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Produktbild: Melken

Melken Roman

84

16,99 €

inkl. gesetzl. MwSt.

Beschreibung

Produktdetails

Format

ePUB

Kopierschutz

Nein

Family Sharing

Ja

Text-to-Speech

Ja

Verkaufsrang

40008

Erscheinungsdatum

17.03.2026

Verlag

Carl Hanser Verlag GmbH & Co. KG

Seitenzahl

160 (Printausgabe)

Dateigröße

1614 KB

Auflage

1. Auflage

Originaltitel

Mjölkat

Übersetzt von

Stefan Pluschkat

Sprache

Deutsch

EAN

9783446287785

Beschreibung

Produktdetails

Format

ePUB

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Nein

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  • entspricht der Vorgabe EPUB Barrierefreiheit 1.0 AA
  • keine Vorlesefunktionen des Lesesystems deaktiviert

Verkaufsrang

40008

Erscheinungsdatum

17.03.2026

Verlag

Carl Hanser Verlag GmbH & Co. KG

Seitenzahl

160 (Printausgabe)

Dateigröße

1614 KB

Auflage

1. Auflage

Originaltitel

Mjölkat

Übersetzt von

Stefan Pluschkat

Sprache

Deutsch

EAN

9783446287785

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  • Bewertung

    5/5

    11.07.2026

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    rau und ehrlich

    Rau und ehrlich, dabei aber trotzdem wunderschön. Sprachlich meiner Meinung nach ein Genuss und sehr atmosphärisch, ich mag Sannas Schreibstil unheimlich gerne und er passt wunderbar zum Setting: Landleben. Ellen kehrt nach der Trennung ihrer Freundin auf den Hof ihrer Eltern zurück. Dort wird sie mit ihrer Vergangenheit konfrontiert und stellt sich Fragen über ihre Identität und Herkunft. Wieso wollte sie als Kind immer weg vom Hof und warum findet sie genau jetzt doch Zuflucht dort? Erinnerungen an die Kindheit, familiäre Bindungen und Beziehungen, Scham, aber auch die Entfremdung zur Natur spielen eine zentrale Rolle in ihrer Entwicklungsreise. Wie sehr prägt die eigene Herkunft das spätere Leben? Wie war die Kindheit und Jugend als Bauerstochter? Das Buch ist zwar schnell ausgelesen, wirkt aber noch lange nach. Auch nach mehrmaligem Lesen findet man immer wieder Neues in Sanna Samuelssons mitreißender Sprache.

  • caro_phie

    5/5

    01.07.2026

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Wenn es die Orte der Kindheit nicht mehr gibt

    "Es ist besser Kind zu sein als erwachsen. Aber wir, die von unserer Kindheit erfüllt sind, werden vielleicht nie richtig erwachsen." Sie kehrt zurück an den Ort ihrer Kindheit in die schwedische Provinz, wo viele Bauernhöfe mittlerweile der Forstwirtschaft gewichen sind. So wie auch ihre Eltern damals weichen mussten, ihren Hof aufgeben mussten und weggezogen sind aus dem Haus, in dem nun jemand anders wohnt. Nur Max ist geblieben. Max - ihr ehemaliger Klassenkamerad, vielleicht auch Freund. Denn Max ist der Einzige, der sie durch ihre gemeinsamen Erfahrungen als Bauernhofkinder wirklich kennt. Aber dann haben sie sich auseinandergelebt. "Ich freundete mich mit den feinen Vorstadtkindern an, Kaviarmünder, duftender Weichspüler, Partykeller mit Kabelfernsehen. Bei jedem Namensaufruf flog ich wieder auf. Doch ich wusch mich schnell rein, ich lernte, wie. Anders als Max." Gänzlich ungeschönt erzählt Sanna Samuelsson von dem Aufwachsen auf einem Bauernhof in Südschweden, von der harten Arbeit, den Schicksalen der Kühe, dem Gefühl vom Anderssein in der Schule - und auch nach der Schulzeit in der großen Stadt. Denn so sehr sie versucht sich anzupassen, die Kindheitserinnerungen der Erzählerin bleiben Erinnerungen an eine Welt, die es so nicht mehr gibt. "melken" ist ein eigenwilliges Buch. Und vielleicht hat es mir genau deshalb so gefallen. Wie ganz ohne große Szenen in leiser und gleichzeitig rauer Sprache von dem Verlust eines Teils der eigenen Identität erzählt wird und gleichzeitig von dem Verlust für die Menschheit durch die industrielle Landwirtschaft - der Entfremdung von der Natur. Es ist ein Buch, in das ich noch viele male hineinlesen werde, Sanna Samuelsson poetische Sprache aufsaugen werde und das ich jeder Person ans Herz legen würde, die gerne in einem Buch verweilt, Sätze mehrmals liest, um sie auf sich wirken zu lassen.

