Produktbild: Am Ende des Fortschritts

Am Ende des Fortschritts Überleben in den Ruinen des Kapitalismus | Die neue Vision für eine Gesellschaft jenseits von Fortschrittsglauben. Der neue SPIEGEL-Bestseller

1

19,99 €

inkl. gesetzl. MwSt.

Beschreibung

Produktdetails

Format

ePUB

Kopierschutz

Nein

Family Sharing

Ja

Text-to-Speech

Ja

Verkaufsrang

1839

Erscheinungsdatum

09.06.2026

Verlag

Dtv Digital

Seitenzahl

368 (Printausgabe)

Dateigröße

3579 KB

Auflage

1. Auflage

Übersetzt von

Gregor Wakounig

Sprache

Deutsch

EAN

9783423449106

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ePUB

eBooks im ePUB-Format erlauben eine dynamische Anpassung des Inhalts an die jeweilige Display-Größe des Lesegeräts. Das Format eignet sich daher besonders für das Lesen auf mobilen Geräten, wie z.B. Ihrem tolino, Tablets oder Smartphones.

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  • navigierbarer Index
  • Seitennummerierung folgt dem gedruckten Werk
  • Landmark-Navigation vorhanden

Verkaufsrang

1839

Erscheinungsdatum

09.06.2026

Verlag

Dtv Digital

Seitenzahl

368 (Printausgabe)

Dateigröße

3579 KB

Auflage

1. Auflage

Übersetzt von

Gregor Wakounig

Sprache

Deutsch

EAN

9783423449106

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    Thalia Book Circle Community

    2/5

    09.07.2026

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Hoffnungslose Utopie

    Der Autor hält uns zunächst einmal den Spiegel vor und macht uns klar, dass der Kampf gegen den Klimawandel so gut wie verloren sei. Wir müssen uns anpassen, um zu überleben. Dazu gehört nach seiner Meinung eine radikale Abkehr vom Kapitalismus zu einer Diktatur der Ökologie. Nur dann sei es möglich, die Grundversorgung sicher zu stellen und den Kampf gegen die immer bedrohlicher werdende Umwelt zu gewinnen. Dazu sieht er vor, das Industrien den Kapitalisten genommen werden und unter Leitung des Proletariats gestellt werden. Zudem müssen radikal umweltschonende Technologien gefördert werden. Der Staat soll hier lenken und mit Hilfe von Produktionsplänen die Verteilung der Ressourcen steuern. Das kling alles sehr utopisch, ist es auch. Natürlich ist der Kapitalismus ungerecht. Wenn nur wenige Menschen über das Vermögen verfügen und die Welt fest im Griff mit Hilfe von Socialmedia und KI haben, sorgt das zwangsläufig für Spannungen. Der unrealistischen Weg, diese Reichen zu entmachten, müsste, so deutet es auch der Autor an, zur Not auch mit Gewalt gegangen werden. Denn eine Entkapitalisierung würde ganz sicher auch bedeuten, dass Regierungen gestürzt werden müssten. Wer glaubt wirklich, dass zum Beispiel eine amerikanische Nation, die letztendlich auf dem Kapitalismus fußt, plötzlich zum Sozialismus wechselt? Das weitaus größere Problem ist allerdings, dass nun einmal Rohstoffe nicht gleich auf der Erde verteilt sind und auch klimatische Bedingungen für unterschiedliche Lebensformen sorgen. Damit das vorgeschlagene System funktioniert, müssten alle Nationen an einem Strang ziehen. Woher nähme zum Beispiel ein rohstoffarmes Land wie Deutschland die Mittel, um sich komplett auf erneuerbare Energien umzustellen oder die geforderten Rechenzentren zu bauen. Die allerdings wiederum einen enormen Energieverbrauch hätten. Der Mensch kann nicht in die Zukunft sehen, Das lässt unser Gehirn nicht zu. Niemand kann sich selbst in der Zukunft vorstellen. Dies ist ein Schutzmechanismus, den unser Gehirn eingebaut hat. Ebenso wie das Gehirn uns eher optimistisch denken lässt, sonst würden wir niemals Fahrrad fahren lernen können, weil wir nach dem ersten Sturz keinen Mut mehr hätten. Unser Gehirn bewertet allerdings Fehlschläge viel geringer als Erfolge, was zum Beispiel die Spielsucht vorantreibt. Und das ist auch das Problem mit dem Klimawandel. Erst wenn wir ganz hautnah und schmerzhaft die Folgen persönlich erleben, werden wir die Gefahr erkennen, aber dann ist es wirklich zu spät. Die Hoffnungslosigkeit, die der Autor im ersten Teil des Buches beschreibt, ist leider Realität. Und für die Utopie eines weltumspannenden Sozialismus, der alle Menschen gleichermaßen versorgt, gilt das Gleiche.

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    Ralf Rother

    Thalia Wien – Mariahilfer Straße

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    3/5

    15.07.2026

    eBook (ePUB)

    Degrowth Marxismus

    Der Philosoph Kotei Saito ist mittlerweile kein Unbekannter in der Literatur geisteswissenschaftlicher Diagnosen zum Klimawandel. Er arbeitet an der Universität in Tokio und ist Mitherausgeber der Marx-Engels-Gesamtausgabe. Einen Namen hat er sich mit einer neuen Marx-Auslegung gemacht, die als Degrowth Marxismus bezeichnet werden kann. Es lässt sich nicht von der Hand weisen, dass der Marxismus mit der Aufdeckung sowjetischer und maoistischer Lagersysteme in eine ernsthafte Systemkrise geraten ist. Auch der Austausch der revolutionären Subjekte - Arbeiterklasse, Bauern, Völker des Südens - führte zu keiner Erholung des Marxismus. Kotei Saito hingegen sieht in der - gleichsam apokalyptischen - Verschärfung des Klimawandels ein kommenden Wendepunkt des politischen Systems: entweder entwickelt sich der Spätkapitalismus in ein desaströsen Hightech-Faschismus oder der Menschheit gelingt der Umbau hin zu einer ökologisch-sozialistischen Planwirtschaft. Auch wenn man eingesteht, dass die freie Marktwirtschaft des Kapitalismus die ökologische Ausbeutung der Naturressourcen verschärft hat, so ist der priesterlich-apokalyptische Tonfall von Kotei Saito schwer nachzuvollziehen, der viele Anleihen an politische Verfallslehren nimmt. Letztlich spricht er eine Art grüne, wenn auch demokratische Kriegswirtschaft an, die den ökologischen Umbau der Wirtschaft zu bewältigen hat. Angesichts der in Aussicht stehenden Katastrophenszenarien verzichtet Kotei Saitos Sozialismus weitgehend auf alle Fortschrittsversprechen und reduziert sich auf einen „dunklen Sozialismus“ zur Erfüllung der Grundbedürfnisse in Zeiten des Klimawandels. Mich überzeugt diese Variante des Marxismus weder in seiner apokalyptischen Tonlage noch in seiner Prophetie oder in der Vermeidung einer Aufarbeitung seiner politischen Vergangenheit.

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