Gelesen von Grisham-Stimme Charles BrauerSimon Latch ist ein kleiner Anwalt im ländlichen Virginia. Finanziell kommt er nur mit Müh und Not über die Runden, zudem geht seine Ehe in die Brüche. Dann betritt Eleanor Barnett sein Büro, eine ältere Witwe, die ein neues Testament braucht. Offenbar hat ihr Mann ihr ein gewaltiges Vermögen hinterlassen, von dem niemand etwas weiß. Simon behandelt den Auftrag streng vertraulich, aber die Nachricht von Eleanors Reichtum scheint durchzusickern. Als Eleanor Opfer eines Autounfalls wird, muss Simon erkennen, dass nichts so ist, wie es scheint. Kurz darauf findet er sich auf der Anklagebank wieder, der Vorwurf lautet Mord aus Habgier. Alle Indizien sprechen gegen ihn. Ihm bleibt nur eine Chance, sich zu retten: wenn er den wahren Mörder findet.leicht gekürzte Lesung mit Charles Brauer15h 14min
Kundinnen und Kunden meinen
3.9/5.0
Bewertung
2/5
22.06.2026
Hörbuch-Download (MP3)
Langgezogen
Vielleicht wäre es nach dem Tod der alten Dame noch spannend geworden… Aber die Erzählung, wie die Alte Dame in das Lebens des Anwaltes tritt und ihn mit der Verlockung ihres Geldes alles tun lässt, damit sie zufrieden ist, war so unspektakulär, dass ich das Hörbuch nicht mal bis zum Ende durchgehört habe.
Leo
aus Aalen
5/5
15.06.2026
Buch (Gebundene Ausgabe)
das Vermächtnis ist großartig
Im ländlichen Virginia hat Simon Latch eine kleine Kanzlei. Er ist ein kleiner Anwalt mit wenigen Fällen und er kann sich gerade so über Wasser halten. Mit seiner Frau läuft es auch nicht mehr so gut und nur die zwei Kinder sind das Bindeglied innerhalb der Familie. Dann betritt Eleanor Barnett seine Kanzlei und bittet ihn um Erstellung eines Testaments. Nichts ungewöhnliches, denn das macht er jeden Tag und seine Sekretärin tippt das immer runter und sie rechnen ab und fertig, aber hier nicht. Simon wittert seine Chance, denn Eleanor Barnett berichtet von Millionen in Aktien und noch mehr Vermögen. Seine Sinne sind geschärft, sein Plan wird deutlicher und er trifft sich mit der Witwe immer wieder zum Essen. Sie reden, werden vertraut und Simon bastelt weiter und schreibt und sie erzählt von bösen Stiefsöhnen und ist froh, dass sie ihn als Anwalt hat. Simon hofft auf Reichtum, einen Neuanfang und seine Chance im Business. Aber dann kommt es zu einem Autounfall und Eleanor kommt ins Krankenhaus und gibt Simon als ihren Anwalt aus. Da beginnt ein Strudel an Ereignissen, die nicht mehr zu stoppen sind und das Fadenkreuz um Simon wird enger und gefährlicher und plötzlich ist er angeklagt.
John Grisham wird nicht müde uns mit großartigen und spannenden Thrillern zu versorgen. Simon ist so ein typischer Grisham “Held” und strauchelt im Leben wie im Beruf und bekommt plötzlich die Chance seines Lebens. Viel Raum für die einzelnen Figuren um sich zu entwickeln und voran zu kommen. Ein spannender und vielschichtiger Fall, ein Gerichtsprozess der es in sich hat und eine Jury, die Simon nicht glauben. John Grisham zieht alle Register und er geht in die Tiefe und wir schauen aber auch in Abgründe. Das Vermächtnis ist einfach großartig!
Bewertung
aus Ahrensburg
5/5
18.05.2026
Buch (Gebundene Ausgabe)
Für Thriller-Leser ein Lesehighlight
John Grisham ist zeifellos ein Meister seines Fachs. Gerade dieser Thriller aber zeigt zu welcher Leistung Grisham fähig ist, denn "Das Vermächtnis" ist ein Highlight für jeden Krimi- und Thriller-Leser.