  • Bewertung

    5/5

    06.04.2026

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Sehr besonders

    Im Buch geht es um Hauptprotagonistin Ellen, die zurück in ihre Heimat am Land geht, nachdem sich ihre Freundin Diana von ihr trennt. Was mir von Anfang an gut gefallen hat, war, dass auch als die Zeit in der Stadt oder allgemein die Gedanken von Ellen letzen Endes meistens auf ihre Kindheit auf dem Bauerhof zurückgeführt wurden. Dadurch schafft es die Autorin, die Leserinnen und Leser direkt in den Kopf der Hauptcharakterin zu bringen, geprägt von Spuren ihrer Vergangenheit in der Natur. Ich mochte das Buch, wenngleich es definitiv keine gewöhnliche Literatur ist und man sich erst einfinden muss. Es ist sehr persönlich und man kann sich auf jeden Fall leichter einfinden, wenn man ähnlich aufgewachsen ist. Ich kann die Geschichte an jede/n weiterempfehlen, der offen für eine neue Welt ist, aber vorallem an die Menschen, die am Land aufgewachsen sind, die vielleicht ein Stück Heimat und Geborgenheit darin finden!

  • Katrin

    aus Kiel

    5/5

    03.04.2026

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Alles auf Anfang

    Nach der Trennung von ihrer Freundin Diana flieht Ellen aus der Großstadt zurück aufs Land, direkt nach der Arbeit fährt sie los und landet auf dem ehemaligen Hof ihrer Eltern. Die neuen Besitzer:innen sind im Urlaub, der Schlüssel liegt noch dort, wo er immer lag. Ohne Nachzudenken zieht sie in ihr ehemaliges Kinderzimmer und wird gedanklich in ihre Kindheit zurückgeworfen. Dann taucht auch noch Max auf, der Nachbarsohn, der im Gegensatz zu ihr geblieben ist. In Erinnerungsfragmenten und sachlichen Einschüben erzählt die Autorin vom Aufwachsen auf dem Land, vom Gefühl, nie richtig zu sein, vom Niedergang der Kleinbauern und den klimatischen Veränderungen, die von Menschen aus städtischen Umgebungen leichter ignoriert werden können. Es ist ein poetischer Text, der es mithilfe einer sinnlichen Sprache schafft, uns Lesenden das Gefühl zu geben, mit dabei zu sein. Die beschriebene Natur wirkt wie ein weiterer Charakter, sie flimmert, atmet und drückt auf eine Weise, die im Gedächtnis bleibt. Es ist auch ein sehr körperlicher Roman, der das Landleben und die Spuren, die es hinterlässt, wie unter dem Brennglas betrachtet und gleichzeitig fragt, wer man sein kann, wenn man aus einer untergegangenen Welt stammt. Sanna Samuelssons Debüt hat mich ganz unerwartet überrascht und begeistert.

  • Bewertung

    5/5

    30.03.2026

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Identität

    Sanna Samuelssons Debüt „Melken“ hat mich ziemlich überrascht. Die Geschichte beginnt mit einem klassischen Break-up: Ellen wird von ihrer Freundin Diana verlassen und weiß nicht, wohin mit ihrem Schmerz. Kurzerhand flieht sie aus der Stadt zurück auf den Bauernhof ihrer Kindheit. Das Spannende ist, dass der Hof längst verkauft wurde. Ellen verschafft sich trotzdem Zutritt und fängt an, dort heimlich zu leben. Was mir an dem Buch besonders gefallen hat, ist die Atmosphäre. Es ist kein kitschiger Roman über das Landleben, sondern eher eine ehrliche und fast schon körperliche Erzählung. Man spürt förmlich die Hitze des Sommers und riecht den Stallgeruch, der immer noch in den Wänden hängt, obwohl die Kühe längst weg sind. Die Autorin beschreibt sehr treffend dieses seltsame Gefühl, wenn man an einen Ort zurückkehrt, der sich nach „Zuhause“ anfühlt, einem aber gar nicht mehr gehört. Auch die Begegnung mit ihrem alten Freund Max ist interessant, weil sie zeigt, wie weit sich Ellen von ihren Wurzeln entfernt hat. Der Roman stellt die wichtige Frage: Wer bleibt man eigentlich, wenn die Welt, aus der man kommt, verschwunden ist? Ein starkes und modernes Buch über Herkunft und Verlust. Es ist melancholisch, ein bisschen eigenwillig und absolut lesenswert für alle, die Geschichten über die Suche nach dem eigenen Platz in der Welt mögen.

Kundinnen und Kunden meinen

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Unsere Meinungen

  • Zum Bewerterprofil von Claudia

    Claudia

    Thalia Wien – Mariahilfer Straße

    Buchhändler*in

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    5/5

    16.03.2026

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    "Obwohl ich alle Wörter kannte, blieb die Härte."

