Die bipolare Lara steht mitten im Leben. Sie hat einen gut bezahlten Job als Webdesignerin und ist gerade dabei, ihr Traumhaus zu bauen. Doch plötzlich bricht sie zusammen. Angst und Erschöpfung überschwemmen sie. Hat sie sich verausgabt? Kurz darauf fällt sie in Phasen voller Energie und Tatendrang. Als Lara beginnt zu halluzinieren, findet sie sich in einer Psychiatrie wieder. Dort wird sie ans Bett gefesselt und gegen ihren Willen mit Medikamenten sediert.Für Lara beginnt ein Kampf - gegen ihre Krankheit, gegen ein System voller Zwang und für Menschlichkeit. Hinter verschlossenen Türen erlebt sie Gewalt, Ohnmacht und das schmerzhafte Gefühl, nicht verstanden zu werden.Dieses Buch ist autobiografisch und basiert auf wahren Begebenheiten. Die Autorin schildert ihre eigenen Erfahrungen und gibt einen ehrlichen und unverfälschten Einblick in das Leben mit einer schweren psychischen Erkrankung. "Bipolaras Glassprünge" ist kein Roman im klassischen Sinn, sondern ein mutiges Zeugnis einer Frau, die zerbricht - und dennoch nicht verstummt.
Kundinnen und Kunden meinen
4.0/5.0
Bewertung
5/5
21.05.2026
Buch (Taschenbuch)
Und ganz plötzlich wechselt das Leben vom Hellen zum Dunklen & vom Dunklen zum Hellen
Für mich war es eine Emotionale und teilweise Sprachlose Reise. Die Erkrankung Bipolarestörung wurde sehr gut beschrieben sowie dargestellt. Ich konnte alles sehr gut nachvollziehen und verstehen was in Lara vorsich geht. Die einzelnen Bilder im Buch haben die Story noch mal sehr gut unterstrichen. Auch die szenen in der Psychiatrie wurden gut dargestellt und die Story zeigt wie unterirdisch es teilweise noch immer an diesen Orten zu sich geht und wie die Menschen mit Psychichen Erkrankungen teilweise noch immer nicht ernstgenommen werden oder wie unbeholfen man doch noch mit solch wichtigen Themen umgeht.
Mir hat das Buch gefallen und kann es auf jeden fall weiter empfehlen. Jedoch ist das Buch auch nichts für schwache nerven, aber ich find es wichtig das gerade solche Themen sensibilisiert werden und in die Welt herausgetragen werden sollten. Damit der umgang offener wird und mehr akzeptanz entstehen kann.
ancla_books4life
aus Schwerte
3/5
04.08.2026
Buch (Taschenbuch)
Ein wichtiges Thema, das mich in der Umsetzung nicht ganz erreicht hat
**** Mein Eindruck ****
Dieses Buch greift ein wichtiges und gesellschaftlich relevantes Thema auf. Gerade die emotionalen Höhen und Tiefen sowie die plötzlichen Übergänge zwischen Schwere und Leichtigkeit sind eindrucksvoll eingefangen und vermitteln gut, wie herausfordernd das Leben mit Bipolarität sein kann.
Schriftstellerisch konnte mich das Buch allerdings nicht vollständig überzeugen. Der Stil ist sehr nüchtern und beschreibend. Jede Situation wird klar eingeführt, die Handlung wirkt dabei oft wie eine szenische Tagebuchaufzeichnung. Dadurch blieb ich den Figuren emotional etwas fern.
Vor allem Matthias, der Mann der Protagonistin, wirkte auf mich sehr eindimensional gezeichnet. Seine Rolle löste zwar durchaus starke Emotionen in mir aus, gleichzeitig hatte ich aber das Gefühl, dass der Konflikt mit ihm das eigentliche Thema zunehmend überlagerte. Verständnis – oder vielmehr dessen Fehlen – ist ein wichtiger Bestandteil der Geschichte, rückte für meinen Geschmack jedoch zu sehr in den Mittelpunkt.
Auch die Illustrationen zu Beginn der Kapitel haben mich zwiegespalten zurückgelassen. Sie erinnerten mich zunächst eher an Ausmalbilder und wirkten dadurch nicht ganz passend zur Schwere der Thematik. Gleichzeitig spiegelten sie die jeweilige Gemütslage auf interessante Weise wider.
Zu Beginn hatte ich den Eindruck, das Buch wolle vor allem persönliche Erfahrungen mit Bipolarität greifbar machen. Im Verlauf verschob sich dieser Fokus für mich jedoch zunehmend hin zu den Fehlern des Umfelds. Die Opferrolle der Protagonistin ist dabei nachvollziehbar, dennoch blieb die Darstellung für mein Empfinden zu sehr in Schwarz und Weiß.
Insgesamt ist es ein Buch mit einer wichtigen Botschaft und einigen gelungenen Momenten. Mich konnte die erzählerische Umsetzung jedoch nicht vollständig überzeugen, sodass das Thema für mich stärker war als die Geschichte selbst.
**** Empfehlung? ****
Für Leser:innen, die sich literarisch mit Bipolarität und ihren Auswirkungen auf das persönliche Umfeld auseinandersetzen möchten. Auch wenn mich die Umsetzung nicht ganz erreicht hat, regt das Buch zum Nachdenken an und macht auf ein wichtiges Thema aufmerksam.
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