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Glücklichere Tage Roman - Mit einem Nachwort von Helene Bukowski | Das Meisterwerk der kanadischen Klassikerin erstmals auf Deutsch - Ausgezeichnet mit dem Governor General’s Award

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Beschreibung

Produktdetails

Verkaufsrang

9264

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

26.02.2026

Verlag

Eisele Verlag

Seitenzahl

544

Maße (L/B/H)

21,6/14,4/4,6 cm

Gewicht

660 g

Farbe

Karamell / Cognac

Auflage

1. Auflage

Originaltitel

The Diviners

Übersetzt von

Monika Baark

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-96161-279-6

Beschreibung

Rezension

Dankenswerterweise ermöglichen die Übersetzungen von Monika Baark der deutschen Leserschaft die Entdeckung dieser Großen der kanadischen Literatur. ("Deutschlandfunk Büchermarkt")
Glücklichere Tage‘ unterhält mit vielen turbulenten, auch komischen Szenen, Dialogen und inneren Monologen, schwelgt in Beschreibungen und fesselt mit seiner gegenläufigen Konstruktion. ("Deutschlandfunk Büchermarkt")
Zum 100. Geburtstag erscheint das grandiose Werk der Kanadierin auf Deutsch. Der unsentimentale Werdegang einer Außenseiterin verschmilzt den Sound der Prärie mit einer kraftvollen Emanzipationsgeschichte. ("Frizz Magazin Frankfurt")
Ein eindringlicher Blick auf menschliche Lebenswege, geprägt von leichter Intensität und großer erzählerischer Kraft. ("Podcast Berlins schönste Seiten")
Eine Emanzipationsgeschichte einer ungewöhnlichen Frau, wie in allen Romanen von Margaret Laurence immer ungewöhnliche, selbstständige, mutige Frauen im Zentrum stehen. Ein wirklich großer Roman. ("Deutschlandfunk Kultur")
In Kanada ist Margaret Laurence eine literarische Fixgröße. Mit ‚Glücklichere Tage‘ sollte sie es auch hierzulande werden. ("Falter")
Das Buch macht Mut und inspiriert dazu, trotz allem den eigenen Weg zu verfolgen. ("Elle")
Ein wunderbares Buch, berührend, dabei immer unsentimental. ("Buchkultur")

Produktdetails

Verkaufsrang

9264

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

26.02.2026

Verlag

Eisele Verlag

Seitenzahl

544

Maße (L/B/H)

21,6/14,4/4,6 cm

Gewicht

660 g

Farbe

Karamell / Cognac

Auflage

1. Auflage

Originaltitel

The Diviners

Übersetzt von

Monika Baark

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-96161-279-6

Herstelleradresse

Julia Eisele Verlag GmbH
Lilienstraße 73
81669 München
DE

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  • Anna.Lysis

    Thalia Book Circle Community

    5/5

    19.05.2026

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Vergangenheit, Herkunft und Identität

    „Glücklichere Tage“ von Margaret Laurence erzählt die Geschichte von Morag Gunn, die als Waise in der kanadischen Prärie aufwächst und sich später als Schriftstellerin ein eigenes Leben aufbaut. Als ihre Tochter erwachsen wird, beginnt Morag verstärkt über ihre Vergangenheit, ihre Herkunft und ihr Leben nachzudenken. Margaret Laurence schreibt ruhig und mit großer erzählerischer Tiefe. Der Roman springt zwischen verschiedenen Zeiten und Erinnerungen, wodurch nach und nach ein vielschichtiges Bild von Morags Leben entsteht. Dabei verbindet die Autorin persönliche Erfahrungen mit größeren Fragen nach Zugehörigkeit, Erinnerung und Selbstverständnis. Besonders gelungen fand ich die Atmosphäre des Romans. Die kanadische Prärie, die Erinnerungen an Morags Kindheit und die unterschiedlichen Geschichten ihrer Familie und ihres Umfelds schaffen eine dichte, oft beinahe melancholische Stimmung. Trotz seines ruhigen Tempos entwickelt der Roman eine große emotionale Wirkung. „Glücklichere Tage“ ist kein Buch für schnelles Lesen, sondern ein ruhiger Entwicklungsroman, der von seinen Figuren, Erinnerungen und Zwischentönen lebt. Für mich war der Roman eine eindrucksvolle literarische Entdeckung.