In Grishams neuester Geschichte lernen wir Simon Latch kennen. Er ist ein Anwalt im ländlichen Virginia und finanziell ist es bei ihm eher knapp. Als die Witwe Eleanor Barnett Simons Kanzlei betritt, ändert sich alles schlagartig. Zunächst setzt er für die Frau ein neues Testament auf und erfährt dabei von Eleanors geheimen Reichtum. Als die Witwe stirbt ist klar: Simon hat seine Finger im Spiel. Doch wie soll der Anwalt seine Unschuld beweisen? Ihm bleibt nichts anderes übrig als selbst aktiv zu werden und dem wahren Verbrecher Schritt für Schritt näher zu kommen.
Dieser Thriller hat mich ab einem gewissen Punkt richtig gepackt und ich fand es sehr spannend zu lesen wie Simon Latch versucht seine Unschuld zu beweisen. Grisham nimmt sich Zeit den Anwalt Simon Latch vorzustellen. Wir erfahren viel über seine Arbeit, sein Privatleben und seinen Charakter. Dadurch fiebert man richtig mit und staunt nicht schlecht, wenn das Verbrechen um Eleanor Barnett eine überraschende Wendung nimmt. Wenn der wahre Mörder gefunden wird und Simons Unschuld bewiesen wird spürt man die Last von seinen Schultern fällt.
Neben dem sehr mitreißenden Krimi war es auch sehr interessant zu lesen wie sich Simons Umfeld nach der Schuldzuweisung verändert. Auch der Schreibstil ist einfach super, sehr atmosphärisch und authentisch. Man wird richtig warm mit Simon Latch und kann seine Gedanken und Handlungen sehr gut nachvollziehen. Für ihn ist die Arbeit mit der Witwe ein finanzieller Glücksgriff, doch als er plötzlich des Mordes verdächtigt wird, gerät sein ganzes Leben ins Wanken. Wer glaubt ihn noch? Und wer war der wirkliche Täter?
Ein spannendes Lesehighlight und für John Grisham Leser ein absolutes Muss.
lesen.hoeren.rezensieren
4/5
20.09.2026
Buch (Gebundene Ausgabe)
Wer war es wirklich?
Diese Frage stellt sich Latch, ein unter Mordverdacht stehender Anwalt, denn eins ist sicher: er war habgierig, unmoralisch, unethisch und vieles mehr…. aber ein einen Mord hat er nicht begangen. Und diese Frage stellt sich der Leser ebenfalls.
Der aktuelle Grisham liefert was man von ihm erwarten darf, einen Roman über Anwälte, Rechtssystem, und ganz aktuell das Thema KI. Latch hat ein Testament von einer alten Dame aufgesetzt, die ihm von ihrem großen Vermögen berichtet hat. Er wittert das große Geld und die Chance seines Lebens!
Aber gibt es das Geld wirklich? Wie kann er an das vermögen rankommen und welche Auswirkungen hat das auf das Handeln und die Moral von Latch? Das nimmt ungefähr die ersten zwei Drittel des Buchs ein und hat sich für meinen Geschmack etwas gezogen. Im letzten Drittel ermittelt Latch mit Unterstützung wer der wahre Mörder ist. Spannend wird es hier auch rund um das Thema KI und was möglich ist (und was wir alles nicht wissen…).
Nach langer Zeit habe ich wieder einen Grisham gelesen und es war wie ein Stück nach Hause kommen. Man weiß was man bekommt, Stil und Lesefluss gewohnt flüssig und angenehm. Die Story gut konstruiert und am Ende eine Auflösung, mit der ich nicht gerechnet habe.
Fazit:
Wer Grisham und seine Anwaltsromane mag, wird auch diesen gerne lesen. Anfangs etwas zäh, aber alles in allem spannend und vielschichtig. Wie immer fundiert, bestens recherchiert und mit überraschendem Ende.
Michael Sterzik
aus Wallenhorst
4/5
08.06.2026
Buch (Gebundene Ausgabe)
Naivität?
Habgier ist die leiseste, aber verheerendste aller Todsünden. Sie ist ein schleichendes Gift, das den moralischen Kompass zersetzt, bis selbst der aufrichtigste Mensch vor dem Spiegel seines eigenen Gewissens zu schwanken beginnt. In John Grishams packendem Justizthriller "Das Vermächtnis" wird dieses Motiv zum alles verschlingenden Zentrum einer Tragödie, in der Recht und Unrecht unentwirrbar miteinander verflochten sind. Es ist eine Welt, in der jeder einen Preis hat und die Grenze zwischen legalem Handeln und krimineller Energie im Nebel der persönlichen Not verschwimmt.
