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Die Witwer von Chaltouva Roman | Ein Roman aus der Provinz über die Provinz, aber alles andere als provinziell

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Beschreibung

Produktdetails

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

29.01.2026

Verlag

Ullstein Hardcover

Seitenzahl

288

Maße (L/B/H)

20,6/13,1/2,9 cm

Gewicht

356 g

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-550-20265-0

Beschreibung

Rezension

»Ein sehr düsterer und schwerer Roman, der zunächst eher Frust und Wut auf diese männerdominierte Welt schürt, aber doch ein hoffnungsvolles Ende lässt.« ("Belletristik-Couch")
»Wer sich auf diesen ungewöhnlichen Roman einlässt, wird durch ein nachhaltiges Leseerlebnis reich belohnt.« ("Am Erker")
»Ein schaurig-schöner Roman, dessen Ende man unbedingt erfahren möchte.« ("Aachener Nachrichten / Aachener Zeitung")
»›Die Witwer von Chaltouva‹ ist brachial und gewaltig, spannend und mitreißend.« ("Lust auf Literatur")
»Sven Heuchert entwirft in seinem neuen Roman eine Welt, die tief im nature writing verwurzelt scheint. (...) Heucherts Text ist Hommage und Abrechnung mit seiner alten Heimat zugleich.« ("WDR Westart")
»Wer eigenwillige, sprachlich herausragende Unterhaltung mit ganz eigener Note schätzt, die quer zu Erwartungen und Gewohntem steht wie ein Witwer im Strom von Ville, für den ist ist dieser düstere Einblick in eine fremde Epoche sicherlich einen Blick wert. Und wer die literarische Vermessung der Provinz schätzt, der ist bei Heuchert eh an der richtigen Adresse!« ("buchhaltung.com")
»Heuchert gelingt ein spannender Roman über allein auf Körperkraft beruhende männliche Dominanz. Erzählzauber und Sprachstärke bringen den Reflexionsunwilligsten zum Nachdenken und zur Frage, ob es solche Rituale auch im Hier und Heute noch gibt.«
»Wenn man sich auf Heucherts Sprache einlässt, bekommt man einen extrem guten Roman voller dunkler, faszinierender Prosa – und am Schluss einen Hoffnungsschimmer.« ("Sonntagsexpress")

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Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

29.01.2026

Verlag

Ullstein Hardcover

Seitenzahl

288

Maße (L/B/H)

20,6/13,1/2,9 cm

Gewicht

356 g

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-550-20265-0

Herstelleradresse

Ullstein
Friedrichstraße 126
10117 Berlin
DE

Email: produktsicherheit@ullstein.de

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  • Bewertung

    5/5

    26.03.2026

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Ein Leckerbissen für Liebhaber gehobener Literatur

    Zur Handlung: Die Zeit, zu der die Geschichte in dem fiktiven Ort Chaltouva spielt wird in dem Buch nicht ausdrücklich erwähnt, da aber von der Kolonialzeit in Afrika geschrieben wird, muss es um 1880 sein. Die Menschen in Chaltouva sind eigenbrötlerisch. Ihr Alltag ist von harter Arbeit und konservativem Denken geprägt. Die Sprache ist so derbe wie die Charaktere und wurde vom Autor perfekt an die Dorfbewohner angepasst. Wer in Chaltouva lebt, bleibt in der Regel dort. Ein paar wenige gehen in die Kolonien, denn der Traum von einem besseren Leben scheint unerreichbar und zu viele haben ihre Träume aufgegeben, wenn sie jemals welche hatten. Einzig das Wettangeln auf die großen Witwer, urige große welsartige Fische, bedeuten einen Lichtblick für die Männer des Dorfes. Der Sieg bedeutet mehr als einen Gewinn. Er entscheidet über den gesellschaftlichen Rang bis zum nächsten Jahr und ist heiß umkämpft. Die Geschichte dreht sich um das Liebespaar Max und Klara, die aus dieser Tristesse ausbrechen wollen. Von dem Leben und den Erwartungen ihrer Familien, von den Eigenheiten des Dorfes, das auf einmal von einem Mord erschüttert wird. Zum Buch: Schon beim ersten Absatz musste ich Innehalten. Im kompletten Buch wird die wöchentliche Rede nicht mit " gekennzeichnet. Das irritierte mich anfangs etwas, besonders, wenn mehrere Personen durcheinander reden. Der Ausdruck des Autors ist so derbe wie die Protagonisten. Diese sprachliche Anpassung gefiel mir, dadurch erfahren die Lesenden noch mehr die Stimmung der damaligen Zeit und es veranschaulicht auch die Emotionen und Eigenheiten der Dörfler. Gelegentlich sind im Buch lexikonartige Erklärungen zu einzelnen Dingen. Das gibt dem Roman eine besondere Note: Als wäre es eine Mischung aus Erzählung und Sachbericht der Ereignisse. Besonders berührt hat mich die Geschichte von Max und Klara, die versuchen, dem Leben in Chaltouva zu entrinnen, bevor sie ihre Träume aufgeben wie ihre Mütter,  die sich auch nichts sehnlicher gewünscht hätten, als vor diesem trostlosen, tristen und vorbestimmten Leben zu fliehen. Sie können den Wunsch ihrer Kinder als einzige verstehen, denn wer in Chaltouva lebt, hat sich abgefunden mit seinem Schicksal. Der Mord bringt Aufruhr ins Dorf. Nun zeigt sich bei vielen deutlich ihr Charakter, der Vorbehalt gegen die Obrigkeit, die diese Tat aufklären will. Beinahe könnte man sagen, die Karten werden neu gemischt.  Und zum ersten Mal entscheidet nicht mehr der größte gefangene Witwer über das Schicksal von Chaltouva. Hier nimmt die Handlung eine Wendung und der Autor spielt eine Karte nach der anderen mit den Geheimnissen und Enthüllungen bis zum mehr als gelungenen Finale. Mein Fazit: "Die Witwer von Chaltouva" ist ein Buch für Liebhaber gehobener Literatur, die sprachlich Handlung und Zeit widerspiegelt und mit einer gut durchdachten Handlung überzeugt.

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