England, 1811: Rosalyn Mandeville lebt das unbeschwerte Leben einer jungen Dame aus gutem Hause, als gleich zwei einschneidende Ereignisse ihr Leben erschüttern: Ihr Vater ist plötzlich wild entschlossen, sie noch im selben Sommer zu verheiraten, und ihre Gouvernante Maggie, seit jeher Rosalyns engste Vertraute, verschwindet von einem Tag auf den nächsten. Auf der Suche nach Antworten kommt Rosalyn mit der Erweckungsbewegung des Methodismus in Berührung und sucht heimlich Kontakt zu den Mitgliedern der Glaubensgemeinschaft. Sie muss sich entscheiden: Will sie weiterhin den Erwartungen der Adelswelt entsprechen oder tun, wozu sie sich von Jesu Worten berufen fühlt? Ein beeindruckender Debütroman über eine mutige junge Frau, die alles riskiert, um Jesus wahrhaftig nachzufolgen.
Kundinnen und Kunden meinen
5.0/5.0
Bewertung
5/5
21.05.2025
Buch (Taschenbuch)
Schöner Debütroman
England im Jahr 1811.
Was stellt man sich da vor? Herrliche Herrenhäuser mit großen Stallungen, grünen Wiesen und nicht zu vergessen: rauschende Bälle.
In genau dieser Adelswelt lebt Rosalyn Mandeville und fühlt sich dort auch recht wohl, bis plötzlich ihre geliebte Gouvernante Maggie verschwindet. Ihre Eltern weichen gestellten Fragen aus. Für Henry, Rosalyns Vater steht der Entschluss fest, dass sie noch in diesem Sommer heiraten wird. Wird sie überhaupt nach ihren Gefühlen gefragt und wo nur ist Maggie? Eine abenteuerliche Suche nach Antworten beginnt und wird ganz anders beantwortet als geahnt.
Der Schreibstil hat mir gut gefallen. Besonders gut fand ich, dass Maggie Rosalyn schon früh mit Bibelversen und weisen Sprüchen vertraut gemacht hat. Selbst den Blick für die Armen der Gesellschaft hat sie ihr geschärft, woraus noch großer Segen wächst.
Das Vermächtnis von John Wesley, nämlich die Ursprünge der Methodisten hat die Autorin gekonnt in die Geschichte eingewoben. Der Leser erhält dadurch sehr informative Einblicke.
Der Glaube prägt das Buch, sei es in christlicher Nächstenliebe, den anderen höher achten als sich selbst oder in ganz praktischer Hilfe.
Erschreckend, wie abgekapselt und fast als Abscheu damals die Armen leben mussten und umso wertvoller der Dienst, wenn man sich ihnen zuwendet.
Ein Buch, was durch Höhen und Tiefen führt und doch steht über allem ein liebender Gott, der die Fäden der einzelnen Geschicke in seiner Hand hält.
Bewertung
aus Schaffhausen
5/5
26.04.2025
eBook (ePUB 3)
Wenn das Evangelium Herzen verändert
Für uns heute ist der absolute "Gehorsam" einer 18-Jährigen ihren autoritären Eltern gegenüber absurd und unverständlich. Ein Teenager, die sich widerspruchslos dem Diktat des Vaters unterordnet und einen Mann heiraten soll, den sie kaum kennt, ist nicht zu fassen. Aber die Verfasserin hat sich in die gesellschaftlichen Verhältnisse des frühen 19. Jahrhunderts eingelesen. Und vor allem hat sie die Geschichte des frühen Methodismus studiert. Vierzig Jahre nach der Gründung hatte sich diese neue Bewegung in England zwar etabliert, stiess aber immer noch auf viel Skepsis. Dies erfuhr die Hauptfigur des Romans, Rosalyn Mandeville, spätestens dann, als sie sich für die Armen und Kranken des Dorfes zu interessieren begann. Für die reichen Aristokraten war ein solches Denken fremd, ja sie empfanden es sogar als Bedrohung der bisherigen Herrschaftsstrukturen.
