Leo ist ein außerordentlich begabter Hund. Er kann sprechen und eines schönen Tages setzt er sogar noch eins drauf: „Ich möchte lesen lernen!“ So kommt es, dass Leo mit seinem Menschen bei jedem Spaziergang ein paar Schilder liest. „Ganz
einfach“, befindet er, „der Trick sind die Buchstaben“. Den lesehungrigen Hund zieht es bald nur noch in die Stadt, wo sein Mensch sich vor all den Schildern und Schaufenstern, die Leo entziffert, die Beine in den Bauch steht, statt sie sich in der Natur zu vertreten – wozu hat Mensch denn einen Hund?! „Leo, lass das Lesen!“ Zum Glück lässt er es nicht, denn schon beim nächsten Ausflug wird Leo zum lesenden Lebensretterhund!
Eine fulminante Geschichte über das Lesen, getragen von Andreas Greves lebensklugem Humor und Lena Winkels lebendig-leichten Zeichnungen.
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Eine sympathisch charmante Geschichte
LeLiPä am 16.05.2026
Bewertungsnummer: 3140058
Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)
Leo ist ein Hund. Und wenn Leo bellt, klingt es, als rufe er seinen eigenen Namen.
Wenn er mit seinem Herrchen auf vielen Spazierwegen unterwegs ist, liest er alles, was ihm in den Weg kommt: Verkehrsschilder, Hinweisschilder, Straßenschilder, Plakate... einfach alles.
Ein anderer Ansatz von Lesehund :-)
Dabei möchte sein Mensch doch einfach nur spazieren gehen. Aber Leo meint: wer sprechen kann, sollte auch lesen können.
Aus anfänglicher Begeisterung darüber, dass sein Hund lesen kann, wird es für das Herrchen eine zunehmende Belastung. Er möchte nicht ständig durch die Stadt laufen müssen, damit sein Hund neuen Leseinput erfährt. In der Natur ist es doch so viel schöner. Und eigentlich sollte sein Hund doch gleicher Meinung sein, denn er ist ja schließlich noch ein Hund, der lieber laufen und schnüffeln sollte, statt zu lesen.
Also wird er selber aktiv, um dem wachsenden Anspruch seines Vierbeiners gerecht zu werden.
Er bastelt Schilder mit ansprechenden und lesemotivierenden Aufschriften und lockt damit sein Tier wieder an den Stadtrand zurück, bis in den Wald und an den See. Aber nur so lange, bis sie am Strand etwas Wichtiges entdecken....
Von einer Minute zur nächsten wird Leo dank seiner Lesekompetenz zum Retter in der Not.
Ein unterhaltsames Kinderbuch, das mit Comicelementen spielt und wo Mensch und Tier im permanenten Austausch über eine wichtige Sache im Leben sind. Wenn nicht sogar über DIE Sache, die es uns Menschen ermöglicht, demokratisch handeln zu können und im Leben zurechtzukommen. Das LESEN!
Eine sympathisch charmante Geschichte.
Großartig!
lesenmitausblick am 21.04.2026
Bewertungsnummer: 3116146
Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)
„Lass das Lesen, Leo! – Ein Comic zum Selber- oder Garnichtlesen“ stammt vom 2023 verstorbenen Autor Andreas Greve und wurde von Illustratorin Lena Winkel wie ein Schatz gehoben und zur Welt gebracht.
Ich hatte das große Glück, Lena Winkel auf der LBM zu treffen. Sie hat mein Exemplar des Comics ganz wunderbar signiert. Es ist ein kleines Kunstwerk, auf das ich sehr stolz bin.
Worum geht es? Der nicht namentlich benannte Besitzer eines Hundes erzählt davon, wie er zu seinem Hund Leo gekommen ist, dieser in ihm die Lust zum Spazieren und Laufen geweckt hat. Dann jedoch Lesen lernen möchte und plötzlich prallen die Wünsche von Herrchen und Hund aufeinander, es gibt Streit zwischen den beiden. Das besondere an dem Hund: er kann sprechen. So werden die Spaziergänge nun zu einer Zerreißprobe, denn Leo bleibt an wirklich jedem Schild stehen und erliest sich die Wörter. Von Spaziergang keine Rede mehr, kein Wald mehr (zu wenig Schilder), sondern Leo zieht es in die Stadt, es ist nunmehr ein Herumstehen und Warten für das Herrchen. Egal ob Bahnhof (ganz falscher Fehler), Strand mit selbstgebauten ganz langen Schildern (anstrengend) oder die direkte Aufforderung: Lass das Lesen, Leo! Es eskaliert. Doch die beiden finden zum Glück eine Lösung und raufen sich zusammen. Wie es kommt, dass Leo dann zu einem Lesens-, ähm Lebensretter wird – das findet allein heraus!
„Lass das Lesen, Leo!“ kommt ohne Panelrahmen auf weißem Hintergrund aus. Die Illustrationen sind zum Teil ganzseitig, doppelseitig oder auch als Bildabfolgen gestaltet. Das Herrchen ist nicht ganz menschlich dargestellt, mich erinnert das Gesicht an einen Vogel(schnabel). Der Hund Leo wird sehr hundetypisch dargestellt, Haltung, Gestik, Verhalten – wer Hunde gut kennt, wird hier seine wahre Freude haben. Die Farbgebung ist bunt/mehrfarbig, aber zurückhaltend, grün, blau/lila und orange herrschen vor. Das Lettering ist angenehm groß und gut lesbar, deshalb auch für Leseanfänger*innen gut lesbar. Dabei wechseln sich erzählende Textunterschriften mit Sprechblasen für die Dialoge ab. Gerade im Streit sind die Sprechblasen auch so gestaltet, dass Leser*innen erkennen, dass hier laut geschrien und gestritten wird. Während die versöhnlichen Dialoge mit Blümchen gestaltet sind und das Aufeinanderzugehen und Wiederannähern sehr liebevoll, wertschätzend darstellen.
Die Dialoge sind oft ein witziger Schlagabtausch. Das Lesen macht sehr viel Spaß.
„Lass das Lesen, Leo!“ ist ein ganz zauberhafter Comic, der die Liebe zu Hunden und die Liebe zum Lesen gleichzeitig feiert. Er zeigt, wie unterschiedliche Interessen aufeinanderprallen und wie man trotzdem eine Lösung finden kann. Das Ende ist überraschend und geht zu Herzen. Die besondere Art der Zusammenarbeit, bzw. wie verantwortungsvoll Lena Winkel mit den Projekten von Andreas Greve arbeitet, und das, was sie daraus macht, finde ich sehr bemerkenswert.
„Lass das Lesen, Leo!“ gehört nun eindeutig zu meinen liebsten Comics. Ich liebe alles daran. Große Herzensempfehlung.
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