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  • Produktbild: Damals in der Rosenstraße
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Damals in der Rosenstraße Als Frauen und Kinder sich gegen die Nazi-Diktatur stellten | Kinderbuch, das den Holocaust für Kinder erklärt. Mit beeindruckenden Illustrationen.

6

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Beschreibung

Produktdetails

Einband

Gebundene Ausgabe

Altersempfehlung

ab 10 Jahr(e)

Erscheinungsdatum

26.01.2026

Abbildungen

25 farbige Abbildungen

Illustriert von

Annabelle Sperber

Verlag

Fischer Sauerländer

Seitenzahl

48

Maße (L/B/H)

31,2/24,1/0,9 cm

Gewicht

503 g

Farbe

Vanille / Kaffee

Auflage

2. Auflage

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-7373-7354-8

Beschreibung

Rezension

Tuckermanns vorsätzlich schlichte Sprache gibt der Jahrhundertkatastrophe menschliche Nähe, von Sperbers überraschende Visualisierungen [...] die Dominanz der Farben Gelb und Rot werfen optische Widerhaken aus. Beeindruckend! ("Iserlohner Kreisanzeiger")
[...] Welcher persönliche Mut [...] "Damals in der Rosenstraße" [...] ermöglicht hat, ist in der berührenden Erzählung und in den klugen Kommentaren und sparsamen pointierten Erklärungen [...] nachzulesen. ("freigeistern! Der Podcast für Kinder- und Jugendliteratur")
Neben der Geschichte von Doris Familie [...] lebt das Buch ganz besonders von den eindringlichen Illustrationen. ("Verein zur Förderung der Kinder- und Jugendliteratur e.V.")

Produktdetails

Einband

Gebundene Ausgabe

Altersempfehlung

ab 10 Jahr(e)

Erscheinungsdatum

26.01.2026

Abbildungen

25 farbige Abbildungen

Illustriert von

Annabelle Sperber

Verlag

Fischer Sauerländer

Seitenzahl

48

Maße (L/B/H)

31,2/24,1/0,9 cm

Gewicht

503 g

Farbe

Vanille / Kaffee

Auflage

2. Auflage

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-7373-7354-8

Herstelleradresse

FISCHER Sauerländer
Hedderichstraße 114
60596 Frankfurt
DE

Email: produktsicherheit@fischer-sauerlaender.de

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  • lesenmitausblick

    5/5

    15.02.2026

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Eindrucksvolles Beispiel für den Widerstand im Nationalsozialismus

    Kennt ihr die Geschichte der Frauen 1943 in Berlin, die tagelang für die Freilassung ihrer jüdischen Männer vor dem Verwaltungsgebäude der Jüdischen Kultusvereinigung in der Rosenstraße demonstrierten? Ich hatte bisher noch nicht von dem Ereignis gehört. Es war das einzige Mal in 12 Jahren Naziherrschaft, dass sich Menschen öffentlich sichtbar gegen die Verschleppung von jüdischen Menschen aufgelehnt haben. Meine Kollegin Susann hat dazu nun ein äußerst interessantes und wichtiges Buch gelesen und stellt es euch im Folgenden vor: „Damals in der Rosenstraße – Als Frauen und Kinder sich gegen die Nazi- Diktatur stellten“ erschien im Verlag Fischer Sauerländer 2026 und weckt hohe Erwartungen; bei Lesern, die mit den historischen Ereignissen 1943 in Berlin vertraut und auf die kindgerechte Umsetzung dieses schrecklichen Themas gespannt sind, ebenso wie bei Kindern, die bei der sperrigen Überschrift bereits einen inhaltlichen Hinweis bekommen. Die Berliner Autorin Anja Tuckermann, die in dokumentarisch - biografischen Romanen Schicksale in der NS-Zeit behandelt, führt zum Februar 1943 sachlich und verständlich hin; meist aus Sicht von Doris, der Tochter der fiktiven gemischten Familie. Sie ist von der Festnahme ihres jüdischen Vaters und dessen Gefangenschaft im Verwaltungsgebäude der Jüdischen Kulturvereinigung in der Rosenstraße betroffen und durchlebt Stunden der Sorge um ihn und auch um ihre Mutter, die tagelang vor dem Gebäude für die Freilassung demonstriert. Für die Nazis stellte der anhaltende Protest gegen ihre Machenschaften und die offene Unterstützung der Berliner für die eingesperrten Juden eine echte Bedrohung ihrer Macht dar. Besonders positiv schätze ich die begleitenden, informativen Sachtexte ein, die sich mit weißen Buchstaben abheben. Historische Ereignisse werden vertiefend erläutert. An die 39 Seiten mit der Geschichte schließt sich noch einmal eine Doppelseite mit zusätzlichen Ausführungen an, unter anderem mit der Frage danach, was nachweislich mit verschiedenen Personen geschah und wie der heutige Blick auf die Ereignisse ist. Die Illustratorin Annabelle von Sperber hat mit ihrem Farbkonzept, den reduzierten Hintergründen und den einfachen Figuren die Stimmung der Zeit und die verzweifelte Lage der Betroffenen eingefangen. Das spiegelt sich auch im Einband wider, so dass der Leser direkt ins Geschehen gezogen wird. Die Stimmung ist fast greifbar. Ich kann nur wünschen, dass das Sachbuch nicht nur in Bibliotheken, sondern auch in den Zimmern von interessierten Jugendlichen einzieht. Für unsere Grundschulkinder ab 10 Jahren wäre es hervorragend geeignet, um im Unterricht an die schwierigen Themen des Holocaust und der NS- Zeit heranzuführen. Kurze verständliche Absätze, die nicht überfordern und eine kindgerechte Wortwahl tragen dazu bei. Empfehlenswert allemal!