Das Buch ist eigentlich eine Beschreibung des Methodismus der zweiten und dritten Generation nach der Gründung durch John Wesley. Schauplatz ist das kleine Dorf Grafton, 100 Kilometer nördlich von London, das von reichen Grossgrundbesitzern dominiert wird. Für sie gehört der Gottesdienstbesuch in der Kirche am Sonntagmorgen selbstverständlich dazu, solange der Pfarrer "richtig" (sprich in ihrem Sinn) predigt und die heiklen Themen des Dorfes nicht anschneidet. Dies änderte sich, als an einem Sonntag ein junger Vikar eine Predigt hielt, die nicht vor der gesellschaftlichen Realität des Dorfes kapitulierte, sondern sich an der Bibel orientierte. Engagierte Diskussionen und massive Spannungen waren die Folge. Diese eine Predigt genügte, um das soziale Gefüge ins Wanken zu bringen. Der fremde Prediger wurde von Rosalyns Eltern zwar abgelehnt. Trotzdem konnten sie nicht verhindern, dass einzelne Kirchgemeindeglieder die bisherige Praxis im Dorf in Frage stellten. Zu ihnen gehörte ausgerechnet Rosalyn, Tochter einer der reichsten Familien. Sie wurde durch die Predigt des Vikars so angesprochen, dass sie beschloss, ihr Leben zu ändern. Als die Eltern das neue Interesse ihrer Tochter realisierten, versuchten sie durch eine schnelle Heirat das drohende Unheil abzuwenden – vergeblich. Rosalyn zog die Reissleine und flüchtete heimlich in einer Nacht-und-Nebelaktion, ohne ihre Eltern zu informieren, nach London. Dort wollte sie sich in einem Heim für Arme und Kranke engagieren. Hier bricht das Buch ab.
Man hätte gerne gewusst, welche Konsequenzen diese Flucht mittel- und langfristig für das Dorf und das Haus der reichen Mandeville gehabt hätte. Aber diese Fragen müssen offenbleiben.
Bewertung
aus Straubenhardt
5/5
07.04.2025
Buch (Taschenbuch)
Ein wunderschönes, lesenswertes Buch
Die junge Rosalyn lebt auf einem englischen Landsitz ein sorgenfreies Leben mit Eltern, Bruder und vielen Dienstboten. Ihr Pferd ist ihre ganz große Liebe. Als ihren Eltern immer wichtiger wird, dass sie heiratet, forcieren sie die Bekanntschaft mit einem begehrten Junggesellen. Doch in Rosalyn erwachen die Sehnsucht nach Freiheit und durch Begegnung mit Menschen im naheliegenden Dorf auch viele Fragen über das priviligierte Leben dass sie führt.
Das Buch ist einfühlsam, herzbewegend und spannend geschrieben und im Blick auf die Bewegung der Methodisten im damaligen England gut recherchiert. Ich tauchte durch die lebendige Beschreibung der Charaktere sowohl in das Leben des damaligen Adels als auch in die Welt der kleinen, armen Leute ein. Sehr realistisch ist die Begegnung Rosalyns mit dem lebendigen Glauben beschrieben, im Zuge dessen sie großen Widerstand bei ihrer Familie und der damiligen oberen Gesellschaftsschicht bekommt. Es wird im Laufe des Romans immer spannender und ich habe das Buch fast an einem Stück durchgelesen. Ein super Debütroman von Rahel Krönert, leicht lesbar mit viel Spannung, einer Prise Humor, realistisch und tiefgründig!
Dreamworx
aus Berlin
5/5
07.04.2025
Buch (Taschenbuch)
Wer Sicherheit der Freiheit vorzieht, bleibt zu Recht ein Sklave. - Aristoteles
1811 England. Rosalyn Mandelin stammt aus wohlhabendem adligen Hause und liebt es vor allem, auf dem Rücken ihres Hengstes durch die Gegend zu reiten. Doch ihr Leben ändert sich schlagartig, als ihre Eltern von ihr erwarten, den begehrtesten Junggesellen mit eigener erfolgreicher Pferdezucht zu heiraten und kurz darauf auch noch ihre geliebte Gouvernante Maggie ohne ein Wort des Abschieds in einer Nacht und Nebelaktion spurlos verschwindet. Auf ihre Nachfragen nach Maggies Verbleib bekommt sie keine Antworten, und der Verlobte in spe ist auch mehr an ihrem Hengst interessiert. So macht sich Rosalyn selbst an die Arbeit, Maggie wiederzufinden und macht dabei die Bekanntschaft von Mitgliedern einer Glaubensgemeinschaft, die dem Methodismus folgt. Als sie den jungen Prediger William kennenlernt, gerät ihre bisherige Weltansicht gefährlich ins Wanken....
