Theo wünscht sich ein Haustier, aber auf keinen Fall ein gewöhnliches Tier. Er möchte etwas Besonderes – einen Wal, einen Bären oder Löwen vielleicht! Doch irgendwie haben sie alle einen entscheidenden Haken: Der Wal ist zu groß für sein Zimmer, der Bär macht Winterschlaf, der Löwe frisst ihn am Ende, wenn er hungrig ist. Oskar wünscht sich ein Herrchen, aber nicht irgendjemanden! Es muss schon eine besondere Person sein. Wikinger, Königin, Astronaut? Leider bringen sie alle schwerwiegende Nachteile mit sich (zu wild, zu beschäftigt, kein Baum zum Pieseln).
So hängen Hund und Junge ihren Gedanken nach, bis sie sich zufällig treffen. Und es geschieht, was keiner von ihnen geahnt hätte: Sie sind zwar beide ganz gewöhnlich, werden jedoch ganz besondere Freunde!
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Toller Titel
LeLiPä am 16.05.2026
Bewertungsnummer: 3140166
Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)
Der Junge Theo und auch Hund Oskar sind auf der Suche nach etwas ganz Besonderem, etwas Außergewöhnlichem. Sie kennen einander nicht, sind sich bis jetzt noch nie begegnet.
Denn jeder sitzt auf der jeweils anderen Seite eines Hügels inmitten einer hübschen, grünen Landschaft.
Zunächst erfahren die Lesenden, was Theo sich alles wünscht.
„Ein Tier, über das alle staunen würden.“ Vielleicht einen Wal, einen Bären oder doch einen Löwen. Theo versucht sämtliche Vor- und Nachteile zu bedenken. Und ist am Ende keinen Schritt weiter. „Theo seufzte.“
Im zweiten Teil switcht die Geschichte zu Oskar, also auf die andere Seite des Hügels. „Er wollte ein Herrchen. […] Ein Herrchen, über das alle Hunde staunen würden.“ Vielleicht einen Wikinger, wichtige Könige oder einen Astronauten. Auch Oskar erwägt alle Vor- und Nachteile, die ihn aber ebenfalls nicht weiterbringen.
Doch manchmal liegt das Glück und das Gute doch so nah. Und als der Ball, den Theo bei sich hat, plötzlich ins Rollen gerät und Hunde bekanntlich Bälle ganz spannend finden, ist das Ende absehbar.....
Es braucht also nicht immer das Außergewöhnliche, das Besondere.
Dies werden die beiden Protagonisten auch noch herausfinden.
Das wunderschöne Bilderbuch spielt mit schwarz/weißen Illustrationen, die mit orangenen Akzenten gespickt sind. Keep it simple but deep.
Eine warmherzige Geschichte darüber, im Kleinen das Besondere zu entdecken
Der Duft von Büchern und Kaffee (Mitglied der Thalia Book Circle Community) am 13.03.2026
Bewertungsnummer: 3075580
Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)
Inhalt:
Theo wünscht sich ein ganz besonderes Haustier. Vielleicht eines, das groß und stark ist, eines, auf das er stolz sein kann oder das ihn sogar beschützt. Doch egal, welches Tier Theo sich auch vorstellt: Bei genauerem Nachdenken merkt er schnell, dass jedes von ihnen auch seine Nachteile hat.
Auch Oskar hat einen großen Wunsch: Er möchte unbedingt einen Menschen an seiner Seite haben. Aber natürlich nicht irgendeinen. Es soll ein ganz besonderer Mensch sein. Einer, der stark ist, mit ihm Abenteuer erlebt oder vielleicht einfach viel Platz hat, den er mit ihm teilen würde. Doch so sehr Oskar auch überlegt, welcher Mensch zu ihm passen könnte: Irgendwie hätte auch jeder von ihnen seine Nachteile …
Meinung:
Als ich „Zwei ganz besondere Freunde“ zum ersten Mal in den Händen hielt, fiel mir sofort die wunderschöne Illustration auf dem Klappendeckel und die hochwertige Verarbeitung des Buches auf.
Das Cover hat mich direkt angesprochen. Es zeigt Theo zusammen mit einem der Tiere, von denen er träumt: einem Löwen. Sein Mut und seine Stärke machen ihn zu einem Tier, das Theo nur zu gern an seiner Seite sehen würde. Ein Löwe könnte ihn schließlich beschützen! Doch als Theo etwas genauer darüber nachdenkt, kommen ihm Zweifel. Ein Löwe ist schließlich auch gefährlich. Und was wäre, wenn plötzlich einmal kein Futter mehr im Haus wäre?
In „Zwei ganz besondere Freunde“ stellt Aline Portman in einer kindgerechten und charmanten Weise die Frage, ob es im Leben wirklich immer die großen Wünsche sein müssen. Ist es nicht manchmal gerade das Unscheinbare, das uns wirklich glücklich macht? Oft sind wir so sehr auf große Pläne fixiert, dass wir die kleinen Möglichkeiten übersehen, die sich ganz nebenbei ergeben, obwohl sie vielleicht viel wertvoller sind.
Auch die Illustrationen tragen viel zur besonderen Atmosphäre des Buches bei. Sie orientieren sich stilistisch am Cover und kommen mit nur wenigen Farben aus. Die schwarz-weißen Zeichnungen werden durch ein warmes, kräftiges Orange ergänzt, das immer wieder Akzente setzt. Die Bilder selbst sind eher schlicht gehalten, stecken dafür aber voller liebevoller Details.
Beim genaueren Hinsehen entdeckt man auf vielen Seiten kleine, wiederkehrende Elemente, wie etwa einen Vogel oder Theos Ball. Diese Details laden dazu ein, die Seiten immer wieder neu zu betrachten.
Besonders schön sind die kleinen humorvollen Szenen, die sich in den Illustrationen verstecken. Beispielgebend zeigt dies das Cover sehr schön: Theo sitzt entspannt mit einem Buch in der prachtvollen Mähne des Löwen und liest. Solche Momente sorgen beim Lesen immer wieder für ein Schmunzeln.
Fazit:
„Zwei ganz besondere Freunde“ ist ein liebevoll gestaltetes Bilderbuch, das nicht nur durch seine Geschichte, sondern auch durch seinen feinen, leisen Humor überzeugt.
Besonders die Illustrationen laden dazu ein, das Buch mehr als einmal zur Hand zu nehmen, denn auf fast jeder Seite lassen sich neue kleine Details entdecken: Ein Hase hoppelt immer wieder mal durchs Bild, der Wikinger trägt scheinbar ganz selbstverständlich einen Knochen am Gürtel, und eine Leine verwandelt sich plötzlich in einen Astronautenhelm. Diese verspielten Ideen machen das Bilderbuch zu etwas ganz Besonderem.
Gleichzeitig vermittelt die Geschichte eine schöne Botschaft: Manchmal lohnt es sich, genauer hinzusehen und im scheinbar Gewöhnlichen das Besondere zu entdecken. Denn nicht alles, was auf den ersten Blick großartig wirkt, ist automatisch perfekt. Schließlich hat auch das Beste seine kleinen Nachteile.
Und manchmal findet man das wahre Glück genau dort, wo man es zuerst gar nicht vermutet hätte.
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