England, 1811: Rosalyn Mandeville lebt das unbeschwerte Leben einer jungen Dame aus gutem Hause, als gleich zwei einschneidende Ereignisse ihr Leben erschüttern: Ihr Vater ist plötzlich wild entschlossen, sie noch im selben Sommer zu verheiraten, und ihre Gouvernante Maggie, seit jeher Rosalyns engste Vertraute, verschwindet von einem Tag auf den anderen. Auf der Suche nach Antworten kommt Rosalyn mit der Erweckungsbewegung des Methodismus in Berührung und sucht heimlich Kontakt zu den Mitgliedern der Glaubensgemeinschaft. Sie muss sich entscheiden: Will sie weiterhin den Erwartungen der Adelswelt entsprechen oder tun, wozu sie sich von Jesu Worten berufen fühlt? Der beeindruckende Debütroman einer vielversprechenden Autorin mitsamt lebendigen Einblicken in die Ursprünge des Methodismus und das Vermächtnis von John Wesley.
Kundinnen und Kunden meinen
5.0/5.0
Bewertung
5/5
29.10.2026
Buch (Taschenbuch)
Wunderschön unterhaltsam und glaubensstärkend zugleich
Mit dem Buch "Das Erwachen von Freiheit" von Rahel Krönert bin ich zum Fan von ihr und ihren Büchern geworden. Ganz liebevoll und beschwingt führt sie mich als Leserin hinein in die Geschichte von Rosalyn, dieser jungen Frau, deren Geschichte zu Beginn des 19. Jahrhunderts in England spielt.
Rosalyn ist die Tochter einer betuchten Familie, die plötzlich die Erfahrung macht, dass ihr Vater sie um jeden Preis mit einem bestimmten jungen Herrn verheiraten will, der nicht ganz ihr Geschmack ist. Doch darf sie selbst eine Entscheidung treffen, oder muss sie tun, was ihr Vater erwartet? Von einem auf den anderen Tag befindet sie sich in einer misslichen Lage, die nicht so einfach zu lösen ist. Gleichzeitig stößt sie auf die Glaubensgemeinschaft der Methodisten, die in ihr einen echten Eindruck hinterlassen. Sie beschäftigt sich immer tiefer mit der Freiheit, die durch die Bibel vermittelt wird. Das alles führt Rosalyn zu einer Herzens-Entscheidung.
Mich begeistert an diesem Buch von Rahel Krönert sehr, wie liebevoll sie ihre Haupt-Protagonistin "Rosalyn" gezeichnet hat. Schon von der ersten Seite an, hat sie mich auf ihre Seite gezogen und wirklich begeistert. Diese freiheitsliebende Art, dieser Mut, diese Ehrlichkeit - einfach toll. Außerdem begeistert hat mich, dass der Methodismus und damit auch das Vermächtnis von John Wesley in dieser Roman-Reihe einen großen Platz bekommt. Für mich, die sich auch persönlich viel mit dem Methodismus beschäftigt, und die selbst Teil einer Freikirche ist, die ihre Wurzeln im Methodismus hat, war es natürlich sehr spannend, auch mal in Form eines fiktiven Romans in diese bewegende Zeit der Erweckungsbewegung einzutauchen.
Der Roman macht so viel Spaß, liest sich wirklich sehr leicht und stärkt gleichzeitig den persönlichen Glauben. Ich empfehle es von Herzen weiter!
Bewertung
5/5
23.09.2026
Buch (Taschenbuch)
Spannende Einblicke in die frühen Zeiten des Methodismus
Der Roman entführt uns nach England ins Jahr 1811: Wir lernen Rosalyn kennen, eine junge Frau aus einer Adelsfamilie, die nicht so recht in ihre Zeit und die ihr zugewiesenen Rolle passen möchte - schon bevor sie erste Begegnungen mit Jesus, der Bibel und der methodistischen Gemeinschaft hat, hinterfragt sie die Erwartungen, die ihre Eltern und ihr Bruder an sie richten. Wir begleiten sie, wie sie einen Gott kennenlernt, der sie liebt, wie sie Standesgrenzen zu überwinden versucht und sich die Frage stellt: Kanm ich meine Wünsche und Sehnsüchte über die gesellschaftlichen Erwartungen meiner Familie stellen?
