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Wir könnten alles sein

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Beschreibung

Produktdetails

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

18.02.2026

Verlag

Schöffling

Seitenzahl

288

Maße (L/B/H)

21/13,3/2,9 cm

Gewicht

418 g

Farbe

Beige / Tabak

Originaltitel

A Reason to See You Again

Übersetzt von

Barbara Christ

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-690-97021-1

Beschreibung

Rezension

»Attenberg schreibt scharf und prägnant. Ich habe es geliebt, mit den vier Cohen-Frauen durch die Zeit zu springen«
Ann Napolitano 

»Mit trockenem, scharfem Witz und fast gnadenloser Effizienz destilliert Attenberg die Essenz ihrer Figuren.«
New York Times 

»Ein sarkastischer Roman über Liebe, Verlust und vererbte Traumata.«
Time

»Von Jami Attenberg, der Meisterin im Schildern familiärer Abgründe.«
Vanity Fair

»Eine bewegende Saga.«
Saturday Evening Post

»Eine ultrarealistische Darstellung der Höhen und Tiefen familiärer Beziehungen.«
Southern Review of Books

»Ein Roman von cineastischer Anschaulichkeit.«
Book Reporter

»Attenberg-Fans werden diesen Roman lieben – und alle, die eine genaue Beobachtung dysfunktionaler Mutter-Tocher-Beziehungen zu schätzen wissen.«
Library Journal

»Das beeindruckende Porträt einer eindeutig unglücklichen Familie.«
Publisher’s Weekly

»Familie hat man, Freunde sucht man sich aus. Doch unseren Wurzeln können wir kaum entkommen, wie Jami Attenberg wieder einmal witzig, sarkastisch, mit einer zuweilen bitteren Melancholie und doch nicht ohne Optimismus und Hoffnung erzählt.«
Frank Menden

»Kulturelle Marker hegen die vier Frauen geschickt in eine Welt ein, die von den 70er-Jahren bis ins frühe 21. Jahrhundert gleitet und gleichermaßen von der Goldgräberstimmung der früheren Tech-Branche und von #MeToo wie von den Abgründen der amerikanischen Familie erzählt.«
Carsten Schrader / Kulturnews

»In ihrem raffinierten Familienroman setzt Jami Attenberg immer wieder zu Zeitsprüngen an, sodass sie die Abgründe der US-amerikanischen Familie von den 70er-Jahren bis ins frühe 21. Jahrhundert nachzeichnen kann. Mit ›Wir könnten alles sein‹ hat sie es auf unsere Liste der besten Bücher im April 2026 geschafft.«
Felix Eisenreich / Kulturnews

»Jami Attenberg begeistert immer wieder mit ihren Werken und der neue Roman, ist ein tolles, kluges, und empathisches Gedanken- und Bilderkarussell.«
Hauke Harder / Leseschatz.de

»Vier Schicksale, die einen wirklich berühren und auch bewegen.«
Antje Milde / Instagram @frauantjesbuechereckeundco

»Kein leichtes Buch, aber eins, was mich nach Beenden noch weiter beschäftigt, was mich beim Lesen gefordert und mich manchmal amüsiert hat [. . .].«
Instagram @zeitzumlesen

»Es ist eine intensive, aber auch kühle Auseinandersetzung zwischen Mutter und Töchtern und den beiden Schwestern untereinander, die geprägt von fehlender Verbundenheit und ambivalenter Liebe ist.«
Kate Rapp / Instagram @seitenhinweis

»Jami Attenberg schreibt melancholisch und sarkastisch über eine amerikanische Familie.«

Christin Spiller / Instagram @chrissi.buchentzueckt


»Was zunächst wie ein offener, beinahe verheißungsvoller Titel klingt, entpuppt sich damit eher als Frage, denn als Versprechen. Können wir wirklich ›alles sein‹? Oder sind wir längst geprägt, festgelegt, vielleicht sogar begrenzt durch das, was war?«
Instagram @paulas_bucherregal

