwimmen. Wöchentlich wird ein Ausflug zum Supermarkt „Target“ gemacht, bei dem das Pflegepersonal mit ihren Schützlingen die immer gleichen Wege abgeht, ohne jemals etwas zu kaufen. Das soll sie mit der Welt draußen und dem Alltagsleben dort vertraut machen. Tragisch ist, dass in einigen Körpern der nach außen so beeinträchtigt wirkenden Menschen ein wacher, intelligenter Geist wohnt, der sich von all dem stark unterfordert fühlt und meist nicht als solcher erkannt wird: „Es hat keinen Sinn, im Einzelnen zu beschreiben, was Tom den ganzen Tag lang macht. Er wird von einer Aktivität zur anderen gekarrt. Er kann bei nichts richtig mitmachen. Er schaut einfach nur zu. Manchmal vergessen die Mitarbeiter, ihn woandershin zu schieben, und er sitzt nur da, bis er jemandem auffällt. Das ist ein bisschen frustrierend, aber Tom ist schon vor langer Zeit zu dem Schluss gekommen, dass es ihn nur unglücklicher macht, seinen Zustand zu beklagen.“ (S. 43) Dabei zeigt sich auch, wie viel von dem Potential der Menschen in solchen Institutionen auch bei guter Absicht oft nicht gelebt werden kann, etwa, weil niemand die Zeit hat, sich mit einer Buchstabentafel hinzusetzen und so einem nicht-sprechenden Autisten die Möglichkeit zu geben, zu kommunizieren… oder auch, weil gar niemand auf die Idee kommt, dass das im Rahmen des Möglichen liegen könnte: „Walter ist bewusst, dass Emma ebenso wie er auf Buchstaben deuten kann, um zu kommunizieren. Wie die meisten Buchstabierer brauchen sie Kommunikationspartner oder Helfer, die ihnen das Zeigen erleichtern. Bei Upward Bound gibt es keine dazu ausgebildeten Helfer. Walters und Emmas Fähigkeiten liegen hier brach.“ (S. 145) In den einzelnen Kapiteln erleben wir die Sichtweisen und den Tagesablauf der überwiegend autistischen Menschen und einiger ihrer Betreuerinnen und Betreuer, immer weise beobachtet von Walter. Dabei wird deutlich, wie wenig wir oft als Gesellschaft noch über die als behindert angesehenen Menschen wissen, wie schnell wir sie vorschnell abstempeln, aber auch, wie viel Potential in vielen steckt, das bei guter, individueller Förderung gelebt werden könnte. Ich kann das Buch einer breiten Leserschaft nur wärmstens empfehlen, um eine neue Sichtweise auf die Potentiale der Menschen, die wir als behindert bezeichnen, zu entwickeln, und zu erkennen, wie viel Intelligenz oft in einem Menschen stecken kann, dem wir es nicht gleich anmerken, aber auch, wie viel Unterschied engagierte und gezielte Förderung machen kann. Möge es viele Herzen berühren und zu einem Umdenken anregen, gerade in Zeiten, wo leider auch in Europa in vielen Bereichen soziale Unterstützung eher gekürzt als ausgebaut wird.

