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Produktbild: Crashtest Dummies

Crashtest Dummies Roman - »Ein feministischer und wahnsinnig witziger Take zur Frage "Wer sind wir, während wir arbeiten?"« ARD Literally, TikTok

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21,99 €

inkl. gesetzl. MwSt.

Beschreibung

Produktdetails

Format

ePUB

Kopierschutz

Nein

Family Sharing

Ja

Text-to-Speech

Ja

Verkaufsrang

13849

Erscheinungsdatum

25.02.2026

Verlag

Penguin Random House

Seitenzahl

400 (Printausgabe)

Dateigröße

3724 KB

Sprache

Deutsch

EAN

9783641339012

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Format

ePUB

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  • alle zum Verständnis notwendigen Inhalte sind über Screenreader zugänglich
  • navigierbares Inhaltsverzeichnis
  • alle Texte können angepasst werden
  • logische Lesereihenfolge eingehalten
  • entspricht der Vorgabe Epub Barrierefreiheit 1.1
  • keine Vorlesefunktionen des Lesesystems deaktiviert
  • Navigation über vorher / nachher Elemente
  • Landmark-Navigation vorhanden
  • entspricht der Vorgabe WCAG v2.1
  • entspricht der Vorgabe WCAG Level AA

Verkaufsrang

13849

Erscheinungsdatum

25.02.2026

Verlag

Penguin Random House

Seitenzahl

400 (Printausgabe)

Dateigröße

3724 KB

Sprache

Deutsch

EAN

9783641339012

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Solider, unterhaltsamer Roman

MarieOn am 27.03.2026

Bewertungsnummer: 3090592

Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Er habe von oben etwas läuten hören, sagt Bernhard verschwörerisch. Er hatte Martin und Cleo nach der Besprechung noch in sein Büro gebeten. Nun freue er sich auf die nächsten Tage, in denen die beiden sich beweisen dürften, denn er werde einen von ihnen nach China schicken, um ihre E-Auto- Branche zu beleben. Seine engere Wahl sei auf sie beide gefallen, seine besten Pferde im Stall. Juli, die einzige weitere Ingenieurin, allerdings einer anderen Abteilung, nestelt in den Waschräumen an ihren Klamotten rum, während Cleo Wasser über ihre Handgelenke laufen lässt, um ihren Kreislauf zu stabilisieren. Die Absatzzahlen seien in Europa unterirdisch, erläutert Juli. Vielleicht bräuchten wir noch ein paar Hochwasser, erwidert Cleo grinsend. Wieder im Büro angekommen setzt Cleo sich an ihren Platz und beobachtet Martin mit neuen Augen. Smarter Typ, schlank, kleiner Hintern in Chinohose, breite Schultern im faltenfreien Hemd. Der verkniffene Zug um den Mund suggeriert Perfektionismus. Ganz im Gegensatz zu Cleo, die nichts von Überstunden hält. Schon ihr normaler Arbeitsalltag verlangt ihr einiges ab. Das morgendliche, zerknitterte aus dem Bett Schälen, getoppt von der Bahnfahrt, der gefräßige Computer, Mittagessen, Computer, Kaffee, Computer, Bahn, Zuhause. Gestern erst, auf dem Weg zwischen Firmengelände und Haltestelle, hat sie im Dunkeln so ein Vollidiot angehupt. Martin sieht sie an und grinst. „Bist du gestern erschrocken, als ich hupend an dir vorbeigefahren bin? Du hast die Augen aufgerissen wie ein Reh.“ Martin freut sich, lacht immer lauter. „Bambi“ ruft er und wischt sich mit dem Handrücken eine Träne aus dem Augenwinkel. Fazit: Mercedes Spannagel hat in ihrem zweiten Roman ihre Erfahrungen als weibliche Ingenieurin im Maschinenbau verwörtlicht. Ihre Protagonistin Cleo leistet gerne so wenig wie möglich und so viel wie nötig. Ihr Vorgesetzter bringt sie in eine Konkurrenzsituation mit dem Kollegen Martin und in Cleo wächst der Wunsch, es ihm mal so richtig zu zeigen. Mit diversen Fisimatenten durchkreuzt Cleo Martins Pläne, der nicht nur mit abstürzenden Excel-Dateien kämpft, sondern auch mit dem nächtlichen Gebrüll seiner gerade geborenen Tochter. Die Autorin hat die Geschichte mit Kapiteln unterteilt, die sie KW nennt und startet mit KW42 ihren Countdown. Die Stimmfarbe ist lakonisch. Cleo ist kein Mensch, den man ins Herz schließen möchte. Der Tenor lautet Frau gegen Mann und ist weniger ein feministisches Manifest, als viel mehr das Zeigen der Folgen des Spätkapitalismus. Dennoch lässt die Autorin, einer Männerdomäne angemessen, eine Menge ätzender Frauenfeindlichkeit anklingen. Die Ehe ist das Penisgefängnis, Sebi. S. 85 Der Roman enthält viel Ironie und zeigt sowohl wie Frauen, als auch Männer ticken und bedient einige Klischees. Es gab Längen, die vielleicht zeigen wollten, dass so ein ungeliebter Arbeitstag sich ziemlich zieht. Bei der Wahl des Genres tue ich mich schwer, denn für eine Satire war die Geschichte nicht überspitzt genug. Ein solider, unterhaltsamer Roman, mit einigen richtig guten Momenten.

