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Eigentlich wollte ich das nicht schreiben | Berührendes Debüt über Familie, Verlust und das Recht, eigene Geschichten zu erzählen

28

23,50 €

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Beschreibung

Produktdetails

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

29.06.2026

Verlag

Pola

Seitenzahl

432

Maße (L/B/H)

21,8/14,4/3,8 cm

Gewicht

600 g

Farbe

Grau

Auflage

1. Auflage 2026

Originaltitel

A Real Piece of Work

Übersetzt von

Nele Junghanns + weitere

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-7596-0053-0

Beschreibung

Produktdetails

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

29.06.2026

Verlag

Pola

Seitenzahl

432

Maße (L/B/H)

21,8/14,4/3,8 cm

Gewicht

600 g

Farbe

Grau

Auflage

1. Auflage 2026

Originaltitel

A Real Piece of Work

Übersetzt von

  • Nele Junghanns
  • Sophie Wölbling

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-7596-0053-0

Herstelleradresse

Pola
Schanzenstraße 6-20
51063 Köln
DE

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  • Vanessa

    aus Niedersachsen

    5/5

    07.07.2026

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Die Trauer einer ganzen Familie

    Es ist fast fünf Jahre her, dass Nolas Schwester Darina plötzlich gestorben ist. Diese Jahre der Trauer waren alles andere als leicht und um ihre Gefühle zu verarbeiten, hat Nola ein Buch über diese Erlebnisse geschrieben. Jetzt soll es sogar zu einer Verfilmung kommen, doch dafür braucht sie das Einverständnis ihrer Familie und die sind keine großes Fans ihres Buches. Trauer ist ein sehr vielfältiges Thema, gerade dann wenn es um die Trauer einer ganzen Familie geht. Man betrauert zwar den gleichen Menschen, aber es trauert doch jeder auf eine andere Art. Nolas Familie ist dafür das perfekte Beispiel und das wurde toll erzählt. Alle Familienmitglieder haben einen anderen Weg gefunden damit umzugehen, aber was sie nicht getan haben war, es gemeinsam zu verarbeiten, sie haben lieber geschwiegen. Nolas Familie besteht aus ihren Eltern, ihrer Halbschwester Jen, die Tochter ihres Vaters, Darina und den Zwillingsbrüdern Cillian und Connor. Darina und Nola waren schon immer ein starkes Team und Nola hat zu ihrer großen Schwester aufgesehen, ihr Verlust hat sie schwer getroffen, auch weil ihr letzter Kontakt nicht so verlief, wie sie es sich gewünscht hätte. Doch mit ihrer Familie kann sie nicht darüber sprechen, dafür trauern sie alle zu verschieden oder aber es kommt zum Streit. Die Gefühlswelt der ganzen Familie war so komplex und doch fiel es mir nicht schwer sie zu verstehen. Familie ist ohnehin nicht immer leicht, aber es wird noch schwerer, wenn plötzlich ein großes klaffendes Loch in ihrer Mitte zu finden ist, das man nur schwer ignorieren kann. Nola als Protagonistin war vielschichtig. Zum einen lernt man ihre Art zu trauern kennen, aber auch sie als Person. Sie ist nicht frei von Fehlern und auch nicht immer sehr feinfühlig ihren Mitmenschen gegenüber, aber das ließ sie sehr menschlich wirken. Auch die Kapitel aus ihrem Buch haben mir gut gefallen und bieten noch einen intensiveren Blick in ihre Emotionen. Zu Darinas fünftem Todestag versammelt sich die Familie für einen "Urlaub" und wollen dann ihre Asche verstreuen. Gleichzeitig möchte Nola mit ihrer Familie über die Verfilmung reden, das geht nicht immer gut. Für manche ist dieses Buch ein rotes Tuch, weil sie sich darin zu entblößt vorkommen, weil Nola eben über die Dinge geschrieben hat, über die man sonst bewusst geschwiegen hat. Am Ende verläuft nichts wie geplant, die Gefühle kommen hoch, aber wirklich geredet wird anfangs kaum. Auch da war es wieder so, dass ich grundsätzlich alle irgendwie verstehen konnte. Emotional hat mich das Buch wirklich berührt und zum nachdenken gebracht. Ich mochte die Entwicklung zum Ende hin sehr. Fazit: Ein berührendes Buch über die Trauer einer Familie, das mich sehr mitgerissen hat.