  • Webervogel

    5/5

    06.10.2026

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Horizonterweiternd

    „Ein ganz normales Wunder“ ist das zweite Buch im Rahmen der von Kiepenheuer & Witsch ins Leben gerufenen Aktion „Deutschland liest ein Buch“. Ich habe es nun auch gelesen. Der amerikanische Autor Woody Brown schreibt mit bewundernswerter Leichtigkeit über Themen, die alles andere als leicht scheinen: Behinderungen; Einschränkungen, die kein eigenständiges Leben zulassen und die Ignoranz von Mitmenschen. Die Kapitel schildern die Perspektiven verschiedener Figuren, die alle einen Bezug zu einer Tagesstätte haben, in der junge Erwachsene mit Behinderung betreut werden. Da gibt es z.B. Walter, der non-verbaler Autist und offensichtlich das Alter Ego des Autors ist. Wie Tom, der eine Zerebralparese hat, gehört er zu den sogenannten Schützlingen der Einrichtung Upward Bound. Einige der dort arbeitenden Betreuungskräfte kommen ebenfalls zu Wort, wie der seit sechs Jahren in der Tagesstätte arbeitende Carlos und Ann, die während der Sommerferien in der Einrichtung jobbt. Und da ist Dave, der Leiter von Upward Bound, dem die Einhaltung der Regeln und eine gelungene Weihnachtsshow am wichtigsten sind. Durch ihre unterschiedlichen Ansichten, Einblicke und Erfahrungen macht Autor Woody Brown – ein non-verbaler Autist – kurzweilig greifbar, was es bedeutet, seinen Alltag in einer Tagesstätte zu verbringen, die die dort betreuten Menschen mehr verwaltet als fördert. Der Tragik, die dieser Thematik innewohnt, begegnet er mit Humor und nimmt dem Ganzen so die Schwere. Und ganz nebenbei setzt er noch einen Handlungsstrang zusammen, den ich erst relativ spät als solchen erkannt habe und der mich einigermaßen kalt erwischte. „Ein ganz normales Wunder“ nimmt seinen Leserinnen und Lesern die Schwellenangst und führt sie in eine Welt, mir der die meisten von uns kaum in Berührung kommen. Der Roman hat meinen Horizont erweitert, in dem er auch immer wieder den Umgang von nicht-behinderten Menschen mit Beeinträchtigten thematisiert. Die Lektüre lässt mich aufmerksamer und sensibler zurück, als ich es vor dem Lesen war. Noch erwähnen möchte ich, dass es einige Diskussionen um Woody Browns Autorenschaft gibt. Der Verdacht, dass seine Mutter das Buch mitverfasst hat, steht im Raum. Ich habe mich mit den Pro- und Kontra-Argumenten zu dieser Vermutung allerdings nicht beschäftigt und weiss so wenig über non-verbalen Autismus, dass ich es anmaßend fände, mich dazu zu äußern. Völlig unabhängig von dieser Frage sei gesagt: Der Roman ist etwas Besonderes, er bereichert, sensibilisiert und nimmt die Angst vor dem Unbekannten. Ich bin froh, dass ich ihn gelesen habe.

  • Lianne

    Thalia Book Circle Community

    5/5

    06.10.2026

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Berührende episodische Einblicke

    Mit diesem (Hör)Buch erhalten wir Einblicke in eine Einrichtung für autistische Personen. Auch wenn die Geschichte an sich fiktiv ist, fand ich es sehr berührend, dass der Autor selbst genau weiß, worüber er da schreibt. Denn Woody Brown ist selbst nicht sprechender Autist und hat dennoch an einer Hochschule seinen Abschluss geschafft. Er weiß, welchem Hindernissen man begegnet und welche Hilfsmittel man benötigt. In Upward bound - begegnen wir Schützlingen und Pflegende Personen gleichermaßen. Erhalten Einblicke in die verschiedenen Leben und Ansichten. Wie es ist, wenn man etwas zu sagen hat, aber nicht kann und warten muss, bis jemand kommt, der die eigene Art der Kommunikation versteht. Wir sehen, wie eine solche Einrichtung auf jemanden wirkt, der nur als Sommernebenjob dort ist und doch Verbindungen zu den Personen dort spürt. Sogar ein Blick von außen, durch eine Person die diese Gruppe immer wieder beim wöchentlichen Ausflug beobachtet. Was ich besonders toll finde, ist, dass diese Geschichten mehr Sichtbarkeit für Autismus schafft. Auch die nicht so bekannten Formen, weil diese eben vermeintlich nicht so gesellschaftsfähig sind wie die Vorzeigeklischeea Lokomotiveliebenden Logik-Autisten (wobei ich auch froh bin, dass die in der Medienwelt gezeigt werden, denn auch das ist eine Form der Sichtbarkeit). Ein wirklich tolles Buch, von dem ich mir wünsche, dass viele dem Werk eine Chance geben. Auch wenn es Diskussionen zur Autorenschaft gibt, was ich erst nach Beendigung des Buches gesehen habe. Deswegen lasse ich diese Diskussion bei meiner Beurteilung außen vor.