Rahel Krönert hat mit ihrem historischen Roman „Das Erwachen der Freiheit“ ein fulminantes Debüt vorgelegt, dass den Leser nicht nur ins 19. Jahrhundert Englands entführt, sondern ihm auch mehr Einblick in die Glaubenslehre des Methodisten John Wesley gewährt. Der flüssige, bildhafte und empathische Erzählstil bringt den Leser direkt in die Vergangenheit, wo er sich als unsichtbarer Schatten an der Seite von Rosalyn wiederfindet und nicht nur ihre Gedanken- und Gefühlswelt aus erster Hand erfährt, sondern auch ihre momentane Lebenssituation sowie die Veränderungen in deren Leben hautnah miterlebt. Gewohnt, immer alles zu bekommen, lebt Rosalyn in ihrer Naivität zu Beginn sorglos in den Tag hinein. Doch dann verändert sich durch das plötzliche Fehlen ihrer engsten Vertrauten Maggie und die angekündigte Heiratsforderung ihrer Eltern ihr Leben von Grund auf. Rosalyn fühlt sich hintergangen und versucht, die Gründe für Maggies Verschwinden herausfinden. Dabei wird sie nicht nur von neuen Freunden unterstützt, sondern kommt auch zum ersten Mal mit dem ärmlichsten Teil der Bevölkerung in Berührung, was ihre eigene Suche nach dem Sinn des Lebens zusätzlich befeuert. Die Autorin stellt dem Leser nicht nur gesellschaftlichen Unterschiede zwischen dem Adel und der restlichen Bevölkerung deutlich vor Augen, sondern zeigt vor allem die Arroganz und Ignoranz der adligen Gesellschaft gegenüber der Not der ärmsten Bevölkerung. Die Bekanntschaft mit dem Prediger William, der in der Grafschaft mit seiner Predigt für Wirbel sorgt, öffnet Rosalyns Herz und macht ihr klar, was wirklich wichtig ist im Leben. Empathisch führt die Autorin die Leser an die Lehre von John Wesley heran, in dem die christlichen Tugenden wie Nächstenliebe und Hilfsbereitschaft oberstes Gebot sind.
Die Charaktere sind liebevoll ausgestaltet und mit glaubhaften menschlichen Ecken und Kanten versehen. Der Leser befindet sich sofort mitten unter ihnen und verfolgt mit großem Interesse die zwischenmenschlichen Beziehungen untereinander. Rosalyn wirkt zu Beginn sehr naiv und verwöhnt, aber der Weggang von Maggie hilft ihr dabei, erwachsen zu werden. Sie stellt ihr Leben immer mehr in Frage und lernt durch andere, was es heißt, Verantwortung zu übernehmen. Anne ist eine wunderbare Frau, die Rosalyn schnell eine gute Freundin wird, auch deren meist übellauniger Bruder taut in ihrer Gegenwart etwas auf. William ist ein Mann, der nichts von Konventionen hält, sondern frei von der Leber weg redet und damit bei Rosalyn einen Nerv trifft. Aber auch die übrigen Protagonisten geben der Handlung mit ihren Auftritten den besonderen Schliff.
„Das Erwachen der Freiheit“ überzeugt mit einer unterhaltsamen, tiefgründigen Geschichte vor historischem Hintergrund und einer guten Recherchearbeit. Auch die Spannung kommt nicht zu kurz. Absolute Leseempfehlung für einen Roman mit Botschaft!
