Das mystische und romantische Abenteuer einer mutigen Frau in der rauen Hochprärie Nordamerikas Als ihre Eltern bei einem Verkehrsunfall ums Leben kommen, ist die junge Ashley am Boden zerstört. Da erscheint ihr im Traum ein Wolf, der sich als ihr Schutzgeist vorstellt. Er rät ihr, sich auf die Suche nach der Wahrheit über ihre Vergangenheit und über ihre Verbindung zu den amerikanischen Ureinwohnern zu begeben. Mit nur einem alten Schwarzweißfoto als Ausgangspunkt und dem Wolf als Schutzgeist an ihrer Seite bricht Ashley auf – und lernt auf dieser Reise nicht nur, die Wunden der Vergangenheit zu heilen und ihrem Leben eine neue Richtung zu geben, sondern trifft auch auf die große Liebe …
Kundinnen und Kunden meinen
4.0/5.0
bookish poetry
4/5
09.07.2021
Buch (Gebundene Ausgabe)
Wurzeln in der Vergangenheit
INHALT:
Die junge Studentin Ashley hat vor einem halben Jahr bei einem Verkehrsunfall beide Eltern verloren und kann nur langsam wieder in ein geregeltes und normales Leben zurückfinden. Obwohl ihre Freundin Maya sich alle Mühe gibt, Ashley aufzumuntern und ihr immer zur Seite steht, vermisst diese ihre Mutter und ihren Vater immer noch sehr. Als dann plötzlich auch noch ein Stalker auftaucht, fühlt die junge Frau sich nicht nur psychisch, sondern auch an Leib und Leben bedroht.
Nach einem Autounfall begegnet Ashley im Traum einem sprechenden alten Wolf, welcher sich als ihr Schutzgeist zu erkennen gibt und ihr mitteilt, dass er aus der Welt ihrer indianischen Vorfahren komme. Er verspricht, Ashley den Weg zu zeigen, den sie in Zukunft gehen muss und bietet ihr seine Hilfe an. Dafür soll sie sich auf die Suche nach ihrer Vorfahrin machen, welche als amerikanische Ureinwohnerin ebenfalls viele Schicksalsschläge erdulden und Leid erfahren musste. Auch ihr hat der Wolf einst als Schutzgeist zur Seite gestanden und sie auf ihrem Weg begleitet.
Nachdem Ashley sich wieder erholt hat, macht sie sich tatsächlich auf die Suche nach der geheimnisvollen Urahnin. In den Unterlagen ihrer Mutter, welche die Geschichte der amerikanischen Ureinwohner erforschte, findet sie eine alte Fotografie und darauf den Namen "Waynoka". Dies sind zunächst ihre einizigen Anhaltspunkte. Doch nach und nach ergibt sich ein klareres Bild, und Ashley erfährt, woher sie stammt.
Der Leserin wird dabei abwechselnd die Geschichte Ashleys in der Gegenwart und diejenige ihrer Ahnin Waynoka Mitte und Ende des 19. Jahrhunderts erzählt.
Den Höhepunkt des Romans bildet Ashleys Aufenthalt in einem Indianerreservat, bei welchem sie viel Ablehnung, aber auch Unterstützung von unerwarteter Stelle erhält.
MEINE MEINUNG:
"Auf den Spuren des Geisterwolfs" ist ein Jugendbuch, welches sehr spannend und interessant geschrieben ist. Ashley ist eine sympathische Protagonistin, deren Kummer man gut nachempfinden kann und mit der man sich gerne auf der Suche nach ihren Wurzeln begibt.
Der Roman beinhaltet einige mystische Elemente, welche vor allem in der indianischen Spiritualität begründet sind. Die Gestalt und Rolle des Schutzgeistes oder des persönlichen Krafttiers wird immer wieder thematisiert und reflektiert, was ich sehr interessant fand. Gleichzeitig wird auch immer wieder über die Rolle von "Maheo", dem Grossen Geist, nachgedacht und gesprochen. Die Fragen, die dabei erörtert werden, sind wichtige, schon beinahe theologisch-philosophische Überlegungen zu Lebenssinn, Leid und Verhältnis von Schöpfer und Mensch. Für mich war das spannend zu lesen, für junge LeserInnen ist es vielleicht (noch) ein wenig schwierig?
Nicht ganz leicht zu ertragen und zu lesen sind vielleicht auch die Leiden, welche Waynoka und ihr Volk erdulden muss. Sie erlebt Massaker, Folter, Gefangenschaft und Demütigung durch die weissen Soldaten und Siedler. Diese werden zwar nicht allzu detailliert beschrieben, sind aber doch bedrückend.
Gleichzeitig gibt es auch immer wieder Hoffnung in diesem Buch In Gestalt von Menschen auf beiden Seiten, die im Anderen nicht den Feind, sondern den Mitmenschen und ein Kind des gleichen Schöpfers sehen.
Waynoka ist eine ebenso sympathische Protagonistin wie Ashley. Sie inspiriert und macht Mut durch ihre innere Stärke, ihre Kameradschaftlichkeit und Klugheit.
Das Thema "Trauma" nimmt eine grosse Rolle im Buch ein. Sei es durch den Verlust der Eltern, durch Stalker, die Verbrechen an Unschuldigen im Amerika des 19. Jahrhundert oder durch den Einsatz und miterlebte Bombenangriffe im Afghanistankrieg.
Aufgrund dieser Themen würde ich das Buch auch eher für etwas ältere Jugendliche empfehlen.
Die Enthüllung von Ashleys Herkunft und deren Aufdeckung liest sich spannend wie ein Krimi.
Einziger Wermutstropfen ist für mich das sehr abrupte Ende des Buchs. Da hätte ich gerne noch ein paar Seiten gelesen, wie es mit Ashley, ihrem Freund und ihrem Umfeld dann endgültig weitergeht.
Das Cover gefällt mir gut, die Komposition und Farbgebung ist sehr schön.
FAZIT:
"Auf den Spuren des Geisterwolfs" ist ein gut recherchierter, historischer und ein wenig mystischer Roman, der einen zum Nachdenken anregt und ein Plädoyer für Mut, gegenseitigen Respekt und Mitmenschlichkeit ist.
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4/5
14.05.2020
eBook (ePUB 3)
"Auch du hast indianisches Blut in den Adern, das Blut einer tapferen Frau, deiner Vorfahren!"
Nach dem Tod ihrer Eltern, verändert sich einiges im Leben von Ashley. Doch sie studiert weiterhin Geschichte und interessiert sich, genau wie ihre verstorben Eltern, für die amerikanischen Ureinwohner - Die Indianer. Als sie in den wertvollen Büchern, ihrer Mutter, ein historisches Foto von einer jungen Indianerfrau findet und sie in ihren Träumen mit einem Wolf spricht, begibt sich Ashley auf die Suche. Nach Antworten, auf die vielen seltsamen Fragen, die plötzlich im Raum stehen. Begleitet von ihrem Schutzgeist dem Wolf und "Waynoka", der rätselhaften Frau auf dem Bild, beginnt für sie eine Reise, in den Norden, zum Indianerreservat. Auf ihrer Reise, stößt sie auf einige Geheimnisse und lernt auch ihre große Liebe kennen. Dieser Roman ist sehr einfach geschrieben und enthält sehr viele Fakten über den Indianerkrieg in Amerika.
Das Sand-Creek-Massaker von 1864, bei dem viele Frauen und Kinder getötet wurden, wird gut beschrieben und erklärt. Die Geschichte wird aus der Sicht von Ashley und der Indianerfrau Waynoka erzählt. Ein Buch, das zum Nachdenken anregt.
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