Produktbild: Die Avenues

Die Avenues Roman

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Beschreibung

Produktdetails

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

20.03.2026

Verlag

Unionsverlag

Seitenzahl

304

Maße (L/B/H)

20,5/12,8/3,4 cm

Gewicht

432 g

Farbe

Dunkellila / Goldfarben

Auflage

1

Originaltitel

Avenues by Train

Übersetzt von

Jan Schönherr

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-293-00638-6

Beschreibung

Rezension

»Farai Mudzingwas Romandebüt spielt mit einer flirrenden Formenvielfalt und erzählt angelegt an die musikalische Tradition Simbabwes mit viel Tempo und Gespür für Rhythmus, sehr fluide und leicht. Die deutsche Übersetzung von Jan Schönherr trifft diesen Ton. Ein flirrendes Gegenwartsporträt von Simbabwe, ein wirklich besonderes Buch.« ("Deutschlandfunk Kultur")
»Farai Mudzingwa erzählt vom Leben in Simbabwe in einem kraftvollen Mix aus kühlem Sozialreport, warmen Kindheitsszenen, fantastischen Abstechern in die Welt der Wasserwesen und Geister – gewürzt mit sarkastischen Fußnoten zur Geschichte des Landes und der politischen Lage.« ("femundo")
»Ein kühnes, geistreiches und mutiges Debüt.«
» Die Avenues ist ein kraftvolles und ambitioniertes Debüt. Ein mutiger Roman mit Ecken und Kanten. Farai Mudzingwa ist ein Autor, von dem man hoffentlich noch viel lesen wird.« ("About Africa")
» Die Avenues ist eine willkommene Bereicherung der Literaturlandschaft Simbabwes und zeugt vom Talent eines Autors, der sich intensiv mit seinem Land und dessen Gesellschaft auseinandersetzt. Farai Mudzingwa verwebt Vergangenheit und Gegenwart Simbabwes zu einer reichen, fesselnden und farbenfrohen Romanwelt.« ("Goetheinstitut Südafrika")
»Bei der Lektüre muss man unweigerlich an jene Momente denken, wenn man sich im Zug in einer Art Schwebezustand befindet, weder hier noch dort, und die vorbeiziehenden Szenen durch die Fenster eines Waggons beobachtet. Dieser Roman über das Erwachsenwerden ist eine ergreifende Erkundung Simbabwes in selbstbewusster, lyrischer und unerschrockener Prosa.« ("Daily Maverick")
»Ein überzeugendes Debüt. Die Avenues erzählt von der Lebensrealität in Harare und von den Kräften, die auf die Figuren und ihr Schicksal wirken.« ("Jury des Republic of Consciousness Prize for Small Presses")

Produktdetails

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

20.03.2026

Verlag

Unionsverlag

Seitenzahl

304

Maße (L/B/H)

20,5/12,8/3,4 cm

Gewicht

432 g

Farbe

Dunkellila / Goldfarben

Auflage

1

Originaltitel

Avenues by Train

Übersetzt von

Jan Schönherr

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-293-00638-6

EU-Ansprechpartner

Unionsverlag AG
mail@unionsverlag.ch

Herstelleradresse

Verlag C.H.Beck oHG
Wilhelmstraße 9
80801 München
DE
produktsicherheit@beck.de

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  • Eva

    5/5

    17.04.2026

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Ein bildgewaltiges Portrait zwischen Gegenwart und Vergangenheit

    Die Avenues hat meinen Horizont erweitert, mich sprachlos gemacht, ich habe es weitererzählt, dabei Staunen, Interesse und Unglauben geweckt, ich habe recherchiert und die Farben Afrikas aufgesogen. Es ist ein postkolonialer Blick, der höchst eloquent und bitterböse das Drama des Kolonialismus seziert und sich dabei fest in die himmelschreienden Missstände von heute bohrt. Fast schmerzlich trifft die Erkenntnis, dass der einzige Weg, um der Abwärtsspirale aus Drogensumpf und Alkohol zu entkommen die Diaspora ist. Jedes Bleiben ist ein Schritt zurück. Simbabwe scheint wie ein zerrüttettes Land ohne Perspektive, die Hauptstadt hat Korruption zum Volkssport erklärt. In den Avenues, dem hippen Viertel, für dessen Bau die Flüsse verschüttet und Menschen vertrieben wurden, sucht der Protagonist Jedza nach seiner Schwester, will seine Unruhe erforschen und trifft auf Scharlatane und Medien, auf Gescheiterte und rastlose Geister. Dieser Roman ist brillant. Empfindsam fängt der Autor den tief verwurzelten Glauben der Alten ein, spürt Traditionen und Glaubenssätzen nach und verwebt die Vergangenheit mit der brisanten Gegenwart. Die Menschen in Simbabwe leben mit den Ahnen, mit dem Wissen der Jahrhunderte, mit den Seelen und Wesen aus anderen Welten. Aus jeder Zeile spricht eine tief empfundene Verbundenheit. Sprachlich ist all das genial gelöst. Zahlreiche Fußnoten geben einen nüchtern-ironischen Einblick in die Verhältnisse und Begebenheiten des Landes, Passagen wie aus einem Theaterstück fangen die Farce der historischen Verträge über die Schürfungsrechte und Ausbeutung, respektive Nutzung, des Landes ein. Knallharte Dialoge wechseln mit lyrischer Prosa und einzelnen Traumsequenzen. Die Avenues sind Milieustudie, Ode an die Farben, Gerüche und Geschichte Afrikas, eine Liebeserklärung an die Sprache und der stampfende Beat einer Nation in Wortgewand.