Dreamworx
aus Berlin
5/5
07.04.2025
Buch (Taschenbuch)
Wer Sicherheit der Freiheit…
Wer Sicherheit der Freiheit vorzieht, bleibt zu Recht ein Sklave. - Aristoteles 1811 England. Rosalyn Mandelin stammt aus wohlhabendem adligen Hause und liebt es vor allem, auf dem Rücken ihres Hengstes durch die Gegend zu reiten. Doch ihr Leben ändert sich schlagartig, als ihre Eltern von ihr erwarten, den begehrtesten Junggesellen mit eigener erfolgreicher Pferdezucht zu heiraten und kurz darauf auch noch ihre geliebte Gouvernante Maggie ohne ein Wort des Abschieds in einer Nacht und Nebelaktion spurlos verschwindet. Auf ihre Nachfragen nach Maggies Verbleib bekommt sie keine Antworten, und der Verlobte in spe ist auch mehr an ihrem Hengst interessiert. So macht sich Rosalyn selbst an die Arbeit, Maggie wiederzufinden und macht dabei die Bekanntschaft von Mitgliedern einer Glaubensgemeinschaft, die dem Methodismus folgt. Als sie den jungen Prediger William kennenlernt, gerät ihre bisherige Weltansicht gefährlich ins Wanken.... Rahel Krönert hat mit ihrem historischen Roman „Das Erwachen der Freiheit“ ein fulminantes Debüt vorgelegt, dass den Leser nicht nur ins 19. Jahrhundert Englands entführt, sondern ihm auch mehr Einblick in die Glaubenslehre des Methodisten John Wesley gewährt. Der flüssige, bildhafte und empathische Erzählstil bringt den Leser direkt in die Vergangenheit, wo er sich als unsichtbarer Schatten an der Seite von Rosalyn wiederfindet und nicht nur ihre Gedanken- und Gefühlswelt aus erster Hand erfährt, sondern auch ihre momentane Lebenssituation sowie die Veränderungen in deren Leben hautnah miterlebt. Gewohnt, immer alles zu bekommen, lebt Rosalyn in ihrer Naivität zu Beginn sorglos in den Tag hinein. Doch dann verändert sich durch das plötzliche Fehlen ihrer engsten Vertrauten Maggie und die angekündigte Heiratsforderung ihrer Eltern ihr Leben von Grund auf. Rosalyn fühlt sich hintergangen und versucht, die Gründe für Maggies Verschwinden herausfinden. Dabei wird sie nicht nur von neuen Freunden unterstützt, sondern kommt auch zum ersten Mal mit dem ärmlichsten Teil der Bevölkerung in Berührung, was ihre eigene Suche nach dem Sinn des Lebens zusätzlich befeuert. Die Autorin stellt dem Leser nicht nur gesellschaftlichen Unterschiede zwischen dem Adel und der restlichen Bevölkerung deutlich vor Augen, sondern zeigt vor allem die Arroganz und Ignoranz der adligen Gesellschaft gegenüber der Not der ärmsten Bevölkerung. Die Bekanntschaft mit dem Prediger William, der in der Grafschaft mit seiner Predigt für Wirbel sorgt, öffnet Rosalyns Herz und macht ihr klar, was wirklich wichtig ist im Leben. Empathisch führt die Autorin die Leser an die Lehre von John Wesley heran, in dem die christlichen Tugenden wie Nächstenliebe und Hilfsbereitschaft oberstes Gebot sind. Die Charaktere sind liebevoll ausgestaltet und mit glaubhaften menschlichen Ecken und Kanten versehen. Der Leser befindet sich sofort mitten unter ihnen und verfolgt mit großem Interesse die zwischenmenschlichen Beziehungen untereinander. Rosalyn wirkt zu Beginn sehr naiv und verwöhnt, aber der Weggang von Maggie hilft ihr dabei, erwachsen zu werden. Sie stellt ihr Leben immer mehr in Frage und lernt durch andere, was es heißt, Verantwortung zu übernehmen. Anne ist eine wunderbare Frau, die Rosalyn schnell eine gute Freundin wird, auch deren meist übellauniger Bruder taut in ihrer Gegenwart etwas auf. William ist ein Mann, der nichts von Konventionen hält, sondern frei von der Leber weg redet und damit bei Rosalyn einen Nerv trifft. Aber auch die übrigen Protagonisten geben der Handlung mit ihren Auftritten den besonderen Schliff. „Das Erwachen der Freiheit“ überzeugt mit einer unterhaltsamen, tiefgründigen Geschichte vor historischem Hintergrund und einer guten Recherchearbeit. Auch die Spannung kommt nicht zu kurz. Absolute Leseempfehlung für einen Roman mit Botschaft!
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