  • Bewertung

    5/5

    03.02.2026

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Geschichte für junge Leser*innen – gegen das Vergessen

    Mit „Damals in der Rosenstraße“ von Anja Tuckermann, eindrucksvoll illustriert von Annabelle von Sperber, hat der Fischer Sauerländer Verlag ein Bilder-Sachbuch für Kinder ab ca. 9/10 Jahren veröffentlicht. Im Zentrum stehen die Rosenstraße-Proteste von 1943 in Berlin, ein mutiger, ziviler Widerstand von Frauen, von dem ich ehrlicherweise selbst zuvor kaum etwas wusste. Das Buch erzählt die Geschichte aus der Perspektive von Doris und ihrem Bruder. Wir erleben, wie sie in der Schule ausgegrenzt, beschimpft und geärgert werden, wie sich ihr Alltag zunehmend verändert und wie die Angst immer präsenter wird. Im Mittelpunkt stehen dabei jüdische Männer, die mit nichtjüdischen Frauen verheiratet sind und ihre Familien. Als diese Männer plötzlich verhaftet und zum Teil in Lager verschleppt werden, beginnen ihre Frauen, Mütter und Großmütter zu protestieren. Sie halten zusammen, stellen sich mutig der NS-Gewaltherrschaft entgegen und kämpfen öffentlich für die Freilassung ihrer Angehörigen. Besonders gelungen finde ich die Verknüpfung von erzählender Handlung und sachlichen Informationen: Neben der Geschichte von Doris und ihrer Familie finden sich immer wieder kursiv gesetzte Passagen, die historische Hintergründe erklären, über die Ideologie der Nationalsozialisten, neue Gesetze, Verbote für jüdische Menschen und die Rolle der Gestapo. Am Ende rundet eine zusätzliche Doppelseite mit weiterführenden Informationen das Buch ab. So entsteht ein sehr zugänglicher und zugleich ehrlicher Zugang zu diesem schwierigen Thema. Die Illustrationen von Annabelle von Sperber sind dabei außergewöhnlich stark: bedrückend und emotional, ohne zu überfordern. „Damals in der Rosenstraße“ ist ein beeindruckendes, sensibles und wichtiges Buch, das Geschichte kindgerecht, aber nicht verharmlosend vermittelt. Meine eigenen Kinder sind dafür noch etwas zu jung, umso sicherer ist: Dieses Buch bekommt erstmal einen festen Platz in meinem Klassenraum.

  • Alrik Gerlach

    Thalia Book Circle Community

    5/5

    30.01.2026

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Wenn Mut plötzlich ganz leise wird

    Manchmal sitzt man beim Lesen da und merkt, wie leise es plötzlich im Raum wird. Genau so ein Buch ist Damals in der Rosenstraße. Eigentlich als Kindersachbuch gedacht, tatsächlich aber ein gemeinsamer Herzklopfmoment zwischen Couch, Leselampe und ganz vielen unausgesprochenen Gedanken. Die Geschichte von Doris trifft sofort. Kein großes Pathos, kein erhobener Zeigefinger – sondern dieses beklemmende Gefühl, wenn der Vater plötzlich weg ist und niemand erklärt, warum. Beim Lesen rutschte ein leises „Das ist unfair“ über die Lippen neben mir. Stimmt. Genau das ist es. Unfair, grausam, absurd. Und genau deshalb wirkt es. Besonders stark ist die Rosenstraße selbst. Diese Frauen. Diese Kinder. Kein heldisches Geschrei, sondern Ausharren, Zittern, Wiederkommen. Beim Abschnitt über die protestierenden Mütter kam die Frage: „Hatten die keine Angst?“ Kurze Pause. Hatten sie. Und sie sind trotzdem geblieben. Gänsehaut, ehrlich. Die Sachtexte sind klug eingestreut, nie trocken, nie belehrend. Immer genau dann, wenn man selbst anfängt zu fragen. Die Illustrationen von Annabelle Sperber machen vieles noch schwerer – und gleichzeitig begreifbarer. Man schaut hin, man kann nicht wegsehen. Genau richtig so. Zwischendurch wurde gestoppt, diskutiert, zurückgeblättert. „Das mit den Kindern… das macht alles noch schlimmer.“ Ja. Und gleichzeitig zeigt es, wie mutig Widerstand aussehen kann. Still. Öffentlich. Erfolgreich. Dieses Buch erzählt Holocaust-Geschichte behutsam, ehrlich und mit Hoffnung. Kein Wohlfühlstoff, aber ein verdammt wichtiges gemeinsames Lesen. Eines, das nachwirkt. Und bleibt.

