Produktbild: Sommer der schlafenden Hunde

Sommer der schlafenden Hunde Roman

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Beschreibung

Produktdetails

Format

ePUB 3

Kopierschutz

Nein

Family Sharing

Ja

Text-to-Speech

Ja

Verkaufsrang

7526

Erscheinungsdatum

11.03.2026

Verlag

Aufbau Digital

Seitenzahl

352 (Printausgabe)

Dateigröße

703 KB

Auflage

1. Auflage

Sprache

Deutsch

EAN

9783841240347

Beschreibung

Produktdetails

Format

ePUB 3

eBooks im ePUB 3-Format erlauben eine dynamische Anpassung des Inhalts an die jeweilige Display-Größe des Lesegeräts. Das Format eignet sich daher besonders für das Lesen auf mobilen Geräten, wie z.B. Ihrem tolino, Tablets oder Smartphones.

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Verkaufsrang

7526

Erscheinungsdatum

11.03.2026

Verlag

Aufbau Digital

Seitenzahl

352 (Printausgabe)

Dateigröße

703 KB

Auflage

1. Auflage

Sprache

Deutsch

EAN

9783841240347

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  • ancla_books4life

    aus Schwerte

    5/5

    04.08.2026

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Rohe Worte, dunkle Abgründe und eine Geschichte, die nicht loslässt

    „Jeder hat seine eigene saudarke Scheiße.“ **** Mein Eindruck **** Die Sprache ist das wohl prägendste Element dieses Buches – und genau dadurch entfaltet es seine unglaubliche Stärke. Sie ist roh, direkt, vulgär, beleidigend, manchmal schmerzhaft ehrlich und immer wieder überraschend treffend. Die Worte stoßen ab und ziehen gleichzeitig an. Sie passen zu den Figuren, zu ihren Wunden, ihrer Wut und ihrer Unfähigkeit, manches anders auszudrücken. Selten blitzen ruhigere, fast sanfte Momente auf – und gerade dann trifft die Wahrheit dahinter umso härter. Die Geschichte begleitet die Protagonistin und Trice, aber auch eine Freundesgruppe, die einmal alles füreinander war und nun teilweise wieder zueinanderfindet. Szenenhaft erleben wir ihre Beziehungen, immer aus der Perspektive der Protagonistin. Die Erzählung fließt ineinander, wirkt stellenweise wie ein Fiebertraum und fängt damit die hitzige Sommeratmosphäre perfekt ein. Der Titel mit dem schlafenden Hund bekommt dabei eine besondere Bedeutung. Er wirkt zunächst eindeutig, entwickelt aber im Verlauf der Geschichte immer mehr Ebenen. Gerade der Umgang mit diesem Motiv ist verstörend, herausfordernd und eng mit der Protagonistin verbunden. Man möchte verstehen, nachfühlen und gleichzeitig am liebsten wegsehen. Obwohl das Buch mich auf seinen „kranken Mist“ vorbereitet hat, konnte es mich immer wieder überraschen und erschüttern. Mehr als einmal dachte ich: Das kann jetzt wirklich nicht passieren. Die Erzählung fühlt sich dabei so echt an, dass ich manche Situationen fast nicht wahrhaben wollte, um noch an das Gute in den Figuren glauben zu können. Nicht alles ist hier schwarz humorvoll aufzulösen. Manche Szenen sind schlicht erschreckend und gerade dadurch so intensiv. Ich habe selten eine Geschichte gelesen, die so viel rohe Wut, Schmerz und Verzweiflung transportiert. Es ist Coming-of-Age, aber auf eine ungefilterte, unbequeme Art. Im Zentrum steht die Frage nach dem Monster – wer eines ist, wer dazu gemacht wird und wie sehr Leid, Abhängigkeit und eine falsche Gemeinschaft Menschen verändern können. Die Geschichte arbeitet sich Stück für Stück auf eine zentrale Erkenntnis hin und lässt die Antwort am Ende bewusst offen. Vielleicht muss sie auch jeder für sich selbst finden. Für mich bleibt vor allem der Gedanke, dass Loslassen manchmal der mutigste Schritt ist. „Es geht doch genau darum, dass man sich umdrehen muss, auch wenn es schmerzhaft ist. Sonst weiß man doch gar nicht, was man zurücklässt.“ **** Empfehlung? ****
 Für alle, die sich auf eine sprachlich außergewöhnliche, unbequeme und intensive Coming-of-Age-Geschichte einlassen möchten. Dieses Buch will nicht gefallen – es will etwas auslösen. Und genau darin liegt seine größte Stärke.

