Im Grand Palais wird die große Monet-Jubiläumsausstellung gefeiert. Während der Champagner in der Premierennacht fließt, wird Paris zur Bühne für ein ganz anderes Spiel: Internationale Kunstdiebe messen sich in einem geheimen Wettstreit - Ziel ist es, ein Werk aus der Ausstellung zu stehlen. Der Einsatz ist hoch - und der Preis tödlich.
Mitten im Trubel: Commissaire Geneviève Morel und ihre Großmutter Mamie, die als Mit-Kuratorin mehr weiß, als sie zugibt. Doch bald erkennt Geneviève, dass sich hinter goldenen Rahmen und millionenschweren Bildern ein Gegner verbirgt, der sein eigenes Spiel spielt - und vor Mord nicht zurückschreckt.
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Ein Wettbewerb der Kunstdiebe
Bewertung aus Bad Säckingen am 09.06.2026
Bewertungsnummer: 3162959
Bewertet: Buch (Taschenbuch)
Nachdem ich das 1. Maiwochenende in Paris verbracht habe, erkenne ich wieder viel mehr der „Tatorte“ in Commissaire Morels Welt. Leider ist Genevieve nicht auf ihrer Morgenrunde an mir vorbei gejoggt, ich hätte sie gerne einmal persönlich kennengelernt.
Die taffe Französin mit dem abenteuerlichen Fahrstil gilt innerhalb ihrer Familie von Kunstdieben als das schwarze Schaf, da sie die andere Seite gewählt hat und für die Polizei arbeitet.
Mein Highlight ist immer wieder Mamie, die Oma von Genevieve, die trotz ihres Alters sehr gewieft ist und immer noch ihre Coups plant. Doch ist Mamie womöglich auch Teil des Wettbewerbs der Kunstdiebe, der im Darknet aufgerufen wurde?
Hier ist wieder nichts, wie es scheint. René Lafitte gelingt es erneut, sowohl die Polizei wie auch seine Leser auf falsche Spuren zu jagen und für den ein oder anderen Kunstdieb endet der Wettbewerb tödlich. Dabei genieße ich immer ein wenig Extraluxus, schlürfe Pommery Champagner mit Mamie, lerne die Nobelherbergen von Paris und ihre absurden Preise kennen und kann und will mich dem Flair von Paris nicht entziehen.
Tödlicher Coup am Montmartre hat mich wieder bestens unterhalten. Ein spannender Fall, eine unwiderstehliche Protagonistin und ganz viel savoir vivre fühlen sich an wie ein Kurzurlaub an der Seine. Bitte mehr davon.
Spannend, packend bis zum Schluss
Jürg K. am 04.06.2026
Bewertungsnummer: 3157794
Bewertet: Buch (Taschenbuch)
Dieser Roman hat mich fasziniert, weil er die schillernde Welt der Kunst mit einer gefährlichen, fast elektrischen Spannung auflädt. Die Monet-Ausstellung im Grand Palais wirkt wie ein funkelnder Vorhang, hinter dem sich ein ganz anderes Drama abspielt. Rivalisierende Kunstdiebe, geheime Absprachen, ein Wettstreit, der mehr mit Eitelkeit und Macht zu tun hat als mit Kunstliebe. Diese Mischung aus Eleganz und Bedrohung verleiht der Geschichte von René Laffite eine Atmosphäre, die gleichzeitig glamourös und unheimlich ist. Geneviève Morel ist für mich eine wunderbar vielschichtige Ermittlerin. Sie bewegt sich souverän zwischen Vernissage und Verhörraum, und doch spürt man, wie sehr sie der Fall persönlich fordert. Dass ihre Grossmutter Mamie als Mit-Kuratorin mehr weiss, als sie zugibt, bringt eine herrlich lebendige Dynamik in die Geschichte hinein. Ein Hauch Familiengeheimnis, ein bisschen Humor, aber auch eine Ahnung von Gefahr. Mamie ist keine harmlose alte Dame, sondern jemand, der die Kunstwelt besser kennt als ihr lieb ist. Besonders stark fand ich, wie der Roman zeigt, dass hinter goldenen Rahmen oft dunkle Abgründe lauern. Die Welt der millionenschweren Bilder ist nicht nur schön, sondern auch gnadenlos. Jeder könnte Täter sein, Sammler, Experten, Konkurrenten, sogar jene, die vorgeben, Kunst zu schützen. Die Spannung entsteht nicht nur durch den Mord, sondern durch das Gefühl, dass jeder Schritt Genevièves sie tiefer in ein Spiel zieht, dessen Regeln andere bestimmen. Für mich ein eleganter Krimi, der Paris zum Leuchten bringt und gleichzeitig seine Schatten zeigt ein kunstvoller Tanz zwischen Schönheit und Gefahr.
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