  • MarcoL

    aus Füssen

    5/5

    06.04.2026

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Tiefe Einblicke in die Gesellschaft Simbabwes, spannend, informativ, humorvoll. Große Leseempfehlung

    Die „Avenues“ sind ein Stadtteil von Harare, Hauptstadt und Mittelpunkt von Simbabwe. Es ist das angesagte Viertel der (Neu-)reichen und Schönen. Wer vom Land kommt und es zu etwas bringen wird, sieht zu, dort unter zu kommen. Jezda verbringt weit ab von der Stadt eine Kindheit und Jugend mit Gleichaltrigen, die je ihr Ende findet. Zudem überschattet ein tragischer Unfall seinen Weg aus dem unbedarften Kindesalter, das in traumatisiert. Er kämpft sich durch, macht eine Art Ausbildung, und dank seiner unbekümmerten Art (nach außen hin) und der Hilfe von Bekanntschaften schafft er es letztendlich von einem Vorstadt-Slum in die „Avenues“. Schnell merkt er, dass auch dort nicht alles Gold ist, was glänzt. Korruption sind die täglichen Begleiter, und die Prostitution scheint dort erfunden worden zu sein. Mittendrinnen in diesem Wirrwarr aus urbanem und ständig pulsierenden und aufstrebenden Wahnsinn drängt sich die Vergangenheit des Landes hinein. Die Flüsse und Sümpfe, die früher dort waren, wo jetzt die Stadt steht, wurden trockengelegt und sind verschwunden; und dennoch drängt sich das Wasser manchmal an die Oberfläche, erzeugt feuchte Stellen, so manche Pfütze und Trugbilder von Geistern. Doch sind es tatsächlich Geister? Der Hauptgrund, warum Jezda in die Avenues zieht, ist die Suche nach seiner Schwester Natsai. Sie ging vor ihm dorthin, und verschwand spurlos. Ein Ereignis in ihrer Kindheit könnte Auslöser hierzu sein … und so entsteht ein spannender Mix aus Mythologie und brutaler Gegenwart. Jezdas Eltern sind unfähig, zu helfen. Sie haben sich blind dem Christentum verschworen, und den alten Religionen abgesagt. So entsteht eine latente Korrelation zwischen dem was war, und dem was ist. Eine fröhlich bunte Gesellschaft wird vom Grau der Stadt verschluckt, weggespült vom Wasser, das einst dort war. Die Prostitution, auch wenn es nicht explizit angesprochen wird, ist finanzielle Hoffnung und Fallstrick zugleich für die Mädchen in den Avenues. Und wie das alte Land verschwindet, trockengelegt wurde, verschwinden immer wieder junge Frauen im Sumpf der „Avenues“. Es ist ein sehr spannendes Buch, das die Folgen des britischen Kolonialismuswahnsinns geschickt in die gegenwärtigen Situationen der Hautstadt wie des ganzen Landes einwebt, und als Beispiel ein paar junge Menschen als Hauptprotagonisten auswählt. Mit einer frischen Sprache, und auf eine fröhlich-humorvolle Art, informativ und mit einigen interessanten (und auch sarkastischen) Fußnoten, entpuppt sich dieser Roman zu einem absoluten Pageturner, den man nicht mehr aus der Hand legen kann. Absolute Leseempfehlung – nicht nur für jene, die gerne mal über den eigenen (literarischen) Tellerrand blicken möchten.

  • Bewertung

    aus Buchen

    4/5

    25.04.2026

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Die Stadt Harare lebt und atmet

    Ein komplexes Stück afrikanischer Literatur. Die Erzählweise ist so, dass viel in den Zeiten vor- und zurückgesprungen wird. Es entsteht eine Art Rhythmus. Es erzählt die Geschichte eines Jungen bzw. später Mannes. So lebhaft wie er ist auch die Sprache. Und auch die Sprache wandelt sich im Buch immer wieder. Farai Mudzingwa vermittelt einen Blick auf Simbabwe, wie es der westliche Leser nicht kennt.

  • Alrik Gerlach

    Thalia Book Circle Community

    4/5

    15.04.2026

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Zwischen Fluch und Freiheit in den Straßen von Harare

    Mitten rein ins Chaos, kein sanftes Ankommen, sondern direkt Kopf voraus in eine Welt, die gleichzeitig fremd und erschreckend nah wirkt. Miner’s Drift fühlt sich an wie dieser eine Ort aus der Kindheit, der harmlos beginnt und dann plötzlich kippt. Und genau da packt einen die Geschichte schon. Jedza ist keiner, den man sofort durchschaut. Eher so ein Typ, bei dem man merkt, dass da was brodelt. Schuld, Angst, dieser nagende Gedanke verflucht zu sein. Das sitzt tief. Und während man noch denkt, okay, das wird jetzt eine klassische Coming of Age Nummer, zieht einem das Buch in Harare komplett den Boden weg. Diese Stadt lebt. Und zwar laut, dreckig und gnadenlos ehrlich. Korruption, Aberglaube, Hoffnungsschimmer zwischen all dem Wahnsinn. Die Avenues wirken wie ein schillernder Rausch, irgendwo zwischen Party und Absturz. Man merkt beim Lesen richtig, wie alles an einem zerrt. Was hängen bleibt, ist dieses Gefühl von Rastlosigkeit. Figuren, die kämpfen, stolpern, wieder aufstehen. Kein Held, kein perfekter Weg, sondern einfach Leben pur. Und genau das macht es so stark. Klar, manchmal verliert sich die Geschichte ein bisschen in ihrem eigenen Tempo. Aber ganz ehrlich, das gehört fast dazu. Weil sich auch das echte Leben nicht immer sauber erzählen lässt. Am Ende sitzt man da, leicht erschöpft, aber irgendwie auch beeindruckt. So ein Buch, das nicht geschniegelt sein will, sondern lieber echt ist.

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