  • MarieOn

    5/5

    18.03.2026

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Erschütternd und fesselnd

    Laika liegt im Bach, ihr schwarzes Fell voller Blut, der Schädel gespalten. Die Zunge hängt blau aus dem Maul, da wo vorher alles rosa gewesen war. Warum sie sie umgebracht hat, wollte Josef wissen. Der Köter hatte sie nie leiden können. „Sie hat es verdient!“ Als das mit Josef passiert ist, hat Laura sich im Bett versteckt und nur noch geheult, wochenlang nicht auf Trice Nachrichten reagiert, bis die ihr fast die Türe eingetreten hätte. Als sie sie reinließ, schrie Trice sie an: „Du blöde, selbstgefällige Schlampe, warum machst du so was immer mit mir? Warum muss ich mich ständig um dich kümmern, immer und immer und immer?“ Danach nahm Trice sie pflichtbewusst und sehr liebevoll in ihre Arme und Lena weinte und weinte. Trice Mitbewohner musste gehen, weil er zu viel groß musste. Jetzt sucht sie jemand Neuen und Lena soll das in ihren Kontakten teilen, aber sie hat ja gar keine Kontakte. Sie war die mieseste Mitbewohnerin, die sie je hatte, sagte Trice ihr danach. Nachdem ihre Großmutter gestorben war, hatte sie noch bei Josef gewohnt. Er fragte sie ständig, was er ihr Gutes tun könne. Dann zog sie zu Trice und zuerst war alles gut. Doch dann war Trice genervt von ihrer Unordnung. Sie war genervt, weil sie Trice ständig bekochen musste, weil Trice es nicht lernen wollte. Sie musste gehen, wenn Trice jemanden mitbrachte, weil die sich nicht einlassen konnte, wenn Lena in der Nähe war. Bis ich anfing, mich verstoßen zu fühlen, bis sich jedes Augenverdrehen von Trice anfühlte, wie ein Schlag ins Gesicht, bis wir einmal stritten und Trice eine Steinvase nach mir warf, die dann ein Loch in die Küchentür schlug und so weiter, immer so weiter. S. 14 Fazit: Laura Dürrschmidt hat mich mit flirrender Intensität in das Dasein dreier zutiefst verletzter Seelen geführt. Lena wurde von ihrer zu jungen, alleinerziehenden Mutter bei ihrer Großmutter abgesetzt. Der Freund der Familie, Jakob nimmt sie nach dem Tod der Großmutter auf. Lena kommt hinter sein Geheimnis und stürzt ins Bodenlose. Lena wechselt in der neunten die Schule und lernt Trice kennen, die Königin, immer in ihrem Windschatten, die unheimliche Sascha. Beide umringt von vier coolen Jungs. Lena schleicht sich in den Dunstkreis der Gruppe, gehört irgendwann dazu und das Spiel um Ressourcen (Trice) beginnt. Die Autorin bedient sich großartiger Dialoge, um Stimmung zu machen. Die Sprache ist boshaft, schlagfertig und schmerzhaft ehrlich, aber auch witzig, wie sie eben ist bei jungen Menschen, die um so mehr Selbstbewusstsein vortäuschen, je kleiner sie sich fühlen. Im Laufe der Erzählung eskalieren die Mädchen völlig und machen sogar den Jungs Angst. Die vorherrschenden Gefühle sind Eifersucht, Missgunst, Wut und Hass. Die Geschichte entblättert sich langsam durch die Ich-Erzählerin Lena, die in ihren trüben Erinnerungen fischt. Auf erschütternde und auch fesselnde Weise zeigt die Autorin, wie Grenzen überschritten werden und macht mich froh, nicht mehr jung zu sein. Eine sehr gelungene Entwicklungsgeschichte, die dann am Ende doch Heilung durch Weitsicht erfährt.

  • Bewertung

    Thalia Book Circle Community

    4/5

    07.05.2026

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Destruktive Dreiecksbeziehung: 3,5⭐️

    Lena und Trice sind seit der Schulzeit beste Freundinnen, Geliebte, Feindinnen. „Hassliebe, hat Trice mal gesagt. Ich hassliebe dich mehr als mein Leben.“ Damals zu ihrer Schulzeit in einer tristen deutschen Vorstadt gab es noch eine dritte Freundin, Sascha. Sie war der Mittelpunkt dieser toxischen Dreiecksbeziehung. Sie verbrachten ihre Freizeit bei Kellerpartys oder in einer Gartenlaube, wo sie sich gegen die Langeweile prügelten, bis Blut floss. Am Ender der Schulzeit kommt Sascha ums Leben. Ihr Tod zieht sich wie ein roter Faden durch das ganze Buch. In zwei Zeitebenen fügt sich nach und nach alles zusammen.   „Wir haben so ziemlich alles versucht. Man kann sagen: Jede von uns hat schon jede Rolle für die andere gespielt. Irgendwie ist es ja dann doch niemandes Schuld, dass nichts davon je wirklich funktioniert hat, und irgendwie ist es vielleicht auch gut, weil ich mir keine Welt vorstellen kann, in der Trice und ich nicht genau das sind, was wir gerade sind. Etwas, für das es keinen Namen gibt, aus einem sehr guten Grund, nämlich: Dass man wirklich bescheuert sein muss, um so sein zu wollen. Niemand will so sein, darum hat es auch keinen Namen, darum benennt man so etwas nicht. Weil es so eine Art von Beziehung nämlich gar nicht geben sollte.“   Die Stimmung ist durchweg bedrückend, deprimierend; Gewalt und „kaputte Seelen“ überall.   „Es gibt Menschen, vor denen muss man irgendwann flüchten, weißt du. Ich glaube, Trice und du, ihr seid solche Menschen füreinander. Ich denke das schon sehr lange. Ich hab das schon damals gedacht. Und jetzt denke ich es wieder. Vielleicht solltet ihr aufhören, euch zu sehen. Vielleicht seid ihr einfach nicht gut füreinander.“   Laura Dürrschmidts Schreibstil passt zur Story, ist sehr direkt und heftig. Die Geschichte ist intensiv, aber die Figuren blieben mir leider zu distanziert, ich konnte keine Verbindung zu ihnen aufbauen.   „Sommer der schlafenden Hunde“ ist ein fordernder, düsterer Roman über eine toxische Freundschaft, Liebe, Abhängigkeit, Gewalt - und den Mut, Grenzen zu setzen und neu zu beginnen. Ich vergebe daher final 3,5 von 5 Sternen.   Vielen Dank an den Aufbau Verlag und an NetGalley für dieses Rezensionsexemplar!