  • Desiree Buchwald

    aus Wanne-Eickel

    5/5

    05.07.2026

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Geschwisterliebe

    Nola verarbeitet den Tod ihrer Schwester Darina mit einem Memoire. Ihre Familie war und ist wenig begeistert, dass sie die persönlichsten Familienerinnerungen nach außen trägt, gaben aber ihr Einverständnis. Nun, fünf Jahre nach Darinas Tod, steht der Verkauf der Filmrechte an, was durch eine anonyme Beschwerde an den Verlag torpediert wird. Als die Eltern zu einem Gedenkwochenende einladen, will Nola erst nicht teilnehmen, so groß ist die Distanz in ihrer Familie geworden, aber wo kann sie besser herausfinden, wer da gegen sie interveniert. „Eigentlich wollte ich das nicht schreiben“ von Freya Bromley in wenigen Worten zusammenzufassen, ist unmöglich, denn der Roman handelt von so vielen Themen gleichzeitig, wobei keines der Wichtigen ins Hintertreffen gerät. Da ist die Trauer um den Verlust einer Schwester; schwierige Familiendynamiken, die durch Geheimnisse und starke Persönlichkeiten befeuert werden; Geschwisterliebe und romantische Liebe und wodurch diese beeinflusst wird und zu guter Letzte schenkt uns Freya Bromley einen ungeschönten Einblick ins Schaffen einer Schriftstellerin. Mich hat der Roman absolut abgeholt und begeistert. Ich prophezeie, dass ich ihn ein weiteres Mal lesen werde und bin mir sicher, dass ich noch weitere Nuancen und Feinheiten entdecken werde. Nicht nur die Charaktere sind toll gezeichnet, haben alle ihre Eigenheiten, die nie in Klischees rutschen und Fleisch auf den Knochen, was sie wunderbar realistisch werden lässt, auch die Dynamik in der Familie ist nachvollziehbar und spannend gestaltet. Zusätzlich hat die Sprache mich beeindruckt. Freya Bromley setzt eindrückliche und passende Metaphern, gezielt und nicht geizig. Da hat sich für mich genau das richtige Maß gefunden. Ich konnte in die Geschichte eintauchen wie schon lange nicht mehr und das bei Thematiken, die nicht leicht zu verdauen sind. „Eigentlich wollte ich das nicht schreiben“ ist ein besonderer Roman, der nachhallt und sich einen großen Platz in meinem Herzen verdient hat. Ich freue mich, ihn irgendwann ein weiteres Mal zu lesen.

  • schmoekerstunde

    aus Stuttgart

    5/5

    19.06.2026

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Durch ihren Roman gerät Nola in Konflikt mit ihrer Familie

    Trotz der interessanten Ausgangsidee konnte ich mich mit dem Buch nicht so richtig anfreunden. Woran es genau lag, kann ich gar nicht eindeutig festmachen. Möglicherweise war es der Schreibstil, der mich emotional nicht erreicht hat, vielleicht aber auch die Art und Weise, wie die Inhalte vermittelt wurden. Obwohl die behandelten Themen tiefgründig und bewegend sind, blieb ich als Leserin auf Distanz und fand nur schwer einen Zugang zur Geschichte. Das bedeutet nicht, dass das Buch schlecht geschrieben ist. Vielmehr hatte ich das Gefühl, dass die Erzählweise und ich einfach nicht zusammengefunden haben. Andere Leserinnen und Leser werden die persönliche und reflektierte Art der Autorin möglicherweise sehr schätzen. Bei mir wollte der Funke leider nicht überspringen. Insgesamt ist es ein Buch mit einem wichtigen Thema. Für mich blieb das Leseerlebnis allerdings eher durchwachsen, da weder der Stil noch der Inhalt mich dauerhaft fesseln konnten.