    Ellen trennt sich von Diana. Daraufhin versucht Diana Zuflicht und Halt in ihrem alten Familienhaus zu finden – doch was passiert, wenn es Diana zurück in einen Strudel der heteronormativen Welt am Land zieht, in der sie aufgewachsen ist. Kann sie sich selbst festpflanzen? Wird dann alles einfacher? Und wo genau, was genau, ist dieses Zuhause, in dem sie Halt zu finden versucht? In Sanna Samuelssons Debütroman „Melken”, der von Stefan Pluschkat aus dem Schwedischen für den Hanser Verlag ins Deutsche übersetzt wurde, geht es genau um diese Fragen. Poetisch wie klar schafft die Autorin Bilder und Kulissen der Landschaft, schreibt schlicht und schafft genau mit diesem ihrem eigenen Ton eine solche Schicht an Erzähltem. Auf knapp 150 Seiten wirft dieser Roman Fragen und Überlegungen auf, die weit darüber hinausgehen und lange in Erinnerung bleiben. „Niemand wusste etwas, niemand konnte etwas wissen, alles war bedeutungslos, eigentlich.“ Bereits das Cover lädt ein, genauer hinzusehen. Es zeigt einen Ausschnitt einer Person, doch nicht sie selbst, wird von blinden Flecken bedeckt, hinter die es nicht zu schauen gilt. Wie der Titel schon vermerkt, arbeitet Samuelsson in ihrem Buch um die Sphären von Landwirtschaft, den Begrifflichkeiten von „Nutz“tieren und Kühen, zieht mit diesen Parallelen zum Kapitalismus und Heteronormativität. Diana fährt also zurück zu ihrem Familienhaus, in dem sie geboren wurde, aufwuchs. Ein Haus mit Hof, ein Familienbetrieb mit Landwirtschaft, mit Milchproduktion war hier einst Vorort. Nun aber sind ihre Eltern längst woanders, ein neues Paar lebt darin, ist auf Urlaub und Diana findet den Ersatzschlüssel genau an der gleichen Stelle wie schon damals. Sie nistet sich ein in einem Heim, dass fremder nicht sein kann und doch hofft sie, nun ja, was eigentlich? Sie musste raus aus der Stadt, weg von Ellen und folgte ihrem Drang, ihrem Gefühl. Angekommen muss sie sich nun mit sich selbst und dem Zuhause, welches dieser Ort einst war, auseinandersetzten. „Nach einigen Stunden gab die Kuh auf. Das tun sie immer. Sie trotten zurück zu den andern, verschwand in der Herde. Kühe sind grausam, weil sie vergessen. Vielleicht verstummen sie auch nur.“ Samuelsson beschäftigt sich mit der Norm der Heterosexualität, ihren Platz als Frau, wie dieses ihr Aufwachsen prägte und der Ton von damals noch immer Laut zu hören ist. Der Klang, Scham. Als der Nachbarsjunge von früher, Max, bei ihr Auftaucht, scheint vieles in Diana ins Wanken zu kommen. Auch schreibt sie über das Arbeiten auf einer Landwirtschaft, was dieses Menschen alles abverlangt und kaum etwas davon überbleibt, außer Müdigkeit, Finanznot und die ständige, allumfassende Care-Arbeit, die diese mit sich bringt. Mit Bedacht und Sanftheit wird sich um Tiere gekümmert, hier dürfen Emotionen gezeigt werden, hier ist Intimität erlaubt. „Wo damals Leben pulsiert hatte, war jetzt alles still. Eines Tages wird hier ein Wald sein. Aus dem Unkraut wird Buschwerk wachsen, dann Bäume, die Bäume werden einen Wald bilden, der sich über den gesamten Kontinent ausbreitet.“ Ein umwerfendes Debüt, dass über Grenzen hinausgeht und Sprache einen neuen Raum bietet. Ich kann „Melken“ nur empfehlen; besonders, wenn nach poetischer, literarischer Fiktion gefragt wird und auch queeren (und vegan lebenden) Menschen, die abseits der Stadt aufgewachsen sind, kann dieses Werk sicher viel geben.
  • Zum Bewerterprofil von Luna

    Luna

    Thalia Wien – Mariahilfer Straße

    Buchhändler*in

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    4/5

    21.04.2026

    eBook (ePUB)

    Back to the Roots

    "Melken" von Sanna Samuelsson, übersetzt von Stefan Pluschkat, ist ein wirklich interessanter Roman, der sich viel mit Landwirtschaft auseinandersetzt. Als Diana sich von Ellen trennt, kracht für sie eine Welt zusammen. Kurzerhand setzt sie sich ins Auto und fährt zu dem Hof ihrer Eltern, den sie leer vorfindet. Keiner da und für Ellen beginnt eine Zeit der Aufarbeitung. Man bekommt Einblick in das harte Leben eines Bauern/einer Bäuerin. Kein Urlaub, keine Rast, nur Arbeit. Die junge Frau beginnt, ihre gescheiterte Beziehung zu hinterfragen, und auch als sie ihren alten Kindheitsfreund und Verbündeten Max trifft, lässt sie ihr Leben Revue passieren. Vor allem sprachlich hat mir der Roman sehr gut gefallen. Er war sehr poetisch auf eine nicht zu hochgestochene Art, die ich als sehr angenehm wahrgenommen habe. Mein Herz hat immer ein wenig geblutet, als es um die Kühe und die Milchindustrie ging.

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