  • Alrik Gerlach

    Thalia Book Circle Community

    4/5

    24.03.2026

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Wenn der Kopf in Hamburg bleibt und das Herz an die Schlei zieht

    Ein Anruf, ein altes Haus und plötzlich riecht alles nach Sommer, obwohl draußen eigentlich Alltag wartet. Konstantin fährt an die Schlei und will nur schnell verkaufen. Klingt nach drei Tagen Pflichtprogramm, fühlt sich aber schnell nach barfuß durchs Gras laufen an, nach zu viel Himmel und diesem gefährlichen Gedanken, dass das Leben vielleicht woanders besser sein könnte. Die Geschichte nimmt sich Zeit. Kein hektisches Drama, kein großes Feuerwerk. Stattdessen plätschert alles wie Wasser am Steg. Genau das macht den Reiz aus. Erinnerungen tauchen auf, alte Gefühle klopfen an und irgendwo zwischen Fischbrötchen und Sonnenuntergang wird klar, dass Entscheidungen manchmal nicht laut kommen, sondern ganz leise. Besonders stark ist die Atmosphäre. Man sitzt praktisch mit auf der Terrasse, hört Möwen und merkt, wie die Großstadt langsam aus dem Kopf verschwindet. Gleichzeitig schiebt sich diese typische Frage ins Bild. Bleibt man beim sicheren Plan oder springt man ins unvernünftige Glück. Das fühlt sich ehrlich an und erstaunlich nah. Nicht alles überrascht. Manche Entwicklungen sieht man kommen und das Tempo ist eher entspannt als spannend. Aber genau das passt zur Geschichte. Kein Buch zum Durchhetzen, eher eins zum Wegatmen. Am Ende bleibt dieses warme Gefühl, dass weniger manchmal mehr ist und dass ein Ort reichen kann, um das eigene Leben neu zu sortieren. Ruhiger Wohlfühlroman mit Herz, Meerluft und der gefährlichen Lust, alles stehen zu lassen.

  • Jürg K.

    4/5

    14.03.2026

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Dreiecksgeschichte

    Dieses Buch hat mich vor allem durch seine gnadenlose Ehrlichkeit und die fiebrige Intensität der Beziehungen zwischen Lena, Trice und Sascha getroffen. Der Roman fühlt sich an wie ein heisser, flirrender Sommertag, an dem die Luft steht und jede unausgesprochene Wahrheit schwerer wird, bis sie nicht mehr zu halten ist. Laura Dürrschmidt schreibt über Freundschaft, Liebe und Gewalt mit einer sprachlichen Wucht, die gleichzeitig poetisch und schmerzhaft präzise ist. Der Roman entwickelt beim Lesen eine Dynamik, die unter die Haut geht. Lena und Trice sind keine klassischen Freundinnen, sondern zwei Menschen, die sich anziehen, abstossen, verschlingen. Ihre Beziehung ist ein Kraftfeld aus Begehren, Abhängigkeit und gegenseitiger Zerstörung. Sascha bleibt das schimmernde Zentrum geheimnisvoll, verletzlich, ungreifbar. Ihr Tod ist kein Rätsel, sondern eine Wunde, die nie verheilt ist und nun wieder aufreisst. Der Fight Club, die Partys, die Enge der Vorstadt, all das wirkt wie Ventile für Gefühle. Besonders bewegt hat mich, wie der Roman zeigt, dass Liebe und Gewalt manchmal aus derselben Quelle kommen, aus dem verzweifelten Wunsch, gesehen zu werden. Lena und Trice sind zwei Menschen, die sich ineinander verlieren, weil sie nie gelernt haben, bei sich selbst zu bleiben. Man liest kein Wohlfühlroman, er ist eine Erinnerung daran, wie gefährlich Nähe sein kann, wenn niemand gelernt hat, Grenzen zu setzen. Und gerade deshalb bleibt er lange im Kopf.

Kundinnen und Kunden meinen

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