Der Roman hat mich von Anfang an gefesselt. Die Autorin hat es hervorragend verstanden, eine sympathische Protagonistin zu erschaffen, mit der ich bei jedem mutigen Schritt mitgefiebert habe. Und auch die Charaktere, die sie kennenlernt und die sie begleiten, habe ich schnell ins Herz geschlossen. Und ja, als sie das erste mal feststellte, dass Christ sein mehr bedeuten kann, als Sonntags Psalm 23 zu lesen, dass Jesus echte Leidenschaft weckt, habe ich mich sehr für Rosalyn gefreut :)
Besonders spannend fand ich auch die Reaktionen auf die methodistische Bewegung aus der adligen Gesellschaft. Der Methodismus war vergleichsweise neu, hat ganz andere Wege gewählt und gesellschaftliche Konventionen aufgebrochen - damit musste es ja etwas böses sein. Ich habe hinterfragt, ob wir nicht heute noch genauso denken - neue Kirchen eher skeptisch betrachten aus der Haltung, dass wir selbstverständlich die einzig richtige Art zu Glauben kennen. Manchmal muss man vielleicht in die Vergangenheit gucken, sehen, was für eine große Kirche sich aus der kleinen, verachteten und in Teilen verbotenen Gemeinschaft entwickelt hat und neu überlegen: urteile ich heute vielleicht zu schnell über neue Gemeinden? Der Roman hat mich eingeladen, offener zu sein und nie aufzugeben, andere Menschen zu Jesus einzuladen. Ich freue mich schon auf die Fortsetzung.
Bewertung
5/5
21.05.2025
Buch (Taschenbuch)
Schöner Debütroman
England im Jahr 1811.
Was stellt man sich da vor? Herrliche Herrenhäuser mit großen Stallungen, grünen Wiesen und nicht zu vergessen: rauschende Bälle.
In genau dieser Adelswelt lebt Rosalyn Mandeville und fühlt sich dort auch recht wohl, bis plötzlich ihre geliebte Gouvernante Maggie verschwindet. Ihre Eltern weichen gestellten Fragen aus. Für Henry, Rosalyns Vater steht der Entschluss fest, dass sie noch in diesem Sommer heiraten wird. Wird sie überhaupt nach ihren Gefühlen gefragt und wo nur ist Maggie? Eine abenteuerliche Suche nach Antworten beginnt und wird ganz anders beantwortet als geahnt.
Der Schreibstil hat mir gut gefallen. Besonders gut fand ich, dass Maggie Rosalyn schon früh mit Bibelversen und weisen Sprüchen vertraut gemacht hat. Selbst den Blick für die Armen der Gesellschaft hat sie ihr geschärft, woraus noch großer Segen wächst.
Das Vermächtnis von John Wesley, nämlich die Ursprünge der Methodisten hat die Autorin gekonnt in die Geschichte eingewoben. Der Leser erhält dadurch sehr informative Einblicke.
Der Glaube prägt das Buch, sei es in christlicher Nächstenliebe, den anderen höher achten als sich selbst oder in ganz praktischer Hilfe.
Erschreckend, wie abgekapselt und fast als Abscheu damals die Armen leben mussten und umso wertvoller der Dienst, wenn man sich ihnen zuwendet.
Ein Buch, was durch Höhen und Tiefen führt und doch steht über allem ein liebender Gott, der die Fäden der einzelnen Geschicke in seiner Hand hält.
Bewertung
aus Straubenhardt
5/5
07.04.2025
Buch (Taschenbuch)
Ein wunderschönes, lesenswertes Buch
Die junge Rosalyn lebt auf einem englischen Landsitz ein sorgenfreies Leben mit Eltern, Bruder und vielen Dienstboten. Ihr Pferd ist ihre ganz große Liebe. Als ihren Eltern immer wichtiger wird, dass sie heiratet, forcieren sie die Bekanntschaft mit einem begehrten Junggesellen. Doch in Rosalyn erwachen die Sehnsucht nach Freiheit und durch Begegnung mit Menschen im naheliegenden Dorf auch viele Fragen über das priviligierte Leben dass sie führt.
Das Buch ist einfühlsam, herzbewegend und spannend geschrieben und im Blick auf die Bewegung der Methodisten im damaligen England gut recherchiert. Ich tauchte durch die lebendige Beschreibung der Charaktere sowohl in das Leben des damaligen Adels als auch in die Welt der kleinen, armen Leute ein. Sehr realistisch ist die Begegnung Rosalyns mit dem lebendigen Glauben beschrieben, im Zuge dessen sie großen Widerstand bei ihrer Familie und der damiligen oberen Gesellschaftsschicht bekommt. Es wird im Laufe des Romans immer spannender und ich habe das Buch fast an einem Stück durchgelesen. Ein super Debütroman von Rahel Krönert, leicht lesbar mit viel Spannung, einer Prise Humor, realistisch und tiefgründig!