Solider, unterhaltsamer Roman

MarieOn am 27.03.2026
Bewertungsnummer: 3090592
Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Er habe von oben etwas läuten hören, sagt Bernhard verschwörerisch. Er hatte Martin und Cleo nach der Besprechung noch in sein Büro gebeten. Nun freue er sich auf die nächsten Tage, in denen die beiden sich beweisen dürften, denn er werde einen von ihnen nach China schicken, um ihre E-Auto- Branche zu beleben. Seine engere Wahl sei auf sie beide gefallen, seine besten Pferde im Stall. Juli, die einzige weitere Ingenieurin, allerdings einer anderen Abteilung, nestelt in den Waschräumen an ihren Klamotten rum, während Cleo Wasser über ihre Handgelenke laufen lässt, um ihren Kreislauf zu stabilisieren. Die Absatzzahlen seien in Europa unterirdisch, erläutert Juli. Vielleicht bräuchten wir noch ein paar Hochwasser, erwidert Cleo grinsend. Wieder im Büro angekommen setzt Cleo sich an ihren Platz und beobachtet Martin mit neuen Augen. Smarter Typ, schlank, kleiner Hintern in Chinohose, breite Schultern im faltenfreien Hemd. Der verkniffene Zug um den Mund suggeriert Perfektionismus. Ganz im Gegensatz zu Cleo, die nichts von Überstunden hält. Schon ihr normaler Arbeitsalltag verlangt ihr einiges ab. Das morgendliche, zerknitterte aus dem Bett Schälen, getoppt von der Bahnfahrt, der gefräßige Computer, Mittagessen, Computer, Kaffee, Computer, Bahn, Zuhause. Gestern erst, auf dem Weg zwischen Firmengelände und Haltestelle, hat sie im Dunkeln so ein Vollidiot angehupt. Martin sieht sie an und grinst. „Bist du gestern erschrocken, als ich hupend an dir vorbeigefahren bin? Du hast die Augen aufgerissen wie ein Reh.“ Martin freut sich, lacht immer lauter. „Bambi“ ruft er und wischt sich mit dem Handrücken eine Träne aus dem Augenwinkel. Fazit: Mercedes Spannagel hat in ihrem zweiten Roman ihre Erfahrungen als weibliche Ingenieurin im Maschinenbau verwörtlicht. Ihre Protagonistin Cleo leistet gerne so wenig wie möglich und so viel wie nötig. Ihr Vorgesetzter bringt sie in eine Konkurrenzsituation mit dem Kollegen Martin und in Cleo wächst der Wunsch, es ihm mal so richtig zu zeigen. Mit diversen Fisimatenten durchkreuzt Cleo Martins Pläne, der nicht nur mit abstürzenden Excel-Dateien kämpft, sondern auch mit dem nächtlichen Gebrüll seiner gerade geborenen Tochter. Die Autorin hat die Geschichte mit Kapiteln unterteilt, die sie KW nennt und startet mit KW42 ihren Countdown. Die Stimmfarbe ist lakonisch. Cleo ist kein Mensch, den man ins Herz schließen möchte. Der Tenor lautet Frau gegen Mann und ist weniger ein feministisches Manifest, als viel mehr das Zeigen der Folgen des Spätkapitalismus. Dennoch lässt die Autorin, einer Männerdomäne angemessen, eine Menge ätzender Frauenfeindlichkeit anklingen. Die Ehe ist das Penisgefängnis, Sebi. S. 85 Der Roman enthält viel Ironie und zeigt sowohl wie Frauen, als auch Männer ticken und bedient einige Klischees. Es gab Längen, die vielleicht zeigen wollten, dass so ein ungeliebter Arbeitstag sich ziemlich zieht. Bei der Wahl des Genres tue ich mich schwer, denn für eine Satire war die Geschichte nicht überspitzt genug. Ein solider, unterhaltsamer Roman, mit einigen richtig guten Momenten.

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Crashtest Dummies

von Mercedes Spannagel

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