  • Daggy

    Thalia Book Circle Community

    5/5

    27.01.2026

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Machmal macht sich Mut bezahlt

    Schon das Cover zeigt, wie eindrucksvoll das Buch gestaltet ist. Es zeigt die einige der Menschen, die in der Rosenstraße für die Freilassung der Inhaftierten gekämpft haben. Das Buch beginnt 1941 mit Hakenkreuzfahnen und einer blutroten Straße auf der vier Männer in NS-Uniform marschieren, daneben unbeteiligte Passanten und aus der Seitenstraße kommt ein Mann mit zwei Kinder, die eine Judenstern tragen. Eine kleine Erzählung berichtet von Doris, die nicht auf den Spielplatz darf. Auf der anderen Seite ist ein erklärender Text zur Situation zwischen 1933-1945 abgedruckt. Danach erfahren wir einiges über jüdische Kinder in der Zeit. Als seine kleine Schwester Doris von Hitlerjungen geschubst wird, schreitet ihr Bruder Helmut ein. Im Jahr 1942 überlegt Doris, ob die Familie nicht auch flüchten sollte. Doch am 27.2.1943 wird der Vater abgeholt und in die Rosenstraße gebracht. So ist sind auch Doris und ihre Mutter unter denen, die um die Freiheit ihrer Männer kämpfen, indem sie vor in der Straße demonstrieren und ihre Freilassung fordern. Neben der Geschichte von Doris Familie und den vielen Sachinformationen zurzeit, lebt das Buch ganz besonders von den eindringlichen Illustrationen. Sie treffen mit ihren eindrucksvollen Gesichtern und den krassen Farben genau die Lage in dieser Berliner Straße.  

  • Anjas_Buchspuren

    5/5

    19.01.2026

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Mut in der Rosenstraße

    Wisst ihr, was sich im Jahr 1943 in der Berliner Rosenstraße zugetragen hat? Wenn nicht, solltet ihr unbedingt das Buch von Anja Tuckermann und Annabelle von Sperber lesen. Das Buch erzählt am Beispiel der fiktiven Familie Gumpel, wie das Leben im Nationalsozialismus für jüdische Menschen ausgesehen hat. Die Familie gilt nach nationalsozialistischer Terminologie als sogenannte „Mischehe“. Der Vater ist Jude, die Mutter nicht jüdisch. Besonders eindringlich wird geschildert, wie sehr vor allem jüdische Kinder unter den Repressionen litten. Sie durften keine Spielplätze mehr besuchen, konnten nur noch bestimmte – später gar keine – Schulen besuchen und wurden ab dem Alter von 14 Jahren zur Zwangsarbeit verpflichtet. Die allgegenwärtige Angst dieser Zeit wird sehr greifbar dargestellt, insbesondere die Furcht vor jedem Klingeln an der Tür, aus Sorge, jemand könne kommen, um die Familie mitzunehmen. Im Februar 1943 wurden in Berlin jüdische Menschen aus gemischten Familien im Zuge der sogenannten „Fabrik-Aktion“ verhaftet und im Verwaltungsgebäude der Jüdischen Kultusvereinigung in der Rosenstraße 2–4 festgehalten. Für die Angehörigen war dies ein großer Schock. Nach und nach versammelten sie sich vor dem Gebäude. Tag und Nacht. Es waren vor allem Frauen, häufig mit Kindern, aber auch einige Männer. Nach und nach forderten sie gemeinsam und lautstark die Freilassung ihrer Angehörigen. Öffentlich und friedlich leisteten sie Widerstand. Und tatsächlich wurden die Inhaftierten nach knapp zwei Wochen von den Nationalsozialisten wieder freigelassen. Die Geschichte wird in kindgerechter, zugleich klarer und offener Sprache erzählt. Die farbreduzierten Illustrationen unterstützen den Text wirkungsvoll und fangen die bedrückende Stimmung der Zeit sehr treffend ein. Am Ende des Buches werden die historischen Hintergründe noch einmal übersichtlich zusammengefasst und bilden einen gelungenen Abschluss. Das Buch macht deutlich, wie wichtig Menschlichkeit, Solidarität und Mut sind und dass es notwendig ist, sich gegen Unrecht zu stellen. Fazit: Das Buch bietet Kindern einen gelungenen Einstieg in die Geschichte des Nationalsozialismus und vermittelt besonders zum Thema Widerstand wertvolle Informationen. Gleichzeitig ist es auch für Erwachsene äußerst informativ und lesenswert.

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