Mitten in diesem moralischen Minenfeld steht Simon Latch. Er ist kein glänzender Staranwalt aus den Metropolen, sondern ein Kämpfer am Rande des Existenzminimums im ländlichen Virginia. Sein Leben ist ein Trümmerhaufen: Die Kanzlei schreibt rote Zahlen, die Ehe liegt in den letzten Zügen, und der tägliche Überlebenskampf hat tiefe Furchen in sein Selbstvertrauen gegraben. Diese Verletzlichkeit macht ihn zur perfekten Zielscheibe für das Schicksal, als Eleanor Barnett sein verstaubtes Büro betritt. Die Begegnung mit der unscheinbaren Witwe ist kein gewöhnlicher Auftrag – es ist der Moment, in dem die Lawine ins Rollen kommt. Eleanor trägt ein Geheimnis bei sich, das in Form eines Testaments und eines unvorstellbaren Vermögens die Grundfesten von Simons Welt erschüttert.
Was als Hoffnungsschimmer auf finanzielle Rettung beginnt, mutiert nach einem fatalen Autounfall zu einem existenziellen Albtraum. Die Nachricht vom Reichtum der Witwe verbreitet sich wie ein Lauffeuer durch die dunklen Kanäle der Kleinstadt, und plötzlich findet sich Simon nicht mehr im Gerichtssaal für seine Mandanten wieder, sondern auf der Anklagebank – als Beschuldigter in einem Mordprozess. Der Vorwurf: Mord aus Habgier. Während die Indizienmauer um ihn herum immer höher wächst und der gesellschaftliche Druck ihn zu erdrücken droht, bleibt Simon nur eine einzige, verzweifelte Chance. Er muss den wahren Drahtzieher im Schatten finden, bevor das System, dem er einst diente, ihn endgültig verschlingt. Ein meisterhafter Thriller über Verrat, die dunkle Seite der Justiz und den Preis der Wahrheit.
Grishams 'Das Vermächtnis' fungiert als Sezierbesteck für das amerikanische Rechtssystem, wobei er – wie gewohnt – die menschliche Imperfektion als treibende Kraft ins Zentrum rückt. Besonders Simon Latch dient hierbei als tragische Fallstudie: Ein Mann, der durch das Trümmerfeld seines eigenen Lebens irrt und dabei in einer Spirale aus katastrophalen Fehleinschätzungen gefangen ist. Zwar unterfüttert Grisham diese Charakterstudie mit einer Vielzahl an Nebenschauplätzen, doch offenbart sich hier eine erzählerische Ambivalenz. Während diese Details die psychologische Fallhöhe stetig vergrößern, bremsen sie das Erzähltempo bisweilen in eine zähe, fast ermüdende Ausführlichkeit ab.
Dennoch: Sobald der Schauplatz in den Gerichtssaal wechselt, findet der Roman zu alter Stärke zurück. Hier zündet Grisham das gewohnte Feuerwerk aus taktischer Finesse und juristischer Theatralik. Das Duell zwischen Anklage und Verteidigung gerät zur packenden Bühne, auf der nicht nur Paragraphen, sondern Menschenschicksale verhandelt werden. Gegen Ende zieht der Autor alle Register und verbindet sein fundiertes Insiderwissen mit einer erzählerischen Raffinesse, die das Blatt mehrfach wendet und den Spannungsbogen steil nach oben treibt.
Kritisch anzumerken bleibt jedoch der Hang zu Genre-Klischees, die zwar funktional sind, sich aber in ihrer Vorhersehbarkeit zwischen den Fronten von Gut und Böse bewegen. Zudem hinterlässt das Finale einen bitteren Nachgeschmack: Zahlreiche private Nebenstränge versanden ohne Auflösung. Da das Werk als in sich abgeschlossener Einzelband konzipiert ist, bleiben diese losen Enden als offene Wunden der Erzählung zurück.
Fazit
Naive Fehler und satte Fehleinschätzungen, die am Ende einen Justiz-Thriller bilden, der eine hohe Unterhaltung garantiert. John Grisham ist wieder in Form.
Michael Sterzik
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5/5
06.04.2026
eBook (ePUB)
Täter oder Opfer?
Als der Anwalt Simon einer alten, anscheinend betuchten, Dame ein neues Testament aufsetzen soll bringt er einen Stein ungeahnten Ausmaßes ins Rollen. Bis am Ende der Anwalt selbst angeklagt wird.... Grisham hat mich wieder total begeistert!!!
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