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Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

18.02.2026

Verlag

Schöffling

Seitenzahl

288

Maße (L/B/H)

21/13,3/2,9 cm

Gewicht

418 g

Farbe

Beige / Tabak

Originaltitel

A Reason to See You Again

Übersetzt von

Barbara Christ

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-690-97021-1

Herstelleradresse

Schoeffling + Co.
Kaiserstr. 79
60329 Frankfurt
DE

Email: info@schoeffling.de

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  • ReadingFoxy

    aus Leipzig

    4/5

    13.05.2026

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Familientraumata

    Familientraumata Wir folgen der Familie Cohen von den gemeinsamen Scrabble-Abenden in den 1970ern bis nach dem Tod des Vaters, der alles verändert. Die Mutter verfällt dem Alkohol, die Töchter gehen eigene Wege. Doch ungelöste Konflikte holen sie wieder ein. Schließlich stellt sich die Frage, ob Versöhnung möglich ist und ob die nächste Generation die familiären Muster durchbrechen kann. Es gibt ja aktuell viele Bücher rund um Familie und deren Streitigkeiten. Doch irgendwie ist dann doch jedes wieder anders und man fragt sich, wie es wohl mit der eigenen ist. Gibt es da auch solche Probleme? Meine Antwort ist oft Nein und doch interessiert es mich, andere Familien dabei zu begleiten. So auch hier. Das Buch begleitet mehrere Frauen über Jahrzehnte hinweg und erzählt ihre Geschichten in fünf thematischen Abschnitten. Die Handlung verläuft dabei nicht linear, sondern springt zwischen Zeiten, Perspektiven und Figuren. Diese Art und Weise mag ich immer sehr, da man so viele Gedanken zu lesen bekommt. Man muss allerdings auch immer gut aufpassen, wo und bei wem man gerade ist. Inhaltlich greift der Roman viele spannende Themen auf. Generationenübergreifende Traumata, Familienstrukturen, Care-Arbeit oder queere Identität. Auch die Figurenkonstellation rund um Frieda, Nancy, Shelly und Jess sowie die Prägung durch Rudys Vergangenheit als Holocaust-Überlebender bieten viel Tiefe. Allerdings bleiben viele dieser Ansätze eher angedeutet und man bekommt nicht alles beschrieben und hat manchmal mehr Fragezeichen als Antworten. Leider bleibt das Buch eher distanziert und auch die Protagonisten existieren häufig nebeneinander. Das fand ich schade, denn eigentlich war ein guter Ansatz da. Grundsätzlich fand ich es gut, doch hat mich manchmal diese Kälte etwas im Lesen stocken lassen. ISBN: 978-3690970211 Autorin: Jami Attenberg Verlag: Schöffling & Co ET: 18.02.26 Umfang: 288 Seiten

  • Mia / @zweimal_m

    3/5

    24.04.2026

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Fragmente eines fragilen Beziheungsgeflechts