  • Bewertung

    4/5

    17.07.2026

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Familiendynamiken

    "Lange habe ich darüber nachgedacht, wer eigentlich der Autor, die Autorin ist. Und darüber, was wahr ist, was nicht, und wer darüber entscheidet. Dann beschloss ich, dass es ums Zuhören geht, um die Verbindungen, die man hat." Mit knapp dreißig Jahren stirbt Nolas Schwester Darina überraschend im Schlaf. Organversagen, einfach so, ohne Ankündigung. Nach lähmenden Tagen und Wochen beschließt Nola, ein Buch über ihre Schwester zu schreiben und über ihre eigene Trauer. Das Werk wird zum Erfolgsbestseller - ganz zum Unmut ihrer Familie, die sich darin falsch wiedergegeben fühlt. Eine anonyme Beschwerde taucht im Briefkasten des Verlags auf. Der Zeitpunkt ist denkbar ungünstig, denn eigentlich sollen gerade die Filmrechte für das Buch verkauft werden. Nola ist sich sicher, dass die Beschwerde aus dem Kreis ihrer Familie kommt. Da sie ohnehin noch deren Einwilligung für die Verfilmung einholen muss, beschließt sie an einer Gedankfahrt auf die Insel Lundy mitzukommen und dort ihre Familie wiederzutreffen. Mit Eltern, Geschwistern und deren Partnern hatte sie seit dem Zeitpunkt der Buchveröffentlichung allerdings keinen Kontakt mehr. "Eigentlich wollte ich das nicht schreiben", das Romandebüt von Freya Bromley, ist ganz anders, als ich erwartet hätte. Beim Lesen des Klappentexte dachte ich an viel Familienstreit mit Einschlägen gängiger Trash-TV-Formate, viel Skandale und viel schrilles Drama. Doch so ist die Geschichte überhaupt nicht. Ja, es gibt auch schlimmen Streit und einiges an Drama - aber all das ist ruhig erzählt. Viel eher stehen die Beziehungen Nola zu jedem einzelnen Familienmitglied im Vordergrund. Genaus wie die Landschaft, die Vögel und meine Lieblingsfigur - Nolas Partner Mac. Bromley zeichnet ihre Figuren liebevoll und tiefgründig. Langsam entfalten sich die Charakterzüge auf dem Papier, genauso wie Nola ihre Familienmitglieder Stück für Stück neu kennenlernt. Es gibt so viele Geheimnisse in ihrer Familie, so viel Ungesagtes. So ist "Eigentlich wollte ich das nicht schreiben" eigentlich eher eine Erzählung über komplizierte Familienbeziehungen und über die Frage, warum uns offene Gespräche mit unseren engsten Familienmitgliedern so schwerfallen. Damit ist es auch eine Reise zu Nola selbst. Sie erkennt eigene Muster und hinterfragt die Beziehung zu Darina ein ums andere Mal. Das ruhige Erzählen und die langsame Charaktererzählung tun der Geschichte sehr gut. Auch wenn ich nicht immer nachvollziehen konnte, warum Figuren genau so reagieren, wie sie es taten, war die Beziehungsdynamik für mich sehr stimmig. Interessant fand ich vor allem, dass die Frage nach dem "wahren" bzw. "richtigen" Andenken an Darina immer wieder in der Vordergrund rückt. Immer wieder lässt Bromley die Figuren reflektieren, ob sie gerade ihre Perspektive auf eine andere Figur verfolgen oder unvoreingenommen wahrnehmen. Das sorgt für viele Überraschungen in der Geschichte. An vielen Stellen scheint durch, dass es der Autorin um mehr geht als die Handlung an der Oberfläche: Erinnern, Menschen auf eine Rolle festschreiben, Naturschutz, Autorschaft und Wahrheit ... Da brodelt etwas unter der Oberfläche, da sind Themen, die über Nolas Geschichte hinausgehen. Allerdings scheinen sie nicht ganz ausgegoren. Oft werden die Bereiche - ähnlich wie die Themen in Nolas Familie - nur angedeutet, nie aasbuchstabiert. Da bleibt Potential liegen. In "Eigentlich wollte ich das nicht schreiben" geht es also weniger um das Buch über Nolas tote Schwester. Vielmehr ist es ein Roman über Familien und darüber, warum uns Familienmitglieder am besten und am schlechtesten zugleich verstehen können.

  • Vobabooks

    aus D

    4/5

    16.07.2026

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Traurig und direkt

    „Eigentlich wollte ich das nicht schreiben“ ist eine Geschichte von Freya Bromley, übersetzt von Nele Junghanns und Sophie Wölbling. Nolas Schwester ist gestorben und Nola hat ein Buch darüber geschrieben, wovon ihre Familie sich bloßgestellt fühlt. 3.75 ⭐️ Das war eine traurige und direkte Geschichte - kühl und distanziert, dabei wehmütig. Den Schreibstil habe ich als unaufgeregt und ernst empfunden. Die Grundidee fand ich wirklich interessant, auch wenn das Buch einige Längen hatte. Das Tempo ist dabei gediegen. Es gibt immer wieder Einschübe aus Nolas Buch, welche ich gerne gelesen habe. Die komplexe Familienstruktur nach dem Tod ihrer Schwester und der Umgang mit Nolas Buch stehen im Fokus der Geschichte.

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