Dreamworx
aus Berlin
5/5
07.04.2025
Buch (Taschenbuch)
Wer Sicherheit der Freiheit vorzieht, bleibt zu Recht ein Sklave. - Aristoteles
1811 England. Rosalyn Mandelin stammt aus wohlhabendem adligen Hause und liebt es vor allem, auf dem Rücken ihres Hengstes durch die Gegend zu reiten. Doch ihr Leben ändert sich schlagartig, als ihre Eltern von ihr erwarten, den begehrtesten Junggesellen mit eigener erfolgreicher Pferdezucht zu heiraten und kurz darauf auch noch ihre geliebte Gouvernante Maggie ohne ein Wort des Abschieds in einer Nacht und Nebelaktion spurlos verschwindet. Auf ihre Nachfragen nach Maggies Verbleib bekommt sie keine Antworten, und der Verlobte in spe ist auch mehr an ihrem Hengst interessiert. So macht sich Rosalyn selbst an die Arbeit, Maggie wiederzufinden und macht dabei die Bekanntschaft von Mitgliedern einer Glaubensgemeinschaft, die dem Methodismus folgt. Als sie den jungen Prediger William kennenlernt, gerät ihre bisherige Weltansicht gefährlich ins Wanken....
Rahel Krönert hat mit ihrem historischen Roman „Das Erwachen der Freiheit“ ein fulminantes Debüt vorgelegt, dass den Leser nicht nur ins 19. Jahrhundert Englands entführt, sondern ihm auch mehr Einblick in die Glaubenslehre des Methodisten John Wesley gewährt. Der flüssige, bildhafte und empathische Erzählstil bringt den Leser direkt in die Vergangenheit, wo er sich als unsichtbarer Schatten an der Seite von Rosalyn wiederfindet und nicht nur ihre Gedanken- und Gefühlswelt aus erster Hand erfährt, sondern auch ihre momentane Lebenssituation sowie die Veränderungen in deren Leben hautnah miterlebt. Gewohnt, immer alles zu bekommen, lebt Rosalyn in ihrer Naivität zu Beginn sorglos in den Tag hinein. Doch dann verändert sich durch das plötzliche Fehlen ihrer engsten Vertrauten Maggie und die angekündigte Heiratsforderung ihrer Eltern ihr Leben von Grund auf. Rosalyn fühlt sich hintergangen und versucht, die Gründe für Maggies Verschwinden herausfinden. Dabei wird sie nicht nur von neuen Freunden unterstützt, sondern kommt auch zum ersten Mal mit dem ärmlichsten Teil der Bevölkerung in Berührung, was ihre eigene Suche nach dem Sinn des Lebens zusätzlich befeuert. Die Autorin stellt dem Leser nicht nur gesellschaftlichen Unterschiede zwischen dem Adel und der restlichen Bevölkerung deutlich vor Augen, sondern zeigt vor allem die Arroganz und Ignoranz der adligen Gesellschaft gegenüber der Not der ärmsten Bevölkerung. Die Bekanntschaft mit dem Prediger William, der in der Grafschaft mit seiner Predigt für Wirbel sorgt, öffnet Rosalyns Herz und macht ihr klar, was wirklich wichtig ist im Leben. Empathisch führt die Autorin die Leser an die Lehre von John Wesley heran, in dem die christlichen Tugenden wie Nächstenliebe und Hilfsbereitschaft oberstes Gebot sind.
Die Charaktere sind liebevoll ausgestaltet und mit glaubhaften menschlichen Ecken und Kanten versehen. Der Leser befindet sich sofort mitten unter ihnen und verfolgt mit großem Interesse die zwischenmenschlichen Beziehungen untereinander. Rosalyn wirkt zu Beginn sehr naiv und verwöhnt, aber der Weggang von Maggie hilft ihr dabei, erwachsen zu werden. Sie stellt ihr Leben immer mehr in Frage und lernt durch andere, was es heißt, Verantwortung zu übernehmen. Anne ist eine wunderbare Frau, die Rosalyn schnell eine gute Freundin wird, auch deren meist übellauniger Bruder taut in ihrer Gegenwart etwas auf. William ist ein Mann, der nichts von Konventionen hält, sondern frei von der Leber weg redet und damit bei Rosalyn einen Nerv trifft. Aber auch die übrigen Protagonisten geben der Handlung mit ihren Auftritten den besonderen Schliff.
„Das Erwachen der Freiheit“ überzeugt mit einer unterhaltsamen, tiefgründigen Geschichte vor historischem Hintergrund und einer guten Recherchearbeit. Auch die Spannung kommt nicht zu kurz. Absolute Leseempfehlung für einen Roman mit Botschaft!
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