Was passiert, wenn eine gefühlsresistente Spitzenmanagerin ein Achtsamkeitstraining bei einem Coach absolvieren muss, der selbst in einer Sinnkrise steckt? Maxim Leos rasend komischer und tief berührender Roman über die Suche nach dem richtigen Leben und den Weg zu uns selbst.
Marlene Buchholz soll Vorstandsvorsitzende des "Aviola"-Konzerns werden. Ihre Kollegen sind sich einig, dass sie fachlich hochkompetent ist - aber menschlich eine ziemliche Katastrophe. Weshalb sie zum Coaching in ein Brandenburger Schloss geschickt wird - zu Alex Grow, dem berühmten Seelenflüsterer.
Was niemand weiß: Seine Academy steht kurz vor dem Bankrott und Alex hat selbst mit Panikattacken zu kämpfen. Marlene ist seine letzte Hoffnung, denn im Erfolgsfall winkt ein Großauftrag der "Aviola". Doch die Klientin bleibt skeptisch und verschlossen - bis ein verletztes Wildschwein, ein schüchterner Hausmeister und ein dreizehnjähriges Mädchen auftauchen, die Marlenes Augen und Herz öffnen und sie erahnen lassen, was am Ende wirklich zählt.
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Tolle Geschichte, die zeigt, dass man sich Zeit für sich selbst nehmen sollte und seine Komfortzone verlassen, um sich auf neue Abenteuer einzulassen.
NewBookLover24 am 30.04.2026
Bewertungsnummer: 3124812
Bewertet: Hörbuch-Download
Mein erster Eindruck des Buches bezog sich auf das Cover und ich habe eine Geschichte erwartet, die hauptsächlich eine Atemübung verbirgt. Doch bereits die Hörprobe hat mich positiv überrascht, denn die Geschichte erzählt die persönliche Entwicklung mehrerer Personen, statt sich auf eine Person und gesprochene Weisheiten zu stützen.
Coach Alex Grow soll der dedizierten Vorstandsvorsitzenden Marlene Buchholz helfen. Doch kann man anderen Leuten helfen, wenn man sich erst mal selbst helfen müsste?
Mir persönlich hat das Buch gezeigt, dass wir manchmal nur die Augen öffnen müssen und uns aktiv umschauen müssen, um wahrzunehmen, was in unserem Leben gut läuft und was uns nebenher vielleicht abhanden gekommen ist. Außerdem zeigt es die Bedeutung von Gemeinschaft und des Anfangens. Manchmal muss man einfach irgendwie anfangen. Ohne genau zu wissen was man tut und wofür man es tut, fängt man etwas an und findet so möglicherweise unterwegs das Warum und das Wofür.
Als Hörbuch besser
Bewertung aus Speyer am 04.04.2026
Bewertungsnummer: 3099342
Bewertet: Hörbuch-Download
Daran, dass ich schon ein Hörbuch von Maxim Leo gehört hätte, könnte ich mich nicht entsinnen, also ist „Einatmen, Ausatmen“ ein neuer Punkt auf meiner "Leselandkarte".
Zunächst sei kurz umrissen, worum es geht, wenngleich man beim Titel schon auf Ideen kommen kann, mit denen man gar nicht so verkehrt liegt: „Einatmen, ausatmen“ ist einer der Leitsätze, wenn es um Achtsamkeit, Gelassenheit und dergleichen geht. So auch hier: Lernen soll das Marlene Buchholz, ihres Zeichens designierte Vorstandsvorsitzende der Aviola, und zwar von Alex Grow (Zweifel an der Echtheit des Namens hegt auch Marlene …), einem berühmten Coach. Doch ihr Plan, sich schnell ihr Achtsamkeitszertifikat „abzuholen“, misslingt, denn Alex scheint noch größere Baustellen als sie selbst zu haben ...
Mehr sei nicht verraten, weil die Geschichte in weiten Teilen von schrägen Einfällen lebt, denen man ansonsten nur vorgriffe. Mich erinnerte die Geschichte an eine, die ich sehr liebe: Isabell Bogdans „Der Pfau“ – und das steht auf der Haben- wie auf der Soll-Seite. In beiden Geschichten geht es um Optimierung von „Leistungsträgern“ durch eine „Anstalt“, bei der selbst einiges im Argen liegt. Man könnte nun sagen, dass Leo abschreibt, doch damit täte man ihm Unrecht, denn er spielt das Stück in einer anderen Tonart. Seine Figuren sind sympathisch (ja, sogar Marlene, weil sie erfrischend direkt ist); er nimmt vieles aufs Korn, ohne „draufzuhauen“, lenkt die Aufmerksamkeit darauf, dass letztlich Authentizität relevant ist und „vorne“ nicht immer in der ersten Reihe ist; er beherrscht die Kunst, den Finger in Wunden zu legen, ohne darin zu bohren, sondern einen selbst zu der Erkenntnis gelangen zu lassen – und das nicht in moralinsaurem Ton, sondern in locker-leicht lesbarer Schreibe. Gute Unterhaltung, die zum Nachdenken anregen kann und nur deshalb keine volle Punktzahl erreicht, weil „Einatmen, Ausatmen“ sich bei mir am zuvor gelesenen „Der Pfau“ messen lassen muss. In der von Vera Teltz gelesenen Hörbuchversion gefällt mir die Geschichte besser, weil sie nicht nur eine angenehme Stimme bzw. Tonlage hat, sondern auch ihre Art des Vortrags (moduliert, aber nicht übertrieben) wunderbar zum Inhalt passt. Dafür gibt es 4,5 abgerundete Sterne, um meinen "alltime favourites" gegenüber fair zu bleiben.
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