    Samstagabend ist Spielabend bei den Cohens. Woche für Woche sitzen sie zusammen am Tisch, das Scrabblebrett zwischen sich, feste Regeln, feste Plätze. Für einen Moment wirkt es, als ließe sich das Familienleben in diesen Abläufen zusammenhalten. Doch dieses Gleichgewicht ist brüchig. Als Rudy Cohen stirbt, gerät das vermeintliche Familienleben endgültig ins Wanken. Als Ehemann und Vater war er lange derjenige, der alles zusammenhielt. Zurück bleiben Frieda und ihre Töchter Nancy und Shelly – drei Frauen, die sich nie wirklich nahe waren. Frieda verliert sich zunehmend im Alkohol und begegnet ihren Töchtern mit Härte. Für Nancy und Shelly wird dieses Zuhause früh zu einem Ort, aus dem sie vor allem eines wollen: weg. Nancy sucht Halt in Beziehungen und orientiert sich an Erwartungen von außen, während Shelly auf Eigenständigkeit und Karriere setzt. So entfernen sie sich nicht nur räumlich voneinander, sondern auch in ihren Lebensrealitäten. Sie verteilen sich über das Land, als ließe sich mit genügend Abstand auch das hinter sich lassen, was unausgesprochen zwischen ihnen steht. Mit Jess, Nancys Tochter, tritt später eine weitere Perspektive hinzu, die das fragile Beziehungsgeflecht um eine Generation erweitert. »Wir könnten alles sein« folgt diesen Frauen über mehrere Jahrzehnte hinweg. Der Roman ist in fünf thematische Abschnitte gegliedert und bewegt sich nicht linear, sondern springt zwischen Zeiten, Orten und Perspektiven. Immer wieder setzt der Text neu an, greift einzelne Momente heraus, lässt andere aus und verbindet so unterschiedliche Episoden zu einem bewusst fragmentarischen Gesamtbild. Gerade diese Struktur hat für mich jedoch nicht durchgehend funktioniert. Immer wieder hatte ich das Gefühl, dass der Roman genau an den Stellen weiterspringt, an denen es interessant geworden wäre. Konflikte und Traumata werden zwar angedeutet, doch vieles bleibt fragmentarisch und wird nicht wirklich weitergeführt, sondern in ein Schweigen überführt. Die zahlreichen Zeitsprünge und Perspektivwechsel erzeugen zwar eine gewisse Dynamik, erschweren aber zugleich eine wirkliche Nähe zu den Figuren. Dabei liegen in der Geschichte viele spannende Ansätze. Themen wie generationenübergreifende Traumata, Care-Arbeit oder Homosexualität werden immer wieder aufgegriffen, ebenso wie die komplexen Dynamiken zwischen Frieda, Nancy, Shelly und Jess. Auch Rudys Geschichte als Holocaust-Überlebender prägt die Familienkonstellation und schwingt immer wieder mit. So zeigt der Roman zwar, wie sich Muster in Familien fortsetzen, wie sich Verletzungen und Sprachlosigkeit über Jahre hinweg einschreiben und weitergetragen werden, bleibt dabei jedoch oft zu skizzenhaft, um diese Linien wirklich zu vertiefen. Den Text durchzieht eine Tragik, die immer wieder von einem trockenen, sarkastischen Humor gebrochen wird. Gleichzeitig bleibt der Roman auffallend unbewertend und überlässt es den Figuren, nebeneinander her zu leben, oft ohne sich wirklich zu begegnen. Letztlich ist es die Aufgabe der Lesenden, sich ein eigenes Bild von ihnen zu machen. Gerade das ist ein spannender Ansatz, fällt jedoch nicht immer leicht, wenn man dabei auf Distanz gehalten wird. Eine Distanz, die sich auch im Text selbst spiegelt: Während Shelly in der Tech-Branche daran arbeitet, Menschen immer enger miteinander zu vernetzen, bleibt innerhalb der Familie das meiste unausgesprochen. Worte fehlen – und mit ihnen die Möglichkeit, einander wirklich nahe zu kommen. »Wir könnten alles sein« hat mich insgesamt nicht ganz erreicht. Der Einstieg hat mich noch sehr abgeholt, auch die Grundidee und die Figurenkonstellation fand ich interessant. Im Verlauf hat die Geschichte für mich jedoch an Intensität verloren. Vieles bleibt angedeutet, vieles offen – was ja grundsätzlich reizvoll sein kann, hier für mich aber eher dazu geführt hat, dass mir an einigen Stellen die emotionale Tiefe gefehlt hat. Die bewusste Offenheit wirkt dabei weniger wie eine Stärke als wie eine Leerstelle. Vielleicht liegt darin aber auch die Konsequenz dieses Romans: Er erzählt von Menschen, die einander nie ganz erreichen, und bleibt dabei selbst auf Distanz. Wie bei einem Scrabble-Spiel fehlen am Ende genau die Buchstaben, die man gebraucht hätte.

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