  • Martha

    aus Altötting

    5/5

    05.10.2026

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Wenn wir nur Menschen hinter der Fassade sehen könnten

    Ich liebe diesen Roman. Ich liebe die Charaktere, ihre Menschlichkeit und ihren Humor, ihr Durchhaltevermögen und ich liebe diesen humorvollen, aber manchmal eben auch sarkastischen Unterton, die Tragik des Schicksals und die Empathie des Autors, der es geschafft hat, als nonverbaler Autist so eloquent zu schreiben. Das Buch handelt von den Menschen und Betreuern einer Einrichtung, in der Menschen mit körperlichen und geistigen Beeinträchtigungen leben und arbeiten. Dieses Buch zeigt eindringlich, wie notwendig Inklusion ist und wie sie mit engagierten, herzlichen Menschen gelingen kann, und woran sie scheitert: an Ignoranz, Irrglauben und bürokratischem Wust. Mich hat dieses Buch so, so tief berührt und ich verstehe viel besser, wie es Menschen gehen muss, die ständig falsch eingeschätzt werden, nur weil sie sich mündlich nicht mitteilen können. Leute, macht die Augen auf und die Herzen weit. Es gibt so viele tolle Menschen, die unsere Hilfe verdient haben, weil sie uns alles zurückgeben, wenn wir sie lassen.

  • schokobook

    5/5

    04.10.2026

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Ein ganz und gar außergewöhnlicher Autor

    Für mich ist Autismus Alltag. Das Debüt Ein ganz normales Wunder, geschriebenen von Woody Brown, einem nicht sprechenden Autisten, ist für diejenigen geschrieben, die weniger Zugang zu dieser Welt haben. Der Autor hat eindeutig hier vorgehabt die Zustände zu zeigen, die in der Tagespflege, in der Kita oder Schule autistischen Menschen widerfährt. Glaubte mir, nichts davon ist gelogen. Leider ist das Alltag. Erschütternd wie mit Menschen umgegangen wird, die sich nicht wehren können. Bei einigen Kapiteln habe ich echt nur den Kopfschütteln können, weil diese Vorfälle keine Einzelfälle sind. Diese versagen passiert tagtäglich. Die Kapitel mlt der Vorstellung der Insassen und Helfer fand ich gut, so konnte man die Gedanken Welt derer verstehen. Das tragische Unglück am Ende hat mich dann zerbröselt. Es trifft einfach immer die falschen. Und das aus Unwissenheit. Der Schreibstil ist teils gut und manchmal musste ich auch mal eine Seite 2 x lesen. Ich glaube ganz fest daran, dass Woody selbst geschrieben hat und die Mutter hier nur helfende Hand war, auf Grund der motorischen Probleme. Legst das Buch. Ich hoffe auch es öffnet die Augen wie schlimm in Teilen solche Einrichtungen wie Upward Bound sein können. Und was es außerhalb ausgebildeter Pädagogen, für Menschen wie Ann, Avery und Carlos gibt, die sich einfühlen können. Das Cover lässt keine echten Rückschlüsse auf den Inhalt des Buches zu ( abgesehen vom Schwimmbad Kapitel) Ein Mensch ( vermutlich ein Junge/Mann) sitzt am Pool. Farblich toll gemacht, aber es stellt mich nicht zufrieden.

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Bewertungen (173)

Unsere Meinungen

  • Zum Bewerterprofil von Yvonne Simone Vogl

    Yvonne Simone Vogl

    Thalia Gmunden – SEP

    Buchhändler*in

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    5/5

    14.09.2026

    Hörbuch-Download (MP3)

    außergewöhnlich

    Danke für dieses Buch - das so außergewöhnlich und sehr berührenden ist - gibt Einblicke in das Leben von verschiedenen Menschen mit Behinderung sowie auch über die Menschen, die in ihrer Umgebung sind, Familie, Betreuer, usw. Jeder einzelne Charakter hier berührt. Feinfühlig, genau beobachtet und mit einer Offenheit erzählt uns Woody Brown, selber ein nicht-sprechender Autist, dieses Szenario aus unterschiedlichen Sichtweisen. Ein besonderes Buch, welches man lesen oder so wie ich hören sollte. Volle Empfehlung!!!

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Bewertungen (1)

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