  • Seitenrascheln

    5/5

    12.03.2026

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Erinnerungen

    Morag Gunn ist 47 Jahre alt, alleinerziehend und Schriftstellerin. Ihre gerade mal 18-jährige Tochter Pique ist verschwunden. Morag ist sich fast sicher, dass sie Richtung Manawaka unterwegs ist um ihre Wurzeln zu finden. Und sie beginnt sich, zunächst mit Hilfe von Fotos, später mit „Erinnerungsfilmen“ (eine herrliche Idee!) an ihre eigene Kindheit und Leben zu erinnern. Morag Gunns Eltern sind früh verstorben. Ein Freund ihres Vaters, Christie und dessen Frau Prin nehmen sie an Kindes Statt auf. Christie arbeitet als Müllwerker und ist in der Stadt keine respektierte Person. Er kann aber Morag etwas sehr wertvolles schenken, nämlich seine Aufmerksamkeit und vor allem seine Geschichten. Morags Ziel ist es Manawaka so schnell als möglich zu verlassen, um Autorin zu werden. Sie studiert, heiratet viel zu früh ihren Dozenten und bricht ihr Studium ab. Verlässt nach wenigen gemeinsamen Jahren ihren Mann, der sie eher als Kind, denn als Frau sieht. Morag bekommt mit einem früheren Freund aus Manawaka, Jules Tonnerre, eine Tochter, die sie alleine versorgen möchte. Was für ein wunderbares Buch über Weiterentwicklung, Erinnerung, Mut, Emanzipation und das Recht auf künstlerische Selbstbestimmung. Man mag gar nicht allzu viel verraten, weil es so viel Freude macht der reichhaltigen Geschichte zu folgen. Margaret Laurence ist eine äußerst kluge Autorin, die ihre Erzählfäden gut in den Händen hielt und sie am Schluss miteinander verknüpfte. Mit Recht wird sie in einem Atemzug mit Margaret Atwood und Alice Munro genannt. Ich vergebe sehr gerne 5 Sterne und eine große Leseempfehlung!

  • drawe

    aus Landau

    5/5

    09.03.2026

    eBook (ePUB 3)

    Spurensuche

    Morag Gunn ist eine Frau in der Mitte des Lebens. Sie ist Schriftstellerin und lebt in einem ehemaligen Farmhaus am Fluss in der kanadischen Prärie. Ihre 18jährige Tochter Pique verlässt sie, um sich auf Spurensuche zu begeben – und das ist der Punkt, an dem Morag ebenfalls zurückschaut und sich Fragen nach ihrer Geschichte und ihrer Identität stellt. „Der Fluss floss in beide Richtungen“. Mit diesem schlichten Satz beginnt Morags Geschichte. Windrichtung und Strömung sind die beiden Kräfte, die den Fluss bestimmen, und so erkennt sie auch in ihrem Leben diese besondere Verbindung von Vorwärtsdrängendem und Hemmenden. Morag wird früh Vollwaise und wächst bei Pflegeeltern auf, die dem verachteten weißen Prekariat zuzuordnen sind. Sie wächst vernachlässigt auf und lernt früh das soziale Außenseitertum kennen. Diesen hemmenden Kräften trotzt sie mit ihrem starken Willen: ihrer Entschlossenheit, der Enge der Präriestadt zu entfliehen und sich mit dem Schreiben ihren Lebenssinn zu geben. Ihr Pflegevater Christie mag als Müllsammler auf der untersten Stufe der sozialen Stufenleiter stehen, und sie wird sich zeit ihres Lebens schämen für seine Armut und die Verhältnisse, in denen sie aufwuchs, aber dennoch ist er es, der sie zu ihren Lebensthemen führt. Er ist Nachfahre der schottischen Siedler, die vermutlich in Folge der Clearances die Highlands verlassen mussten, und in seinen Erzählungen beschwört er die „glücklicheren Tage“ seiner Vorfahren herauf: die Geschichte von Helden und Kämpfen, von Opfermut und Vaterlandsliebe. Damit leistet er einen wichtigen Beitrag zur Identitätssuche Morags. Morag schließt sich einem anderen Außenseiter an: Jules Tonnerre. Jules stammt aus einer Métis-Familie, stammt also von französischen und indigenen Vorfahren ab und ist als Mischling ebenfalls der Verachtung der Gesellschaft ausgesetzt. Auch die Métis halten die Erinnerung an „glücklichere Tage“ aufrecht, v. a. an den Freiheitskämpfer Riel, und wie in Christies Erinnerungen vermischen sich die Familiengeschichten mit der kollektiven Erinnerung eines Volkes. Und beide leisten einen Beitrag zur Identifikation der Protagonisten mit ihrer Herkunft und ihrer Heimat. Die Autorin gestaltet Morags Identitätssuche stilistisch unglaublich vielseitig. In Vergangenheit und Gegenwart sucht sich Morag, und auch hierfür steht das Bild des Flusses, der Vergangenheit und Gegenwart zusammenführt. Ausgesprochen kunstvoll und unaufdringlich verwebt die Autorin die persönliche Geschichte Morags und Jules‘ mit der Geschichte Kandas, wohlwissend, dass die tradierten Erzählungen nicht unbedingt faktentreu sind, aber dennoch ihre eigene Wahrheit enthalten. Und damit gelingt ihr ein klug austariertes Bild der ethnischen Vielfalt Kanadas, bei dem sie deutlich auf die prekäre Situation der Betroffenen hinweist. Ein ganz besonderes Lese-Erlebnis!

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