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Im beschaulichen Glennkill liest der Schäfer George Glenn Abend für Abend seiner Herde Geschichten vor - auch mal einen Krimi. Als er dann selbst leblos im irischen Gras liegt, einen Spaten in der Brust, wissen die Schafe: Das war Mord. Aber wer hat den alten Schäfer umgebracht? Was war das Motiv? Und wie findet man einen Mörder?
Entschlossen suchen die Schafe nach Hinweisen, allen voran Miss Maple, das klügste Schaf der Herde (und vielleicht auch weit und breit). Zum Glück können sie sich von den vielen Geschichten inspirieren lassen, die sie über die Jahre zu hören bekommen haben. Zwischen Dorfkirche und Schäferwagen erwarten sie unzählige Rätsel, die sich nur mit einer Menge Scharf- und Schafssinn lüften lassen - dem Täter stets auf der Spur.
Und so nähert sich die Herde Schritt für Schritt, Huf für Huf, den Geheimnissen und Eigenarten der Menschenwelt ...
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Intelligente Schafe
Bewertung am 03.04.2026
Bewertungsnummer: 3098656
Bewertet: eBook (ePUB)
Einfach sehr schön die einzelnen Charaktere der Schafe beschrieben. Wie im richtigen Leben. Ich habe diese Schafe immer mit meinen verglichen und kann daher sagen, man sieht es den Schafen an, was sie denken. Am besten hat mir Miss Maple und Otthello gefallen. Das Buch ist so geschrieben, dass man nicht mehr aufhören kann zu lesen und man denkt, dass man mitten in der Herde ist.
Wer Tiere mag, sollte das Buch unbedingt lesen.
Philosophierende Grasfresser mit „Schafsinn“
Silke - Buchgespür - am 01.06.2026
Bewertungsnummer: 3154840
Bewertet: Buch (Taschenbuch)
Zu Schafen hatte ich sowieso schon immer irgendwie einen Draht, deshalb war die Grundidee für mich direkt reizvoll. Gleichzeitig hätte ich nie gedacht, dass mich dieser Roman nicht nur wegen seines ungewöhnlichen Konzepts, sondern vor allem wegen seiner menschlichen und tierischen Figuren so überzeugen würde.
Leonie Swann nimmt sich unglaublich viel Zeit für ihre Charaktere. Der Fall wird nicht einfach chronologisch erzählt. Das wäre viel zu einfach. Stattdessen versuchen die Schafe nach und nach zu verstehen, was mit ihrem Schäfer passiert ist, ermitteln gewissenhaft in alle Richtungen und setzen die Ereignisse mit Schafsinn zusammen. Dadurch verändert sich der Blick auf die Dorfbewohner ständig und hinter vielen Szenen ahnt man Hintergründe. Gerade weil der eigentliche Kriminalfall eben nicht so eindeutig ist, wie er zunächst wirkt, entstehen immer wieder kleine Plottwists, die ich wirklich herausragend fand.
Mich hat die Charakterdarstellung der Schafe wirklich tief bewegt. Sie haben mich an Figuren aus Fabeln erinnert, aber nicht mit der genreüblichen Distanz, sondern mit einer emotionalen Nähe zu mir als Leserin, dass ich mich durchaus umgehend als künftige Schäferin dieser ganz besonderen Herde zur Verfügung gestellt hätte. Miss Maple ist dabei eindeutig das klügste Schaf auf der Weide. Sie beobachtet messerscharf, zieht die richtigen Schlüsse und ist diejenige, die den Kriminalfall am besten durchdringen kann. Mopple dagegen vergisst kein einziges Detail und wird dadurch immer wieder wichtig für die Ermittlungen. Und dann gibt es noch das kleine Winterschaf, das anfangs eher wie ein bemitleidenswerter Außenseiter wirkt, im Verlauf der Geschichte aber eine viel größere Bedeutung bekommt. Ja ok, und knuddeln möchte man es halt auch einfach irgendwie.
Klug durchdacht ist, dass die Schafe die Menschen nicht nur beobachten und analysieren, sondern selbst zunehmend wie Menschen miteinander umgehen. Innerhalb der Herde entstehen Dynamiken, Streit, Unsicherheiten, Loyalität und Ausgrenzung. Die Tiere entwickeln Ängste, Erinnerungen und teilen sogar traumatische Erfahrungen mit, die ihr Verhalten prägen. Dadurch wirken sie nie bloß wie eine lustige Tierdetektive in einem Cosy Crime Fall , sondern wie vollständige Figuren mit eigenen Gedanken und Gefühlen, die einen spatenharten Mordfall aufdecken.
Die Gesellschaftskritik steckt dabei nicht nur in der Herde selbst, sondern auch in dem unglaublich scharfen Blick, den die Schafe auf die Dorfgemeinschaft werfen. Sie beobachten genau, wie Menschen miteinander umgehen, wie schnell geurteilt wird, wie Gerüchte entstehen oder wie manche Dorfbewohner ausgeschlossen werden. Gerade weil die Schafe viele menschliche Verhaltensweisen nicht vollkommen verstehen, entlarven ihre Beobachtungen oft besonders klug und manchmal auch ziemlich komisch, wie widersprüchlich Menschen eigentlich handeln.
Mehr als einmal musste ich beim Lesen wirklich lachen, weil manche Beobachtungen der Schafe so trocken und treffsicher formuliert sind. Dazu kommt die Sprache, die gleichzeitig humorvoll, raffiniert und angenehm leicht zu lesen ist. Der Krimi verliert trotz seiner ungewöhnlichen Idee, seiner zuckersüßen Protagonisten und seiner Komik nie seine Ernsthaftigkeit und genau deshalb konnte ich irgendwann kaum noch aufhören weiterzulesen.
Und heftige Lacher garantiert sind, hat mich „Glennkill“ am Ende emotional total getroffen. Jaaaaa… es könnte sein, dass ich das ein oder andere Tränchen verdrückt habe .
Meinung aus der Buchhandlung
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Eines Morgens wird der Schäfer George mit einem Sparten in der Brust tot auf der Weide von seiner Schafherde gefunden. Seine Schafherde beschließt den Fall zu lösen.
Sehr gut von Andrea Sawatzki gesprochen.
Abwechslungsreich, unterhaltsame Handlung. Mit köstlichen Begebenheiten und wunderbaren (Schaf-)Charaktere. Tolle Idee, wunderbar umgesetzt, empfehlenswert!
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Es hat lange gedauert, bis ich mit Georges Schafsherde Freundschaft geschlossen habe. Nach dem Filmtrailer erwartete ich eine recht lustige, kurzweilige Geschichte. Bekommen habe ich viele dunkle Erzählungen, Schafsweisheit und das Gefühl, dass Schafe die besseren Menschen wären.
Die Hauptrolle spielt die Schafsherde, die aber lange Zeit mit ihren eigenen Dingen beschäftigt sind, bis die Ereignisse sie zwingen, selbst ihren Grips anzustrengen. Das ist recht unterhaltsam und irgendwann bieten sich so viele Möglichkeiten, was zum Tod des Schäfers geführt hat, dass es recht spannend wird, was aber eigentlich eher ein Nebenschauplatz bleibt.
Die Beschreibung der einzelnen Schafe, ihre Gedanken und Vorstellungen wie wir Menschen sind, sind eigentlich der Hauptplot in diesem Buch. Wer sich darauf einlässt, hat viel Spaß mit dem Buch und erlebt die Schafswelt aus einem heiteren Blickwinkel.
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